Grundstück in Aussicht - Doppelhaus für Familie geplant - Bayern

  • Hallo zusammen,


    wir haben ein Grundstück in Aussicht, das Ganze Bauvorhaben im Sinne eines Doppelhauses für die Familie soll auf etwa 900 qm realisiert werden. Das Doppelhaus kann auf 15 x 12 m in den Maßen realisiert werden.


    Wir haben bereits Gespräche mit unterschiedlichen Fertighausanbietern gestartet, um ein besseres Gefühl zu bekommen, aber so wirklich transparent teilt keiner die Preise bzw. einen realistischen Durchschnittspreis pro Quadratmeter.


    Es wäre super, wenn jemand seine Erfahrungen teilen könnte, welche Kosten tatsächlich für rein den reinen Hausbau anfallen. Wir sind grds. auch offen, in konventioneller Bauweise zu bauen.


    Ein Keller wird nicht benötigt, aber ist bsp. die Bodenplatte mit im Preis bei einem Fertighausanbieter inkludiert?


    Ist es realistisch ein Doppelhaus für beide Parteien inklusive vollwertigen ersten Stock zwischen 400-500k zu landen?


    Schöne Grüße aus Bayern!

  • Moin.
    Das mit der Intransparenz bei den Fertighausanbietern ist ne gängie Masche.
    Spätestens bei der Bemusterung wird es dann teuer. Bei mir z.b. waren damals diverse Dinge nicht im Preis inkludiert, worauf aber von den Bolzen auch nie einer hingewiesen hat. So Kleinigkeiten wie, Treppen Stirnverkleidung. Inkludiert für EG und OG aber nicht für EG und KG. :wall: Hat mir dann der Schreiner für umme dran gemacht.
    Auf solche Spielchen musst du dich einstellen. :rulez:


    Ansonsten würde ich mir in Bayern lokale "Fertighausanbieter" suchen. Die sind m.E. noch nicht ganz so, ich nen es mal absichtlich provokant, betrügerisch unterwegs.


    Preis könnte schon hinhauen, aber ich glaube es könnte auch noch teurer werden....siehe das Thema Bemusterung.
    Günstiger als Massivbau ist ein Fertighaus keinesfalls. Würde sogar behaupten es ist teurer.

    Kleiner Tip am Rande, achte auf gute Geräuschdämmung. Innerhalb wie außerhalb. Ich kann nur von meinem Haus reden, da ist die Geräuschdämmung misserabel.

    Lg

    Frank

  • Das miese Fertighaus ist so ein Relikt aus den 70er Jahren. Oder auch den 80er des letzten Jahrhunderts. Viele von denen sind heute nur noch Sondermüll.


    Das hat sich geändert. FH sind heute durchaus hochwertig und qualitativ dem konventionell erstellten haus ebenbürtig.


    Allerdings sind sie auch nicht mehr günstiger als "normale" Häuser. Wird mit einem deutlich günstigeren Preis geworben, ist Vorsicht durchaus nicht fehl am Platz.


    Ob 400 - 500 k reichen?


    Wer soll das wissen?


    Eine DHH kann 100 m² haben oder auch 150 m². Oder 200m²


    Eine Treppe kann als Zweiholmtreppe (EUR 2.000/ Geschoß) daherkommen oder Designteil in Stahl und Glas (8.- 10k/ Geschoß).


    Ein Bad kann ein funktionaler Raum mit 8 - 9m² sein oder eine Wellness-Oase mit 15 - 20m², Whirlpool, Doppelwaschtischen und -natürlich- dem berühmten "T" (Waschtisch am oberen Balken des "T", dann auf der einen Seite der Thron, auf der anderen die Walk-Inn-Dusche).


    Welcher Energieträger? Kein Keller bedeutet, das technische Räume irgendwo oberirdisch realisiert werden müssen.

  • Hi Frank, Hi Thomas, Hi Ralf,


    danke Euch für Eure schnellen Antworten.


    Da der Grund entsprechend schon teuer ist aufgrund der Lage (Oberbayern/Nahe München), möchte ich nur in etwa einen Richtwert wo man bei einem Doppelhaus (15 x 12 Meter ist das Maxium für das Doppelhaus mit 1. Stock als Vollgeschoss) bei einer halbwegs vernünftigen Ausstattung landet. 400-500k ist noch gut machbar, aber wenn wir am Ende bei 700-800k landen, das wäre definitiv einen Ticken übers Ziel hinaus.


    Ich traue mir auch zu Böden (Holz/Fließe) selbst zu verlegen und entsprechende kleine Arbeiten zu machen. Technik kann auch gerne als Technikraum geteilt werden mit der anderen Hälfte, da jede Partei unserer Familie ein Haus beziehen soll, von daher können wir Synergien nutzen, wo es am Ende des Tages Sinn macht.


    Wenn jemand Tipps zu lokalen Fertighausanbietern, oder auch im allgemeinen positive Erfahrungen mit Fertighausanbietern hat bzw. Kontakte für Massivbauweise hat, gerne per PN. Ich selbst habe auch


    Schöne Grüße

  • Also 12 x 7,50 / Hälfte?


    12 x 7,5 x 2 (2 Geschoße) = 180 BGF (Bruttogeschoßfläche) x 1.500 = 270k / Hälfte.

    Bei der einfacher Ausstattung und ohne Küche(nmöbel) nehme ich an!? Und wie sieht es mit der Planung aus?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


    Der Betreiberverein dieses Forums freut sich über Spenden von Fragenden, denen hier kostenlos geholfen wurde. Kurze Wege führen über Paypal oder eine Banküberweisung.

  • Also 12 x 7,50 / Hälfte?


    12 x 7,5 x 2 (2 Geschoße) = 180 BGF (Bruttogeschoßfläche) x 1.500 = 270k / Hälfte. Ganz grob.

    Genau, richtig, pro Hälfte 12 x 7,5 m. Bei welcher Bauweise? Fertighaus oder Massivbauweise? Wie hoch sind die maximalen Einsparungskosten, wenn man gewisse Dinge wie Böden verlegt selbst macht? Vielen Dank für die Auskunft.

  • Bei der einfacher Ausstattung und ohne Küche(nmöbel) nehme ich an!?

    Du nimmst ganz richtig an ;)


    Und wie sieht es mit der Planung aus?

    Ich gehe davon aus, dass diese vom FH-Anbieter geliefert wird.


    Ist ja auch nur ein erster grober Anhaltspunkt, der aber schon aufzeigt, dass 400 - 500 wohl nicht so ganz gehen wird, denn 270 x 2 = 540k.

    Dazu kommen dann natürlich noch andere Kostenpunkte:


    - Planung (wenn diese nicht vom FH-Anbieter umfänglich geleistet werden sollte)

    - Erschließung (Gas/ Wasser/ Strom/ Telekom/ Abwasser)

    - Außenanlagen (Garten, Zufahrten/ Einfahrten, Zäune...)

    - Stellplätze/ Garagen

    - schon beschriebene Bodenplatte nebst der dazugehörenden Tiefbauarbeiten (Gräben für Leitungen, Fundamente usw.). Häufig stellen FH-Anbieter ihr Teil auf die fertige Bodenplatte, zu der dann auch die Leitungen gehören (Abwasser, Regenwasser usw.)


    Habe bestimmt noch einiges vergessen...es kommt auf jeden Fall noch einiges hinzu.

  • Strom, Wasser, Telekom und Abwasser ist entsprechend schon gegeben. Außenanlagen fallen noch an, richtig, Garten keine Eile und Zäune würden nach und nach kommen.


    Stellplätze und Garagen müssen ebenfalls finanziert werden 2/2.

  • Strom, Wasser, Telekom und Abwasser ist entsprechend schon gegeben

    Liegt auf dem Grundstück aber wohl noch nicht im Haus (wie denn auch). Kommt also schon nach was !


    Baugrund ist Lehm, kein Grundwasser zu erwarten

    Oha....dann hoffen wir mal, dass Deine Erwartungen der Realität entsprechen. Das kann sein....


