Kleber fuer Holzfurnier als Treppenbelag?

  • Wir haben als eine der letzten Baustellen noch eine alte Holztreppe.


    Wangen und Stellstufen sowie die vordere Trittkante sind aus Eiche (inzwischen sauber geschliffen). Die Stufen selber sind aber aus Fichte, Tanne, Hemlock, www. und sind ca 3 mm gegenueber der Trittkante tiefergelegt. Hier lag mal ein Linoleumbelag.


    Nach mehrjaehriger Diskussion ob und wie sanieren, aendern oder so lassen, wollen wir nun einen Versuch wagen, die Treppe mit einem Eichenfurnier (2,7mm Staerke) zu belegen.

    Wir wohl auf DIY hinauslaufen, da wir auch viele Schreiner angesprochen haben, und keiner ernsthaft Interesse die Treppe zu sanieren oder hat so was zu probieren, und dank Pandemie hat man ja auch Zeit...


    Das Problem ist nun: Wie und mit was bekomme ich die Furnierstuecke auf die Stufe geklebt, so dass das ganze (einigermassen) sicher haelt. Will sagen, es ist eine private Treppe im Haus, wird also nur von den Bewohnern begangen, Die tragen in der Regel nur Socken und Hausschuhe, so dass nicht mit ganz so grossen Scherkraeften zu rechnen ist.


    Klar ist, eine uebliche Furnierpresse scheidet aus und Anpressdruecke um die 0,5-0,8 N / mm2 krieg ich im Leben nie auf die Stufen.


    Schwager (Modellschreiner) meinte Epoxydharz, Bekannter (Moebelschreiner) raet aber davon ab und moechte lieber Leim versuchen, ggf mit weit geringerem Pressdruck.


    Idee war bisher auf das Furnier eine exakt gleich grosse 25 mm OSB zu legen und diese dann mit Zwingen gegen die Kante nach oben und ueber die Kante vorne zu verspannen.


    Frage: Hat sowas jemand schonmal gemacht. Und wenn ja mit was, wie, und wie war das Ergebnis.

  • Moin,


    bei 2,7 mm Furnierstärke wird eine Verleimung die im Ergebnis glatt und ansehnlich sein soll, vermutlich daneben gehen. Dafür sind die die alten Stufen viel zu uneben.

    Möglichkeit:

    1. Eichensperrholz (mindestens 6mm, besser 10mm) mit leicht expandierendem PU-Kleber auf die alten Stufen aufbringen. Kanten bis zur nächsten Sperrholzschicht anfasen, dann sieht man auch die abgesperrten Schichten nicht so stark.

    2. Eichensägefurnier anfertigen lassen (kann man in beliebigen Stärken bestellen, ist aber sehr hochpreisig), Aufbringen wie oben beschrieben.


    MfG der Sterneberger

  • Intuitiv würde ich von dem Ansatz "Furnier örtlich auf Treppenstufe aufkleben" Abstand nehmen. Ich bezweifle schon allein die ausreichende Dauerhaftigkeit eines Furniers und würde deshalb eher über einen Ersatz der Weinholz-Stufen durch massives Hartholz nachdenken, denn eine dauerhafte Kantenausbildung dürfe mit Furnier unmöglich sein. Da würde man doch immer mit einem Einleimer arbeiten, oder? Über eine Metallschiene würde ich an der Stelle jedenfalls nicht ernsthaft nachdenken. Vom Profi neu eingebaut kostet eine Trittstufe aus massiver stabverleimter Eiche wie diese hier



    pro Stück rd. 200,- € brutto, ein Treppenlauf also ca. 3.500 € gesamt. Die haben eine Lebenserwartung > 100 Jahren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das Problem mit den Kanten hab ich ja gar nicht, da die Kanten ja bereits aus einer massiven Eiche Leiste bestehen. Das Weichholz ist ja nur in der Fläche.

    Die Sanierung mit neuen Stufen ist aufgrund der Anschlusshöhen nicht machbar, man müsste schon die alten eingestemmten Stufen rausnehmen und dann neue einlegen. Was de facto eine neue Treppe wäre. Wollte aber auch nieman machen. Alle die wir da hatten schlugen einen Belag mit System xy vor, was aber in der Regel an den Anschlusshöhen scheitert.

    Hier nochmal ein Bild vom jetzigen Zustand:

  • Jetzt mit Bild verstehe ich Dein Problem ( kann Dir aber leider nicht weiterhelfen)


    EDIT: Die Skizze habe ich übersehen

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Idee war bisher auf das Furnier eine exakt gleich grosse 25 mm OSB zu legen und diese dann mit Zwingen gegen die Kante nach oben und ueber die Kante vorne zu verspannen.

    Deine Skizze mit dem Verspannen habe ich nicht verstanden. Ließe sich die Platte nicht gegen die Decke/obere Treppe abstützen?

  • Deine Skizze mit dem Verspannen habe ich nicht verstanden. Ließe sich die Platte nicht gegen die Decke/obere Treppe abstützen?

    Die obere Decke ist halt auch nur eine Holzbalkendecke. Ob ich da diese Druecke in der Fläche hinbekomme ist unklar, evtl aber eine zusätzliche Option.

    Idee beim Verspannen ist dass ich jede Fläche mit Schraubzwingen via Kanthölzer nach unten über die Trittleiste und mit anderen Zwingen (hab die doppelspindeligen Kantenzwingen gefunden, die sich vermutlich gut eignen) nach oben gegen die naechste Trittleiste verspanne (in der Hoffnung, dass diese hält). Ich kann ja leider keine Schraubzwinge in die Fläche spannen, da ich ja nicht unter die Stufe komme. Bei einer offenen Treppe waere die alles kein Problem.

  • Das war vorher eine in sich abgestimmte Konstruktion. Das Linoleum ließe sich doch am besten wieder durch Linoleum ersetzen und die Treppe wäre wieder wie neu und todschick! Das Vorhandensein der Massivholzkante war vorher mangels Querschnitt nicht erkennbar.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das war vorher eine in sich abgestimmte Konstruktion. Das Linoleum ließe sich doch am besten wieder durch Linoleum ersetzen und die Treppe wäre wieder wie neu und todschick! Das Vorhandensein der Massivholzkante war vorher mangels Querschnitt nicht erkennbar.

    Das waere ggf. die Backup Lösung. Holzbelag wäre halt derzeit optisch noch passender (zu allen anderen Bodenbelägen und den Wünschen der Bewohner...).

    Das Original Linoleum ging hart in Richtung dunkelorange und war wahrscheinlich auch mal todschick.