Materialmenge Kalksandstein und Dünnbettmörtel berechnen?

  • Guten Tag,

    wir möchten eine Garage wie folgt mauern:

    - Maße: 4 Meter breit, 6 Meter lang, 2,40m hoch (dadurch dann noch 60cm für ein späteres Satteldach oder Flachdach möglich)

    - ein Rolltor 2632x2405cm, eine Nebeneingangstür (2000x1000mm) und ein Fenster (500x400mm)
    - aktueller Stein, da scheinbar günstig und gut bewertet: Kalksandstein KS-L-Stein 3DF 240x175x113mm

    - Bodenplatte wird dann bereits vorhanden sein

    Nun zu den zwei Fragen:
    1. Wie berechne ich für das Vorhaben die KS-Menge (Anzahl) sowie die Dünnbettmörtelmenge?
    2. Könnt ihr aus Erfahrung bestimmte Kalksandsteine empfehlen? Mir wäre ein hoher Schallschutz und hohe Druckfestigkeit wichtig. Die Steine sollten aber auch vom Laien gut zurecht geschnitten werden können.

    Bin für alle Antworten dankbar!

  • Schallschutz und Druckfestigkeit als wichtige Kriterien für das Mauerwerk einer Garage???

    Die Menge der benötigten Steine sollte man mit Kenntnissen der Mathematik Klasse 5 ausrechnen können.

  • Danke für diese äußerst hilfreiche Antwort, insbesondere die Nichtbeantwortung auch nur einer Frage, jedoch dafür mit dem Hinweis auf meine offenkundig fehlenden Mathematikkenntnisse. Ich freue mich für Dich, dass Du vermutlich in allen erdenkbaren Lebensbereichen allwissend bist. Auf mich trifft dies leider nicht zu. Und ein Forum ist meiner Meinung nach (verzeih mir vorab meine Blauäugigkeit) auch für Fragen von Laien gedacht.

    Auch wenn es nicht meine Fragen waren: Schallschutz, da kleines Grundstück und Garage direkt angrenzend zu den Nachbarn, wo womöglich auch mal geschraubt und gebohrt werden könnte. Druckfestigkeit, weil auch mal Wandregale ggf. zukünftig angebracht werden könnten.

  • Dann mal deuticher: für eine Garage ist JEDER Stein ausreichend.

    Kauf dir ein Legoset und übe da mal mauern, in der Zwischenzeit lässt du die Garage von jemand erstellen, der das gelernt hat.

  • Mir wäre ein hoher Schallschutz und hohe Druckfestigkeit wichtig.

    Wäre mir in der Garage aber so was von egal.


    Schallschutz: Man fährt rein/ raus. Da ist das Garagentor idR offen. Insofern spielt der Schallschutz des Steines keine Rolle. Wird dort gehämmert, geschraubt und geflext mag das anders zu bewerten sein, aber auch da ist Ziegel/ KS wohl immer besser als das Garagentor, welches dann die Schwachstelle darstellt.


    Hohe Druckfestigkeit: So lange Du nicht vor hast die Garage in den kommenden Jahre um 4 - 12 Stockwerke zu erhöhen, dürfte die Druckfestigkeit auch von untergeordneter Bedeutung sein.


    Aber:....je höher der Schallschutz/ je höher die Druckfestigkeit, desto schwerer/ massiver der Stein. Das ist dann hier....

    Die Steine sollten aber auch vom Laien gut zurecht geschnitten werden können.

    ...eher nicht der Fall.


    Für KS-Steine gibt es da extra Baustellensägen (keine Laubsägearbeiten oder Fuchsschwanz...).


    Wenn man selber sägen möchte, wäre Porenbeton die einfachere Alternative.


    Bei der Höhe des Garagentores (2,405m), sollte man bedenken, dass darüber idR noch eine Art Sturz (Betonbalken) ist. Auch brauchen die meisten Tore einen Anschlag oben (= der Sturz). Je nachdem welches Tor/ welche Torart zw. 12,5 und 25cm). Das erhöht dann natürlich die Garagenhöhe und wenn man an der Grenze bauen möchte (oder muss), kann es da mit der zulässigen Höhe irgendwann eng werden.

  • ......meine offenkundig fehlenden Mathematikkenntnisse

    war das erste , was mir durch den kopf ging ......

    Garage direkt angrenzend zu den Nachbarn, wo womöglich auch mal geschraubt und gebohrt werden könnte.

    das schliesst sich eigentlich aus , eine grenzgarage und schrauben passt nicht zusammen , egal was für ein stein....

