Wärmedämmung mit Rigips Verbundplatte

  • Hallo,


    ich renoviere gerade mein Teileigentum an einem Holzständer-Mehrfamilienhaus. Ich möchte gerne ohne grpßen Aufwand die Außenwände von innen besser dämmen.

    Daher kam mir die Idee auf die Rigipsplatten einfach neue Rigipsverbundplatten mit einer 30mm Stärke (inkl. 20mm Polystrol) zu schrauben.


    Der Aufbau meiner Außenwand ist von innen nach außen wei folgt:


    - 9,5 mm Rigips

    - Dampfbremse

    - 10mm Bausperrholz

    - Holzständerkonstruktion mit 100mm Mineralwolldämmung

    - 30mm hinterlüftete Fassade

    - OSB Platte mit Zementschindelverkleidung.


    Ist es möglich, die Rigipsplatten einfach darauf zu verschrauben? Muss ich dafür die alten Rigipsplatten von den Tapeten befreien? und reicht die alte Dampfbremse aus oder müsste ich eine neue einbringen?


    Vielen Dank für die Hilfe!

  • Das sollte gerechnet werden.


    Innendämmungen sind bauphysikalisch immer ein Problem. Da die vorhandene Dämmung insgesamt schon recht dünn ist, sind die zusätzlichen 20 mm vermutlich an der ...grenze.


    Der Aufbau ist für mich auch nicht ganz schlüssig. Was ist zwischen der "Holzständerkonstruktion mit 100mm Mineralwolldämmung" und den "30mm hinterlüftete Fassade". Ist die Fassade eventuell nicht hinterlüftet und außen liegt die "OSB Platte mit Zementschindelverkleidung" direkt auf der Holzkonstruktion?

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Alfons Fischer : Du hast doch Erfahrung mit solchen Konstruktionen? Was ich noch im Hinterkopf habe, dass die blower door Messung bei älteren Gebäuden regelmäßig ein „ hier ziehts gewaltig“ ergibt und man das bei Veränderungen mit einkalkulieren sollte.


    Ich kenne einige Fertighäuser/Holzständerbauweise, bei denen die Firmen immer noch existieren inklusive Unterlagen und Sanierungskonzepten. Finde ich als Energieberater für das Ausstellen eines Energieausweises sehr hilfreich, da die oft wirklich noch die kompletten Unterlagen haben von Wand- und Deckenaufbauten. Evtl. wäre das noch ein gangbarer Weg?


    Wie alt ist denn das Haus?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Das Haus ist von 1976. Die Baufirma gibt es leider nicht mehr. Die Baubeschreibung liegt mir allerdings vor.

  • Es sollte geprüft werden, ob die Realität der Theorie entspricht und in welchem Zustand sich alle Schichten und Bauteile heute befinden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei "einfach Draufschrauben" gibts auch noch die Überlegung, ob die Unterkonstruktion überhaupt für das Gewicht geeignet ist.


    Außerdem ist bei solchen "Mehrschichtverschraubungen" durch die minimale Elastizität im System seeehr viel Feingefühl erforderlich.

    Da sind zwischen "der Schraubenkopf steht über" und "verdammt jetzt ist er durchgebrochen" nur ein paar µ .


    Auch deswegen ---> :pfusch:

    Gruß Werner :)