Geräteschuppen (vermutlich Fertigbetongarage 20m2) heizen?

  • Hallo,

    wir wollen demnächst unseren Geräte/Arbeitsschuppen (20m2, vermutlich Fertigbeton) bauen, den wir regelmäßig, auch im Winter begehen möchte und entsprechend Arbeiten zu verrichten.
    Ich habe gehört, dass manche wohl empfehlen, von unserem HWR im Haus (Klinker) mittels Rohdurchbruch eine Heizungsleitung bis in den Schuppen verlegen zu lassen. Vom Haus bis Schuppen sind es ca. 15m. Den Heizkörper könnte man dann durchgehend bei einer Temperatur belassen, da ein vorheriges Power-anheizen keinen Sinn ergibt.


    Macht das Sinn?
    Wäre es nicht zu teuer?
    Gibt es Bedenken?


    Freue mich über alle Antworten!

  • wir wollen demnächst unseren Geräte/Arbeitsschuppen (20m2, vermutlich Fertigbeton) bauen, den wir regelmäßig, auch im Winter begehen möchte und entsprechend Arbeiten zu verrichten.

    Wie definiert ihr regelmaessig? Taeglich? Dreimal die Woche? Jedes WE?

    Vermutlich wird der Schuppen eine Elektrozuleitung bekommen. Dann waere bei gelegentlicher, kurzzeitiger Nutzung ein Heizluefter, Geblaese o.dgl. eine Variante. Oder wird der Schuppen voll ausgestattet, Wasseranschluss u.dgl?

  • Ich habe einige weitere Verständnisfragen:

    1. Was ist ein Fertig-Beton-Schuppen?
    2. Wird das Gebäude mit einer Wärmedämmung ausgestattet?
    3. Weshalb muss dieser Schuppen geheizt werden, wenn er begangen (also betreten) werden soll?
    4. Welche Art von Arbeiten soll dann verrichtet werden?
    5. Wie oft ist "regelmäßig"?
    6. Welche Temperaturen der Raumluft sollen dann wie lange erreicht werden?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Nein. Einen ungedämmten Schuppen dauerhaft zu beheizen ist

    - wg. der EnEV vermutlich nicht erlaubt

    - eine einzige Umweltsauerei

    - mit hohen laufenden Kosten zu bezahlen. Geld verbrennen im wahrsten Sinne des Wortes quasi.

    Die EnEV ist hier nicht mehr das Problem, das ganze nennt sich jetzt Gebäudeenergiegesetz (GEG).

    Prinzipiell ist es wohl aber tatsächlich so, dass es in dieser Form nicht erlaubt ist.
    Ob es eine Umweltsauerrei ist oder mit sehr hohen laufenden Kosten zu rechnen ist, wird man mit den dürftigen

    Aussagen (was ist regelmäßig, wie lange, welche Temperatur) so nicht beurteilen können.


    Gruß

  • Hallo,

    danke erstmal für die Antworten.


    Mit "Fertig-Beton-Schuppen" meinte ich eine Fertigbetongarage, die jedoch als Schuppen genutzt werden soll, u.a. handwerkliche Arbeiten (Sägen, Schrauben, etc., alles, was repariert werden soll). Aufenthalt dann geschätzt vielleicht 3-4 Mal/pro Woche für je 30-60 Minuten). Von der Temperatur wäre es ausreichend, wenn man im Pullover nicht frieren müsste und die Hände nicht frieren.


    Nach intensiverer Recherche tendiere ich zwischenzeitlich auch zu einem strombetriebenen Heizlüfter o.Ä., Steckdosen werden vorhanden sein, jedoch kein Wasseranschluss. Einige empfehlen mittlerweile auch Infrarotheizgeräte.

    Vermutlich wird es sich (nach meiner Laienrechnung) vom Kosten-Nutzen-Faktor nicht lohnen, eine gesonderte Gasleitung vom Hauswirtschaftsraum bis zum Schuppen verlegen zu lassen, da keine durchgehende Beheizung notwendig ist).

    Hätte mir jetzt überlegt, den Heizlüfter an die Wand zu montieren und dann per Fernbedienung aus dem Haus ca. 5-10m vorher zu starten, sodass man dann erst reingeht und bereits vergleichsweise "gewärmt" arbeiten kann.


    Ich habe mir bislang erhofft, dass diese Art von Garagen bereits auch gut gedämmt zu kaufen sind. Ist dies erfahrungsgemäß nicht der Fall? Dann müsste ich mich erst einmal schlau machen.

