Dachbodenausbau möglich?

  • Hallo zusammen,


    Wir haben vor ein paar Jahren ein altes Haus gebaut und benötigen nun ein paar Quadratmeter mehr. Die Luxusoption ist ein Anbau, aber da das unübersichtlich zu realisieren und auch sehr teuer ist, möchte ich noch andere Möglichkeiten überlegen.


    Wir haben im Obergeschoss eine Dachluke zum Spitzboden. Es wäre wenig Platz für eine Treppe, aber unmöglich ist es nicht. Der Spitzboden ist nicht sehr groß, in der Länge ca 8m, in der Breite aber weniger, ca 3-4m .. mitten drin der Schornstein. Da wir das Dach neu dämmen und decken lassen werden, wäre das schonmal kein zusätzlicher Aufwand.

    Auch eine Gaube wäre für uns denkbar. Wir haben ein sogenanntes Krüppelwalmdach. Ein Dachdecker hat uns schon angeboten ein Satteldach daraus zu machen. An einem Ende würden wir gerne vollflächig Fenster einsetzen. Nun weiß ich, das zusätzliche Fenster baurechtlich kein Ding sind, Gauben aber schon. Der Ausbau würde ja eine Nutzungsänderung bedeuten, d.h. es gibt so tolle Bedingungen.. "Für Aufenthaltsräume im Dachraum und im Kellergeschoss [...] genügt eine lichte Höhe von mindestens 2,20m . [...] über mindestens die Hälfte der Grundfläche. Raumteile mit einer lichten Höhe von 1,50m bleiben außer Betracht". Ich habe nachgemessen, in der Mitte vom Dachboden habe ich 2,20m. Gerade so. Aber da sehe ich direkt auf die Ziegel. Der Endzustand ist das nicht. Und ich komme sicher nicht auf 50% der Fläche in dieser Höhe.

    Nun war die Idee mit der Gaube mehr Platz zu gewinnen und evtl nur 2/3 auszubauen, so daß man vielleicht auf die geforderte Grundfläche kommt. Aber für die Gaube benötige ich ja auch eine Genehmigung. Bekomme ich die "einfach so"? Obwohl ich die Nutzungsänderung vielleicht nicht bekomme?

    Es würde nur ein Büro werden und mit Gaube wäre genügend Platz dafür.

    Hat da jemand Erfahrung mit?


    Vielen Dank schonmal. :D

    Viele Grüße,

    Suse

  • Wenn sowieso die Dachform zu einem Satteldach geändert wird, kannst Du ja die Gaube gleich mit beantragen. Kommt auf den Versuch an. Oder Du fragst vorher mal im Bauamt nach...

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  • Oder Du fragst vorher mal im Bauamt nach...

    Besser läßt fragen - nicht vom Zimmerer oder Dachdecker, sondern von einem Architekten oder Statiker. Sonst reden die einen in Bauamtsdeutsch, für das DU ein Lexikon brauchst und verstehst was ganz anderes als die gemeint hatten.

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  • Besser läßt fragen - nicht vom Zimmerer oder Dachdecker, sondern von einem Architekten oder Statiker. Sonst reden die einen in Bauamtsdeutsch, für das DU ein Lexikon brauchst und verstehst was ganz anderes als die gemeint hatten.

    Also ich bemühe mich immer, meinen "Kunden" die Sachlage so zu erklären, dass sie sie auch verstehen.

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  • Aber für die Gaube benötige ich ja auch eine Genehmigung. Bekomme ich die "einfach so"? Obwohl ich die Nutzungsänderung vielleicht nicht bekomme?

    Die Gaube hat erst einmal nichts mit den Räumen darunter zu tun, theoretisch könntest Du ja eine Gaube setzen lassen, ohne Aufenthaltsräume, vielleicht rein aus optischen Gründen oder was auch immer.


    Das Problem mit der Raumhöhe wird die Gaube aber nicht lösen, wenn Du jetzt schon "nur" 2,2m zwischen Boden und Eindeckung hast. Technisch lösen lässt sich das Problem sicherlich, theoretisch könnte man ja auch das komplette Dach höher setzen, aber ob das genehmigungsfähig ist?


    Der Dachboden war wohl nie für einen Ausbau vorgesehen, und dann wird es teuer wenn man das passend machen möchte.

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  • Wenn man auf beiden Seite eine Gaube macht, so groß wie möglich, könnte man genug nutzbare Fläche gewinnen. Ist die Frage ob, bzw wie viel zulässig ist.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Phuu.. also man darf nicht mehr als die Hälfte der Länge des Daches nehmen. Es würde also ein kleiner Raum oder, wie Frau Maier schon sagte auf beiden Seiten. Das wären aber nur für die Gauben schon 15-20.000€. Wenn ich das richtig verstanden habe. Gar nicht so einfach.


    Wir werden einen Dachdecker kommen lassen wenn die Hauptsaison vorbei ist. Der kann uns die dritte und letzte Option der Wohnraumerweiterung auch durchspielen.


    In den 70er Jahren hat man einen Anbau neben das Haus gesetzt. Unten ist ein Badezimmer entstanden und darüber ein Balkon. Der Balkon würde von uns im Zuge der Sanierung stillgelegt weil er undicht ist und wir ihn nicht nutzen. Tausende von Euro für Geländer etc wären da nicht gut investiert. Wenn man auf den Balkon heraustritt hat man 50-60 cm Hauswand und dann beginnt das Dach. Wenn es statisch möglich wäre könnte man das Dach flacher gestalten, über den Balkon legen und den Balkon als Zimmer umfunktionieren. Da bin ich echt mal gespannt. Sonst muss mein Mann sich ne Gartenhütte bauen. :lach: