Trinkwassersystem, Entscheidungshilfe

  • Hallo,



    wir renovieren gerade unser Haus (BJ 1956) und suchen ein neues Trinkwassersystem. Am liebsten wäre uns Aluverbundrohr oder/und PVC, kein Edelstahl- oder Kupferrohr, zb. sowas wie uponor, mepla, marley drema und jrg sanipex. Würden uns sehr über eine Empfehlung oder Hinweise freuen! Vielen Dank, schon mal im Voraus.

  • Bestimmte Hersteller werden wir nicht empfehlen.

    Ich wüsste aber gern, warum Du Edelstahl und Kupfer ausschließt und stattdessen Dein Trinkwasser unbedingt aus Kunststoffen trinken willst, von denen Du nicht weißt, was die an Stoffen ans Wasser abgeben und wie die sich in zwanzig Jahren verhalten?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Bestimmte Hersteller werden wir nicht empfehlen.

    Ich wüsste aber gern, warum Du Edelstahl und Kupfer ausschließt und stattdessen Dein Trinkwasser unbedingt aus Kunststoffen trinken willst, von denen Du nicht weißt, was die an Stoffen ans Wasser abgeben und wie die sich in zwanzig Jahren verhalten?

    Preis
    weil selbst die Empfehlungen von Heizungsbauern nicht gegen Kunststoff gehen

    Aufwändige Verlegung (Kupfer), können wir nicht selber machen


    Gibt es dann Hersteller, die ihr/Du nicht empfehlt, bzw. etwas, worauf zu achten ist? Außer, dass Kunststoff nicht so unbedenklich ist wie Edelstahl und Kupfer?

    Wir sind von der asiatischen Großstadt in die Deutsche Prärie gezogen - da könnten wir uns vermutlich Plastik aufs Brot schmieren und hätten weniger Belastung in Luft, Wasser und Boden als vorher. :)

  • Warum sollten Heizungsbauer etwas gegen Systeme haben, die sie in zwanzig Jahren wieder austauschen dürfen?

    Ich will Dir Edelstahl und Kupfer gar nicht aufschwatzen, sondern wollte nur wissen, warum Du es ausschließt. Kupfer darf zum Beispiel bei bestimmten Wasserqualitäten gar nicht eingesetzt werden.

    Ich habe vor 25 Jahren im großen Stil und kilometerlang Kunstoffrohre Friatherm bei der Strangsanierung verbauen lassen. Deren Verarbeitung brachte eine bis dahin ungekannte Produktivität. Die kaltverschweißten Verbindungen konnten schon eine halbe Stunde nach dem Fügen wieder belastet werden. Die Leute hatten sofort, nachdem wir abends das Werkzeug zusammengepackt hatten wieder Wasser.

    Nach zehn Jahren begannen die Havarien, vornehmlich an Warmwasserleitungen, die zwangen, nach und nach alles wieder rauszureißen.

    Mehrschichtverbundrohr (innen Kunstoff, dann Aluminium und außen wieder Kunststoff) haben sich bereits nach kurzer Zeit in ihre Bestandteile aufgelöst und ließen mit meterlangen Kunststofffahnen Ventile und Fittinge verstopfen.

    Mit einer eindeutigen Empfehlung ist es also nicht einfach, schon gar nicht, wenn Du selbst basteln willst




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    M.G.Wetrow

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    Nimm einen der bekannten Hersteller, weil Du dann im Fall eines Schadens noch eine Chance hast jemanden zu greifen. Es hat schon seinen Grund warum Handwerksbetriebe nicht jedes x-beliebige Material verbauen. Über "qualitative" Unterschiede zu philosophieren bringt nicht viel, es gibt Markeninstallationen die versagen und No-name die über Jahrzehnte funktionieren, man wird also immer ein Beispiel für oder gegen ein bestimmtes Produkt finden.

    Die meisten Handwerksbetriebe haben ihre Favoriten mit denen sie ständig arbeiten. Das erleichtert die Sache enorm, insbesondere wenn mal etwas schief läuft.


    Solltest Du das Material selbst verarbeiten wollen, dann ist es ziemlich egal, weil man Dir im Schadensfall automatisch unterstellen wird, dass das Material nicht fachgerecht verarbeitet wurde, schließlich finden sich in allen technischen Unterlagen und Verarbeitungsrichtlinien entsprechende Hinweise. Die zu ignorieren bringt Dich automatisch in eine schlechte Position, insbesondere wenn es über die Gewährleistung hinaus um Garantieleistungen geht. Wenn der Handwerker über seinen GH beim Hersteller einen "Garantiefall" meldet ist das halt etwas anderes als wenn Du als Privatperson versuchst dort anzurufen.

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    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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