Luft-Wasser-Wärmepumpe

  • Halle zusammen


    Eine Frage in eigener Sache.


    Ich möchte bei mir im Haus (DHH) aus 1983 die Heizung tauschen.

    Es ist eine Öl-Niedertemperaturheizung aus dem og. Baujahr.

    Wir haben ausschließliche Bodenheizung und einen Ölverbrauch zwischen 2000 und 2200 l (inkl. WW) bei etwa 40 - 45"C Vorlauftemperatur


    Ich müsste sie nicht tauschen, weil sie noch läuft und weil kein Eigentümerwechsel vorliegt, aber sie hat nun doch schon gelegentliche weh-wehchen.

    Außerdem ist die mögliche Förderung (zur effizienten Wärmepumpenanlage) mit gesamt 50% schon heftig - wer weiß wie lange noch.


    Gas gibt es bei uns nicht.

    Öllbrennwert wäre möglich - ich möchte aber weg vom Öl. Außerdem reizt mich der jetzige Ölraum als Kinderzimmer (Werkstatt) für den Mann.

    Pellet geht nicht wg. der Heizraumgröße und der Pelletlagermöglichkeit

    PV / Solarthermie ist wegen der Dachanordnung und der "Verdrahtung/Verrohrung" uninteressant.

    Andere Wärmepumpensysteme sind wegen der Hanglage, der Bodengegebenheiten etc. nicht möglich.


    Drum Luft/Wasserwärmepumpe. Pufferspeicher - Heizpatrone - Wärmetauscher für WW

    Standort, Abstand zur Grundstücksgrenze etc. wäre schon geklärt.

    Es geht nicht um die Dimensionierung sondern um Systemempfehlungen

    Jetzt waren schon drei Heizungsmenschen hier, und selbstverständlich hat jeder irgendwo eine andere Philosophie.


    Jetzt kommt bestimmt - hol Dir einen "Planer". Kommt vielleicht noch, aber jetzt frag ich hier erst mal.


    Fragen:


    - Der eine Heizungsmensch empfielt eine Anlage als Monoblock. Der andere ein Splitsystem.

    Ich kenne zwar das jeweilige Prinzip der Funktion, aber was könnte das "bessere" sein oder welche Faktoren beeinflussen die Wahl?


    - Einer hat mir dringend einen Wärmetauscher zum "inneren Kreislauf" empfohlen, weil ja die Bodenheizung über 30 Jahre alt ist,

    und durch den höheren Sauerstoffgehalt der/die Speicher schnell oxidieren könnten. Der Andere hat gesagt, dass Dieser zu viel Verlust hätte.


    - Einer hat gemeint, an den Verteilungen in den Stockwerken elektrische Antriebe anzubringen


    - Einer hat gemeint braucht man nicht.


    - Der eine hat einen hydraulischen Abgleich empfohlen


    - Der Andere hat gesagt hydraulische Abgleich geht nicht / ist sinnlos



    Noch Infos zum Heizverhalten. Wir haben im Winter durchschnittlich 18°C im Haus, weil wir im großen Wohnbereich mit Scheitholz zuheizen, kalt schlafen und im kleinen Büro mal kurz elektrisch ein bissl zugeheizt wird. Wir haben auch manche Räume noch geringer beheizt - weil unbenutzt.


    Ich bin zwar selbst ausgebildeter Energieberater, aber ich hab da nie was gemacht, nicht weitergebildet (das Meiste ist in den Analen der Gehirnwindungen verschwunden) und keine/geringe Ahnung von Heizungstechnik.

    Gruß Werner :)

  • Na Mahlzeit, Jackpot gezogen :D


    Man kann dir von hier aus nicht alles zusagen oder es ganz klar bejaen oder verneinen.

    Dazu müsste man die Örtlichkeiten kennen.


    Aber ich geb dir mal ein paar Punkte mit auf den Weg.

    1) hydraulischer Abgleich ist Fördervorraussetzung und somit sehr entscheidend wenn u die

    2) 45% Förderung erhalten willst.

