Erster Entwurf. Wo soll Garderobe und Treppe hin

  • Hallo

    Habe vom Architekt auf meinem Entwurf hin den ersten Plan bekommen.

    Anders ist nun die Treppe ins OG.

    Ich hätte eigentlich gerne eine gerade Betontreppe ins OG gehabt...hätte auch Platz an gegenüberliegende Seite. Aber der Architekt hat mich überzeugt lieber halbes Haus statt Garage zu unterkellern. Dadurch rutscht die kellertreppe ins Zentrum.

    Das stört uns etwas. Die KG Treppe wollte ich eigentlich komplett aus diesem Bereich haben. Unterkellert ist halbes Haus längs da wir in der Mitte EG 3-4 Stufen haben. Im Keller ist Technik, Lagerraum, usw

    Wie würdet ihr OG- und KG- Treppe lösen?


    Auch fehlt jetzt irgendwie eine schöne Einbaugarderobe...wo könnte die sein?


    Im OG müssen wir am Badezimmer Schlafzimmer und Ankleidezimmer nochmal ran. Sauna kommt raus bzw in Keller


    Was fällt euch grundsätzlich noch auf? Nogos? Ideen...


    VG

  • Ist die Treppe mit nicht mal 1m etwas.... poplig? vorallem für eine Galerie .....

    1/3 kreis Treppe gebe ein Ästhetischeres Bild.

    Wenn der Kellerabgang kaum genuttz wird, dann machs vom Waschraum aus. oder dem Nebenflur.....

    Da steckt noch viel verbesserungspotenzial drin. Aber eben auch Geschmacksache. und evt Preisfrage.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Ist die Treppe mit nicht mal 1m etwas.... poplig? vorallem für eine Galerie .....

    1/3 kreis Treppe gebe ein Ästhetischeres Bild.

    Wenn der Kellerabgang kaum genuttz wird, dann machs vom Waschraum aus. oder dem Nebenflur.....

    Da steckt noch viel verbesserungspotenzial drin. Aber eben auch Geschmacksache. und evt Preisfrage.

    Ja da gebe ich dir recht mit der Treppe.

    Wie gesagt erster Entwurf und genau treppe eben noch zur Diskussion.

    Welche Punkte wären deine wichtigsten? "viel Verbesserungspotential"

  • Wie gesagt erster Entwurf und genau treppe eben noch zur Diskussion.

    Oh.....ich sehe da aber noch sehr viel mehr diskussionswürdige Punkte!


    Soll ich? Ich mach' mal....


    Grundsätzliches: Geld spielt offenkundig keine allzu große Rolle. Das freut mich (ehrlich!). Da plant es sich natürlich erst einmal recht viel freier, als wenn da ein finanzielles Korsett die Phantasie einengen würde. Wenngleich: allzu üppig scheint es mit der Phantasie dann doch nicht bestellt zu sein.


    Erdgeschoß:

    Großer...ich meine GROßER...Eingangsbereich. Finde ich erst einmal nicht schlecht, wenn man sich frei bewegen kann. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Letztendlich sollte man ein gutes Mittelmaß (nicht mittelmäßig!) zwischen Kosten-Nutzen finden. Nicht zu beengt, aber auch nicht den Charme eine Bahnhofshalle. Hier ist einfach viel....Luft. Die Galerie macht es m.E. nicht besser. Im Gegenteil. Eine Galerie kann schon schön sein. Wenn es die Kommunikation zwischen unten und oben fördert. Hier seien offene Wohnräume oder Galerien über Essplätzen genannt.


    Gästebereich. Kann man machen und wenn man tatsächlich des Öfteren Gäste beherbergt ist das evtl. eine überlegenswerte Option. Kommen aber nur 3 o. 4 mal im Jahr Gäste, ist es ein geplanter Leerstand. Und: Gästeklo immer in diesem Bereich. Ein Tagesgast (Abendessen?) muss erst einmal ein paar Stufen nach oben, durchmisst dann in großen Schritten die Halle, schlüpft dann in einen engen Flur und kommt dann ins Gäste-WC....naja....


    Wohnen/ Essen: O.K.


    Küche: Nicht O.K.! Ich verstehe diese Küche nicht. Klingt komisch? Nun, es ist eine offene Küche. Das ist erst einmal eine grundsätzliche Entscheidung. Will man das oder eben nicht. Aber wenn offen, dann sollte da auch ein räumlicher Bezug sein. Zum Beispiel Essen direkt daneben. Gemeinsames Kochen und Essen. Hier aber ist die Küche sehr weit ab vom Schuss, man verzichtet also auf den Vorteil einer zentralen Küche, schiebt sie an den Rand und lässt sie dennoch offen? Die Küche an sich ist riesig (ü. 20 m²), dennoch wenig Arbeitsflächen. Richtung Essplatz ist...ja was ist da...nichts?


