Rigipsdecke direkt an Dachbalken, ist das richtig?

  • Hallo,

    Vor etwa einem Jahr haben wir vom Bauträger das Haus übernommen. Schon beim Einbau der Deckenstrahler im Obergeschoss stellte ich fest, das die querlattung direkt auf die Deckenbalken/Dachbalken geschraubt wurde. An dieser wurde dann die Rigipsplatten geschraubt.


    Aus meiner Zeit vom Bau in den neunzigern weiß ich, das man das damals noch so praktiziert hat, später wurden dann die Decken an C+Profile und Abhängern an den Balken gehangen und waren damit quasi entkoppelt. Gut, aber 2020 macht man das scheinbar immernoch nicht überall…


    Inzwischen reißt an den Ecken im Obergeschoss überall die Decke, da wir Stuckleisten angebracht haben im zuge der Renovierung, ist der Schäden natürlich alles andere als unauffällig… Teilweise bis zu 4mm wie auf den beiden Foto’s zu sehen ist.

    Jetzt meine Frage: gibt es eine Norm oder Richtlinie die es untersagt so Trockenbaudecken einzuziehen? Kann ich dem Bauträger diesen Schaden als Mangel präsentieren oder muss ich mit der arbeitenden Decke leben?

  • Ist ein bisschen so, wie bei gefliesten Böden auf Zementestrich. Da wäre es auch (wegen der Eigenschaft des "schüsselns") empfehlenswert, die Sockelfliesen vielleicht erst nach 1 - 2 Jahren ranzumachen.


    So hätte es bei Dir "vielleicht" geholfen, die Profilleisten erst nach 1 - 2 Jahren ranzumachen, wenn das Gebälk/Holzbauteile schon etwas weiter getrocknet wäre.

    Das tut es nämlich auch dann noch, wenn es vorschriftsmäßig eingebaut wurde.

    Gruß Werner :)

  • Nun, ich hatte bislang nie solche Probleme mit metalllaufgegangenen decken, daher die Frage.


    Und da der Bauträger mir 7 cm Dellen in Wand als Toleranz verkaufen will, hatte ich gehofft das sich diesbezüglich im Laufe der Jahre auch gewisse Standards durchgesetzt hätten. Bin ja schon 20 Jahre raus aus dem Geschäft.... 🤣