Wasser aus Toilette im Erdgeschoß

  • Heute Morgen habe ich während dem Homeschooling eine Kanalreinigungsfirma bei der Arbeit beobachten können. Die sind mit ihrem Spezialfahrzeug von Kanalschacht zu Kanalschacht….was auch immer sie da gemacht haben.


    Irgendwann habe ich dann Kanalgeruch im Haus wahrgenommen und dachte: Okay, die spülen anscheinend kräftig.


    Ca. eine halbe Stunde später habe ich bemerkt, dass im Gäste WC im Erdgeschgoß der Boden komplett nass war. Der geschlossenen Toilettendeckel war von innen komplett nass, so dass außer Frage steht, dass das Wasser aus der Toilette gekommen ist.


    Jetzt meine Fragen:


    -Arbeiten die MA der Reinigung mit so viel Druck, dass das Wasser bei mir über 3 m Höhenunterschied im DN100 Rohr aus dem Keller bis ins Gäste WC überbrückt. Der Abfluß des Gäste-WC ist mindestens auch 50 cm über Straßenentwässerungsniveau.


    - Im Keller habe noch ein Waschbecken. Dieser Abflußstrang ist mit einer Rückschlagklappe versehen und an die Hauptleitung (DN100) angeschlossen. Im Keller war alles trocken. Kein Wasseraustritt. Bedeutet dies, dass hier die Rückschlagklappe (die auch1-2 im Jahr von mir gesäubert wird) funktioniert hat? Das Rückstauelement ist Typ 2. Oder war das Zufall, dass sich das Wasser den problemloseren Weg gesucht hat?


    Ist das normal, dass das Wasser aus der Toilette gefegt wird?


    Gruß

  • Normal ist das nicht, dass die Kanalarbeiter mit dem Hochdruckspülgerat direkt in die Hausanschlüsse fahren. Jedenfalls nicht ohne Absprache.

    Steht Euer Haus direkt an der Straße und Ihr habt keinen Übergabeschacht mit offenem Gerinne?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Einen Übergabeschacht haben wir. Wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, hat der aber keine offenen Rinne sondern Verrohrung. Spielt das eine Rolle?

    Dieser Schacht ist ca. 3m vom Haus entfernt und liegt quasi 50 cm von der Strasse weg auf unserem Grundstück.


    Thomas. Danke für die Rückmeldung.

    Nur zur Klarstellung. Mich interessiert das Thema einfach...ich möchte hier auch der Reinigungsfirma nichts böses o.ä...

    Ich war halt nur verwundert....

  • ...hat der aber keine offenen Rinne sondern Verrohrung. Spielt das eine Rolle?...

    Und ob das eine Rolle spielt!

    Ein offenes Gerinne hätte den Wasserstrahl im Schacht sofort entspannt. Euer Schacht ist hydraulisch gar nicht existent, wie Du feststellen musstest.

    Ich nehme nicht an, dass die Kanalarbeiter mit Absicht gehandelt haben. Die werden nur nicht aufgepasst haben, was ihr Schlauch da unten macht.

    Mit den Stadtwerken würde ich aber reden, damit die ihre Arbeiter mal schulen und sensibilisieren.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Daraus was abzuleiten ist fraglich... mehr als fraglich.


    Wie soll den ein Spüllanze, die sich selbst reinzieht, und nur effektiv arbeitet wenn der Kanal leer ist, (ergo gegen die Fliesrichtung sich vorarbeitet)

    in einen Hausanschlusskanal reinkommen.

    Sollte das doch irgendwie passiert sein, so müssteso ein enormer Luft-Wasser-Gemischdruck entstehen um Wasser um ca. 0,5m in die höhe zu spritzen, bei einem DN100 Rohr welches in der Regel über Dach entlüftet ist und sich kein Druck aufbauen könnte.


    Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, das ein Stehpinkler kein Zielwasser hatte. :D

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D