    Obergeschoß:

    Ein riesiges Loche klafft dort in der Decke. Erinnert mich spontan an einen Laubengang. Schmal und eng und lang, daneben der jähe Abgrund. Kommunikation? Blickkontakt? Ja, aber nicht zum Wohnbereich, sondern ins Foyer. Man bekommt oben unter Garantie jeden Besuch, jedes Müll raustragen, jedes zu spät heimkommendes Familienmitglied usw. mit. Man kommuniziert mit Gästen, die aufs Gästeklo rennen. Oder wenn Jemand in den Hauswirtschaftsraum geht. Wenn Galerie, dann deutlich (!) kleiner oder (besser!) in den Wohnbereich orientiert.


    KiZi sind absolut ausreichend groß, wenngleich mich die komische Zick-zack-Wandführung stören würde. Immerhin bekommen die Kinder soviel Platz, wie es im Bad gibt. Da scheinen mir die Prios etwas falsch gesetzt. Habe gerade ein Bad umplanen dürfen. Für eine Familie mit einem Kind. Badgröße: knapp unter 15m² Grundfläche (abzüglich Dachschrägen....habe jetzt die Wohnfläche nicht parat). Alles drin: Badewanne, große (!) Dusche (1,00 x 2,00 m), Waschtisch, WC und (Trommelwirbel...) Sauna. Also eine größere Sauna als hier dargestellt und eine größere Dusche. Dennoch ein deutlich kleineres Bad. Größe bedeutet nicht automatisch großzügig.


    Dachterrasse: Braucht man das? Bei einem EFH? Aus meiner Erfahrung heraus bleiben solche Flächen idR ungenutzt (Sieht beim Geschoßwohnungsbau natürlich anders aus).


    Ich würde alles deutlich kleiner machen (nicht die Wohnräume, aber die unnützen Flächen). Das verkürzt die Wege, schont das Portemonnaie und ist letztendlich auch pflegeleichter. Der Optimierungsbedarf ist hier m.E. riesig!

  • ...mich würde als Hausfrau auch stören, dass die Waschküche so weit ab vom Schuss liegt. Da muss man mit der Schmutzwäsche ja schon fast eine Weltreise machen!

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Viele wesentliche Punkte hat Thomas B bereits genannt. Ein paar möchte ich noch einmal verstärken:

    • die Ansichten der "Dachterrasse" würde ich gern einmal sehen. Das Vordach über den Freisitz sieht mit Geländer ... Weshalb hat das 2 .Kind keinen Zugang zur Terrasse?
    • Autos haben in diesem Haushalt eine große Bedeutung: Mehr als ein Drittel der überdachten Fläche im EG ist ihnen gewidmet!
    • Welchen Sinn hat die ähnlich einer Pförtnerloge einer Speditionseinfahrt hinausgeschobene Küche? Muss beim Spülen der garten eingesehen werden? Schätzt es die Köchin, von den Nachbarn allseitig beobachtet werden zu können? Doch halt, vom Herd ausgeht der Blick zum Tisch über Eck und wird durch eine Wand eingeschränkt. Diese verhindert auch den Blick zum Freisitz.
    • Der gesamt Entwurf maximiert Verkehrsflächen, stellt aber fast keine Blickbeziehungen zwischen Nutzungsbereichen her. Die Galerie verbindet nichts, sie hängt nur vor Räumen. Ermöglicht ihre Zweigeschossigkeit einen Blick nach außen auf den nächsten Berggipfel oder nach innen auf ... oder eigentlich keinen?
    • Das Elternschlafzimmer scheint nach Süden zu liegen, hat aber zusammen mit der Ankleide nur ein Fenster. Irgendwas passt da nicht!
    • Weshalb kann das große Familienbad nur über das Elternschlafzimmer betreten werden? Da liegen doch noch mind. 10 Quadratmeter ungenutzter Flur im Haus herum, die sich dafür verwenden ließen.
    • Die Nebenbäder sind sehr knapp bemessen, fasst schon eng, verglichen mit dem Elternbad.
    • Das Elternbad braucht als Wellness-Oase viel Fläche, dürfte aber durch sehr wenig Fensterfläche recht dunkel sein.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • okay danke schon mal fürs Feedback.


