tieferen Anbaukeller gegen Altbaukeller/Erdreich abdichten - Baumangel beseitigen

  • Hallo Zusammen,


    2017 haben wir an den Bestandsbau aus 1956 angebaut.
    Leider nur fast erfolgreich, das Problem ist der neue Keller und zwar an der Seite zum Altbau.

    Hier haben wir leider nicht aufgepasst und gleich mehrere Fehler gemacht. Aber dazu gleich mehr.


    Der Keller aus dem Bestand hat keine Vollgeschosshöhe, weshalb wir den Anbau-Keller um ~130cm tiefer gebaut haben als den Keller vom Altbau (RFB Altbau zu RFB Neubau)


    Wie auf der Schnittzeichnung zu erkennen ist, ist eine Außenabdichtung der zum Altbau gewandten Seite damit nicht möglich.


    Der Neubaukeller wurde wir folgt hergestellt:

    Bodenplatte und Außenwände Neubaukeller aus WU Beton nach Statik (mit Bewehrung und Fugenblechen, Anschluss am Altbau mittels Quellband)

    Zusätzlich wurden die Kellerwände grundiert und mit WeberTec 915 Dickbeschichtung gespachtelt

    Ich würde sagen diese Wände sind alle dicht.


    Problem an der Altbauwand: (siehe auch Grundriss KG)
    1.) Die Fugenbleche in der BoPla fehlen zur Altbau gewandten Seite

    2.) Es wurde keine Bewehrung von der BoPla für die Wand rausschauen gelassen

    3.) Es wurde eine Kalksandsteinmauer gesetzt (unterste Reihe ISO Kimmstein) und hinter dieser ohne Rüttleflasche betoniert


    Im Herbst 2020 stieg das Grundwasser über die BoPla des Anbaus und hat dann zwischen Bopla und Wand das Wasser durchgelassen auf der Altbau zugewandten Seite

    Konsequenz: Estrich und FBH Heizung raus (zum Glück noch nicht gefliest) und zurück auf Rohbau.


    Inzwischen habe ich die Kalksandsteinmauer im Neubau Keller wieder entfernt und zum Teil auch die ca. 7-8cm hintergossenen Beton, da dort auch viele "Nester" waren.

    Das Haus steht nun auf einigen Stützen, da ich die Kalksandsteinmauer nur ~140cm entfernt habe, praktisch bis zum Altbaukeller.


    Nun möchte die Wand zum Erdreich und Altbau gerne auch in WU Beton erstellen und dafür sorgen, dass die Arbeitsfuge/Stossfuge zwischen Bopla und Wand ebenfalls dicht ist.



    Meine Idee dazu:


    - In die BoPla Löcher bohren und 14mm Bewehrungseisen einstecken

    - Quellbänder auf BoPla kleben (Mindestabdeckung 8cm zu jeder Seite)

    - Quellbänder vertikal auf die dichten Betonwände kleben (Anbauwand KG)

    - Bewehren anlog der Bewehrung der anderen Außenwände

    - WU Beton liefern und einbauen mittels Rüttelflasch


    Siehe hierzu auch mein Bild "GrundrissKG_Saniert"



    Zusätzlich zu der hoffentlich dichten wasserundurchlässigen Wand habe ich im Altbau ein 200cm Loch in den Fels gemeißelt. Dort steht ein DN400 Rohr in der ich eine Tauchpumpe versenken werde. Sollte Wasser kommen, wird das Wasser direkt in den Kanal befördert. (Siehe auch Sumpf_hangseite_unter_Bopla.jpg)



    Nun die Frage an euch in der Hoffnung man bewahrt mich vor den nächsten Baufehlern.

    - Kann das klappen wenn ich "nur" Quellbänder einlege oder gibt es bessere Lösungen um die Stossfuge abzudichten?

    - Sollte ich zusätzlich noch Verpress-Schläuche einlegen?

    - Brauch ich noch ein Klemmfugenband?



    Für jede Antwort möchte ich mich herzlich bedanken!
    Wir sind in jeglicher Hinsicht ziemlich am Ende (kräftemäßig und auch im Geldbeutel), sodass wir echt Dankbar sind für jede Hilfe!


    Viele Grüße
    Christian

  • Okay, kurzes Update.


    Plane meinen Aufbau der Stoßabdichtung wie folgt (von Außen nach Innen)


    Wandstärke ~21cm


    1.) Bewehrungsstangen 14mm in BoPla (bohren mit 40mm Bohrer und reinstecken)

    2.) Betonit Quellband der Marke Mastertec (Bentonit-Quellband mit AbP für die Fugenabdichtung hier kaufen) mit Quellbandkleber auf Position 9cm kleben

    3.) Stahlmatten 257A einlegen

    4.) Verpressschläuche auf Position ~13-15cm


    Quellband und Verpressschläche lege ich auch die Wände hoch (Anschluss an bestehender Betonwand vom Anbau)


    Nach Aushärtung (~60Tage), würdet ihr direkt verpressen oder nur die Option offen halten?


    Danke vorab für jede Hilfe.


    Grüße
    Christian