Holzelemente an Betonzaun

  • Hallo zusammen,


    unsere Nachbarn haben uns (in Absprache) einen maximal häßlichen Betonzaun auf die Grenze gesetzt den wir nun mit Holz verkleiden wollen.


    Der Betonzaun ist (je Feld) ca 180 breit und 200 hoch. wir haben 8 Felder zu verkleiden. Die Betonpfosten sind ca 12x12 und haben zu jeder Seite eine Nut in die dann Betonelemente ca 3cm dick und 25 hoch eingeschoben sind. Ein Traum in Beton auf 15m.


    Idee ist, die Felder nun mit Zaunelementen evtl. aus Rhomben zu verkleiden, also die Pfosten "wiederzuverwenden" um nicht gleich nen kompletten zweiten Zaun davor zu setzen.


    Frage ist: wie befestigen?

    Wie groß müssen Schrauben / Dübel sein? Welches Gewicht halten die so?

    Wie gefährlich ist es, dass die Löcher Wasser ziehen und bei Frost platzen und was kann man dagegen tun?

    Wie gefährlich ist es, dass die Pfosten beim anbohren springen/platzen?

    Welche Beschläge würde man nehmen?


    Irgendwelche weiteren Tipps / Anregungen ?


    Danke und Grüße, Dostl.

  • Was ich mich frage, ob der Zaun dann noch für zusätzliches Gewicht ausgelegt ist. Andererseits, wenn das bewachsen ist, hängt ja auch Gewicht dran.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Hier zwei Fotos.




    Mit den Nachbarn reden wir wenn wir genau wissen wie wir uns das vorstellen.


    Danke schonmal für die Rückmeldungen!


    Dostl.

  • das einfachste wäre vermutlich, eine UK auf die Pfosten und daran die die Holzelemente? Sie einzige Sorge ist halt dass was kaputt geht...


    Zum Thema Gewicht: Im Verhältnis zu dem Beton was da gehalten wird, sollte das Holz nicht soooo ins Gewicht fallen, oder?

  • Zum Thema Gewicht: Im Verhältnis zu dem Beton was da gehalten wird, sollte das Holz nicht soooo ins Gewicht fallen, oder?

    Das Gewicht sollte auch nicht das Problem sein, viel eher die Windlast, und die beeinflusst das Holz nicht.

    Die Befestigung wird tricky, auf jeden Fall. Ich hätte da Bedenken reinzubohren, da sollte auf jeden Fall klar sein bei euch was passiert wenn was kaputt geht.


    wie wäre es mit einer Berankung aus Efeu? der braucht keine Rankhilfe ... und wächst auch schnell. in 3 Jahren ist das grün.

    Oder Wilder Wein?

  • Frage ist:

    die wichtigsten Fragen wären:


    a.) stimmt der Nachbar zu?

    b.) Dürfen die Pfosten überhaupt angebohrt werden?


    zu b.) konnte ich in verschiedenen technischen Unterlagen nichts finden. Es sieht so aus, als wäre das Anbohren dieser Pfosten nicht vorgesehen.


    Wenn ich mir das Bild des Pfostens so anschaue, dann vermute ich in der Mitte eine Stahlbewehrung. Schätze ich jetzt noch die Abstände, dann würde ich mir auch Gedanken zu den Randabständen machen. Bei Dübeln sagt man pauschal 1,5*h (Bohrtiefe), die Dübelhersteller geben in Beton einen Mindest-Randabstand zwischen 35mm (Dübel 6x50) und mehr als 50mm an (8x40, 10x50 usw.).

    Selbst wenn man in diesem Fall eine Trichterform der Kräfteverteilung annehmen würde, hätte ich Bauchschmerzen. Es stellt sich bereits die Frage, ob man praktisch wirklich die Mitte des Pfostens trifft, und ob da nicht noch die Stahlbewehrung im Weg ist.


    Die Last an der Schraube wäre das geringere Problem. Selbst bei einem 6x50 in Beton reden wir bereits über 0,6- 1,6kN, je nach Typ usw.


    d.h. Zuerst einmal würde ich mir vom Hersteller eine Freigabe beschaffen, dass man die Pfosten anbohren darf, und wenn ja, mit welchem Durchmesser und Bohrtiefe. Danach kann man in Verbindung mit der geplanten Beplankung die passenden Befestigungsmittel aussuchen.


    Ohne so eine Zusicherung würde ich den Zaun nicht anrühren, denn im Schadensfall hat man sonst die A....karte, selbst wenn die eigene Arbeit den Schaden gar nicht verursacht hat. Diesem möglichen Ärger würde ich aus dem Weg gehen.


    Lösung:


    - Bepflanzung der Sichtfläche

    - einen eigenen Zaun davor setzen


    Diese Optionen würde ich ernsthaft in Erwägung ziehen.


    Sind die o.g. Punkte geklärt, dann kann man an die Details gehen.

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  • Ich würde auch die Bepflanzung empfehlen!

    Wilder Wein Parthenocissus "Veitchii" braucht keine Rankhilfe und macht auch Flächen zuverlässig dicht. Einziger Nachteil: Laubabwurf im Herbst. Der immergrüne Efeu hat das Problem nicht, sieht also immer top aus, bspw. Hedera helix "Woerner", allerdings würde ich den jedes Jahr so zurückschneiden, dass er nicht ans Haus geht.

    Beides - Wein und Efeu - sind für Insekten und Vögel sehr nützliche Pflanzen und kosten dich nur einen Bruchteil des Geldes, das du für einen Zaun ausgeben müsstest, der am Ende mit 2m Höhe auch in Holz keine Schönheit werden wird.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • denke eher nicht , so filligran wie die sind.

