Wände feucht?

  • Hallo zusammen,


    ich habe den Verdacht, dass die Wände meiner Mietwohnung feucht sind.

    Vor 2 Monaten hatte ich in der Küche einen großen Schimmelschaden, welcher bei mir starke körperliche Beschwerden ausgelöst hat. Der Schimmel wurde durch den Vermieter sichtbar/oberflächlich mit Schimmelspray entfernt. Er hatte mir dafür eine Ursache geliefert, die sich plausibel angehört hat. Ich hatte jedoch immer noch recht starke Beschwerden und bin deshalb weiter auf Ursachenforschung gegangen.

    Ich habe mir vor kurzem ein Messgerät für Feuchtigkeit in der Wand zugelegt. Dieses zeigt teilweise Werte von 12-18 %, an der selben Wand z.B. etwas höher wiederum Werte von 4-8 % (Feuchtigkeitsmessgerät Feuchtigkeitsmesser - Tavool Feuchtigkeits-Detector Feuchtigkeitsdetektor mit Batterie und LCD-Display Digitales Feuchtemessgerät für Holz Brennholz Wände Estrich Baustoffen: Amazon.de: Baumarkt). Ich bin ein absoluter Laie und würde mich sehr über Hilfestellungen/Anregungen freuen!


    Ein paar Fakten zur Wohnung:

    -zwei Parteien Haus, meine Wohnung ist im EG, die andere im OG

    -freistehendes Gebäude, Schimmel war an nach außen gerichteter Wand.

    -Baujahr: 1994

    -Innen hauptsächlich Raufasertapete, in Küche Fliesen. Wände von außen verputzt.

    -teilweise Risse in Fliesen. 2 großflächige (2-4 m) Risse in Putz an Außenwand.


    Falls ihr noch weitere Infos braucht, fragt gerne!


    Ich bin sehr dankbar für jeden Input!


    Viele Grüße,

    Ostermann81

  • Skeptiker

    Hat das Thema freigeschaltet
  • Ich habe mittlerweile rausgefunden, dass die Außenwände aus "Termolit" (gibt es diesen Baustoff? habe bislang nichts dazu gefunden) und die Innenwände aus Kalksandstein gebaut sind.

  • Einen Baustoff

    Außenwände aus "Termolit"

    kenne ich nicht und habe ich auch nicht finden können.

    ich habe den Verdacht, dass die Wände meiner Mietwohnung feucht sind.

    Vor 2 Monaten hatte ich in der Küche einen großen Schimmelschaden, welcher bei mir starke körperliche Beschwerden ausgelöst hat

    Was genau war der "Schimmelschaden"? Welchen Umfang hatte der "Schaden", also welche Flächen war davon betroffen?


    Wurde von Arzt oder Ärztin der Zusammenhang zwischen dem Schimmel (-pilz) und den Beschwerden hergestellt? Wurde eine Behandlung oder ein anderer Umgang damit vorgeschlagen und umgesetzt? Fand danach eine weitere ärztliche Untersuchung statt?

    Der Schimmel wurde durch den Vermieter sichtbar/oberflächlich mit Schimmelspray entfernt.

    Wurde der Schimmelpilz durch Beprobung eindeutig identifiziert? Schimmelpilze können bei geringem Befall abschließend erfolgreich chemisch bekämpft werden.


    Und noch viel wichtiger: Wurde der Feuchtigkeitszutritt, der laut Vermieter die Ursache des Pilzwachstums war, vor Beseitigung der sichtbaren Sporen dauerhaft beseitigt und der betroffene Bereich getrocknet?

    Ich habe mir vor kurzem ein Messgerät für Feuchtigkeit in der Wand zugelegt. Dieses zeigt teilweise Werte von 12-18 %, an der selben Wand z.B. etwas höher wiederum Werte von 4-8 % (Feuchtigkeitsmessgerät). Ich bin ein absoluter Laie und würde mich sehr über Hilfestellungen/Anregungen freuen!

    Dieses Gerät liefert vermutlich in der Einstellung "Baustoff" leidlich "interpretierbare Schätzwerte", aber keine belastbaren Messungen. Damit kann man also innerhalb einer Wand grob vermutlich "feuchte" Bereiche orten und so feststellen "Sockel an Außenwand (eher) feucht", "Wandkopf zur Decke (eher) trocken" o.ä.. Eine verlässliche Aussage über den absoluten Feuchtegehalt einer Wand (übrigens in Masseprozent!) ist damit aber nicht möglich. Dies kommt zum Einen von der sehr geringen Messtiefe (wenige Millimeter), zum Anderen von der fehlenden Möglichkeit, die elektrische Leitfähigkeit des untersuchten Materials innerhalb von "Baustoff" weiter differenziert einstellen zu können. Man könnte bei also vermuten, dass die Bereiche höherer Messwerte etwas feucht sind. Waren genau dort vorher die "Schimmelflecken" sichtbar? Erhöhte Messwerte können aber auch andere Ursachen als Feuchte haben: Metallische Bauteile, elektrisch leitende Materialien, heterogene Untergründe ... Wie verteilen sich die Bereiche höherer Messwerte?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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