Sockelfarbe

  • jetzt frag ich mal hier in die Runde, wie so die Erfahrungen/Meinungen sind...


    Mein Neubau wird jetzt dann fertig und es stehen bald die Abschlussarbeiten an.

    Thema Sockelfarbe beschäftigt uns gerade, die schon für das Gesamt-Erscheinungsbild nicht ganz unwichtig ist, aber auch funktional/praktisch sein soll.


    Grundsätzlich:

    Massivbau, Putzfassade weiß. Fenster/Fenstertüren, Fensterbänke, Fallrohre, alles an Blech: RAL 7016/anthrazit.

    Terrassen Kann Fiori grau, Trennmauern/Sichtschutz gebrochener Granit gemauert, Rolläden/Raffstore Graualuminium (wirkt Richtung "Bronze"). Wege hellgraues Betonpflaster


    An allen Seiten des Hauses wird bis ans Haus gepflastert (Zugang, Terrassen, Wege entlang der Giebelseiten), es gibt keinen Traufstreifen, Pflaster bis ans Haus, nur durch hochgezogene Noppenbahn getrennt.


    Eigentlich waren wir ursprünglich auf "Sockel auch in anthrazit", aber es gibt ein paar Beispiele von Neubauten, da sieht man wie empfindlich das ist. Man sieht jeden Wasser/Sandspritzer und jede Macke sofort. Unser GU hat uns auch davon abgeraten, zu empfindlich und schnell unansehnlich.


    Das übliche "Hellgrau" will nicht so Recht zu den anderen Farben passen, vor allem nicht zu den Graualuminium Raffstores im EG, wäre aber vermutlich das optisch pflegeleichteste/unempfindlichste.

    GU meinte, bevor dunkelgrau, lieber noch weiß.


    Hm...weiß würde das optisch recht gut wirken lassen, aber wir haben schon Sorge, dass das nach kurzer Zeit, gerade ohne Traufstreifen und vor allem an der Wetterseite recht unansehnlich wird. Giebelseiten (Ost/West) ca. 30cm Dachüberstand, Traufseiten ca. 50cm Dachüberstand.

    Wirklich vom Regen wird vermutlich nur die Westseite öfter direkt nass werden oder vom Pflaster hochspritzen, ggf noch die Südwest Terrassen, aber da ist eh das meiste Tür/Glas.


    Man sieht ja alle möglichen Sockelfarben. Meist Grau in allen hell/dunkel Variationen, manche beige zur Fassade passend etc, aber auch ab und an mal Weiß und die sehen gar nicht mal so schlecht aus nach einiger Zeit, auf jeden Fall besser als anthrazit.


    Der Bau wird komplett vermietet, es sollte also zudem relativ pflegeleicht sein.

    Also: Was haltet Ihr von einem weißem Sockel? Erfahrungen?

    Neben dem, dass ich das optisch passend finde, sehe ich das auch praktisch und denke mir: mit weiß ist auch schnell mal nur ein Teil wieder nachgestrichen/ausgebessert ohne dass es extrem auffällt, da muss man nicht exakt den Farbton treffen. Aber so ganz sicher sind wir uns nicht, ob das nicht nach kurzer Zeit schmuddelig aussieht.


    Danke schon mal...

  • mit weiß ist auch schnell mal nur ein Teil wieder nachgestrichen/ausgebessert ohne dass es extrem auffällt

    Dass Dich da mal nicht täuscht.

    Das wirst nach kürzester Zeit merken/sehen, wo ausgebessert wurde. =o



    Ich weiß, dass diese weiß/anthrazit - Geschichte gerade modern ist - mir hat das nie gefallen.

    Ein Nachteil davon ist halt eben auch, die eingeschränkten Möglichkeiten in der Farbgestaltung.


    Ich würde es aus genannten Gründen notgedrungen eher in 7016 machen, denn in weiß :sos:

    Gruß Werner :)

  • Ich weiß, dass diese weiß/anthrazit - Geschichte gerade modern ist - mir hat das nie gefallen.