    Druckfestigkeit, weil auch mal Wandregale ggf. zukünftig angebracht werden könnten.

    ditto

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Na ja, in Brandenburg benötigt man bzgl. 25m2 Grundfläche bei Garage, Gartenhäusschen, Schuppen etc. keine Baugenehmigung, wenn in dem Gebäude keine Toilette und Feuerstelle ist und wenn es nicht zum Aufenthalt von Menschen dient.
    Ja, Aufenthalt von Menschen dürfte beim längerfristigen Bohren/Schrauben zutreffen, aber jeder der sein Auto in der Garage putzt/wäscht, Reifen wechselt würde womöglich ebenfalls darunter fallen. Machen wir uns nichts vor, ein großer Teil der Garagen wird auch als Werkstatt oder als Partyhütte/Hobbyraum genutzt. Wenn sich alles in Grenzen hält und die Nachbarn mitziehen, kenne ich keinen einzigen Fall, wo das jemals zum Problem wurde.

  • benötigt man bzgl. 25m2 Grundfläche bei Garage,

    Im letzten Jahr gab es einen thread, da war von gesamt 50m² die Rede. Aber Vorsicht, genehmigungsfrei, verfahrensfrei, da kann man schnell durcheinander kommen. Es versteht sich von selbst, dass man in allen Fällen die notwendigen Unterlagen haben muss (Zeichnungen, Berechnungen etc.).


    Zu Deinen beiden Fragen


    a.) Mengebedarf 32 Steine/m² bei Normalmörtel, und dementsprechend 36 Steine/m² bei Dünnbettmörtel.

    b.) Kleberbedarf ca. 5kg/m²


    Für die gesamte Garage wirst Du ja mehrere Paletten bestellen müssen, da bleiben dann immer ein paar übrig (Verschnitt etc.).


    Der von Dir ausgewählte Stein ist in meinen Augen etwas ungewöhnlich für diesen Zweck. Keine Ahnung ob man damit eine tragfähige Wand mit 6m Länge und knapp 2,5m Höhe ohne weitere Maßnahmen aufstellen darf. Druckfestigkeit ist sicherlich nicht das Thema, wenn die Wand aber einen Bauch kriegt hast Du auch nichts gewonnen.


    Wenn Du das schon selbst machen möchtest, dann solltest Du Dich mit den Datenblättern und Verarbeitungsrichtlinien auseinandersetzen, und diese auch verstehen. Dann würden sich Fragen nach dem Mengenbedarf erst gar nicht stellen. Viel schlimmer als ein paar Steine zuviel oder zu wenig sind Verarbeitungsfehler die zu Schäden führen.


    Zur Nutzung wurde ja schon etwas geschrieben. Eine Garage ist und bleibt eine Garage, das ist keine Werkstatt. Es entspricht auch der üblichen Nutzung, dass man ab und zu mal nach dem Ölstand schaut, oder Reifen wechselt, oder andere kleinere Arbeiten erledigt. Mutiert die Garage jedoch zu einer Werkstatt, in der beispielsweise jeden Abend an Autos geschraubt wird, dann ist das keine "übliche Nutzung einer Garage". Dann genügt ein böser Nachbar, das muss noch nicht einmal ein direkter Nachbar sein, und schon ist Ärger vorprogrammiert.


    Das gilt analog für das jährliche Grillfest für das in der Garage Tische und Bänke aufgestellt werden, weil es gerade regnet. Eine Geburtstagsfeier pro Jahr, das ist am nächsten Tag wieder vergessen. Jedes Wochenende Party in der Garage, und es genügt der böse Nachar der nicht eingeladen wurde.

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  • Ich würde jede Wand mal auf einem Blatt Papier aufzeichnen. Dann Querlinien im Abstand der Steinhöhe einzeichnen (im Inderned gibts die Daten zu den Steinen), dann die Vertikallinien im Abstand der Steinbreite zeichnen und dann alle Kästchen zählen die so entstehen und hoppla schon hat man die Menge an Steinen die man braucht. :)


    Und jetzt kommt der Trick: Statt alles aufzuzeichnen, reicht es nur eine Steinreihe zu zeichnen und nur eine Steinreihe zu zählen. Dann schaut man sich wie hoch so ein Stein ist und wie hoch die Mauer und rechnet, wie oft man Steine schichten muss, um die Höhe zu bekommen und das mal die Steinreihe. Bin ich nicht genial? Na gut, man könnte sich das Zeichnen aus sparen und einfach gucken wie viele Steine in die Länge passen und dann mit den Steinen die in der Höhe passen multiplizieren (siehe Google!). Aber das ist was für Nerds. ;)

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ... oder man gib KS Materialbedarf bei Tante google ein und nimmt die schönen Werte der Industrie.

    Bestellung


    Streu- und Bruchverluste dazu und fertig.


    Da man die 3DF aber nicht als Plansteine bekommt und die größeren Formate (6 DF aufwärts) von Hand nicht mehr wirklich versetzbar sind, überdenkt man alles.

    Entweder kommt man dann zu Porenbeton oder man kennt einen der einen kennt, der davon schonmal was gehört hat.

    Die Sturzfrage schwirrt ja auch noch irgendwo rum. Über das Dach und seine Verankerung denken wir dann später mal nach.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18