Abtragung unseres Grundstücks ohne Genehmigung

  • Schönen guten Morgen,

    wir bauen aktuell ein Einfamilienhaus in einem Neubaugebiet. Wir sind mit unserem Bau schon fast durch, Einzug ist in 3 Wochen. Vor kurzem haben unsere Nachbar begonnen Ihre Baugrube auszuheben. Da das Loch scheinbar nicht ausreichend groß war, mussten sie erneut ausbaggern. Hierfür fragten uns die Nachbarn, ob sie sich mit dem Bagger auf unser Grundstück stellen können, evtl. kann es sein das auch etwas von unserem Grundstück mit weggebaggert werden muss, scheinbar wäre sonst der Arbeitsbereich nicht groß genug. Wir sagten Ihnen das sie sich gerne auf unser Grundstück stellen können, jedoch möchten wir nicht das unser Grundstück weggebaggert wird, da wir noch eine Garage planen und wir den befestigten Boden brauchen.

    Dies war unseren neuen Nachbarn wohl egal, denn als wir am nächsten Tag an unser Grundstück kamen, fehlte schon ca. 50 bis 100 cm. Dort ist die Erde schräg weggebaggert worden. Der Tiefbauer meinte nur das die Festigkeit im Nachhinein, nach verdichtet durch Schotter, genauso wäre wir vorher. Zudem war die Aussage, das wir den Nachbarn die Genehmigung eh geben müssen.

    Ist dies alles so zulässig, bzw. haben wir irgendwelche Möglichkeiten die Festigkeit des Boden im Anschluss überprüfen zu lassen? Wir haben bisschen Angst das unsere geplanten L-Steine dann später abrutschen oder wir nun ein dickeres Fundament benötigen.

    Über Antworten wären wir sehr Dankbar


    VG

  • Der Boden in einer fachgerecht verfüllten Baugrube kann durchas sogar eine bessere Tragfähigkeit haben als der gewachsene Baugrund.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Wenn die Baugruppe der Nachbar zu klein ist und erweitert werden muss, warum MUSS dann von eurem Grundstück weggebaggert werden ?

    Ich gehe mal von aus, dass das Haus zum Nachbar mindestens 3m Grenzabstand haben wird. Die werden ja keine 3 Kellerstockwerke bauen und somit auch maximal 3-4m tief baggern. Da sollten die 3m Abstand doch ausreichend sein.


    Ob ihr das erlauben MÜSST, bezweifel ich, Falls notwendig könnten diese ja mit Verbau kurz vor der Grenze den Boden abfangen, ist zwar teurer aber nicht eurer Problem.

  • Der Tiefbauer meinte nur das die Festigkeit im Nachhinein, nach verdichtet durch Schotter, genauso wäre wir vorher.

    Das hängt am alten Boden und der Verdichtung.

    Zudem war die Aussage, das wir den Nachbarn die Genehmigung eh geben müssen.

    Das ist Quatsch. Wahrscheinlich ist der Tiefbauer der eigentliche Übeltäter, nicht die neuen Nachbarn

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Ich gehe mal von aus, dass das Haus zum Nachbar mindestens 3m Grenzabstand haben wird. Die werden ja keine 3 Kellerstockwerke bauen und somit auch maximal 3-4m tief baggern. Da sollten die 3m Abstand doch ausreichend sein.

    Gehe mal von den 3 m Grenzabstand aus. Dazu 1 m Arbeitsraum und sanidiger Boden (Böschungswinkel 45°).

    Dann ist die Grenze schon bei 2 m Aushubtiefe erreicht.


    Deshalb kann ich dem nur zustimmen.

    Wahrscheinlich ist der Tiefbauer der eigentliche Übeltäter, nicht die neuen Nachbarn

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    5.Mose 27:18

  • Wenn die Baugruppe der Nachbar zu klein ist und erweitert werden muss, warum MUSS dann von eurem Grundstück weggebaggert werden ?

    Ich gehe mal von aus, dass das Haus zum Nachbar mindestens 3m Grenzabstand haben wird. Die werden ja keine 3 Kellerstockwerke bauen und somit auch maximal 3-4m tief baggern. Da sollten die 3m Abstand doch ausreichend sein.