    Ein Nachteil davon ist halt eben auch, die eingeschränkten Möglichkeiten in der Farbgestaltung.

    weiß/anthrazit is hier halt immer noch das "Moderne", idR mit hellgraue Rollläden und hellgrauem Sockel... und es ist eben auch Vermietung, da muss man das allgemeinverträglich machen. Aber ich gebe zu, gerade mit den Graualuminium-Rollos, mit denen wir etwas weg vom "Mainstream" sind, an den bodentiefen Fenstern ohne franz. Balkon/Absturzsicherung (unterer Teil festverglast), gefällt mir das immer noch sehr gut.

    Die "ganz modernen" gehen hier aktuell oft in dieses "Cappuccino/Milchkaffe" als Fassadenfarbe und alles in diesen Braun/Schlammtönen (Fenster, Sockel etc), da kann ich mich noch nicht daran gewöhnen, vor allem ist man da schnell in diesem ganz ekligen beige..da gibt es ein paar furchtbare Bsp. hier.


    Der anthrazite Sockel schaut halt echt nach kürzester Zeit schmuddelig aus, da hat mein GU schon Recht, gerade wenn Wasser hochspritzt vom Pflaster.

    Hab heute mit Ihm gesprochen, dass wir 2 oder 3 Muster machen und dann entscheiden.

  • An allen Seiten des Hauses wird bis ans Haus gepflastert (Zugang, Terrassen, Wege entlang der Giebelseiten), es gibt keinen Traufstreifen, Pflaster bis ans Haus, nur durch hochgezogene Noppenbahn getrennt.

    Weshalb? Dein Problem lässt sich ganz wunderbar durch einen Traufstreifen entschärfen, welcher Wasser eher "absorbiert" als "reflektiert". Genau deshalb gibt es Traufstreifen. Ob das Kies oder Splitt oder ein Gitterrost ist, ist dabei egal.


    Deine Überlegungen zur Farbigkeit

    weiß/anthrazit is hier halt immer noch das "Moderne", idR mit hellgraue Rollläden und hellgrauem Sockel...

    Die "ganz modernen" gehen hier aktuell oft in dieses "Cappuccino/Milchkaffe" als Fassadenfarbe und alles in diesen Braun/Schlammtönen (Fenster, Sockel etc), da kann ich mich noch nicht daran gewöhnen, vor allem ist man da schnell in diesem ganz ekligen beige..da gibt es ein paar furchtbare Bsp. hier.

    möchte ich davon ab ausdrücklich zustimmen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Weshalb? Dein Problem lässt sich ganz wunderbar durch einen Traufstreifen entschärfen, welcher Wasser eher "absorbiert" als "reflektiert". Genau deshalb gibt es Traufstreifen. Ob das Kies oder Splitt oder ein Gitterrost ist, ist dabei egal.

    das stimmt natürlich, der Verzicht auf den Traufstreifen ist schlicht dem vorhandenen Platz geschuldet. Klingt für viele sicher unverständlich, aber hier kämpft man nicht nur innen um jeden m² Wfl, auch außen um jeden m² Garten/Stellfläche.

  • Weshalb? Dein Problem lässt sich ganz wunderbar durch einen Traufstreifen entschärfen, welcher Wasser eher "absorbiert" als "reflektiert". Genau deshalb gibt es Traufstreifen. Ob das Kies oder Splitt oder ein Gitterrost ist, ist dabei egal.

    Beispiel:

    Links angepflastert, rechts Gitterrost als Kellerlichtschacht


    (an der Nordseite eines Hauses)

  • ich möchte wetten, dass bei dem Pflaster keine Noppenbahn ca. 1cm unter OK Pflaster zw. Wand und Pflaster liegt. ;) Direkt ans Haus ran gepflaster schaut dann so wie im Bild aus, aber schon 1cm Abstand/hinterlüftet reicht dass da nix vermoost.


    Ich seh es bei mir an der Garage. Leider direkt hingepflastert ohne Noppenbahn, da wirds unten schon dunkel (9 Jahre), am Haus 1cm Abstand mit Noppenfolie und Spilt aufgefüllt schauts aus wie neu.

  • ich möchte wetten, dass bei dem Pflaster keine Noppenbahn ca. 1cm unter OK Pflaster zw. Wand und Pflaster liegt. ;) Direkt ans Haus ran gepflaster schaut dann so wie im Bild aus, aber schon 1cm Abstand/hinterlüftet reicht dass da nix vermoost.

    Nein, auch Noppenbahn kann keine Wunder bewirken!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • gleiche Situation wie bei Skeptikers Bild. Nordseite, Alter knapp 10 Jahre.

    Dass da Noppenfolie ist, glaube ich Dir ja gerne. Nur dürfte der fehlende Bewuchs eher an den noch nicht ausgewaschenen Fungiziden / Algiziden liegen, die im hydrophil eingestellten Putz auf meinem Bild nie enthalten waren und also auch keine Wirkung zeigen können. Warte noch 2 - 3 Jahre ab, dann wächst es grün! (Oder es gibt bei Dir noch andere positiv wirkende Randbedingungen, die hier noch nicht erwähnt wurden oder ... ich muss meine Auffassung ändern ...).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • also nicht dass ich wüsste, dass da extra Fungizide drin gewesen wären. Ist ja auch kein WDVS sondern auch monolithisch.

    Diesen Moosbewuchs sehe ich immer, wenn wirklich knirsch an die Wand gelegt wird. Ich erklär mir das so, dass sich Pollen/Staub/Dreck in der kleinen Ritze sammeln, da dann eben Staunässe bei Regen entsteht und genau da das die/das Algen/Moos beginnt zu wachsen und dann eben langsam nach oben, wie auch auf Deinem Bild.


    An den Wänden/Wegen, wo eine Noppenbahn dazwischen ist, sieht man Spuren vom Spritzwasser am Sockel (also den Sand der hochspritzt), aber Algen/Moos habe ich da bisher nicht beobachtet. Für mich einfach deswegen, weil sich da das Wasser nicht stauen kann.

    Zumindest mein Galabauer macht das auch immer so und sagt auch, dass es so keine Probleme mit vermoosen gibt.

    Die ersten 10 Jahre hats bisher zumindest funktioniert ;) aber ich berichte gern in 3 Jahren wieder...

  • Ich habe bislang noch keine These aufgestellt, habe aber auf Anraten eines Bauing, der Straßenbau macht, auch keinen Traufstreifen und bis ans Haus gepflastert. Ebenfalls mit Noppenfolie und ebenfalls in keiner Himmelsrichtung Bewuchs nach 7 oder 8 Jahren ( Himmel! ist die Zeit so schnell vergangen?)

    Bin gespannt, ob da noch was kommt. Kann ja auch sein.


    Bzgl Farbe: sarkas 7016 finde ich schon arg dunkel und fleckanfällig.

    Bzgl Farbton: egal ob weiß oder anders: Ausbesserungen wird man immer sehen. Bei helleren Farben könnte ich mir vorstellen, dass man sowas weniger sieht als bei dunklen.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Traufstreifen ist für mich sinnvoll und nötig, wenn kein Weg/Pflaster an die Seite kommt, sondern direkt Wiese/Erde im Anschluss ist. Wenn da aber eh ein Weg hin muss/soll, dann zusätzlich noch einen Traufstreifen, halte ich für unnötig bei monolithischem Massivbau. Noppenfolie dazwischen reicht um zumindest Bewuchs zu verhindern. Etwas mehr Spritzer vom Pflaster wird man womöglich haben, aber der Rollkies im Traufstreifen spritzt auch zurück, teils sogar im schlechteren Winkel (Pflaster hat ja idR eine gleichmäßige Neigung weg vom Haus zur Entwässerung)

  • Etwas mehr Spritzer vom Pflaster wird man womöglich haben, aber der Rollkies im Traufstreifen spritzt auch zurück, teils sogar im schlechteren Winkel (Pflaster hat ja idR eine gleichmäßige Neigung weg vom Haus zur Entwässerung)

    2 % Neigung bringen da natürlich schon einiges! Kies oder Splitt lassen viel weniger Wasser spritzen und streuen das spritzenden Wasser zusätzlich auch noch stärker.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bzgl Farbe: sarkas 7016 finde ich schon arg dunkel und fleckanfällig.

    Das war die Antwort auf eine "entweder / oder " - Frage.


    Wenn der Hellbezugswertabstand (8 - 10%) gewahrt ist, könnte das alles (monochrom) zwischen 7016 und 9010 sein.

    Wems gefällt =o



    Bei helleren Farben könnte ich mir vorstellen, dass man sowas weniger sieht als bei dunklen.

    Nö, ist trotzdem nicht so.

    Egal mit welchen baulichen Maßnahmen und Tricks ich verhindere, dass möglichst wenig Schmutz durch Rasensprenger, Mensch und Wetter an den Sockelbereich kommt, es wird eine Verschmutzung kommen.

    Diese wird zu anfangs tatsächlich auf dem Anthrazit mehr auffallen, wie auf dem weiß. Aber nur am Anfang.

    Nachdem bei mir ein Sockel definitiv in Siliconharzfarbe ausgeführt würde, könnte man da mit einem weichen Wasserstrahl (kein Hochdruckstrahler) über längere Zeit immer wieder die leicht auf der Oberfläche anhaftende Verschmutzung abwaschen.

    Das wird bei der dunklen Farbe erheblich länger möglich sein, als bei weiß und mit dem "Weiß" ausbessern ohne das man das dann deutlich sieht, ist es nach spätestens zwei Wintern vorbei.


    PS: Wenn ich übrigens den Sockel bei "weiß" in Siliconharz ausführen wollte, muss ich entweder mit verschiedenen Weiß-Nuancen im Sockelbereich rechnen oder bin gezwungen die ganze Fassade in diesem Material zu machen - auch wenn ich vielleicht sonst mineralisch geblieben wäre.

    Gruß Werner :)

  • siehst Du richtig und es ist die einfache ohne Vlies.

    Scheint ja auch ne Wissenschaft mit der Noppenrichtung. Hattet ihr das bewusst entschieden, dass es eine simple Noppenbahn wird und die Noppen zur Wand zeigen?


    Wie tief geht die Noppenbahn? Ist die nur im oberen Bereich oder auch vor der Kellerwand?

  • Ja, bewusst so gemacht. Vor dem Keller steht auch eine, auch Noppen zur Wand/Dämmung, die oben ist extra nochmal gestellt worden im Rahmen der Außenanlagen.

  • Ja, bewusst so gemacht. Vor dem Keller steht auch eine, auch Noppen zur Wand/Dämmung, die oben ist extra nochmal gestellt worden im Rahmen der Außenanlagen.

    Ok, dann muss ich auch fragen, warum das bewusst so (rum) gemacht wurde?


    Danke!

  • oben beim Pflaster genau aus dem Grund, dass dadurch direkt am Sockel keine Staunässe entsteht sondern eine leichte Hinterlüftung/Entwässerung stattfindet.

    Mein GaLa Bauer damals (befreundet, Ausbilder in einem Berufsbildungszentrum für GaLa Bau) hat mir das so als Vorbereitung für die Pflasterarbeiten empfohlen. Außenanlagen + Pflaster damals in Eigenleistung.

    Mein GaLa Bauer heute im aktuellen Neubau, macht das aber überall genauso, auch an den Terrassen.


    Wie rum die Noppen allgemein bzw. bei welchem Fall, ist hier ganz gut aus Praxissicht beschrieben.


    Wohin mit der Noppe? - bauhandwerk


    Mein Keller heute wie damals hat eine druckstabile Perimeterdämmung.