  • gasheizlüfter...

    ...halte ich für sinnvoller. Macht schnell warm und ist vermutlich auch kostengünstiger.

    Im Winter braucht ein Elektro-Heizlüfter ewig, um die Luft in einer ausgekühlten Betongarage zu erwärmen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Bei Schuko-Steckdosen wäre aber bei 3,3 kw Schluss und das dann auch nicht im Dauerbetrieb. Wenn nur eine Zuleitung vorhanden ist, müßte man dann noch die Leistung der genutzen Werkzeuge, Beleuchtung abziehen, ansonsten wird Dir die Leitung abrauchen.

    Bei den meisten Heizlüftern ist ausserdem zu bedenken, dass diese nicht unbeaufsichtigt betrieben werden dürfen.

    Vorteil der Elektro-Heizlüfter ist die kondensatfreie Beheizung. Bei Gasheizern entsteht relativ viel Kondensat.


    Gruß

  • Im Winter braucht ein Elektro-Heizlüfter ewig, um die Luft in einer ausgekühlten Betongarage zu erwärmen

    Alles eine Frage der Leistung. ;)


    Es gibt neben den einfachen 2kW Heizlüftern auch noch Modelle mit höherer Leistung, typischerweise fest montiert (und angeschlossen). Die Frage ist nur, was der E-Anschluss an Leistung bereitstellt. Wir hatten mal "Heizlüfter" mit 15 oder 20kW (exakte Leistung weiß ich nicht mehr genau) in Betrieb als die Hauptheizung ausgefallen war. Die hingen jeweils an einer CEE (3x400V/32A).


    Denkbar wäre auch ein Klimagerät im Heizmodus. Bei 20m² gibt es ca. 50m³ Luft die man schnell erwärmen möchte und es ist nicht nötig die komplette Masse der "Garage" zu erwärmen, schließlich soll diese nur für eine kurze Zeit (30-60 Minuten) genutzt werden, und da kommt es auf die exakte Raumtemperatur auch nicht an. Da muss man halt ein bisschen mit den Vorlaufzeiten spielen.


    Heizungsrohre oder gar eine Gasleitung über diese Strecke verlegen, das käme mir bei der geringen Nutzung nicht in den Sinn, der Aufwand lohnt nicht.


    3-4 Mal pro Woche für 30-60 Minuten, also ca. 2-3h pro Woche, Wunschtemperatur "so dass man im Pullover nicht frieren muss", sprich irgendwas zwischen 10-15°C, und das über einen Zeitraum von vielleicht 12 Wochen im Jahr. Das macht vielleicht mit Vorlaufzeit 60h pro Jahr, oder irgendwas um die 100-200kWh pro Jahr, oder 30,- € bis 60,- €. Da ist das Einsparpotenzial durch Nutzung von Gas oder WP überschaubar.


    Unter diesen Bedingungen würde ich einer elektrischen Lösung den Vorzug geben, auch wenn die Betriebskosten etwas höher sind. Keine Sorgen wegen Abgasen, Schornstein, keine zusätzlichen Leitungen die man vor Frost schützen muss, nahezu wartungsfrei (ein bisschen Staub entfernen).


    (Sägen, Schrauben, etc., alles, was repariert werden soll).

    Bei Holzarbeiten die Staubentwicklung betrachten. Bei hohem Staubaufkommen wären die o.g. "Heizlüfter" mit ihren offenen Glühwendeln nicht zu empfehlen. Dann würde ich etwas mehr Geld investieren und über das Klimagerät im Heizmodus nachdenken. Effizienz spielt bei der geringen Nutzung eher keine Rolle, man kann also auch auf ein günstigeres Gerät ausweichen. Wichtig ist nur, dass dieses über einen Heizmodus verfügt und auch bei niedrigen Außentemperaturen noch funktioniert.

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  • bei 30-60 Min. Nutzung fällt das nicht so ins Gewicht, weil warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann als kalte.

    Und was passiert nach den Arbeiten mit der feuchtegesättigten warmen Luft? :wall:

    Aber auch das von R.B. favorisierte Klimagerät halte ich für diesen Kurzzeitzweck für völlig überzogen. Diese Anlagen sind für eine schnelle Aufheizung für wenige Stunden ungeeignet.