    3) hydraulische Trennung per Wärmetauscher kann dir passieren. Ob es wirklich vermeidbar ist, hängt von der Gesamtauswahl ab.

    4) eine Reinigung des ganzen altsystem ist aber auf jedenfall zielführend. sowie

    5) die Instandsetzung der Verteiler in den Stockwerken.

    6) Ob du nun eine Einzelraumregelung dann mit drauf hängst, müsst ich nachlesen ob verpflichtend oder nicht. Ich glaube nein,

    7) Das beste ist eine vorab Heislastberechnung um die Anlagenplanung auf korrekte Daten zu setzen.

    .....evt folgt noch was ...

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Danke schon mal, für ersten Input


    1) hydraulischer Abgleich ist Fördervorraussetzung und somit sehr entscheidend wenn u die

    Ja, So hab ich das auch mal gelernt

    2) 45% Förderung erhalten willst.

    Sind 50%


    3) hydraulische Trennung per Wärmetauscher kann dir passieren. Ob es wirklich vermeidbar ist, hängt von der Gesamtauswahl ab.

    Was heißt "Gesamtauswahl"?

    4) eine Reinigung des ganzen altsystem ist aber auf jedenfall zielführen

    Ja, schon klar

    5) die Instandsetzung der Verteiler in den Stockwerken.

    Instandsetzung ist klar, aber elektrische Antriebe sind kein empfehlenswertes Muss? (ich weiß, ist ein Widerspruch;) )


    7) Das beste ist eine vorab Heislastberechnung um die Anlagenplanung auf korrekte Daten zu setzen.

    Ja, auch klar - hab ich oben ja schon geschrieben



    Am interessantesten wäre der Unterschied/Empfehlung Monoblock/Splitsystem

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Am interessantesten wäre der Unterschied/Empfehlung Monoblock/Splitsystem

    Wie weit ist der Standort des Außenteils vom "Heizraum" entfernt?


    Bedenke auch das Thema Schall, ich würde mir das Außenteil nicht vor´s Schlafzimmerfenster stellen, und auch Abstand zum Nachbarn einhalten. Ich weiß, das sollte selbstverständlich sein, wird aber trotzdem immer wieder vergessen.


    Ob Mono oder Split, das ist wie mit Kartoffelsalat. Es soll tatsächlich Menschen geben, die essen Kartoffelsalat mit Brühe und Zwiebeln angemacht. (für mich unvorstellbar, aber meine Frau und Verwandtschaft schwören darauf), dabei weiß doch jeder, dass man Kartoffelsalat mit Mayonnaise anmacht.

    Anscheinend werden aber beide Parteien satt und sind zufrieden damit.


    Bei Splitgeräten ist das Außenteil meist etwas kompakter und leichter, und somit unauffälliger zu platzieren. Frostschutz ist auch kein Thema. Bei einer Mono hat man halt alles schön kompakt beisammen. Für die Anbindung an den Heizkreis braucht man dann halt dickere Rohre, was bei größeren Entfernungen teurer wird.

    In meinen Augen gibt es keinen echten Gewinner bei einem Vergleich, mein Eindruck ist aber, dass der Trend momentan eher in Richtung Split geht, was vielleicht auch mit der Preisgestaltung zusammenhängt.


    zwischen 2000 und 2200 l (inkl. WW)

    Also bewegen wir uns irgendwo um die 8kW, wobei Inverter Standard sein sollte. Ich würde mir jetzt keine 5 oder 6kW aufschwatzen lassen, nur weil die vielleicht ein paar Euro günstiger ist und auf dem Papier einen etwas besseren COP bei Bedingungen xyz aufweist.

  • Ich habs gerade nicht mit abkürzungen ISFP? Innovationsförderung? bin gerade nicht ganz auf dem laufenden mit der Jahresumstellung.


    Monoblock ist MONO, einzelmaschine.

    Splitt = geteilte Maschine.

    Man nehme zur Auswahlentscheidung die Technischen Daten der angebotenen Geräte und vergleiche.

    Nehme die Differenzen der Geräte und überlege sich die Kompromisse zu akzeptieren.

    Effektiv gesehen ist der Aufstellaufwand (AUSEN) entscheidend bei Mono. ebenso der Platzbedarf.

    Bei Split ist man flexibler da "NUR" die Kälte und Stromleitung hin muss.

    Bei Mono ist es die Zuleitung von den Heizleitungen mitzuziehen.

    Dazu noch Lärm, Wirkungsgrad und Design wie bei allen anderen auch.

    Theoretisch hat Mono einen leicht besseren Wirkungsgrad aber darunter fallen nicht die Verluste der Wärmeleitung ins Haus.

    Ergo Mogelei wenn man es 1:1 betrachten will und nur auf die Herstellerdaten schaut.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Wie weit ist der Standort des Außenteils vom "Heizraum" entfernt?

    Luftlinie etwa 8 m.

    Wir müssen da eine leichte Ecke (einigermaßen 90°) reinmachen. Dann sind es an notwendiger Verrohrung etwa 10 m.

    Auf dem Bild in Grün ist der spätere Standort für die LWWP. In Gelb die Verrohrung und in Rot der vorher angedachte Standpunkt (geht aber nicht, weil zu nahe an der Grundstücksgrenze)

    Bedenke auch das Thema Schall, ich würde mir das Außenteil nicht vor´s Schlafzimmerfenster stellen, und auch Abstand zum Nachbarn einhalten. Ich weiß, das sollte selbstverständlich sein, wird aber trotzdem immer wieder vergessen.

    Wir haben nur einen relevanten Nachbarn, aber der hat die Schlafräume genauso wie wir auf der anderen Seite des Hauses.

    Ob Mono oder Split, das ist wie mit Kartoffelsalat.

    Also keine wirklichen Für und Wider? Haltbarkeit oder Effizienz?

    Also bewegen wir uns irgendwo um die 8kW, wobei Inverter Standard sein sollte. Ich würde mir jetzt keine 5 oder 6kW aufschwatzen lassen, nur weil die vielleicht ein paar Euro günstiger ist und auf dem Papier einen etwas besseren COP bei Bedingungen xyz aufweist.

    Mir wurde 12kw empfohlen. :)

    Unsere ÖL-NT-Heizung hat 16 - 19kw.

    Wie ich anfangs schon kurz erzählt habe, sind wir nicht die großen "Warmduscher" - was das Heizen betrifft.


    Jemand, der im Haus überall seine 20 - 21 °C haben wollte, würde da wahrscheinlich schon seine 3000l verbrennen.


    Ergo Mogelei wenn man es 1:1 betrachten will und nur auf die Herstellerdaten schaut.

    Also nochmal ... es scheint egal zu sein, welchen Typ man nimmt? =o


    Und noch einmal nachgehakt: Wärmetauscher im System wegen der evtl. möglichen

    Korrosion (durch die "alte" Fußbodenheizung) des Pufferspeichers etc. - irrelevant?




    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Also keine wirklichen Für und Wider? Haltbarkeit oder Effizienz?

    Nö, nichts was ich als kriegsentscheidend einstufen würde.

    Es gibt viele WP sowohl als Mono als auch als Split, da findet man in den technischen Daten auch mal leichte Unterschiede beim COP, was auf die Leitungslängen und Füllmenge zurückzuführen ist.


    Die COP Angaben sind schon wichtig für einen Vergleich, ich würde mir aber auch anschauen, wie komfortabel man die WP bedienen kann.

    Abgesehen davon werden die Labordaten in der Praxis sowieso nicht erreicht, und sollten nur als Richtwert herangezogen werden. zumal sich die Umgebungsbedingungen ständig ändern.


    Nehmen wir mal die 2.000Liter und vereinfacht 20.000kWh p.a., das macht bei einer JAZ von 4 immerhin 5.000kWh el. Bei einer JAZ von 4,1 spart Du dann im Jahr 122kWh, oder etwa 30,- €. Dieses Beispiel soll nur mal die Größenordnung aufzeigen, die Zahlen bitte nicht auf die Goldwaage legen.


    Bei Dir kommt noch hinzu, dass die WP nicht der einzige Wärmeerzeuger ist. Einen Tag im Winter die WP komplett abgeschaltet und die 122kWh sind fast schon eingespart.


    Mir wurde 12kw empfohlen.

    Erscheint mir jetzt auf den ersten Blick etwas viel, so alt ist das Haus nun auch wieder nicht. Es lässt sich natürlich schwer abschätzen, wieviel die anderen Wärmeerzeuger leisten.

    Wenn es dann an die Planung geht würde ich sowieso die Heizlast rechnen, muss nicht auf 4 Nachkommastellen genau sein. Dann hast Du einen Wert der worst case anzusetzen wäre, sprich ohne die anderen Wärmeerzeuger und ohne reduzierte Raumtemperaturen. Damit kannst Du auch abschätzen, ob die Kiste kleiner werden kann/soll, oder Du möchtest auf Nummer sicher gehen. So lange eine Inverter nicht drastisch überdimensioniert wird, kann sie die meiste Zeit des Jahres auch schön regeln.

  • sarkas

    Ja, des ist eine Glaubensfrage:

    Und natürlich auch etwas technisch. Je Länger die Kältemittelleitung desto grenzwertiger. Also nicht an das Maximum ausreizen. Bei Split sind idr 15m das maximum, wenn ich das recht im kopf hab. Wenn mehr, dann nur aufwendiger. Unsere Split´s haben meist nur max 5m Absoluter Kältmittelleitung.


    Systemtrennung:

    Ja mei, kann ich dir nicht sagen, kommt aus das Gesamtsystem an.

    Wenn Puffer, dann ja, so ein Pufferspeicher zu tauschen weil durchgefault ist kein Spaß. Ohne, wäre eine Überlegung, muss aber im Detail bedacht werden.

    wir haben schon W-W & S-W-WP´s nachträglich getrennt, da Puffer durchgerostet. (nicht von uns installiert).


    Aktuell steht bei uns eine Split Weishaupt in der Pipeline (13er ) ist aber effektiv eine 8-9KW Anlage.

    für ein Häusschen aus den 60ern teilsaniert.

    Da warten wir gerade noch auf die Berechnung, um zu schauen wie die verbauten Heizflächen ausreichend sind.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

    • Offizieller Beitrag

    die "alte" Fußbodenheizung

    Was für FBH Rohre wurden verwendet?


    Bei einer Inverter würde ich wenn irgendwie möglich auf einen Puffer verzichten, meist braucht es den nicht. Ein Puffer macht der Regelung das Leben unnötig schwer.

  • Was für FBH Rohre wurden verwendet?

    Hab grad geschaut. Sieht nach Kunststoff aus.

    Müsste höchstens mal noch schauen, ob in der Baubeschreibung noch was drin steht.

    Aber wenns in Kunststoff aus dem Boden kommt ... :D



    Bei einer Inverter würde ich wenn irgendwie möglich auf einen Puffer verzichten, meist braucht es den nicht. Ein Puffer macht der Regelung das Leben unnötig schwer.

    Und wie ist es da im Winter, wenns mal heftig kalt "pfeifft".

    Da kann man dann doch nix mit Heizpatrone nachschieben - oder?

    Oder ist das nicht nötig?



    Ach ja, nur so als Anmerkung.

    Das Haus ist Hanglage und geht über drei Etagen.

    Der Scheitofen (gaanz unten) ist ein Arduro Kaminofen mit 7 kw.

    Zuheizen machen wir damit konsequent (auch weils schön ist), aber für die anderen Etagen nützt der nix.

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Und wie ist es da im Winter, wenns mal heftig kalt "pfeifft".

    Da kann man dann doch nix mit Heizpatrone nachschieben - oder?

    Oder ist das nicht nötig?

    So ein Puffer müsste riesig sein, wenn er mal längere Zeiten überbrücken soll.

    Wegen der Heizpatrone braucht es den nicht, die ist in vielen WP direkt eingebaut. Funktioniert dann wie ein Durchlauferhitzer.

  • Dem kann ich nur zustimmen.


    Ob ein Puffer grundsätzlich nötig ist, kann man aktuell nicht benennen. Wahrscheinlich wird er nötig, wenn dein häusschen 300m² FBH besitzt :thumbsup:

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

    • Offizieller Beitrag

    Hydraulisch gesehen kann er notwendig werden, wobei auch da die Inverter nicht mehr so kritisch sind. Irgendwann wird man sich halt planerisch mit der Sache auseinandersetzen müssen, dann geht´s an die Details.

  • Ich hol jetzt diesen Trööt nochmal vor.


    So langsam kommt die Sache in die heiße Phase, nämlich an die Beauftragung.

    Jetzt ist aber gestern die Sendung Plusminus mit genau diesem Thema gekommen.

    Ich lass mich nicht gleich kirre machen, aber etwas zum Nachdenken hat sie doch geführt.


    Ich weiß, dass es eigentlich überhaupt nicht vergleichbar ist, weil in dieser Sendung (etwa ab Minute 11:39) Leuten

    diese Wärmepumpe verkauft wurde, die normale Heizkörper hatten, und ich habe Bodenheizung.

    Trotzdem wird dieses System mit einem großen Fragezeichen als möglicher Weise unwirtschaftlich hingestellt.


    Plusminus: Die Sendung vom 28. Juli 2021 | ARD-Mediathek


    Hat jemand eine Idee, ob eine Luft/Wasser-Wärmepumpe bei einer ordentlichen Auslegung und bei gleichem Heizverhalten wie vorher bei der Ölniedertemperaturheizung etwa die gleichen Verbrauchskosten (Strom) verursacht, wie es beim Öl war?


    Dieses Teil kostet mir trotz Förderung (mit der ganzen Infrastruktur und Nebenarbeiten) noch über € 20 K.

    Daher wäre es der Supergau, wenn man am Schluss bei den Heizkosten noch draufzahlt (mehr zahlt als vorher).

    Gruß Werner :)

  • Hat jemand eine Idee, ob eine Luft/Wasser-Wärmepumpe bei einer ordentlichen Auslegung und bei gleichem Heizverhalten wie vorher bei der Ölniedertemperaturheizung etwa die gleichen Verbrauchskosten (Strom) verursacht, wie es beim Öl war?

    Beitrag von R.B gelesen?


    Nehmen wir mal die 2.000Liter und vereinfacht 20.000kWh p.a., das macht bei einer JAZ von 4 immerhin 5.000kWh el.

    Deine Preise für Öl und Strom kennst Du besser als wir.

    • Offizieller Beitrag

    Hat jemand eine Idee, ob eine Luft/Wasser-Wärmepumpe bei einer ordentlichen Auslegung und bei gleichem Heizverhalten wie vorher bei der Ölniedertemperaturheizung etwa die gleichen Verbrauchskosten (Strom) verursacht, wie es beim Öl war?

    Wie entwickelt sich der Strompreis? Wie der Heizölpreis? Du siehst, das kann niemand vorhersagen.


    Nehmen wir mal an, es gelingt die LWP auf eine JAZ von 4 zu optimieren, wobei das bei den von Dir genannten Bedingungen schon knapp werden könnte. Dann kostet Dich die kWh "Wärme" ca. 6-7 Ct. Das ist wirklich nur eine grobe Annahme, denn der Stromtarif spielt hier auch eine Rolle. Ob sich ein Zweitarifmodell rechnet, das könnte man auch noch verifizieren.

    Rechnet man mit einer JAZ von 3,5, dann sind es eher 7-8Ct./kWh.


