Zangen im Walmdach duch Stützen ersetzen

  • Hallo, mein Name ist Andreas, ich möchte meinen Dachstuhl im Walmdach ausbauen, die Grundfläche ist 16x9 Meter, Dachneigung 30°, Kniestock 0cm, größte Höhe in der Mitte 2,7m, Dachstuhl hat am Firstende (da wo es auf die "Walmschräge?" trifft) jeweils eine Stütze. Die Zangen sind in 1,9m Höhe angebracht. Mein Plan ist aktuell, erstmal euch fragen, ob es möglich ist, die Zangen ganz hoch zu rutschen und z.B. durch zwei zusätzliche Stützen zu ersetzen, dann Statiker plus Zimmerei plus n bisschen Eigenleistung. An eine Lange Seite soll ggf. noch eine Dachgaube mit 5m länge hin. Könnt Ihr mir hier eine grobe Einschätzung geben, wie man die Zangen dort weg bekommt? Denn ansonsten macht es keinen Sinn für mich hier weiterzuplanen. Vielen Dank schon mal für die Antworten.

  • eine grobe Einschätzung geben, wie man die Zangen dort weg bekommt?

    mit einer motorsäge?

    das ist die gewünschte "grobe einschätzung".

    ob´s funktioniert, sagt dir der "statiker" deines geringsten misstrauens (überprüf dessen versicherungsschutz).

  • Das System hat schon seinen Sinn. Man müsste das statische System ändern und das kann man nicht einfach so aus der Ferne, nur durch eine Beschreibung sagen ob so etwas überhaupt geht. Bilder helfen (richtig herum gedreht bitte, sonst bekommt man so langsam nen steifen Hals am Computer). Eigenleistung wird da nix, das muss dann schon ein Fachbetrieb, also Zimmerer machen.


    Aber wenn ich lese, dass in der Mitte lediglich 2,70m sind, dann wirst Du unter dem Dach nicht viel Fläche mit ausreichender Kopfhöhe haben, damit es sich lohnt...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • ich möchte meinen Dachstuhl im Walmdach ausbauen, die Grundfläche ist 16x9 Meter,

    Da wäre meine erste Frage (noch vor der nach der Statik): Darf man das DG ausbauen?

    Jetzt antworte bitte nicht; Die Nachbarn haben das schon gemacht. Wer weiß, ob die nicht auch illegal ausgebaut haben. Oder sich das Baurecht seit dem verändert hat. (B-Plan, LBO)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Lt. dem Informationsblatt der Stadt Erlangen:

    Genehmigungsfreie Dachausbauten

    Der Ausbau einzelner Aufenthaltsräume, das heißt Räume, die den im selben Gebäude befindlichen Wohnungen räumlich oder funktional zugeordnet sind, ist verfahrensfrei,

    wenn die Dachkonstruktion und die äußere Gestalt des Gebäudes unverändert bleibt,

    wenn es sich um kein Baudenkmal handelt,

    wenn keine selbstständige Wohneinheit entsteht,

    wenn Dachflächenfenster eingebaut oder verändert werden, sofern es sich nicht um Einzeldenkmäler oder Bestandteile eines Ensembles handelt.


    Kann ich alles mit Ja beantworten.


    Allerdings habe ich ja geschrieben, dass ich die Frage hier stelle bevor ich damit zu den Fachbetrieben gehe und die nerve.

    Also, es wird bei mir ein Statiker, ein Zimmermann und sowieso noch ein Architekt wegen einer anderen Sache da sein. Ich gehe in solche Gepräche aber gerne mit ein wenig Ahnung rein.


    Deshalb erstmal meine Frage, könnte sowas mit den Stützen klappen. Bin ja bestimmt nicht der erste der sowas plant, aber im Netz habe ich außer, "die Dinger braucht man doch nicht oder? Die kann ich doch selber wegsägen?" nichts brauchbares gefunden.


    Bilder ist schwierig, da ist Aktuell innen ne alte Dämmung drauf, da sieht man nicht viel.

  • Eingriff in die Statik, Gaube soll weg

    Gaube soll rein (weg war in einem anderen Thema), ist aber wurscht.


    Das ist jedenfalls nicht genehmigungsfrei.


    Zangen weg und Stützen hin ist schonmal sinnfrei, weil Zangen eine andere Funktion als Stützen haben. Der Einbau der Gaube schreit für mich nach Mittelpfette. Evtl. ist das auch eine Lösung für die entfallenden Zangen. Mittelpfetten brauchen aber Stützen. Außerdem wird die Aussteifung der Dachkonstruktion geändert.


    Such Dir einen erfahrenen Statiker, der sich das Ding vor Ort anschaut und dann vielleicht schon einmal grob einschätzt, wo die Reise hingehen könnte. Trivial ist Dein Vorhaben nicht, soviel vorab.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • kann sein, dass die zangen, warum auch immer, "konstruktiv" vorgesehen wurden - kann auch sein, dass sich die höhenlage von 1m90 an einer noch halbwegs begehbaren höhe orientiert und die zangen schon ungünstig angeordnet sind viel druck bekommen.

    lass dir von einem fachmann vor ort erklären, wie er die belastung der zangen durch probieren einschätzt - dann bist du einen ersten schritt weiter und kannst überlegen, ob das nachrechnen/neurechnen sinnvoll sein kann.