    Ob ihr das erlauben MÜSST, bezweifel ich, Falls notwendig könnten diese ja mit Verbau kurz vor der Grenze den Boden abfangen, ist zwar teurer aber nicht eurer Problem.

    Das Haus steht wohl 3m von der Grundstücksgrenze entfernt.

    An dem Haus/Keller soll noch eine Treppe gemauert werden, diese wurde beim ausbaggern wohl nicht berücksichtigt.

    Hierfür wird scheinbar auch Arbeitsraum benötigt

  • Nein, der Nachbar darf das nicht.

    Nein, eine Erlaubnis müsst ihr dafür nicht geben.


    Ja, fachgerecht verfüllt und lagenweise kann die Verfüllung besser sein als das, was weggebaggert wurde.

    Es kann aber auch mit zweifelhaften Recyclingmaterial ohne Verdichtung viel schlechter werden als vorher.


    Hier gilt es jetzt das Ende seiner wurst gut festzuhalten...

    Gut dokumentieren (Fotos).

    Kommunikation schriftlich, im Notfall mit Zeugen.


    Als erstes würde ich dem Bauunternehmer das Betreten, Befahren und jegliche Änderungen an eurem Grundstück ab sofort untersagen.

    Nur mit vorheriger, schriftlicher Genehmigung.

    Und die Widerherstellung mit Fristsetzung verlangen.

  • einer fachgerecht verfüllten Baugrube kann

    wobei die betonung auf kann gelegt werden muss .

    wenn wie beschrieben eine treppe (kellerhals) gemauert weden soll , ist die wahrscheinlichkeit einer fachgerechten verdichtung mehr als fraglich.


    aus dem text schliese ich , dass es sich um hanglage handelt und der nachbar unterlieger ist , da wird die sache noch spannender , da dürfte es sogar mit verbau nicht gescheit funktionieren , ....


    bilder wären hilfreich

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Es könnte ja noch, wenn eine Verdichtung nicht sauber möglich sein sollte, mit Magerbeton aufgefüllt werden. Voraussetzung: Eure Zustimmung und eine koordinierte Planung.

    Ich würd nen Anwalt mit den Schreiben beauftragen. Und dessen Kosten den Nachbarn weitergeben. Sollen die das doch an den Buddler weiterreichen und sich mit dem streiten!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Es könnte ja noch, wenn eine Verdichtung nicht sauber möglich sein sollte, mit Magerbeton aufgefüllt werden. Voraussetzung: Eure Zustimmung und eine koordinierte Planung.

    Ich würd nen Anwalt mit den Schreiben beauftragen. Und dessen Kosten den Nachbarn weitergeben. Sollen die das doch an den Buddler weiterreichen und sich mit dem streiten!

    Auch wenn sowas das künftige nachbarschaftliche Verhältnis nicht unbedingt verbessert würde ich genauso vorgehen.


    Gruß

  • Naja, da schiesen wieder einige mit Kanonen auf Spatzen.


    Ihr seid ja nun im Vorteil ,denn es hat der Tiefbauer was bei euch gemacht was er nicht durfte.

    Da ihr aber auch noch selbst arbeiten auf dem Grundstückstreifen vorhabt, würde ich die Gelegenheit gleich mal beim Schopfe packen und Ihn zu extraarbeit verdonnern.

    Denn allein durch das Erlaubte Befahren hat man auch stillschweigend inkauf genommen das der Oberboden verschandelt wird. So ein Bagger / LKW hinterlässt ja spuren.


    Ergo: Dem Tiefbauer ganz offensichtlichr klarlegen was er nicht durfte und im die Chance geben aus der Geschichte heil ohne Gutachter und Verdichtungsnachweis rauszukommen, wenn er sich dafür bereit erklärt die Vorbereitungen für die L-Winkel (evt Samt Fundament) für euch zu übernehmen.

    (Schriftlich fixieren).

    Zum streiten würd ich da nicht anfangen, denn NAchbarschaft ist schon wichtig, das die Funktioniert. Man lbet ja nicht nur 5 Jahre dort.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D