Haustüröffnung - zu klein für Tür mit Seitenteil, zu groß für Tür ohne Seitenteil

  • Hallo zusammen,


    ich bin gerade dabei ein Haus aus den 70er zu sanieren. Auf die Außenwand komme eine 14cm Dämmung. Direkt ans Haus drangebaut ist eine Garage die auch den Eingangsbereich und das WC beherbergt.


    Im Original ist in der 1,50m breiten Öffnung eine Tür mit Seitenteil mit Glas eingebaut. Jetzt wird durch die Außendämmung die nutzbare Türöffnung schmaler, nämlich 1,31m (links 4 cm Dämmung + Putz, Rechts 14 cm Dämmung + Putz.


    Variante 1:

    Mein Fensterbauer hat mir jetzt vorgeschlagen eine Türe mit 111cm breite zu nehmen (lichtes Durchgangsmaß 93cm) und an der Seite zum Haus mit der 14er Dämmung "was hin mauern".

    Probleme / Fragen:

    - Ist das Stabil hinzukriegen mit einer Mauer? Muss diese mit der ursprünglichen Mauer verzahnt?

    - Sollte man das überhaupt mauern sondern stattdessen ein Holzständer Konstruktion machen?


    Variante 2:

    Mein WDVSler schlägt vor, nichts hinzumauern, sondern einfach eine Stockverbreiterung von 10 cm zu nehmen.

    Probleme:

    1. Der Hersteller bietet nur eine Stockverbreiterung von 5 cm an, die weiteren 5cm müsste man durch eine Dämmplatte oder ähnlich realisieren. Was könnte man hierzu nehmen?

    Variante 2 a) Türe mit Seitenteil

    - Da das Seitenteil 30 cm wegen dem Fenster benötigt, wird dass lichte Durchgangsmaß der Tür auf 88cm zusammenschrumpfen. Ist das dann noch ausreichend?

    Variante 2 b) Türe ohne Seitenteil

    - Die türe hätte dann ein lichtes Durchgangsmaß von ca 120 cm in der Breite und 208 cm in der Höhe. So ein riesiger Flügel ist doch im Alltag vermutlich ziemlich unpraktisch.


    Was soll ich machen? Habt ihr eine Idee?


    Vielen Dank schon mal!

  • Was soll ich machen?

    Dich entscheiden! Dafür:


    Zeichnung von allen Optionen / Varianten machen (lassen), jeweils Grundriss und Ansichten außen und innen, vergleichen, Vorentscheidung treffen, Angebote einholen, endgültig entscheiden.


    Barrierefreie Türen müssen (je nach Bundesland in D) meist 90 cm lichte Durchgangsbreite haben. 88 cm sollten dafür auch ausreichen. Bauherrn von mir haben sich in einem ähnlichen Fall kürzlich auf meine Empfehlung hin für die einflügelige ziemlich breite Tür entschieden und sind damit sehr zufrieden.


    Wandstreifen von 10 oder 15 cm sind immer Käse, wenn sie nachträglich hergestellt werden, dann eher eine Rahmenverbreiterung!

    Alles klar, eine Skizze ist hier wirklich notwendig.

    Von den Ansichten bitte!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Zitat

    Wandstreifen von 10 oder 15 cm sind immer Käse, wenn sie nachträglich hergestellt werden, dann eher eine Rahmenverbreiterung!

    Damit scheidet Variante 1 also gleich aus, oder?


    sind Wandstreifen mit 30cm auch nicht sinnvoll?

  • Ich habe in einer ähnlichen Einbausituation (150cm von Mauer zu Mauer, auf einer Seite 20cm Dämmung) eine 110cm Türe, 20cm Seitenteil mit 15cm Glaseinsatz und 20cm Seitenteil ohne Glaseinsatz als Abschluss der Dämmung.

    Sieht soweit gut und stimmig aus, das einzige was mich nervt ist, dass der intuitive Griff nach dem Lichtschalter innen immer ins Leere geht, weil der in der Hausmauer 50cm von der Schlossseite entfernt ist.

  • sind Wandstreifen mit 30cm auch nicht sinnvoll?

    Meist nicht.

    Damit scheidet Variante 1 also gleich aus, oder?

    Ja, jedenfalls wenn es andere gibt.


    Zuerst Ansichten der anderen Optionen mit wahren Proportionen zeichnen (lassen).

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Zitat

    Zuerst Ansichten der anderen Optionen mit wahren Proportionen zeichnen (lassen).

    Guter Vorschlag, mache ich im Laufe des Tages noch.

    Zitat

    Ich habe in einer ähnlichen Einbausituation (150cm von Mauer zu Mauer, auf einer Seite 20cm Dämmung) eine 110cm Türe, 20cm Seitenteil mit 15cm Glaseinsatz und 20cm Seitenteil ohne Glaseinsatz als Abschluss der Dämmung.

    Von welchem Hersteller ist deine Türe?

  • Man kann sich auch bei anderen Türherstellern umschauen, ob die passendere Verbreiterungen haben. Zur Not lässt man sich was passendes anfertigen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Unser Architekt hatte für die Eingangstür unseres Firmengebäudes sogar eine lichte Breite von 1,43 m geplant. Für mich damals unvorstellbar, dass das ohne Seitenteil gut aussehen kann. Was soll ich sagen: der Architekt wusste es besser. Entscheidend ist dabei natürlich auch die Höhe, bzw. das Verhältnis aus Höhe und Breite. Und man muss den Platz zum Öffnen einer größeren Tür haben.

