DLE doch nicht aus der Zeit gefallen?

  • Der Autor glänzt nicht gerade vor Fachwissen. Dass bei der elektrischen Warmwasserbereitung nach dem Durchlaufprinzip energetische Verluste bestehen, ist schlicht Unsinn. Das Gegenteil ist der Fall:

    Bei dieser Art der WW-Bereitung bestehen keinerlei Bereitstellungs- und Umwandlungsverluste am Ort des Verbrauchs.

    Die Verluste entstehen am Ort der Erzeugung der Ekektroenergie aus fossilen und atomaren Brennstoffen und bei deren Transport.

    Auch ist in den letzten hundert Jahren keinerlei Verbesserung bei der Umwandlung von Strom in Wärme, gleich welcher Art, zu verzeichnen. Besser als Wirkungsgrad Eins geht nicht.

    Mehr zum Thema gern später.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Was willst Du denn hören?

    Dass die Übertragungskapazität der elektrischen Leistung begrenzt ist, dass die Schüttleistung bei 18 oder 21 kW bescheiden ist, dass geringe Druckschwankungen schnell zu großen Temperaturunterschieden führen, oder...?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Ja und im engeren Sinne mit DLE

    Dann stell bitte konkrete Fragen. So vom Hocker reißend ist das Thema nicht, dass Du glauben könntest mit "im engeren Sinne" eine enthusiastische Diskussion anzustoßen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • ob es ein no go ist, vor allem bei Neubauten oder bei Bestandsbauten doch eine Überlegung wert ist.

    Für eine typische Familie ist das kein Thema, da der WW Bedarf zu hoch ist. Lohnen kann sich diese Variante für einen Single Haushalt, oder alleinlebende ältere Menschen, also Gruppen mit eher geringem WW Bedarf, und bei denen der WW Komfort nicht an erster Stelle steht. Man muss also überlegen, welche Prioritäten man setzt.


    Für Vermieter ergibt sich der Vorteil einer einfachen Abrechnung und geringer Investitionskosten. Bei MFH relativiert sich das mit den Investitionskosten aber schnell, wenn man erst einmal ein oder mehrere Dutzend el. DLE kaufen und verbauen muss (inkl. einem el. Hausanschluss der auch genügend Leistung liefert).


    Wenn man bedenkt, dass der WW Bedarf einer typischen Familie irgendwo um die 8-10kWh pro Tag liegt, je nach Familiengröße auch mal deutlich darüber, dann sind das grob 3,- € pro Tag nur für WW. Das macht dann schnell mal 2,- € bis 2,40 € Mehrkosten pro Tag, im Vergleich zu Öl, Gas, Pellets, selbst wenn man Verluste durch eine Zirkulation berücksichtigt.


    Ähnliche Diskussionen gab es auch schon in Verbindung mit BW-WP für ein EFH, aber bei den steigenden Strompreisen ist das auch nicht mehr so attraktiv.


    Könnte es sein, dass wir dieses Thema in einem Deiner threads schon einmal diskutiert haben?

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    .

  • Dezentral nur wenn nachträglich irgend wo im Haus noch eine Zapfstelle (z.B. ne Dusche im Keller für Gartenarbeiten) in einem Bestand dazu kommt, die nicht so hoch frequentiert ist.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Dezentral nur wenn nachträglich irgend wo im Haus noch eine Zapfstelle (z.B. ne Dusche im Keller für Gartenarbeiten) in einem Bestand dazu kommt, die nicht so hoch frequentiert ist.

    Äh - nein. Ich bin grad in der Planung für eine MFH Sanierung, die mit DLE für WW erfolgen soll. Aus genannten Gründen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Lohnen kann sich diese Variante für einen Single Haushalt, oder alleinlebende ältere Menschen, also Gruppen mit eher geringem WW Bedarf, und bei denen der WW Komfort nicht an erster Stelle steht.

    Auch für nur zeitweise genutzte Immobilien, Ferienhaus o.dgl. kann das eine sinnvolle Lösung sein.

    Könnte es sein, dass wir dieses Thema in einem Deiner threads schon einmal diskutiert haben?

    Jepp...das es im HT-Forum aber alleine unter dem Stichwort "News" und "Durchlauferhitzer" noch 597 andere Artikel zu finden gibt, sehe ich durchaus noch ein paar weitere Threads dazukommen...

  • Vielen Dank bisher für die Beiträge. Es gibt halt für die beiden Varianten zentral oder dezentral Vor- und Nachteile. Und einen Tod muss man als Bauherr dann sterben......


    Ich als Laie sehe im Moment ein Konzept mit Frischwasserstationen als "das beste aus 2 Welten" an:


    Legionellenproblematik: Nein


    WW-Kosten für den Mieter: Gering durch Nutzung der WP zur Erwärmung bis ca. 38 Grad


    Installationskosten: eher hoch für den Investor (ca. 3000 Euro pro Wohneinheit)


    Unter Umständen relativieren sich die Kosten durch Erreichen einer höheren Energieklasse 55 vs. 40 und des damit einhergehenden höheren Tilgungszuschusses.

  • WW-Kosten für den Mieter: Gering durch Nutzung der WP zur Erwärmung bis ca. 38 Grad

    Könntest Du bitte das beabsichtigte System hier mal darstellen? Nicht jeder hat Lust und Zeit in der Historie zu kramen und sich alles zusamenzusuchen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Gibt doch nicht viel zusammen zu suchen:


    WP für die Heizung inkl. Pufferspeicher zur Versorgung der Frischwasserstationen in den einzelnen Wohnungen mit Wärmetauscher und integriertem 11KW DLE, falls mal höhere Termparaturen gewünscht bzw. benötigt werden......