    Ich würde also an Deiner Stelle mal schauen, welche Tarife bei Dir aktuell möglich sind. Normale "Haushaltsstrom" Tarife dürften all inclusive (ohne irgendwelche Boni) um die 29Ct./kWh liegen, Eintarifmodelle für WP um die 24Ct./kWh. Bei Zweitarifmodellen stellt sich die Frage, ob Du diese sinnvoll nutzen kannst, ansonsten macht das preislich meist kaum einen Unterschied ob man mit Ein- oder Zweitarif rechnet.


    Wenn ich heute 3.000 Liter Heizöl bestellen würde, dann müsste ich dafür knapp 70Ct. pro Liter (inkl. MwSt.) auf den Tisch blättern. Das ergibt, je nach Anlagenwirkungsgrad, mindestens 7,7Ct./kWh, unter Berücksichtigung der WW Erzeugung im Sommer auch etwas mehr. Letztes Spätjahr habe ich für knapp unter 40Ct./Liter eingekauft (inkl. MwSt.).


    Also mal ganz grob, bei einer JAZ von 3,5 und mit normalem "Haushaltsstrom" ist der Unterschied marginal, zumal sich der zu erwartende Verbrauch nicht exakt vorhersagen lässt. Das ist aber eine Momentbetrachtung unter den o.g. Annahmen.


    Wie es in x Jahren aussehen wird, das müsste man jetzt die Glaskugel fragen. :haue:

    • Offizieller Beitrag

    So pauschal ist das schon sehr schwierig zu beantworten.

    Ich hab jetzt keine Angabe zur benötigten VL-Temperatur gefunden, womit man eine JAT abschätzen könnte.

    Ich nehm einfach mal 3.


    Öl kostet 7Cent.

    Strom kostet aktuell 30Cent. => /4 macht 7,5 Cent.


    Da siehst du schon, erstmal ist da nix mit großer Ersparnis.

    Die ganz entscheidene Frage ist, wie DU glaubst, dass sich die Preise entwickeln werden.

    Öl wird definitiv teurer, alleine schon wegen des CO2 Preises. Politisch ist damit kein Blumentopf zu gewinnen.

    Beim Strompreis soll angeblich entlastet werden -> stabil oder ggf. sogar günstiger.


    Bei der WP hast du Kombinationseffekte wenn du es mit einer PV kombinierst, gerade im Sommer fürs Warmwasser.

    Wenn du also eine passende Dachfläche hast und nochmal 10-15k übrig, dann kann das Sinn machen.

    Weil dich dann der Strom nicht mehr 30 sonder nur noch 10 Cent kostet.


    noch über € 20 K.

    Und das bei 45% Förderquote ?!
    Was kostet denn da bitte 40.000€ ??? Der Porsche des Handwerkers?

  • Danke R.B. und SirSydom.


    Damit kann ich was anfangen.


    Und das bei 45% Förderquote ?!
    Was kostet denn da bitte 40.000€ ??? Der Porsche des Handwerkers?

    Es sind ja sogar 50% ....

    Das Angebot liegt bei € 48K.

    Sind aber Erdarbeiten, Fundament, Heizung/Tankausbau Betonbohr und -schneidarbeiten alles dabei.

    Ich weiß, ist trotzdem verückt.


    Kann ich das Angebot, wenn ich Namen und Adresse rausmache, mal jemanden per PN zum drübergucken zukommen lassen?

    Damit man komplett unnütze Sachen (soweit vorhanden) rausnehmen kann.


    PS: Es war nahezu der Einzige weit und breit, der das überhaupt anbieten wollte.

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Bei der WP hast du Kombinationseffekte wenn du es mit einer PV kombinierst, gerade im Sommer fürs Warmwasser.

    Sein Dach ist dafür anscheinend nicht geeignet.


    PV / Solarthermie ist wegen der Dachanordnung und der "Verdrahtung/Verrohrung" uninteressant.

    Ich würde mich nicht darauf verlassen, dass der Strompreis stabil bleibt oder gar sinkt. Wir haben schon sehr hohe Strompreise, und bei einem Rückgang bei Öl/Benzin dürfte der Bund auf die Idee kommen, die Steuerverluste zu kompensieren. Da würde sich die EEG Umlage anbieten, für jeden Cent den die EEG Umlage reduziert wird, könnte man ja den Steueranteil erhöhen, schließlich haben sich die Leute an den Strompreis schon gewöhnt. Egal wer nach der Wahl in der Regierungsverantwortung sein wird, Geld brauchen sie alle.


    Bei Heizöl hat man quasi schon immer starke Schwankungen, beim Strompreis ist das eher unüblich. Das macht auch einen Vergleich so schwierig.

    • Offizieller Beitrag

    Das Angebot liegt bei € 48K.

    Das ist doch absolut krank !!


    Ich hab 2016 für einen 230m³ Neubau 52.000€ netto für Heizung (Monoblock LWWP+FBH), Lüftung (Zentral KWL) und sämtliche Sanitärausstattung und Rohinstallation (2 Bäder +WC) bezahlt !


    Die Förderung wurde da wohl 1:1 auf den Preis draufgerechnet. Anders ist es nicht erklärbar.

  • Sein Dach ist dafür anscheinend nicht geeignet.

    Richtig


    ch würde mich nicht darauf verlassen, dass der Strompreis stabil bleibt oder gar sinkt. Wir haben schon sehr hohe Strompreise, und bei einem Rückgang bei Öl/Benzin dürfte der Bund auf die Idee kommen, die Steuerverluste zu kompensieren. Da würde sich die EEG Umlage anbieten, für jeden Cent den die EEG Umlage reduziert wird, könnte man ja den Steueranteil erhöhen, schließlich haben sich die Leute an den Strompreis schon gewöhnt. Egal wer nach der Wahl in der Regierungsverantwortung sein wird, Geld brauchen sie alle.


    Bei Heizöl hat man quasi schon immer starke Schwankungen, beim Strompreis ist das eher unüblich. Das macht auch einen Vergleich so schwierig.

    Wenn es unter dem Strich darauf hinaus geht, dass sich beides gleichermaßen verteuert/hält, wär ich schon zufrieden.

    Gruß Werner :)

    • Offizieller Beitrag

    Noch ein Blick in die Glaskugel:


    Gas wird wegen steigender CO2-Steuer teurer, WP-Strom billiger wegen wachsendem Anteil regenerativer Stromerzeugung und gewollter staatl. Förderung - da würden sich die Verbrauchskosten zugunsten der WP verschieben.


    Wir bezahlen derzeit ca. 24 Ct/kWh WP-Strom (Eintarifmodell), 29 Ct. Haushaltsstrom. Vor ca. 15 Jahren waren das noch 11 Ct/22 Ct. Bei einer JAZ von 4 also etwa halbe Verbrauchskosten wie Gas. Aber ich habe wenig Hoffnung, dass der Strompreis da noch einmal annähernd hinkommt.

    • Offizieller Beitrag

    Das Angebot liegt bei € 48K.

    :eek:


    Dafür kannst Du beim aktuellen Preis fast 70.000 Liter Heizöl kaufen, das ist Dein Bedarf für die nächsten 35 Jahre. Das wüde ich mir genau anschauen, selbst wenn viele notwendige Arbeiten jetzt nichts mit der WP oder Demontage des Ölkessels zu tun haben, mir erscheint das doch etwas üppig kalkuliert. Auch wenn die Förderung zwischenzeitlich bei den Betrieben als "Gewinn" verbucht wird, so gnadenlos muss man auch nicht drauf schlagen.


    Überlege mal, so eine 8kW Inverter kostet vielleicht irgendwas in der Preisklasse 5-10T€, und viel zusätzliches Material wird auch nicht benötigt. Da wird es schon schwierig einen Materialpreis im Bereich 15T€ zu rechtfertigen. Nun kommt natürlich einiges an Arbeitsaufwand, Entsorgung etc. hinzu, aber dafür dann 33T€ veranschlagen? Irgendwie ist das noch nicht plausibel.