Kostenschätzung Bauprojekt EFH 140m² inkl. Wohnkeller am Hang

  • Hallo miteinander,



    es geht um ein Bauvorhaben auf einem insgesamt rund 2700m2 großen Grundstück in der Nähe von Heidenheim (BW), das von insgesamt drei Parteien bebaut werden soll. (siehe Plan im Anhang, dort noch als zwei Grundstücke + Naturschutzfläche ausgewiesen)

    Wir - als eine Partei - könnten 850m2 davon erwerben (die 354m2 NSF + 500m2 der im Plan ausgewiesenen 1155m2).



    Aktueller Stand



    - Grundstück 1 ist bereits erschlossen, Grundstück 2 und 3 nicht.

    - Grundstück 1 ist nur von einer Straße (westlich des Grundstücks) erreichbar. Die beiden Grundstücke "dahinter" können und müssen per noch zu errichtender Zufahrtsstraße (mit wasserdurchlässigen Belägen herzustellen) erreicht werden.

    - Die Erschließungskosten (inkl. Bau Zufahrtsstraße) werden von allen drei Parteien zu gleichen Teilen getragen.

    - Das Plangebiet fällt von Süden nach Norden um ca. 20 Höhenmeter ab (Die Neigung ist auf Grundstück 3 wesentlich höher wie auf Grundstück 1 und höher wie auf 2) - siehe Bild Geländeschnitt

    - Laut Gemeindegutachten "neigen die anstehenden Gesteine bei Ausstrich in Hanglage oder im Bereich von Baugrubenwänden oder -böschungen etc. zu Rutschungen. Angrenzend an die östliche Grenze des Plangebietes ist in der ingenieurgeologischen Gefahrenhinweiskarte von Baden-Württemberg eine Hinweisfläche für Massenbewegungen angegeben."



    Unsere Gedanken



    Grundsätzlich bietet das Hanggrundstück eine tolle Fernsicht und ist daher attraktiv. Die Angaben zum Hang bereiten uns allerdings große Sorgen. Oberhalb und unterhalb des Grundstücks stehen zwar seit rund 40 Jahren Häuser, trotzdem bereitet uns die Textpassage Bauchschmerzen im Hinblick auf zu erwartende massive Mehrkosten.



    Unsere Rechnung



    Vorab: Die veranschlagten Preise unserer Rechnung beruhen auf Schätzwerten ohne jede Erfahrung oder Informationen aus vorausgegangen Gesprächen mit Architekt o.Ä.

    Wir hätten also grundsätzlich die Frage, ob diese Preise in etwa realistisch sind:



    Grundstückspreis laut Angabe der Verkäufer inkl. Erschließungskosten = 250.000€

    Baupreis schlüsselfertig 140m2 x 2500€ = 350.000€ (+ Küche/Bad?)

    Wohnkeller mit weißer Wanne 80m² x 1300€ = 104.000€

    Baunebenkosten = 135.000€



    Ergibt 839.000€ + ca. 80.000€ Puffer



    Wie bereits oben angedeutet: Ist das realistisch oder eine Milchmädchenrechnung?



    Vielen Dank für eure Zeit und Hilfe

    Fritz

  • Ist das realistisch oder eine Milchmädchenrechnung?

    Hört sich für eine erste Überlegung sogar sehr realistisch an.

    Allerdings kann ich die Marktpreise in der Gegend nicht einschätzen.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Hört sich für eine erste Überlegung sogar sehr realistisch an.

    Hmmm...weiß nicht so recht.


    Ich drösel dass jetzt nochmals anders auf.


    140m² Wohnfläche entspricht in etwa 100 m² BGF/ Geschoß. Das Ganze mal drei (KG/ EG/ OG) 300 m² x EUR 1.500 = 450.000 EUR

    Baunebenkosten: 135.000 (von mir aus, habe ich jetzt nicht nachgeprüft)


    In Summe also: 585.000


    Dagegen stehen:


    Baupreis schlüsselfertig 140m2 x 2500€ = 350.000€ (+ Küche/Bad?)

    Wohnkeller mit weißer Wanne 80m² x 1300€ = 104.000€

    Baunebenkosten = 135.000€

    In Summe also 589.000 EUR


    Das stimmt ja hinten und vorne nicht :)


    Kann also ganz gut hinhauen. Preislich.


    Es mag hier angesichts der beschriebenen geologischen Besonderheiten aber nicht ganz reiche, da hier evtl. tiefer gehende Gründungsmaßnahmen von Nöten sein werden. Das kann aber letztendlich nur ein Baugrundgutachten genauer beleuchten.


    Interessant dürfte die Entwässerung der unten liegenden Häuser werden. Gibt es die Möglichkeit an einen Kanal am Hangfuß anzuschließen oder muss die Gülle in Kaskaden hochgepumpt werden? Das könnte nochmals zu nicht ganz unerheblichen Mehraufwendungen führen. Und natürlich auch zu dauerhaften Kosten, wenn da zig Fäkalienpumpen im Einsatz sind.

  • Hoppla...einem Posten (und nicht etwa ein Pöstchen!) wurde da irgendwie nicht die ihm zustehende Beachtung geschenkt. Das Anlegen der Außenanlagen. Das dürfte zumindest ein paar Euro kosten. Und zwar jede Menge. Hangsicherungen. Stellplätze (gute Handbremse sollte da zum Pflichtprogramm gehören), Wege, Straßen, Zufahrten, Stellplätze, Terrassen,.... da kommt nicht eben wenig zusammen.

  • jo: aussenanlagen, entwässerungen, geländestützen, hangsicherungen usw gehen gut ins geld.

    auf den ersten blick finde ich das gelände nicht sooo steil.

    auf den zweiten blick fehlen mir im schnitt die fortführungen li/re.

    auf den dritten blick würde ich vorab eine belastbare (und damit kostenpflichtige) aussage eines guten (!) bgga einholen:

    1. braucht man den sowieso

    2. der im ungünstigsten fall "unnutze" linvest schützt vor dickem verlust.