Gips zum Schlitze schließen trotz anschließendem (Zement-) Klebe- und Armierungsmörtel?

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine Problemwand aus mehreren Materialien (Kalksandstein, Holzwolleplatte, Leichtmörtel), der ich in der ersten Schicht Klebe- und Armierungsmörtel (zementhaltig) und Armierungsgewebe gönnen möchte. Zweite Schicht soll dann ein normaler Gips-Haftputz werden - so wie im Rest des Zimmers.


    Nun habe ich aber noch einige offene Elektroschlitze und auch Unterputzdosen zu setzen. Kann ich das einfach wie sonst mit Gips machen und die Schlitze auch mit Gipshaftputz oder krieg ich auch bei so kleinen Flächen schon Probleme, wenn anschließend (natürlich nach Austrocknung) der zementhaltige Armierungsmörtel drauf kommt?


    Grüße

  • Oder mal anders gefragt:


    Das Problem für Zementmörtel ist doch das Sulfat im Gips, Stichtworts Sulfattreiben / Zementbazillus.

    Tritt das Sulfat auch dann aus, wenn der Gipsmörtel bereits abgebunden ist?

  • Also, ich glaube ich habe die Antwort gefunden und es ist tatsächlich ein Problem, wenn man gipshaltige Altputze mit zementhaltigem saniert. Und da die chemische Reaktion laut hier das Volumen "extrem vergrößert", stellen nach meiner Interpreation wohl auch kleine Stellen ein Problem dar.


    Aber: Eine Lösung steht auch oben im Artikel. Man braucht eine spezielle (??) Grundierung. Ich gehe mal suchen...

  • Also, habe es jetzt riskiert und die Löcher wegen der geringen Trocknungszeit mit Gips zugemacht, dann grundiert und dann mit dem Armierungsmörtel und Gewebe "verputzt". Vor dem Gipshaftputz wird dann nochmal grundiert.


    Meine Grundierung behauptet, eine Reaktion zw. Zement und Gips zu verhindern. Bei meiner Recherche bin ich dabei auf folgende Produkte gestoßen, vielleicht hilft das ja mal jemandem:

    - Mapei Primer G

    - 1A Bauchemie Grundierung

    - PCI Gisogrund oder PCI Gisogrund Rapid


    Ob es hält, sehen wir dann vermutlich in wenigen Jahren bis Jahrzehnten... =o