    Um hier sicher zu gehen bedarf es eines

    Baugrundgutachten

    Ein solches braucht es ohnehin, da der Statiker sonst nichts berechnen kann (hier wird auch angegeben welche Kräfte in den Untergrund abgeleitet werden können.)


    Aber natürlich kann man als Noch-Nicht-Besitzer des Grundstücks auch noch kein Baugrundgutachten haben....

  • Baugrundgutachten liegt vor??

    Noch kein Bodengutachten vorhanden, Aussage Lehm und bzgl. Grundwasser kam vom Makler bzw. der Verkäuferin. Bodengutachten müsste der Käufer bezahlen. Ist es fair ein Bodengutachten vom Verkäufer zu verlangen oder wird dies immer als Eigenleistung im Voraus gesehen, wenn es einen Interessenten gibt.

  • zwischen der lage

    Lage (Oberbayern/Nahe München

    und der antwort auf diese frage

    ein Doppelhaus für beide Parteien inklusive vollwertigen ersten Stock zwischen 400-500k

    geht die korrelation gegen NULL.

    dabei würde ich die lage sogar irgendwo bis runter nach RO verorten.

    die preise sind im galopp, efh/dhh/rh sind für billigbilligbilligsauereien (subsubsubpseudoselbstständige arbeiter einzelunternehmer) noch nicht lukrativ genug, zuerst muss das regierungsviertel zugebaut werden, dann die letzten freien areale in minga, dann kommt lange nix - und dann kommst du.

    bei den kosten ist rohbau/dach noch das kleinste stück vom kuchen.


    auch mit "fairer" preisgestaltung bei zumindest relativ guter bauqualität kannst du 500k vergessen - es sei denn, erschliessung/aussenanlagen/bgga/bbq kosten nix und dann muss es noch mwst-frei sein. ziemlich utopisch.


    egal, ob´s ein fertighaus ein "lokalmassivbau" oder ein "lokalholzbau" werden soll: ohne eigene, zugekaufte und herstellerunabhängige kompetenz wird angefangen beim aufstellen der anforderungen, über den vergleich der anbieter bis hin zur baubegleitenden qualitätskontrolle nur durch zufall und mit sehr viel glück was gscheits dabei rauskommen.

  • Aber natürlich kann man als Noch-Nicht-Besitzer des Grundstücks auch noch kein Baugrundgutachten haben....

    Wieso? Man kann doch den Verkäufer um die Erlaubnis bitten, den Gutachter aufs Grundstück zu lassen. Und die Kaufentscheidung vom Ergebnis des Gutachtens abhängig machen.


    Nicht das der Gutachter eine weiße Wanne vorschlägt und eine Torflinse vorfindet. Wären locker 20 k€ mehr. Gern auch noch mehr

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Schon richtig, Ralf, aber wer investiert 2-3 k für ein Bodengutachten, das er später evtl. gar nicht braucht. Wäre teurer Erkenntnisgewinn.


    Was könnte helfen?


    Gibt es Neubauten im direkten (!) Umfeld. Also nicht 200m weit entfernt, sondern nebenan = Nachbar. Das lässt zumindest Rückschlüsse zu (ist aber auch keine Garantie, dass es auf dem eigenen Grundstück gänzlich anders aussieht).


    Was der Makler meint, nicht meint, vermutet, äußert oder was der träumt...sehr viel träumt....ist gänzlich ohne Belang

    Aussage Lehm und bzgl. Grundwasser kam vom Makler bzw. der Verkäuferin


    Ein Makler darf natürlich nicht wider besseren Wissens Dinge sagen (ha...ha...ha...), aber wenn er es nicht weiß kann er natürlich trefflich Mutmaßungen anstellen.

  • Keine Neubauten in der Nähe, einiges an älteren Häusern. Dann vermute ich muss man nochmal ein weiteres Gespräch mit dem Makler suchen und abstimmen, wie es weiter geht.

  • Ein Makler darf natürlich nicht wider besseren Wissens Dinge sagen (ha...ha...ha...), aber wenn er es nicht weiß kann er natürlich trefflich Mutmaßungen anstellen.

    So oder ähnlich schließt der Makler seine Haftung aus:

    "Alle Angaben sind ohne Gewähr und basieren ausschließlich auf Informationen, die von unserem Auftraggeber übermittelt wurden. Wir übernehmen ausdrücklich keine Gewähr für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Aktualität dieser Angaben."

  • Dann vermute ich muss man nochmal ein weiteres Gespräch mit dem Makler suchen und abstimmen, wie es weiter geht.

    Wenn es (noch) kein Baugrundgutachten gibt und es auch keine Neubauten in der nahen Umgebung gibt, wie soll der Makler denn dann was Kluges/ Belastbares sagen? Wenn er klug ist, hält er sich zurück, gibt zu es nicht zu wissen. Wenn er mit Mutmaßungen/ Behauptungen ums Eck' kommt, ist er unseriös.

  • Keine Neubauten in der Nähe, einiges an älteren Häusern

    was sind ältere häuser? 70er jahre? oder bauernhöfe aus den vorletzten jahrhundert?

    für eine erste einschätzung findet man brauchbare angaben in der geolog. karte von bayern.

  • ich nutze karte und buch - ausnahmsweise papier. aber auch online kann man einiges erkennen und ziemlich weit zoomen.

    überinterpretationen sollte man vermeiden, zumindest eine grobunterscheidung (hier vermutlich würm vs moräne oder moor) halte ich für möglich.

    "lehm" wird wohl stimmen, wäre mir als alleinige investitionsgrundlage a bissi zu flapsig, also einfach mal gucken.

    wenn das grundstück in einem moorgebiet liegt, ist vorsicht geboten - mit dem wissen habe ich erfolgreich die erfordernis eines bgga begründet und eine baumassnahme verhindert. leider - aber andersrum wär´s eine katastrophe geworden.

  • ich nutze karte und buch - ausnahmsweise papier. aber auch online kann man einiges erkennen und ziemlich weit zoomen.

    überinterpretationen sollte man vermeiden, zumindest eine grobunterscheidung (hier vermutlich würm vs moräne oder moor) halte ich für möglich.

    "lehm" wird wohl stimmen, wäre mir als alleinige investitionsgrundlage a bissi zu flapsig, also einfach mal gucken.

    wenn das grundstück in einem moorgebiet liegt, ist vorsicht geboten - mit dem wissen habe ich erfolgreich die erfordernis eines bgga begründet und eine baumassnahme verhindert. leider - aber andersrum wär´s eine katastrophe geworden.

    Danke, ich habe mal einen Blick zum Grundstück via Geoportal geworfen, die Auskunft stammt aus 1995 und besagt:


    30b_M / Vorherrschend Parabraunerde und selten Braunerde-Gley aus schluffig-kiesiger, kristallinreicher Jungmoräne
  • Könnte preislich eng werden...
    Wir haben gerade ein ZFH frei planen lassen, 10,5m x 13,5m, 2 Vollgeschosse, Flachdach, Loggia im OG, KfW40, Doppelcarport und liegen schlüsselfertig (=einzugsfertig) bei regionalen Anbietern zwischen 460k€ (massiv) und 500k€ (Holzrahmenbauweise).

  • 10,5m x 13,5m

    = 141,75 m² x 2 = 283,50 m² BGF


    12 x 7,5 x 2 (2 Geschoße) = 180 BGF (Bruttogeschoßfläche) x 1.500 = 270k / Hälfte. Ganz grob.

    Dies entspräche bei einem ganzen DH 360 m² BGF


    Das wären dann ca. 27% mehr als im Beispiel von meister Lars.


    Der Maestro zahlt 460 - 500k. Das Ganze mal 1,27 = 584 - 635 k


    Wobei Maestro Lars wohl in NRW baut, Ihr aber im Speckgürtel der völlig unbedeutenden Provinzstadt "Minga".


    Inwieweit vergleichbar? Keine Ahnung. Hat Lars einen Keller? Ist da dann alles dabei (Planung, Außenanlagen und die ganze Liste, die ich schon beschrieben hatte...)?


    Aber selbst bei meiner (eher) Low-Budget-Super-Schnell-Über-den-Dicken-Daumen "Berechnung" (bewußt mit Gänsefüßchen) war das Ziel 500k schon gerissen.