Keller abdichten und isolieren

  • Hallo,

    ich möchte meinen Halbkeller (ist das die richtige Bezeichnung?) abdichten und isolieren.

    Erberührter Bereich ist 11,5er KS gemauert innen und 11,5er Klinker verputzt außen. Oberhalb Erdreich 11,5er KS innen und Klinker außen.

    Meine zwei Bedenken sind, wenn ich nur den Erdbereich isoliere, dass ich in diesem Bereich eine Kältebrücke herstelle.

    Wenn ich wiederum auch den Klinkerbereich isoliere, hätte ich in diesem Bereich einen Überstand der Isolierung.

    Was wäre Eurer/Ihrer Meinung nach eine fachlich einwandfreie Ausführung?

    Vielen Dank für die Hilfe.

    Mit freundlichen Grüßen

    S.H.

  • ich möchte meinen Halbkeller (ist das die richtige Bezeichnung?) abdichten und isolieren.

    Meinst Du abdichten und (wärme-) dämmen?

    Erberührter Bereich ist 11,5er KS gemauert innen und 11,5er Klinker verputzt außen. Oberhalb Erdreich 11,5er KS innen und Klinker außen.

    Ich sehe auf den Bildern von oben nach unten drei Wandaufbauten:

    • X + Vormauerschale gelb
    • X + Vormauerschale rotbraun (möglicherweise tatsächlich Klinker)
    • X + (X +) Verputz

    Bis Du Dir sicher, dass es eine innere KS-Tragschicht von nur 12,5 cm Stärke gibt? Das wäre selbst für tragende Wände eines EFH ziemlich dünn. Wie sind die beiden Mauerschichten miteinander verbunden oder gibt es eine Hohlschicht dazwischen?

    Meine zwei Bedenken sind, wenn ich nur den Erdbereich isoliere, dass ich in diesem Bereich eine Kältebrücke herstelle.

    Eine Wärmebrücke ist es jetzt schon. Dort wo Du dämmst, verliert die Wärmebrücke einen Teil ihrer thermischen Leitfähigkeit. Du machst sie also besser. Der ungedämmte Teil bliebe aber schlecht, also eine Wärmebrücke. Ist der Keller bisher geheizt? Ist zukünftig eine Heizung vorgesehen?

    Wenn ich wiederum auch den Klinkerbereich isoliere, hätte ich in diesem Bereich einen Überstand der Isolierung.

    Davon ausgehend, dass Du eine Dämmung meinst: Ja, das stimmt. Ein solcher Überstand lässt sich aber abdecken.


    Aber: Weshalb soll der - vermutlich ungeheizte Keller gedämmt werden, die Außenwand des darüber liegenden vermutlich geheizten Wohngeschosses aber nicht? Dort geht doch viel mehr Wärme verloren und durch die höhere Raumlufttemperatur und - feuchte ist die Wahrscheinlichkeit eines Kondensatausfalls dort viel höher.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo,

    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Ja - ich meine abdichten und dämmen.

    Der Keller ist geheizt, die Kellerdecke ungedämmt.

    Ich vermute, dass die Hohlkehle im Sockelbereich, wenn überhaupt, nur sehr nachlässig ausgebildet wurde. Daher möchte ich da unten ran.

    Sie haben natürlich Recht, dass es sich nicht um 2*11,5er Mauerwerk handelt:


    Der Wandaufbau EG/OG ist innen Porenbeton, außen der wunderschöne gelbe Klinker mit Sauberkeitsschicht dazwischen ( Luftschicht würde ich es nicht nennen.

    Grundsätzlich ist der Gedanke, dass wenn ich das Haus schon ausgrabe, dass ich es auch gleich dämmen kann.

  • wenn ich das Haus schon ausgrabe

    Wenn DU das Haus ausgräbst (gemeint ist vermutlich die Kelleraussenwände freischachten), kannst Du schon mal ein neues planen (gedämmt) Die Gefahr, dass bei einer solchen Aktion (Rundum freischachten) das Haus in die Grube fällt, ist grösser als die,im Lotto zu gewinnen!!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Wenn DU das Haus ausgräbst (gemeint ist vermutlich die Kelleraussenwände freischachten), kannst Du schon mal ein neues planen (gedämmt) Die Gefahr, dass bei einer solchen Aktion (Rundum freischachten) das Haus in die Grube fällt, ist grösser als die,im Lotto zu gewinnen!!

    jüngstes Beispiel!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Kurz für Mitlesende:


    Aushub rund ums Haus (= Kellerfreilegen um diesen irgendwie zu bearbeiten) darf man nur abschnittsweise so machen, so dass ein Großteil des Hauses also weiterhin "im Dreck steckt". Niemals alles ringsum freilegen. Hier besteht die Gefahr des "Grundbruchs", was zum Totalverlust an Haus (= Einsturz) und Leben führen kann.

  • Gefahr des "Grundbruchs"

    Dafür muss man nicht die Fundamente unterhöhlen oder bis auf die Gründungssohle schachten. Es "genügt", zu wenig Boden stehen zu lassen.

    Und ja. Manchmal geht es gut. Das ist aber weder ein Maßstab noch Grundlage für eine Wahrscheinlichkeitsrechnung.

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