Gargenboden derzeit rohe Betonplatte, wie bestenfalls weitermachen?

  • Hallo zusammen,


    unsere Neubau-Gargage besteht aus einer Betonbodenplatte und gemauerten Wänden sowie einem Betonsturz/Rahmen für das Tor. Fläche der Garage sind ca. 45qm. Die Innenwände wurden bereits verputzt.


    Aktuell frage ich mich, wie man jetzt mit dem rohen Betonboden weitermacht, auch ohne, dass die Kosten dafür exorbitant werden. Was mich bereits ärgert ist, dass die Bodenplatte nicht Flügelgeglättet worden ist bzw. halt keine glatte Oberfläche besitzt, sondern lediglich die "normal" verdichtete und mit dem Brett etwas geglättete Oberfläche. Ansonsten hätte ich eine Chance für eine Epoxidbeschichtung gesehen.


    Jetzt noch Estrich auf den Boden passt nicht, wegen der Torhöhe. Außerdem sehe ich noch ein Thema mit der Abdichtung der Stirnseite der Bodenplatte unter dem Tor. Da ist nämlich nichts gemacht worden. Bei Regen zieht also die Feuchtigkeit dort etwas in die Bodenplatte nach innen in die Garage. Die Bodenplatte läuft außerdem auch voll in die Tor-Laibung, d. h. es gibt Außen also einen komplett frei bewitterten Teil. Dort soll auf jeden Fall ein Stahlwinkel, auch als Auffahrtschutz, installiert werden.


    Wäre für Ideen und Tipps dankbar!

  • Du kennst doch die Planungsvoraussicht unseres Architekten ;-)


    Also man hat da erstmal nur auf den Rohbau geschaut...

    Ehrlich gesagt, nein, kenne ich nicht! Ist der Mann mit den Grundleistungen der Ausführungsplanung nach HOAI auch für die Garage beauftragt?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Skeptiker für alles vollumfänglich LP 1-8 beauftragt. Aber lass uns bitte nicht wiederholt darüber sprechen. Situation ist wie sie ist.


    Wie kann man mit der gegebenen Bausituation, wie ich sie oben beschrieben habe, am besten weitermachen?

  • Warum soll eine Epoxy-Beschichtung nicht möglich sein? Für eine Epoxy-Beschichtung ist ein rauher Untergrund nicht schlecht.

    Allerdings muß es halt dann schon eine Beschichtung sein und kein Epoxy-Anstrich.

    Eine Billig-Lösung ist sowas allerdings nicht.


    Gruß

  • S.D. also wir haben schon Unebenheiten im Bereich von von 2-5mm würde ich schätzen (Spuren der Holzlatte, mit der abgezogen worden ist, usw.).


    Epoxidanstrich 2K habe ich selbst schon mehrfach gemacht und finde ich für sowas eigentlich ganz gut. Aber Epoxidbeschichtung ist natürlich teurer. Zudem braucht es da doch auch eine ebenere Oberfläche, um auch ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, oder?


    Was ist mit der Feuchtigkeit, die von der Bodenplatte an der Stirnseite gerne mal aufgenommen wird? Die Beschichtung sollte zumindest Diffusionsoffen sein, oder?

  • S.D. also wir haben schon Unebenheiten im Bereich von von 2-5mm würde ich schätzen (Spuren der Holzlatte, mit der abgezogen worden ist, usw.).


    Epoxidanstrich 2K habe ich selbst schon mehrfach gemacht und finde ich für sowas eigentlich ganz gut. Aber Epoxidbeschichtung ist natürlich teurer. Zudem braucht es da doch auch eine ebenere Oberfläche, um auch ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, oder?


    Was ist mit der Feuchtigkeit, die von der Bodenplatte an der Stirnseite gerne mal aufgenommen wird? Die Beschichtung sollte zumindest Diffusionsoffen sein, oder?

    Die Unebenheiten sind kein Problem, wenn man zuvor den Betonboden mit einer Fräße bearbeitet. Ist eigentlich eine übliche Vorgehensweise.

    Ich hab meinen Garagenboden auch gefräßt, bevor die Beschichtung draufkam.


    Gruß

  • Die Unebenheiten sind kein Problem, wenn man zuvor den Betonboden mit einer Fräße bearbeitet. Ist eigentlich eine übliche Vorgehensweise.

    Ich hab meinen Garagenboden auch gefräßt, bevor die Beschichtung draufkam.


    Gruß


    Hast du Tipps bzw. kannst du mehr Infos zum Fräßen geben (Gerät geliehen, welches Gerät usw.)? Ich würde gerne auch möglichst viel selbst machen... Danke!

  • Hast du Tipps bzw. kannst du mehr Infos zum Fräßen geben (Gerät geliehen, welches Gerät usw.)? Ich würde gerne auch möglichst viel selbst machen... Danke!

    Da ein guter Bekannter solche Maschinen hat, war es für mich natürlich von Vorteil. Es gibt Handfräßen oder auch sehr große Fräßen. Ich hab´s mit einer Handfräße gemacht. Recht anstrengend und man muß natürlich aufpassen, dass die Fläche hinterher nicht noch welliger ist als vorher. Hat bei mir recht gut geklappt. Mit Anschluß an einen Industriesauger auch relativ staubfrei. Eine 100-%-ige Ebenheit wirst Du nicht hinkriegen. Wenn Du die Beschichtung 3-5 mm dick mit einer Rakel aufträgst und vielleicht noch Quarzsand oder Color-Flakes einstreust, sieht das dann optisch recht gut aus.
    Es soll halt nur nicht so sein, dass große Pfützen in der Fläche stehen bleiben.
    Übrigens ist bei der EP-Beschichtung die Vorarbeit das Wichtigste, damit sich die Beschichtung nicht vom Untergrund löst.