    Da bin ich Deiner Meinung, deswegen habe ich oben 2 Punkte angeführt, warum ich dieser Meinung bin. Es könnte auch sein, dass der Nachbar einfach nicht zustimmt, dann haben sich die Fragen sowieso erledigt. Deswegen hätte ich zuerst einmal mit dem Nachbarn gesprochen, bevor ich mir die Arbeit mache und eine Beplankung plane, aber jeder so wie er´s mag.

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    .

  • Das Zeug sieht so filigran aus, da würde ich nix bohren wollen. Pflanzen oder spayen ist angesagt. Man kann Pflanzen ja auch sprayen, oder eine schöne Landschaft...


    Ich seh schon: Der Beginn einer dauerhaften Nachbarschaftsfeindschaft... :lol:

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • So ähnlich, würde mir aber besser gefallen:

    Link :D

    Off-Topic:

    Ojah, deep purple und der unvergessene John Lord! Wobei Don Airey auch sehr sehr cool ist! Wäre sofort dabei!

    Bzgl Begrünen 1:

    Das wäre tatsächlich die Variante, die ich auch bevorzugen würde. Würde man nämlich etwas davorstellen entstünde ein Spalt, den man schlecht reinigen kann und wo Schmodder vorprogrammiert ist.


    Bzgl Begrünen 2:

    Nichts nehmen, was schnell wächst. Das Zeug hat nämlich einen Nachteil: Es wächst schnell und man ist ständig mit Zurückschneiden und Fluchen beschäftigt. Gut Ding will Weile haben. Hat mich der Garten gelehrt.

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  • Ich denke die beste Ehefrau von Allen :) würde einen Beetstreifen davor anlegen (bzw. Ich dürfte das machen). Anschliessend Rankgitter hoch und z. B. Clematis daran hochziehen. Oder andere Rankpflanzen,(kein Efeu🤑) kleine Büsche davor, Bodendecker usw. sodass das alles aufgelockert wird. Falls kleine Kinder da sind, ggf ein Bereich wo sie selbst Blumen säen lönnten; ggf. Gemüsepflanzen. Also den ganzen Bereich abwechselnd gestalteten. Am Zaun selbst würde ich auch die Finger weg lassen, da er ja mir nicht gehört.


    Viele Grüße M.

  • Also den ganzen Bereich abwechselnd gestalteten. Am Zaun selbst würde ich auch die Finger weg lassen, da er ja mir nicht gehört.


    Viele Grüße M.

    Super Vorschlag! !! Da möchte man gleich loslegen...

    Bloß nicht den Zaun selbst bepflanzen, der sieht aus, als ob es da Ärger gäbe. Wilder Wein z.B. hinterlässt Saugnäpfe, die kriegt man ganz schlecht weg.


    Es gibt biegsame öfterblühende Rambler, z.B. "Hermann Schmidt". Die sind zum Einflechten in Zäune empfohlen, insektenfreundlich und leichter Duft.


    Der Zaun vor dem Beton könnte ganz einfach sein, wird ja mehr oder weniger verdeckt.

  • Bloß nicht den Zaun selbst bepflanzen, der sieht aus, als ob es da Ärger gäbe. Wilder Wein z.B. hinterlässt Saugnäpfe, die kriegt man ganz schlecht weg.

    wenn mir der nachbar so einen scheiss vor die nase setzt , würde ich auf die paar saugnäpfe keine rücksicht nehmen .kletterhortensie , stünde auf meiner pflanzenliste ganz oben , efeu besser nicht , der macht frühestens in 4 jahren nur ärger.

    in den ersten 1-2 jahren bis die hortensie so weit ist) eine zeile gemischte (die gibt es in niedrig bis hochwüchsig, sieht super aus ) sonnenblumen aussäen ...

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • wasweissich

    Hätte mir nicht vorstellen können, dass es so was wie diesen "Zaun" überhaupt gibt.

    In Schwaben gibt es für den Autobesitzer sein "Heilix Blechle". Auf den Zaunbesitzer hier übertragen: Sein "Heilix Beddozäunle".

  • Hätte mir nicht vorstellen können, dass es so was wie diesen "Zaun" überhaupt gibt.

    es ist ein nostalgischer "zaun" . genau in dieser art wurde er mitte des letzten jahrhunderts als einfriedung von fabrikgeländen benutzt.


    überlebt hat er auch in tschechien , wo ich sowas zur jahrhundertwende an mehreren stellen gesehen habe , aber doch recht sporadisch ....


    und dann gibt es dazu noch den grossen bruder , der als lärmschutzwand genutzt wird , wobei man sich da bei den einschubelementen mehr mühe bei der oberflächengestaltung macht .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Spricht irgendwas dagegen, davor (vielleicht angelehnt) mit Einschlagbodenhülsen und Holzpfosten eine eigenstabile Konstruktion zu errichten, um die Holzzaun/spalier-Elemente zu halten und das dann zu begrünen? Ja, das nimmt dann 10-15cm eigenes Grundstück weg, aber es gibt keine Berührung mit dem Betonnachbar. Windkräfte sollten dann ja eher nicht auf die eigene Konstruktion einwirken.

  • Spricht irgendwas dagegen, davor (vielleicht angelehnt) mit Einschlagbodenhülsen und Holzpfosten eine eigenstabile Konstruktion zu errichten, um die Holzzaun/spalier-Elemente zu halten und das dann zu begrünen? Ja, das nimmt dann 10-15cm eigenes Grundstück weg, aber es gibt keine Berührung mit dem Betonnachbar. Windkräfte sollten dann ja eher nicht auf die eigene Konstruktion einwirken.

    Aber dann hat man zwischen den Zäunen einen Spalt, wo dann vieles reinfällt, rummodert etc. Zum pflegen kommt man auch nicht wirklich gut dann ran.

    Finde ich.

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