  • falls mal höhere Termparaturen gewünscht bzw. benötigt werden......

    Und ansonsten stehen da die 38° vor sich hin?

    Wie wird gesichert, dass das kalte Wasser dauerhaft unter 25° und das warme Wasser über 55°C bleibt?

    Oder werden im WW-Bereich überall die 3l unterschritten?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Hilfe, ich bin Beamter..... keine Ing. etc.


    WIE die Frischwasserstationen im Allgemeinen funktionieren ist doch bekannt oder nachzulesen. Ich fange doch nicht mit dem Heizungsmenschen an zu diskutieren, wie die Komponenten funktionieren. Wenn, im aktuellen Fall des MFH6, mit dem o.a. gebaut wird und das von einer doch namhaften Firma Stiebel Eltron angeboten wird und in diesem MFH (Link folgt) ein Referenzsystem verbaut ist, passt das für mich.

  • WIE die Frischwasserstationen im Allgemeinen funktionieren ist doch bekannt oder nachzulesen

    Ich zumindest wusste das nicht, sonst hätte ich nicht gefragt.
    Danke für den Link. Da bekomme ich also eine Funkfernbedieung für die FriWa um ihr zu sagen, dass sie jetzt bitte heißeres Wasser bereiten soll. Ok, von sowas habe zuvor noch nie gehört.

  • Hilfe, ich bin ............ keine Ing. etc.

    Na wenn man baut, dann gibt es eigentlich doch nur zwei Gründe die entscheidend sind... oder?

    A) für sich und aus Selbstverwirklungsgründen

    B) aus Kapitaler sicht, als Anlageobjekt.

    Das eine schliest das andere aus. weil Punkt B) nicht mit Punkt A) kompatibel ist, (meistens)

    Daher ist die Ausrede grundsätzich falsch. Man muss nicht wissen wie es funktioniert, man muss sich nur auf ein System einlassen und mit der Entscheidung klar kommen.

    Beim Bauen gibt es keine Ideale Lösung, NIE. SIe kann sehr nahe drann sein, aber das kann in 2 JAhren wieder anderst sein. Es besteht aus kompromissen.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Bei mir ist B) der Fall. Wollte aber die Ökologie nicht gänzlich außen vor lassen und auf den Mieter abwälzen, durch (zu) hohe Kosten bei der WW-Bereitung. Daher habe ich, wie Du richtig geschrieben hast, für mich den Mittelweg gefunden. Kfw55 Haus, mit zeitgemäßer WW-Bereitung. Und ja, in 2-3 Jahren kann es schon wieder anders sein.....

  • Danke für den Link. Interessant, aber aktuell nicht relevant, ohne konkreten Verdachtsfall.....

    das ist eben der Punkt. Diese Anlagen fielen bisher nicht in die Beprobungspflicht, heißt aber nicht, dass es da keine Legionellen gab.

  • Nein, nicht in zwei drei Jahren sondern bereits heute gilt eine Trinkwassergefährdung im Temperaturbereich zw. 25 und 60 Grad als gesichert.

    Die Verfasser der Trinkwasserverordnung hatten bei der Ausklammerung der Kleinanlagen von der Untersuchungspflicht lediglich praktische und keine mikrobiologischen Gründe im Sinn. Es ist einfach nicht möglich, die Vielzahl der Anlagen zu überwachen und andererseits ist die Opferzahl bei jeder Kontamination auf wenige Personen begrenzt.

    Dass jetzt zur Umgehung der Trinkwasserverordnung, vermehrt dezentrale Warmwasserbereitungen auch im Geschosswohnungsbau eingesetzt werden, ist den Gremien schon aufgefallen und wird vermutlich in der nächsten Novellierung berücksichtigt.

    Leider ist auch bei Planern und Installateuren die Kausalität von zentraler WWB und Legionellen gedanklich verfestigt. Das ist aber Unsinn. Beide Berufsgruppen sind selten auch Betreiber von Großanlagen und beziehen ihr Wissen nur von Agitatoren der Industrie, die an einer Viehlzahl von DLE und Wohnungsstationen bestens verdient. Bei Planern kommen noch die anrechenbaren Baukosten motivierend hinzu.

    Ich war bis 2018 verantwortlich für den Betrieb von 6500 Wohnungen mit ausschließlich zentraler WW-Bereitung.

    Wir hatten seit 2012 ganze zwei Überschreitungen des techn. Maßnahmewertes. Beidemale in Wohnungen von Leuten, denen das Benutzen von Waschbecken und Wasserhähnen nicht geläufig war. Aber genau aus diesen Armaturen musste beprobt werden.

    Es ist also eine Mär, dass Großanlagen unsicher sind. Günstiger in der Investition sind sie obendrein.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Wir hatten seit 2012 ganze zwei Überschreitungen des techn. Maßnahmewertes. Beidemale in Wohnungen von Leuten, denen das Benutzen von Waschbecken und Wasserhähnen nicht geläufig war.

    ernstgemeinte Frage: Wie haben die sich die Hände gewaschen und ernährt, ausschließlich mit Bier aus der Flasche?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Die haben sich eben nicht gewaschen. Jedenfalls nicht am Waschtisch und evtl. an der Küchenspüle mal etwas Wasser entnommen.

    Ich hatte mir nach der Wohnungsbegehung jeweils die Betriebskostenabrechnung geben lassen. Der Wasserverbrauch war allenfalls auf gelegentliche Toilettenspülung zurückzuführen.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow