Fußbodenheizung - Austausch Durchflussmessgerät von Metrona wegen hoher Geräuschkulisse

  • Nach < 2 Jahren Laufzeit der neuen Fußbodenheizung kamen extrem starke Geräusche beim Durchflussmesser in den Mietwohnungen auf. Daraufhin gab es einen Austausch von manuellem Gerät auf Ultraschall, zumindest in einigen Wohnungen.

    Frage 1:

    Beim Ausbau des Gerätes konnte die Verschmutzung gesehen werden (siehe Foto). Ist dies nach 2 Jahren normal?





    Das Wasser in der Heizung ist seit 2 Jahren so schwarz, dass nichts mehr ablesbar ist. Im Schwebekörper sind keine roten "Tellerchen" zu sehen, um die Skala abzulesen. Lt. Einbau des Heizungsbauers ist dies normal so?

    Frage 2: Das ist bei einer neuen Fußbodenheizung in jeder Mietwohnung normal so?

    Siehe Foto:


    Danke für Eure Sicht der beiden Themen.


    Gruß

    Wilhelm III

  • Die Anlage ist also erst 2 Jahre alt? Komplett neu oder nur teilweise erneuert?


    Eine Verfärbung des Heizwassers ist normal, aber in diesem Fall sieht es schon extrem aus.


    Ungeeignetes Füllwasser, oder Material Unverträglichkeit?

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  • Das Schwarze dürfte Magnetit sein. Vermutlich falsches Füllwasser. Hier muss dringend das ganze System überprüft und wahrscheinlich auch gespült werden.

    Was ist das für eine Heizung?

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Altbau Neubau?


    Ich lese zwar das die FBH neu wäre oder zumindest der Zähler 2 JAhre alt.


    Bei Altbau ist das nicht immer ganz vermeidbar was da zu sehen ist, ohne das gnaze Haus auf den Kopf zu stellen.

    Bei einem Neubau (Gesamtes Gebäude) ist der Zustand sehr bedenklich.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Herzlichen Dank für Eure Antworten.


    Es handelt sich um einen Neubau mit Erstbezug im Frühjahr 2019.

    Der Austausch des Durchflussmessers wurde im Mai wegen dem Geräuschpegel (sehr lautes Rauschen) in einzelnen Wohnungen vorgenommen.


    Es handelt sich um eine Pelletheizung für mehrere Einfamilienhäuser und weitere 5 Häuser mit ca. 50 Eigentumswohnungen; als zentrale Wärmeversorgung, die extern betrieben wird (Nutzungsvereinbarung). Das Modell der Heizung ist in der Baubeschreibung nicht genannt und der Heizungskeller (für die Heizung und Verteilung in diesem Haus zu den einzelnen Wohnungen) ist abgeschlossen. Lokal und auch die Hausverwaltung haben keinen Schlüssel für die Heizung.

  • Das Modell der Heizung ist für das dargestellte Schadensbild unerheblich.

    Die Verschlammung des Grobfilters des Wärmemengenzählers (um einen solchen handelt es sich nämlich bei dem "Durchflussmesser" genannten Gerät) und die Schwarzfärbung des Heizungswassers in den Durchflussanzeigern deuten auf ein massives Wasserproblem hin, welches nicht im Verantwortungsbereich des Kaiserenkels gelöst werden kann.

    Abhängig davon, ob durch die FBH das primäre Heizungswasser des Wärmeerzeugers fließt oder ob es eine zwischengelagerte Medientrennung über Wärmetauscher gibt, ist die Verantwortlichkeit zu suchen.

    Ansprechpartner für den TE ist auf jeden Fall der Vertragspartner des Wärmeliefervertrages.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ansprechpartner für den TE ist auf jeden Fall der Vertragspartner des Wärmeliefervertrages.

    Vorsicht, nicht zwingend. Es ist nicht klar, (wie du selbst erwähnt hast), ob der Hauseigene Heizwasser seperat getrennt ist oder ob es direkt aus dem Versorgungssystem stammt.

    Ergo, wäre der Errichter /Vermieter/ dafür zuständig hier den schuldigen zu suchen.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Bei so vielen Gebäuden bzw. Wohnungen und einem zentralen Wärmeerzeuger, dürfte es doch sehr wahrscheinlich sein, dass (mehrere) WT zwischengeschaltet sind, und wenn das Heizwasser so aussieht, dann hätte ich Angst um die WT.

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  • Welche Beschaffenheit muss denn das Heizungswasser haben damit sowas nicht passiert? Bei mir soll lediglich enthärtetes Leitungswasser verwendet werden.

  • Dafür gibt es die VDI 2035. Wird aber häufig ignoriert. Folge bei uns: nach 5 Jahren mussten Kombispeicher und Wärmepumpe erneuert werden. :pfusch:


    Hier wird das Thema m.E. am besten erklärt: Haustechnikdialog

    Kann aber sein, dass es inzwischen eine neuere Version der Richtlinie gibt. Im Grundsatz dürfte es aber noch stimmen.

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    Einmal editiert, zuletzt von Rose24 () aus folgendem Grund: Ergänzung um Link

  • Dafür gibt es die VDI 2035. Wird aber häufig ignoriert.

    :thumbsup:


    und Herstellervorgaben.......die aber genau so gerne ignoriert werden. :rb:


    Pufferspeicher sind gerne mal eine Schwachstelle, aber gerade bei komplexen Anlagen kann es viele Schwachstellen geben, die dann dazu führen, dass die Lebensdauer der Anlage drastisch eingeschränkt wird.

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  • ...aber gerade bei komplexen Anlagen kann es viele Schwachstellen geben, die dann dazu führen, dass die Lebensdauer der Anlage drastisch eingeschränkt wird.

    Wärmetauscher zum Beispiel. Die hatten bei unserer WP fast komplett dicht gemacht. Und der Kombispeicher war nach fünf Jahren durchgerostet. :rb:

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  • Die hatten bei unserer WP fast komplett dicht gemacht.

    Die sollten halt Energie sparen indem sie weniger Wärme übertragen. :lach:


    Anlagen werden oft mit Trinkwasser befüllt, und in vielen (den meisten?) Fällen funktioniert das auch. Das führt dann dazu, dass solche Vorgaben gerne in Vergessenheit geraten.....bis halt eine Anlage kommt, bei der es in die Hose geht. Dann gibt es die berühmte Antwort "das hatten wir noch nie..."

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  • Die VDI 2035 besagt ja nur, wie das Heizungswasser beschaffen sein muß und gibt Möglichkeiten an, das zu erreichen. Also Entsalzen, Enthärten ...

    Theoretisch könnte es möglich sein, beides nicht zu müssen.

  • Die VDI 2035 besagt ja nur, wie das Heizungswasser beschaffen sein muß und gibt Möglichkeiten an, das zu erreichen. Also Entsalzen, Enthärten ...

    Theoretisch könnte es möglich sein, beides nicht zu müssen.

    Ja. Aber dazu sollte man vorher wissen, wie das Leitungswasser vor Ort beschaffen ist.

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