Beulenbildung Flachdach

  • Wie sieht von der Ober- bis zur Unterseite der gesamte Aufbau des Dachs mit allen Schichten aus?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wie sieht von der Ober- bis zur Unterseite der gesamte Aufbau des Dachs mit allen Schichten aus?

    Das ist eine gute Frage.
    Dazu müsste ich erst einmal die Rechnung studieren. Werde gleich mal nachsehen, ob das darin zu erkennen ist.

  • Mich interessiert mehr, was tatsächlich vorhanden ist, als was abgerechnet wurde. Da gibt es mitunter wesentliche Unterschiede. Beim schönsten Fall, der mir zu Dachabdichtungen in Erinnerung geblieben ist, war eine Dampfdruckausgleichsschicht abgerechnet, aber gerade nicht eingebaut worden. Das Ergebnis sah dem bei Dir ein wenig ähnlich. Dort war allerdings unter der Abdichtung eine Wärmedämmschicht verbaut worden.

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  • Ich würde als erste Lage eine Baudertec ELWS Duo erwarten, um im System zu bleiben. Die hätte nämlich die nach Dachaufbau hier vermutlich erforderliche Dampfdruckausgleichsschicht gleich integriert.


    Wenn dem so wäre, stellte sich aber immer noch die Frage, woher der Wasserdampf sieben Jahre nach dem Bau des Dachs plötzlich kommt, wenn die Beulen jetzt nach relativ lange Zeit nach der Errichtung erstmalig auftreten.


    Gerne überlasse ich aber wegen deren größerer Erfahrung den Dachdeckermeistern des Forums hier das Feld für weitere Antworten.

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  • Moin,


    evtl. die rot markierten Bereiche kontrollieren.


    Das sieht mir sehr nach einer Undichtigkeit/Fehlstelle im Nahtbereich aus, wo Feuchtigkeit unter die Abdichtungslage gelangt ist und nicht mehr raus kommt, wenn es nur an einer bzw. zwei Stellen auftritt.

  • denke auch, dass das Wasser von oben reinkommt! Sehen kann man nur die Schadstellen mit Blasenbildung. Daher neben der Reparatur auch noch Flachdachentlüfter aufsetzen um das gesamte Wasser raus zu bekommen, sonst lässt die nächste Blase nicht lange auf sich warten.

  • Guten Morgen,

    hatte nun den Dachdecker vor Ort.

    Es soll wohl KEIN Materialfehler, sondern normaler Verschleiss sein.
    Info: "kann es auf Flachdächern durch thermische Einflüsse oder kleinste Lufteinschlüsse zu kleineren Beulen kommen. Dies war hier der Fall und ist kein Mangel oder ein erheblicher Schaden an der Abdichtung , oder Materialmangel.

    Haben die Beule nun "aufgeschnitten" und einen großen "Flicken" oben drauf gesetzt.

    Ist dies also nach 7 Jahren normal und kann ich mich auf weitere solche Flickaktionen einrichten?
    Und bleibt das Dach mit all den Flicken langfristig dicht?

  • Daher neben der Reparatur auch noch Flachdachentlüfter aufsetzen um das gesamte Wasser raus zu bekommen, sonst lässt die nächste Blase nicht lange auf sich warten.

    Und wie soll das ohne Hinterlüftung und ohne Dampfdruckausgleichsschicht funktionieren?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es soll wohl KEIN Materialfehler, sondern normaler Verschleiss sein.


    Info: "kann es auf Flachdächern durch thermische Einflüsse oder kleinste Lufteinschlüsse zu kleineren Beulen kommen.

    Erstens ist das keine "kleinere" Beule, sondern eine recht große. Zweitens, wie soll eine nach den a.R.d.T. hergestellte Dachabdichtung innerhalb von 7 Jahren "verschleißen" und wodurch?

    Dies war hier der Fall und ist kein Mangel oder ein erheblicher Schaden an der Abdichtung , oder Materialmangel.

    aha. Weshalb wurde denn dann der nicht existierende Mängel beseitigt?

    Ist dies also nach 7 Jahren normal ...

    Schrieb der ausführende Betrieb nicht in seinem Angebot sinngemäß: "Wir sind zertifizierter Fachbetrieb und können auf dieses System 10 Jahre Materialgarantie gewähren"?


    Wenn es nicht am Material liegt, muss es wohl an der handwerklichen Ausführung oder an der Planung liegen. In beiden Fällen ist der ausführende Handwerksbetrieb mit in der Verantwortung. Wurden die Reparaturarbeiten berechnet?

    bei mehreren Lüftern funktioniert das durch die Zirkulation und die Sonne auf dem Flachdach bringt das Wasser schon zum dampfen, daher auch die Blasenbildung!

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    Die Ursache der Beulenbildung (Wasserdampfbildung) kannst Du unter den Experten hier als bekannt voraussetzen. Aber woher kommt das verdampfte Wasser? Und nochmal:

    Und wie soll das ohne Hinterlüftung und ohne Dampfdruckausgleichsschicht funktionieren?

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  • Ich würde als erste Lage eine Baudertec ELWS Duo erwarten, um im System zu bleiben. Die hätte nämlich die nach Dachaufbau hier vermutlich erforderliche Dampfdruckausgleichsschicht gleich integriert.

    Bist Du Dir sicher, dass eine Dampfdruckausgleichsschicht immer erforderlich ist? Die KSA könnte damit schon richtig sein. Ich weiß nur nicht wieso man die PLANT E verarbeitet, wenn kein Gründach rauf kommt. Aber das ist kein Mangel. Auch den Materialmix zwischen PU und EPS mag ich nicht.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Bist Du Dir sicher, dass eine Dampfdruckausgleichsschicht immer erforderlich ist?

    Nein, bin ich mir nicht. Das hatte ich auch nicht geschrieben. Die Flachdachrichtlinie sagt sinngemäß (am heutigen Feiertag sitze ich zuhause am Schreibtisch) dass die Erfordernis einer Dampfdruckausgleichsschicht zu prüfen ist. (Bei einem früheren Austausch von uns zu dem Thema hast Du noch geschrieben, sie sei anzuordnen. Jedenfalls hatte ich Dich so verstanden ...) Ich hatte einmal einen Mangelfall wie beim TS im ersten Frühjahr nach Fertigstellung im Forum vorgestellt und da hattest Du mich auf die Möglichkeit dieser Ursache hingewiesen und die war es damals wohl auch!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wenn ich mich recht entsinne, gab es in der FDRL zu diesem Punkt vor einiger Zeit eine Änderung. Denn es stand mal so drin, dass man quasi diese immer vorzusehen hat außer man kann sicher ausschließen das keine Feuchtigkeit innerhalb des Aufbaues eingeschlossen wird. Da mag mich mein Gedächtnis aber auch täuschen.


    Aber ja, das Vorsehen so einer Schicht ist auf alle fälle nicht von Nachteil ob das Fehlen jedoch im Zweifel ein Mangel ist da bin ich mir nicht 100% sicher. In dem hier konkreten Fall gehe ich da aber mit Elopant mit. Das ist mir schon sehr verdächtig nahe am Bahnenrand. Der Rest der Fläche sieht zu mindestens auf den ersten Blick sauber verschweißt aus. Sonst würde sich die Unterlage nicht so gut abzeichnen.

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  • Der Handwerksbetrieb hat die Reparatur mit 230 Euro in Rechnung gestellt.
    Man verweist auf den Ablauf der Gewährleistung von 5 Jahren.

  • Die Flachdachrichtlinie sagt sinngemäß (am heutigen Feiertag sitze ich zuhause am Schreibtisch) dass die Erfordernis einer Dampfdruckausgleichsschicht zu prüfen ist.

    Ich bin da noch etwas schuldig, also heute aus der Bürobibliothek:

    Zitat von Deutsches Dachdeckerhandwerk: Fachregel für Abdichtungen (Dez. 2016)

    3.5. Dampfdruckausgleichsschicht


    3.5.1 Planung und Ausführung


    Dampfdruckausgleich soll durch eine zusammenhängende Luftschicht erreicht werden, wenn mit Feuchtigkeit unter der Abdichtung gerechnet werden muss, deren Wasserdampfdruck sich nicht verteilen kann. Dazu kann die erste Lage der Abdichtung punkt- oder unterbrochen streifenweise aufgeklebt oder lose verlegt werden.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Also steht es noch so wie von mir angenommen. Wobei man die sprachliche Ausgestaltung dieser Regel auch mit Skepsis betrachten kann. Helfen tut es der Qualität zu mindestens nicht.

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  • Aber woher kommt das verdampfte Wasser? Und nochmal:

    kann von oben oder von unten kommen. Wenn es außer den Blasen keine Leckage gibt und man keine offensichtlichen Schadstellen orten kann, ist der Eintritt gerade bei alten Dächern schwer zu ergründen. Jedenfalls müssen die Blasen weg und Neubildung möglichst ausgeschlossen werden.