    Hier wäre tatsächlich einer der wenigen berechtigten Ausnahmefälle einer elektrischen Direktheizung, welcher Art auch immer, mit möglichst großer Leistung gegeben. Das Explosionsrisiko bei gelegentlichen heimwerkerischen Schmirgel- oder Holzsägearbeiten halte ich für gering.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Feuchtigkeit wird sich immer bilden, nur bei Gas eben schneller. Bei max. 60Min. wird der Sättigungsgrad auch nicht erreicht werden und ab da fängt ja schon wieder der Austausch statt.

  • Aber auch das von R.B. favorisierte Klimagerät

    Mein Favorit ist das nicht gerade, es kann aber sinnvoll sein. Wie gesagt, Werkstatt, Staubbelastung, evtl. auch noch Dämpfe durch Holzschutzmittel o.ä., ich kenne jetzt keine dieser einfachen el. Heizlüfter die für so eine Umgebung zugelassen wären. Vielleicht findet man noch Konvektoren, also mit Gebläseunterstützung, die ohne offene "Glühflächen" auskommen, ähnlich wie Nachtspeicheröfen. Die sind aber etwas träger als die einfachen Heizlüfter.


    Ich möchte an sich nur davor warnen, so einen einfachen Heizlüfter in einer staubbelasteten Umgebung einzusetzen, insbesondere in Werkstätten in denen mit brennbaren Materialien hantiert wird. Es besteht die Gefahr, dass so ein Teil in Flammen aufgeht. Die verbauten Schutzeinrichtungen sollten so etwas zwar verhindern, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Nicht umsonst dürfen die Teile in solchen Bereichen nicht eingesetzt werden.

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  • Um einen Bastelkeller bei Bedarf zu beheizen, habe ich vor vielen Jahren mal eine Art schweren Radiator auf Rollen angeschafft, der mit Strom betrieben wird. Ein Thermostat hat er auch, kann also geregelt werden. Dazu hat er noch eine Frostwächtereinstellung. Funktioniert.

    Gibt es sowas noch?

  • Um einen Bastelkeller bei Bedarf zu beheizen, habe ich vor vielen Jahren mal eine Art schweren Radiator auf Rollen angeschafft, der mit Strom betrieben wird. Ein Thermostat hat er auch, kann also geregelt werden. Dazu hat er noch eine Frostwächtereinstellung. Funktioniert.

    Gibt es sowas noch?

    Ja, gibt es. Ich hatte sowas 'mal im Keller. Es musste im Winter 30 Minuten vor Benutzung eingeschaltet werden und dafür bin ich dann einfach hingegangen. Die Anschaffungskosten Lagen unter 100 € beim Discounter. Betriebskosten wenig, denn ich nutzte das Ding anders als erwartet nur ca. ein Mal pro Jahr, nicht wöchentlich.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • eine Art schweren Radiator auf Rollen

    Das war sehr wahrscheinlich ein mit Öl gefüllter Radiator. Genau so etwas hatte ich bei meinem obigen Beitrag im Sinn, da gibt es aber nur wenige in Kombination mit einem kleinen Lüfter.

    Die heutzutage verwendeten Thermoöle sind zwischenzeitlich auch unbedenklich.

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  • Mit "Fertig-Beton-Schuppen" meinte ich eine Fertigbetongarage, die jedoch als Schuppen genutzt werden soll, u.a. handwerkliche Arbeiten (Sägen, Schrauben, etc., alles, was repariert werden soll). Aufenthalt dann geschätzt vielleicht 3-4 Mal/pro Woche für je 30-60 Minuten). Von der Temperatur wäre es ausreichend, wenn man im Pullover nicht frieren müsste und die Hände nicht frieren.

    Ich würde die Garage erstmal erstellen, einrichten und loslegen. Wir gehen jetzt in die warme Jahreszeit. Bis zum nächsten Winter hast du reichlich Erfahrung gesammelt, welche Arbeiten du bei welchen Temperaturen durchführen willst.

    Und dann kannst du auf die vielen Lösungsansetze von hier, zurückgreifen.

  • Ich würde auch an einer etwas fetteren Zuleitung denken, damit man auch Drehstromgeräte anschließen kann, wenn man so viel bastelt. Irgend wann kommt dann der Wunsch nach einer bestimmten Maschine...

    Somit wäre auch das Problem mit der Stromversorgung wegen heizen gelöst. Einfach mit dem Elektriker deiner Wahl sprechen, um das richtig zu dimensionieren.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...