  • Wandstreifen von 10 oder 15 cm sind immer Käse, wenn sie nachträglich hergestellt werden, dann eher eine Rahmenverbreiterung!

    Warum Käse? Fehlender Verbund?

    Maueranker zum Anschrauben?


    - Die türe hätte dann ein lichtes Durchgangsmaß von ca 120 cm in der Breite und 208 cm in der Höhe. So ein riesiger Flügel ist doch im Alltag vermutlich ziemlich unpraktisch.

    Meine Haustür hat 1.15 mit einem Durchgang von 1.05. Die ist absolut nicht unpraktisch und könnte gern noch ein paar cm mehr haben.

  • Warum Käse? Fehlender Verbund?

    Bei nachträglicher Errichtung, wenn nicht gleich verzahnt aufgemauert genau deshalb. Bei ganz schmalen Stücken unter ca. 25 cm und hoher Belastung wie bei Türflügeln auch mit

    Maueranker zum Anschrauben?

    sehr schwierig. Theoretisch klappt das, praktisch ist der verbreiterte Blendrahmen die haltbarste und am einfachsten umzusetzende Lösung.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • praktisch ist der verbreiterte Blendrahmen die haltbarste und am einfachsten umzusetzende Lösung.

    bei mir wurde damals auch was nachträglich aufgemauert. Mein Eingangsbereich springt zurück und geht direkt in den gleich breiten Flur über, d.h. die Tür war nciht wie üblich in einer Wand, sondern eben zwischen zwei Wändern. EIgentlich kein Problem, wären da nicht 16cm WDVS außen.

    Die Türhersteller war nicht so begeistert von einer so breiten Rahmenverbreiterung und hatte auch Bedenken wegen der Stabilität.

    Also wurden dann 12cm auf beiden Seiten abgemauert. Wahrscheinlich wurden da nicht mal Anker benutzt, wie ich den Rohbauer heute einschätze. Flächig vermörtelt.

    Bis heute zumindest keine Risse. Hoffe das bleibt so.

  • bei mir wurde damals auch was nachträglich aufgemauert. Mein Eingangsbereich springt zurück und geht direkt in den gleich breiten Flur über, d.h. die Tür war nciht wie üblich in einer Wand, sondern eben zwischen zwei Wändern. ... Also wurden dann 12cm auf beiden Seiten abgemauert. Wahrscheinlich wurden da nicht mal Anker benutzt, wie ich den Rohbauer heute einschätze. Flächig vermörtelt. Bis heute zumindest keine Risse. Hoffe das bleibt so.

    Solche Steintürme halten theoretisch nicht und praktisch oft auch nur durch Putz und glückliche Umstände. Wenn bei Dir mit besonders langen Dübeln und Schrauben gearbeitet wurde, die Umstände günstig und die Nutzung zurückhaltend sind, oder was auch immer, mag es halten. Planen würde ich so nicht.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • 1. Der Hersteller bietet nur eine Stockverbreiterung von 5 cm an, die weiteren 5cm müsste man durch eine Dämmplatte oder ähnlich realisieren. Was könnte man hierzu nehmen?

    Je nach Profil lassen sich die Rahmenverbreiterungen zusammenstecken (quasi stapeln), sprich 2 x 5cm = 10cm. Ob das bei Deinem Profil möglich ist, das müsste der Anbieter beantworten können. Optisch macht sich die Stoßstelle kaum bemerkbar, und wenn sie hinter Dämmung verschwindet ist das sowieso egal.


    Der größere Abstand zum Mauerwerk ist bei der Auswahl der Schrauben zu berücksichtigen, evtl. ist eine Montage mit einem Montageanker dann nicht mehr möglich, sofern das überhaupt geplant ist.


    Soll eine höhere Widerstandsklasse erzielt werden (Einbruchschutz), dann wäre es möglich, dass solche Verbreiterungen zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen. Da macht es dann aber keinen Unterschied ob eine 5cm oder 10cm Verbreiterung gewählt wird.

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    .

  • gibt es keine Doppelflügel Eingangstüren mehr?

    Sehr feudal... :D


    Der Nachteil ist aber, dass man in der Praxis nur einen Flügel aufmacht und der wäre in diesem Falle zu klein. Man könnte auch einen größeren und einen kleineren Flügel machen. Wäre mal zu prüfen.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • gibt es keine Doppelflügel Eingangstüren mehr?

    Doch, bei öffentlichen und repräsentativen Gebäuden schon, aber nur sehr selten im EFH. Der verglasten Standardprofilen muss ein Flügel auch schon mind. 50 cm breit sein, damit überhaupt Glas übrig bleibt und das hat dann als Isolierverglasung ein grenzwertiges Seitenverhältnis von < 1 : 10, dass einem kein Lieferant mehr fertigt. Deshalb ist die Tür bis ungefähr 1,35 m besser einflügelig - wenn verglast.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Meine Eltern haben eine zweiflügelige, asymmetrische Eingangstüre, bei der der Seitenflügel verglast ist und ca. 40cm breit ist. War aber damals eine Sonderanfertigung.

    Wird fast nie geöffnet, außer beim Transport sperriger Möbel.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes