EFH Süd-Hang Grundriss - Bitte um Feedback

  • Hallo zusammen, nach langem Tüfteln würden wir uns über Feedback zu unserem Grundriss sehr freuen ☺️


    Es handelt sich um ein Neubaugebiet. Die Grundstücksgröße ist ca. 700 qm am Süd-Hang mit Zufahrt im Norden und schönem Ausblick in Richtung Süden.

    Es sind 2 Stellplätze pro Wohneinheit gefordert, bei uns: 2 im Carport, 2 vor dem Haus parallel zur Straße

    GRZ, GFZ und weitere Regelungen sind im Bebauungsplan recht großzügig gehalten und wurden bei der Planung berücksichtigt


    Wir sind aktuell 2 Erwachsene (32 Jahre), 1 Kind (1 Jahr) und zukünftig 1-2 weitere Kinder.


    Es ist ein Haus in Holzständerbauweise mit flachem Satteldach und folgenden Räumen geplant:

    • offene Wohn-Ess-Küche
    • 5 (fast) gleichwertige Zimmer zur Nutzung (je nach Lebenslage) als
      Eltern-Schlafzimmer, Kinderzimmer, Büro, Home-Office-Büro oder Vermietung als Einliegerwohnung
    • Familienbad (inkl. Waschmaschine und Trockner)
    • Kinderbad (alternativ als Bad der Einliegerwohnung)
    • Gäste-WC (inkl. Abflussbecken)
    • Speise-/Rumpelkammer
    • Stauraum inkl. Technikraum
    • Carport mit Fahrrad-Schuppen und Teil-Unterkellerung (als Gartenhäuschen)
    • Balkon


    Aufgrund der Hanglage würden wir gerne den Wohn- und Aufenthaltsraum im EG (= oberes Geschoss) haben sowie zwei zusätzliche Zimmer. Da das EG durch den Hang über dem zweiten Stockwerk (dem UG) ist, muss das UG zwangsläufig gleich groß werden. Alternativ bräuchte man einen herausragendes Obergeschoss, was preislich wohl extrem teuer ist.

    Die Zusatz-Fläche im UG, die wir nicht als Wohnfläche benötigen befindet sich sowieso im Hang, sodass dies im Grunde ein Keller ist.


    Besonderheiten:

    • EG = Wohnfläche, da schöner Ausblick
    • UG = teilweise Keller, teilweise normale Räume Richtung Garten (geht sich vom Hang her gut aus)
    • Offener Dachstuhl über dem großen Wohn-Ess-Bereich
    • Zwischendecke mit Dachboden über den weiteren Zimmern im EG
    • Sitzfenster im Wohn-Ess-Bereich sowie ggf. in den Zimmern im UG
    • Barrierearm
    • Direkter ebenerdiger und überdachter Eingang vom Carport ins Haus
    • Großzügiger Balkon
      → Wie würdet ihr den Balkon beschatten, sodass man im Hochsommer, aber auch im leicht windigen und regnerischen Frühling dort verweilen kann und man sich trotzdem im Freien fühlt (kein Wintergarten)?
    • Wir haben gezielt auf einen HWR verzichtet
    • Aktuell haben wir an allen Fenstern Raffstores geplant. Da die beiden Kinderzimmer im UG Richtung Süden ausgerichtet sind, wird man hier eine Beschattung benötigen. Findet ihr Raffstores für Schlafräume geeignet?
    • Wir haben bisher keine Dachfenster eingeplant, da diese angeblich eher wartungsintensiv sind. Würdet ihr noch mit Dachfenstern arbeiten?
    • Durch die Raumaufteilung im UG, könnte man ein Zimmer oder mit nachträglicher Zwischenwand zwei oder sogar drei Zimmer vermietet werden.


    Unsere Fragen an euch:

    • Wir findet ihr die Raumaufteilung? Fällt euch etwas negativ aus? Oder was würdet ihr ändern?
    • Wir findet ihr die Raumgrößen?
    • Wir haben das Haus Richtung Süden ausgerichtet. Wird es so im Sommer zu warm?
    • Wir haben viele Fenster eingeplant (davon nur wenige zum Öffnen).
      → Würdet ihr lieber weniger Fenster empfehlen? (Hitze im Sommer, Blick durch Nachbarn)
      → Reicht es, wenn in jedem Raum nur wenige Fenster zum Öffnen sind?


    Wir freuen uns auf eure Ideen, Gedanken und Tipps!

  • Der Statiker kriegt 1 - 3 Krisen und braucht anschließend ein Sauerstoffzelt!

    Ein HRB hat bestimmte Gesetzmäßigkeiten, das ist kein Mauerwerksbau mit Betondecken.

    =o:eek:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

    • Offizieller Beitrag

    Aufgrund der Hanglage würden wir gerne den Wohn- und Aufenthaltsraum im EG (= oberes Geschoss) haben sowie zwei zusätzliche Zimmer. Da das EG durch den Hang über dem zweiten Stockwerk (dem UG) ist, muss das UG zwangsläufig gleich groß werden. Alternativ bräuchte man einen herausragendes Obergeschoss, was preislich wohl extrem teuer ist.

    Ein für diese Hangsituation sicherlich vernünftige Aufteilung, wenngleich ich persönlich gerade eine solche Auskragung durchaus spannend fände: Zum einen weil man eben nicht gleichgroß bauen muss, zum anderen weil man im UG (oder dem Gartengeschoß) gleich noch einen schönen überdachten Freisitz gönnen kann.

    Die Kosten für eine solche Auskragung sind, wenn man es jetzt nicht statisch auf die Spitze treibt, sicherlich sehr überschaubar. Überschaubar vor allem deswegen, weil man dann im UG "unnötigen" (sagen wir besser: nicht dringend benötigten) Platz sparen kann. Platz sparen = Kosten sparen.



    Aktuell haben wir an allen Fenstern Raffstores geplant. Da die beiden Kinderzimmer im UG Richtung Süden ausgerichtet sind, wird man hier eine Beschattung benötigen. Findet ihr Raffstores für Schlafräume geeignet?

    Ja, außer man braucht es wirklich zappenduster. Da gibt es zwar mittlerweile auch echte Verdunkelungs-Raffstores, aber idR, also bei "normalen Lamellen, wird es nicht ganz dunkel im Zimmer.


    Wir findet ihr die Raumaufteilung? Fällt euch etwas negativ aus? Oder was würdet ihr ändern?

    Erst einmal, bevor man ins Detail geht, etwas absolut Grundsätzliches. Es scheint, dass der hang parallel zur Straße geht. Da würde ich das Haus dann versuchen parallel zum Hang zu planen. Nun kennen wir die Hangsituation nicht (wie steil, wieviel Höhenunterschied?). Aber orthogonal zum Hang erscheint mir nicht nachvollziehbar. Zumal...und nun nähern wir uns schon den Details...wenn die Aussicht nach Süden so schön ist, warum dann die kurze Seite in diese Richtung orientieren?


    EG

    Wohnen/ Essen/ Küche: Offene Küche ist o.k., finde ich, die Raumgröße mit 62m² erscheint mir aber sehr überdimensioniert (sofern man nicht vorhat ganz gegen meine Erwartung dort regelmäßig Federballturniere zu veranstalten). So ein großer Raum mag erst einmal großzügig wirken, was bei großen Festivitäten sicherlich auch stimmen mag. Im Alltag, mit 5 Personen, kommt da schnell das Gefühl auf in einer Bahnhofshalle zu sitzen. Ich würde das reduzieren, maßstäblich zum wirklich Platzbedarf. Der Statiker wird, sollte es so bleiben, Dir hier noch ein paar statisch relevante Bauteile, vulgo Pfeiler/ Stützen, reinplanen.


    Erschließung: Der Hauseingang, durch den alle Gäste und man höchstselbst das Haus zu betreten haben wird sollte von außen erkennbar sein. Man sollte wissen (sehen)...ah...da geht es rein. Das kann etwas Betontes sein, das kann etwas Introvertiertes sein. Aber via Carport/ Garage geht echt nicht. Selbst wenn da gerade kein Auto stehen sollte. Stell' Dir vor Du verlässt das haus und rumpelst erst einmal gegen die Kutsche. Oder Gäste kommen und müssen sich am Auto vorbeischlängeln. No way! Gar nicht. Nie nicht. Überhaupt gar nie nicht.


    Speisekammer: Ja, kann man machen. Manche finde es unnötig, manche sinnvoll. ich gehöre zu denen, die das für sinnvoll halten. Wir kochen tatsächlich sehr viel. Auch schon vor Corona! Aber dann sollte die Speisekammer auch dem Raum, dem sie dient zugeordnet werden: der Küche. So mag es bestenfalls bei einem nächtlichen Hungerflash eine merklich kürzere Anreise vom KiZi o. Schlafzimmer als Vorteil dienen.


    Treppe: Ein offener 62m² - Raum und dann eine uninszenierte Treppe. Schade das. Dann die Treppe besser ganz abtrennen.


    UG:

    2 Kinderzimmer mit ausreichend großen 15 - 16 m². Passt scho'. Dann aber ein dunkler Flur mit über 20m². Da scheinen mir die Gewichtungen falsch zu sein. Und zu dunkel.


    Einlieger: Für wen? Besuch? Beim technikraum ist entwurfsmäßig die Puste ausgegangen, oder? Restflächen. Gut, das kann man glattziehen. Irgendwie.


    Insgesamt: Ein Nummer zu groß, meine ich. Oder spielt Geld so gar keine Rolle (wie schön!)? Statisch wenigstens ambitioniert (siehe oben). Ich würde die Prios anders setzen. Der Eingangsbereich geht gar nicht. Und die Treppe.


    Ermittlung der persönlich gewünschten Fläche (Wohnen/ Essen/ Kinderzimmer,...). Verteilung auf die Geschoße. Sollte das Ergebnis (erwartungsgemäß) zu ungleich großen Geschoßen führen, kann man diese Zwangspunkt entsprechend nutzen um Auskragungen, Überdachung, Vor- o.- Rücksprünge zur Akzentuierung von Baukörpern nutzen. Wenn man kann.

  • Dem ist kaum noch was hinzuzufügen. Mir ist das Grundkonzept auch viel zu 08/15 Häusle. Wie moderner Holzbau im Hang aussieht, kann man in Vorarlberg anschauen. Google mal danach. Das Häusle könnte genau so auch auf dem flachen Land stehen. Da ist kaum etwas, was auf den Hang hinweist, wie man ihn nutzt, wie man die Aussicht nutzt, die man an einem Hang hat, bzw diese in Szene setzt (OK, weiß ned was man dort sieht, wenn ein Industriegebiet ist, dann ist es auch nicht prickelnd).

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...