    Nach ersten Blick auf den Entwurf haben wir auch gesagt zu groß und werden etwas reduzieren um grundsätzlich Probleme dadurch zu lösen. Zu viel Flur, große Galerie, Bad etc.

    wir möchten eigentlich gerade Treppe mit etwa nochmal der gleichen Fläche daneben als "Galerie". Müssen wir nochmal angehen.


    Der HWR ist an dieser Stelle weil ich gerne mal etwas schmutziger heimkomme und so Schmutzwäsche und Duschbad gleich erledigen kann. PS auch meine Frau legt keinen Wert den Hwr im OG oder Wäscheabwurf zu haben.


    Dachterrasse wir wenn überhaupt, nur halb so große am Eck.


    Küche wollten wir so (aber noch etwas kleiner, Fenster passt noch nicht perfekt) damit wir Blick in den Garten mit Weitblick haben. Es fehlt noch eine Türlösung zur Terrasse an dem Eck.

    Und Blick zum Essbereich ist auch gegeben

  • Welche Funktion hat eigentlich der angeblich involvierte Architekt? Ein "besserer Bauzeichner"?


    Gerade bei solchen Punkte, wenn es um die kluge/ effiziente/ sinnvolle/ funktionale/ funktionstüchtige/... Entwicklung eines Entwurfs geht, verzichtet man auf die, die das können (sollten) und macht es (selber nicht könnend) selber? Muss man nicht verstehen, oder?




    Oh....mich zwickt's in der Leiste. Könnte Blinddarm sein....hole schon mal ein scharfes Messer, ein Beißholz und etwas Nadel und Faden...wäre doch gelacht....

  • Demnach könnte man ja das Forum schließen 😉

  • Demnach könnte man ja das Forum schließen 😉

    Warum sollten wir das tun?


    Um beim Arztvergleich zu bleiben, den ich gestern bemühte.


    IN einem Gesundheitsforum kannst Du beim Zwicken in der Leistengegend natürlich auch online alle möglichen Leute befragen. Man wird vermuten können. Blinddarm? Leistenbruch? Darmverschlingungen? Nervenleiden/ Phantomschmerzen? (weiß nicht was es alles geben könnte....muss ich auch nicht).


    Viele werden dann Vieles vermuten können.


    Am Ende aber solltest Du zum Fachmann (Arzt) gehen.


    Werden die Schmerzen größer, kommt man meistens schon selber auf den Trichter.


    Beim bauen kommen die Schmerzen häufig erst später. In Form von viel zu viel ausgegebenem Geld. In Form von vergeigten Grundrisslösungen. In Form von verpfuschter Planung.


    Ein Fachmann kostet hier natürlich und muss, anders als beim Arztbeispiel, selber gezahlt werden. Das fördert den Wunsch des Sparens.


    Aber das ist schnell widerlegt.


    Nehmen wir Deinen Grundriss. Ich sehe hier ein sehr schnelles Einsparpotential (ohne Qualitätsminderung, nein sogar Qualitätsverbesserung) von 20 - 30 m² Wohnfläche, die derzeit sinnfrei generiert werden in Form von Verkehrsflächen, Galerien und falsch proportionierten Räumen, zu langen Wegen usw.


    Ein wenigstens mittelmäßig begabter Planer könnte dies locker flockig einsparen. 25m² x EUR 2.500 = 62.500 EUR (reine Baukosten). Das Honorar für den Entwurf bis einschl. Bauantrag (wofür da ja ohnehin einen Planer brauchst, Du kommst also ohnehin nicht um Kosten herum), dürfte irgendwo bei 15.000 - 20.000 liegen (gaaanz grob). In der Gesamtbilanz hättest Du jetzt also schon einen besseren, qualitativeren Grundriss und gleichzeitig ca. 40k Euro eigespart.


    Ich sehe aber hier den Wunsch die ganzen 62.500 EUR durch Online-Planung einzusparen. das wird nicht gelingen, denn entwerfen ist mehr als nur Wände schieben. Man muss das großes ganze durchdringen. Wünsche des Bauherren erkennen, umsetzen, evtl. auch in Frage stellen (2 Büros?); seine Wohnvorstellungen verstehen und anhand dieser Erkenntnisse planen (offen/ geschlossen/ hell/ zurückgezogen/ privat/ öffentlich/...). Und letztendlich muss man sich intensiv mit dem Grundstück auseinandersetzen (Hanglage, Flachland, Ausblicke, Erschließung, Baumbestand, angrenzende Grundstücke, Nachbarschaft,...)


    Das kann ein Forum nicht leisten.