    Gruß

  • vorweg: Das Werkzeug heißt Fräse, die Tätigkeit fräsen!


    Für das Aufbringen von Epoxidharzen ist die Entfernung der Sinterschicht einer Betonoberfläche erforderlich. Typischerweise sind Betonoberflächen ohne besondere Glättung so uneben, dass sie praktisch auch danach nicht zu reinigen sind und auch das Aufstellen von Möbeln schwer fällt. Wobei Epoxidharze eine extrem glatte Oberfläche machen, auf der ohne Weiteres nicht viel hält. Fräsen dient zwar dem Materialabtrag, aber nicht unbedingt der Oberflächenglättung. Jeder Materialabtrag kann bei Stahlbetonbauteilen kontraproduktiv sein, wenn bspw. die Betonüberdeckung der Bewehrung (Brandschutz, Korrosionsschutz) unter das zulässige Mindestmaß weiter reduziert wird.


    Nach dem Fräsen ist nahezu immer eine Kratzspachtelung mit einem geeigneten Material erforderlich, um die Oberfläche ausreichend glatt für ein Oberflächenschutzsystem (bei Garagen technisch erstmal anzustreben) oder eine Abdichtung zu machen. Auch ohne Kratzspachtelung muss die Oberfläche völlig staubfrei gemacht werden.


    Epoxidharzbeschichtungen sind eine der teuersten Oberflächenbeschichtungen unterhalb von Blattgold, weshalb die Oberfläche vorher geglättet werden sollte, um das Materialvolumen gering zu halten - wenn es denn Epoxidharz sein muss.


    Bevor hier Basteltipps gegeben werden (bitte § 9.1. der Nutzungsbedingungen beachten!), sollte erstmal das Gesamtkonstrukt geklärt werden:

    ... Abdichtung der Stirnseite der Bodenplatte unter dem Tor.

    ... Die Bodenplatte läuft außerdem auch voll in die Tor-Laibung, d. h. es gibt Außen also einen komplett frei bewitterten Teil.

    ... Dort soll auf jeden Fall ein Stahlwinkel, auch als Auffahrtschutz, installiert werden

    Wie wäre es 'mal mit einer Zeichnung - so als Idee?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ich empfehle im mineralischen Bereich zu bleiben, da dies bei der Gefahr von rückseitiger Feuchtigkeit am sichersten ist.


    Dafür sind Produkte der Chemotechnik Abstatt geeignet. Mit anderen Herstellern habe ich keine gute Erfahrung.


    Untergrundvorbereitung für Verbund ist auf jeden Fall notwendig. Beton-Estrichfräsen für 220 V kosten etwa 100 €/Tag zu mieten. Anschließend intensiv mit Hochdruckreiniger drüber gehen, weil sonst angebrochen Teile verbleiben.


    Grundierung mit Rhonaston ECC-Grund: Produkt


    Verlaufsmörtel Rheodur Megaplan 4-5 mm: Produkt


    Versiegelung dann Rhonaston Megatop: Produkt


    Mit Epoxibeschichtung in der Stärke wäre mir das zu teuer.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o

  • Grundierung mit Rhonaston ECC-Grund: Produkt

    Verlaufsmörtel Rheodur Megaplan 4-5 mm: Produkt

    Versiegelung dann Rhonaston Megatop: Produkt

    Mit der Kombination habe ich auch gute Erfahrungen gemacht - allerdings im Innenbereich. Ich würde diesbezüglich aber MiLeb voll vertrauen.

    Mit Epoxibeschichtung in der Stärke wäre mir das zu teuer.

    Eben, mir auch! :thumbsup:

    Epoxidharzbeschichtungen sind eine der teuersten Oberflächenbeschichtungen unterhalb von Blattgold

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • MiLeb Danke für die Alternative und die Produktempfehlung.


    Fräsen vorab ist aber auch da unabdingbar, wenn ich dich richtig verstehe. Wie "krass" müsste man denn Fräsen? Bis zum glatten Terrazzo Look oder einmal grob, um die größten Unebenheiten zu beseitigen?


    Wie teuer würdest du den Materialaufwand mit den genannten Produkten einschätzen bei 45qm Fläche?


    Wäre die Problematik mit der bewitterten Stirnseite der Bodenplatte bzw. die freie Torlaibung damit erledigt oder was wäre hier zu empfehlen?

  • Was minderfest ist, muss runter. Was nach 2 maligen Fräsen im Kreuzgang nicht unten ist, ist fest. 1 mal grob ist zu wenig.


    Materialkosten sehr grob etwa 30-35 €/m² + Fracht +Werkzeug 150 €


    Bewitterte Seiten lassen sich auch Versiegeln. Eventuell einen Edelstahlwinkel anbringen. Mit Senkkopfschrauben. Gibt auch einen besseren Abschluss beim Einbau des Belags.

    Ob ein Mensch klug ist, erkennt man viel besser an seinen Fragen als an seinen Antworten. 8o