Asbest auswaschbar?

  • Wenn jemand mit Asbestfasern Kontakt hatte,lassen sich die Fasern in der Kleidung dann einfach in der Waschmaschine auswaschen oder bleiben die Fasern haften und sind nicht auswaschbar?

    Und werden andere Kleidungsstücke durch das Waschen in der gemeinsamen Trommel mit kontaminiert?

  • Es geht hier um mit der Luft transportierte Fasern, also kleinste Fasern.

    Klar sind die auswaschbar. Aber wie viele der theoretisch in der Kleidung gebundenen Fasern beim Waschen entfernt werden wir keiner sagen können (vmtl die allermeisten). Und natürlich werden andere Kleidungsstücke "kontaminiert". Wie sollte denn ein selektives Auswaschen funktionieren.

    Also wenn, dann Wollwaschgang mit relativ viel Wasser pro Kleidungsstück. Temperatur und Waschmittel spielen keine Rolle, nur Bewegung und Verdünnung.

  • Es geht darum, dass mein Cousin asbesthaltige Leichtbauplatten als Heimwerker abgebaut hat. Die Frage ist, ob die Fasern, die dabei frei wurden und an der Kleidung hängen,dann in der Waschmaschine ausgewaschen werden können? Oder ob sie darin hängen bleiben? Und was das mit der anderen Kleidung bzw der Waschmaschine macht?. Ob dann alles kontaminiert ist.

  • Für solche Arbeiten gibt es auch für den Heimwerker Schutzanzüge. Das ist höchst fahrlässig, ohne Schutzmaßnahmen asbesthaltiges Material abzubauen. Schmeißt die Klamotten weg.

  • Er hat wohl sehr staubarm gearbeitet. Dennoch werden wohl einige Fasern an die Klamotten gekommen sein.

    Gewaschen ist alles schon. Das ist ja das Problem. Mich interessiert ja vor allem, ob sich die Fasern überhaupt auswaschen lassen? Und sind die anderen Klamotten jetzt mit kontaminiert und die Waschmaschine auch?

  • Wo sollen denn nach Waschgang und dreimaligem Spülen im Edelstahlstank der Waschmaschine noch Asbestfasern anhaften?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Skeptiker, du denkst dass es sich aus den Sachen rauswaschen lässt? Das war auch die Meinung meines Cousins. Ich bin da generell etwas ängstlicher und dachte mal gelesen zu haben, dass sich die Fasern wie ein Anker an der Kleidung festhalten und schwer bis gar nicht auswaschbar sind und dass damit dann durch das gemeinsame Waschen in der Maschine auch andere Kleidung kontaminiert werden kann

  • Skeptiker, du denkst dass es sich aus den Sachen rauswaschen lässt?

    Nein, das denke ich nicht. Ich schrieb:

    Wo sollen denn nach Waschgang und dreimaligem Spülen im Edelstahlstank der Waschmaschine noch Asbestfasern anhaften?

    meine also, dass die Waschmaschine nach einem regulären Waschgang wieder als dekontaminiert angesehen werden kann. Sonst müsste übrigens jede Waschmaschine nach jedem abgeschlossenen Waschgang einmal leer gespült werden!


    Über die Textilien habe ich nichts geschrieben. Nach dem architekten-typischen kurzen Betreten eines Schwarz-Bereichs werfe ich meinen Einmal-Schutzanzug in der Schleuse weg, wasche mich gründlich - und widme mich anderen Dingen.


    Ob Asbestfasern sich wieder aus Textilien lösen lassen, weiß ich deshalb nicht, siehe oben - man trägt bei absehbarem Kontakt mit Asbestfasern sinnvollerweise Einmalanzüge. In Lungengewebe bleiben Asbestfasern jedenfalls bis zu dessen Zerfall stecken.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Achso. Dann müsste ein Leerwaschgang gestartet werden.

    Das hat er wohl nicht. Im schlimmsten Fall heften sich also beim gemeinsamen Waschen mit anderer Kleidung die Fasern vom kontaminierten Kleidungsstück auch an andere Kleidungsstücke, die dann ja auch kontaminiert sind. Quasi ein Ping-Pong- Effekt und never ending story.

    Blöd.


    Da bekomm ich gleich etwas Panik, wenn ich daran zurück denke, dass ja mein Sohn mal asbesthaltige Teerpappe (nachgewiesen, da getestet) gefunden hat, die dann zerbrochen ist und er ein Stück daraufhin in seine Hosentaschen gesteckt hat. Da ich damals noch nicht wußte, um was es sich handelt, hab ich die Hose irgendwann auch ganz normal mit anderen Sachen gewaschen.

    Jetzt haben wir ja aber quasi auch genug kontaminierte Kleidung zu Hause. Als wie gefährlich schätzt ihr das ein?

  • Als wie gefährlich schätzt ihr das ein?

    Naja, ich bin kein Arzt aber krankhafte Angst soll gut therapierbar sein.

    Hole Die bitte ärztlichen Rat ein. Das Überqueren der Straße ist selbst mit Ampel und Zebratsriefen deutlich gefährlicher als das Thema mit der Waschmaschine.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Naja ganz so übertrieben ist es wohl nicht, wenn ich das was Skeptiker und MeisterF lese bzgl Schutzanzüge und Klamotten wegschmeißen.

  • Vielleicht einfach mal den eigenen Verstand einschalten?

    Entweder sind die Fasern leicht auswaschbar, dann sind sie jetzt weg, oder sie sind fast gar nicht auswaschbar, weil sie in den Textilfasern haften bleiben. Dann kommen sie aber auch nicht mehr in deine Lunge, wenn Du nicht gerade vorhast, aus diesen Klamotten Stoffmasken zu nähen.

  • eine verlässliche Antwort zur Faserbelastung eurer Textilien und sich einer daraus potentiell ergebenden Gefährdung kann dir keiner geben.


    aber die je nach Angstniveau ggf. zu entsorgenden Kleidungsstücke dann bitte nicht in die Altkleidersammlung

    Es grüßt


    Manfred Abt
    Beratender Ingenieur

    AQUA-Planungsgruppe PartG mbB

    Ingenieurbüro für Tiefbau

  • na entweder es ist gefährlich oder nicht. Dann könnte es ja theoretisch auch in den Altkleidercontainer- provokant gesagt, wenn ich doch übertreibe.

    Ich wollte die Hose meines Sohnes aber eigentlich nicht wegschmeißen.

  • Dann könnte es ja theoretisch auch in den Altkleidercontainer- provokant gesagt, wenn ich doch übertreibe.

    Entweder DU hältst es für gefährlich, dann solltest Du aber konsequenterweise auch die Klamotten niemandem anderes zumuten.

    Oder DU hältst es für ungefährlich, dann kannst Du die Klamotten auch behalten.


    "Wie" stark die Gefährdung sein könnte, hat de Bakel weiter oben schon angedeutet.

  • Entweder DU hältst es für gefährlich, dann solltest Du aber konsequenterweise auch die Klamotten niemandem anderes zumuten.

    Oder DU hältst es für ungefährlich, dann kannst Du die Klamotten auch behalten.


    "Wie" stark die Gefährdung sein könnte, hat de Bakel weiter oben schon angedeutet.

    Es sind ja nun 2 verschiedene Beispiele geworden:

    Mein Cousin will seine Klamotten behalten. Er meint, das wird schon rausgegangen sein.


    Bei der Hose meines Sohnes ist es aber das Problem, dass die ja wiederum schon einige Monate wieder in Gebrauch ist und selbst wenn ich sie jetzt entsorge, hat sie im schlimmsten Fall schon Fasern "abgegeben", sei es jetzt durch das gemeinsame Waschen mit anderen Klamotten oder durch die reine Benutzung der Hosentaschen für Taschentücher usw...


    ICH weiß die Gefährlichkeit nun eben nicht einzuschätzen.

    Ja ich habe Angst vor Asbestfasern, deshalb frage ich hier, weil ich nicht weißt, ob meine Angst in diesem Fall berechtigt ist. (Und zwar jetzt unabhängig von der Kleidung meines Cousins, sondern rein für die Sachen meines Sohnes, der eine zerbrochene asbesthaltige Teerpappe in seiner Hosentasche hatte)

  • Bei der Hose meines Sohnes ist es aber das Problem, dass die ja wiederum schon einige Monate wieder in Gebrauch ist

    :wall:

    Also nochmal:

    Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass die Asbestfasern dir oder deinem Sohn jetzt noch schaden ungefähr so hoch wie 4 Wochen hintereinander 6 Richtige im Lotto.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass Du an den mittelbaren oder unmittelbaren Folgen einer ernsthaften psychischen Erkrankung stirbst, aber eher in der Größenordnung von 4 Richtigen in einer Woche.


    Du hast die Wahl, um welches Problem du dich vorrangig kümmern solltest.

  • Zitat

    Trotz eines umfassenden Verbots im Jahr 1993 sterben jährlich etwa 1500 Menschen an den Folgen von Asbest – lange wurde es als das „Mineral der tausend Möglichkeiten“ gepriesen. Dies geht aus dem 2015 veröffentlichten, ersten nationalen Asbest-Profil für Deutschland der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hervor. In der Vergangenheit seien demnach bis zu 2,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland asbestgefährdet gewesen, weil sie asbesthaltigen Stäuben ausgesetzt gewesen sind.

    also sterben weniger als 1 Promille pro Jahr von denjenigen, die regelmäßig berufsbedingt mit Asbest zu tun hatten.

    Wenn es dich dann trifft, obwohl du nur 1malig statt z.B. an 4000 tagen mit dem zeug in Berührung gekommen bist, dann ist die Wahrscheinlichkeit noch einmal Faktor 4000 geringer. Ist dann ungefähr wie ein Sechser im Lotto wenn du einmal im Jahr 3 Felder ausfüllst.

  • Danke für die Zahlen.

    Korrigiere mich, aber 1500Erkrankte/Jahr macht in den letzten 40-50 Jahren auch um die 70.000 Menschen aus.

    Macht gerechnet auf die 2.5 Mio Menschen, die in ihrem Arbeitsleben damit Kontakt hatten, auch schon fast 3 Prozent.

    Klar,in meinem Fall ist das Risiko so gesehen nochmal geringer...

  • Blume65 ,

    googel mal nach Radonstrahlung, PFC , KMF, PCB, PAK. PCP ....


    Sollte genügend Input für Deine Fobien bringen.


    Deine Ängste sind UNBEGRÜNDET. Suche Dir ärztliche Hilfe.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Ja mag sein und werde ich auch tun.


    Mir fiel nur noch ein, dass ich das Flusensieb der Waschmaschine seitdem noch nicht gereinigt habe. Könnten sich die Asbestfasern nicht dort sammeln und damit bei jedem Waschgang immer weitere Kleidung kontaminieren?

  • Ich weiß nicht, was an meiner Rechnung falsch sein soll.

    Aber hier geht's ja auch nicht um Mathematik.


    Vielleicht weiß einer bzgl dem Flusensieb Bescheid?

    dass ich das Flusensieb der Waschmaschine seitdem noch nicht gereinigt habe. Könnten sich die Asbestfasern nicht dort sammeln und damit bei jedem Waschgang immer weitere Kleidung kontaminieren?

  • ...

    Vielleicht weiß einer bzgl dem Flusensieb Bescheid?

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Frage ernst gemeint und kein rodopscher Dummenfang ist:

    Nein, von Deinem Flusensieb geht keine Gefahr aus, weil das im Ablauf der Waschmaschine kurz vor der Laugenpumpe sitzt. Und wenn Du es kurz nach einer Wäsche nass ausbaust und reinigst, läufst Du auch nicht Gefahr, irgendwelche Fasern einzuatmen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Frage ernst gemeint und kein rodopscher Dummenfang ist:

    Nein, von Deinem Flusensieb geht keine Gefahr aus, weil das im Ablauf der Waschmaschine kurz vor der Laugenpumpe sitzt. Und wenn Du es kurz nach einer Wäsche nass ausbaust und reinigst, läufst Du auch nicht Gefahr, irgendwelche Fasern einzuatmen.

    Was ist ein rodopscher Dummenfang?


    Meine Frage ist Ernst gemeint. Ich habe wie gesagt das Flusensieb damals nicht gereinigt. Können mögliche Asbestfasern also dort hängenbleiben oder auch mit dem Wasser wieder zurückfließen und damit den nachfolgenden Waschgang bzw dessen Wäsche/Kleidung wieder verunreinigen? Versteht man, was ich meine? Oder kommen Fasern, die einmal im Flusensieb hängen nicht mehr wieder zurück in die Trommel?

  • Du schriebst, dass ich das Flusensieb nach einer Wäsche ausbauen und auswaschen kann und damit auch keine Fasern einatme.

    Das habe ich aber nicht getan. Deine Antwort bzw. den Hinweis auf die Reinigung des Siebes habe ich so verstanden, als sei es die Voraussetzung, erst einmal das Flusensieb zu reinigen und dann ist keine Gefahr mehr zu erwarten.

    Mich interessiert aber, ob Fasern, die einmal im Flusensieb hängen auch wieder zurück in die Trommel gelangen können beim nächsten Waschgang? Oder ist das technisch nicht möglich. Ich weiß leider zu wenig über den Aufbau der Waschmaschine. (Ihr kennt doch solche Abflusssiebe für Badewanne/Duschen, damit Haare nicht in den Ablauf gelangen. Würde ich das nach Ablauf des Badewassers nicht reinigen, kämen also bei jeder neuen Badewannenfüllung wieder die Haare in das Badewasser. Wäre das bei der Waschmaschine auch so, würden sich die Fasern ja durch das Wasser vom Sieb lösen können und wieder an die neue Wäsche gelangen)

  • Spreng die Waschmaschine in die Luft, das Haus gleich mit. Halt' aber bitte genügend Abstand bei der Sprengung und warne die Nachbarn vor (falles es überhaupt noch welche gibt die noch nicht an Asbestose/Lungenkrebs gestorben sind).


    Sorry, anders halt' ich das nicht mehr aus.


    HOL DIR HILFE! JETZT! SOFORT!