Seltsame dezent-weiße Flecken an der sanierten Fassade

  • Vor etwa einem halben Jahr wurde die Fassade saniert (Dämmung angebracht, verputzt und gestrichen).

    Nach den ersten kälteren Tagen und Schneefällen im Januar diesen Jahres zeigten sich seltsame dezent-weiße Flecken (siehe Fotos).

    Weiß jemand, wie diese Flecken zustande kommen und ob diese normal sind?


  • Daniel M.

    Hat den Titel des Themas von „Seltsame dezent-weiße Flecken überall an der sanierten Fassade“ zu „Seltsame dezent-weiße Flecken an der sanierten Fassade“ geändert.
  • Das sind Wärmebrücken von den Dübeln. Dort ist die Fassade wärmer, trocknet deshalb morgens schneller ab und bleibt deshalb in der ursprünglichen Farbe.

    Der Rest der Fassade kühlt nachts stark aus (es kommt ja von innen keine Wärme raus), es bildet sich morgens Tau, der die Fassade feucht hält und zu diesen Farbveränderungen führt.

    Lauf' mal mit offenen Augen durch die Gegend, ähnliches kann ich hier an nahezu jedem nachträglich gedämmten Bau sehen. Nach 5-10 Jahren dann auch dauerhaft sichtbar, und nicht nur nach kalten Nächten. Stichwort WDVS Algen-/Pilzbewuchs. Ist aber nur ein optischer Mangel.

  • Die Erklärung von feelfree ist korrekt. Eigentlich sollte das Problem heutzutage bei korrekter Verarbeitung nach den a.R.d.T. / Systemvorgaben der Anbieter nicht mehr in dieser Deutlichkeit auftreten.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja

    bei korrekter Verarbeitung

    nur sieht man auch die Fugen sehr deutlich und das spricht dann schon mal gegen eine "korrekte Verarbeitung".


    Nur machen kann man da jetzt nichts mehr. Außer man macht den gaaanz gaaaanz großen Krach und da liegen die Erfolgschancen wohl eher schlecht.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Was auf den Fotos zu sehen ist, scheinen nicht NUR die Dübel zu sein. Gibts Bilder von der Fassade VOR dem Putzen, also nur den Dämmplatten? Oft auch nur als "Beifang" bei Aufnahmen von Pflanzen, Menschen (unkenntlich machen), Tieren oder Sachen?

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  • Vielen Dank für diese erste Einschätzung. Ich werde den Fachunternehmer darauf ansprechen.

    Hier noch weitere Fotos vor der Verputzen.

    1. Die unsanierte Altfassade:



    2. Die Fassade nach angebrachter Dämmung






  • Auch wenn die Qualität der Fotos zu wünschen lässt, die beiden vorletzten Fotos lassen massive Mängel beim Zuschnitt der Platten und Ausbildung der Fugen erkennen.

    Beim letzten kann ich keine Diagonalarmierung an den Ecken erkennen.

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    5.Mose 27:18

  • Genau das hab ich geahnt. Massive Lücken zwischen den Platten, die "irgendwie" zugemascht zu sein scheinen. :eek:


    Was der Unternehmer sagt, kann ich vorhersagen: Alles nicht so schlimm, geht nicht anders, Mängel gibts keine. Oder so ähnlich

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  • die Begründung ist weniger der Wärmebrückeneinfluss sondern lokale Abweichung der Wärmespeicherkapazität durch größere/geringere Putzstärke.


    bei instationären Verhältnissen, insbesondere morgendliche Temperaturerhöhung kann sich dies in einem gewissen Temperaturfenster durch optische Auffälligkeiten darstellen.


    Wir haben diesen Effekt beim Thermografieren schon bewusst genutzt, um Auffälligkeiten, welche auf Verarbeitungsmängel hinweisen können, zu lokalisieren.

    Dafür braucht es aber eine gute Kamera. Und man steht unter Umständen lange da, um den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Am besten sieht man es beim Thermografieren genau zu dem Zeitpunkt, wenn die ersten Sonnenstrahlen auf die Fassade treffen. Nach ein paar Minuten sieht man es u.U. schon nicht mehr.

  • Danke für euer Feedback. Ich werde das mit einem Gutachter besprechen und den Bauunternehmer konfrontieren. Ich nehme aber erstmal mit: Die Flecken sind in erster Linie ein optischer Mangel und die Fassade muss nicht abgebrochen und neu gemacht werden.

  • Die Flecken sind in erster Linie ein optischer Mangel ...

    Nein, wie Roth richtig schreibt:

    Die Flecken sind Symptome für Mängel, ..

    Und die Fotos zeigen eindeutig mangelhafte Bautenstände, von denen aber momentan nicht klar ist, ob nicht zumindest einige in der Folge noch beseitigt wurden. Einige (Plattenstöße an Ecken von Fassadenöffnungen, Füllung der Stoßfugen mit Mörtel) können kaum noch nachträglich beseitigt worden sein.

    ... und die Fassade muss nicht abgebrochen und neu gemacht werden.

    Nein, das muss sie nicht. Aber durch die genannten Mangelpunkte besteht eine deutlich erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Fassade schneller altern wird als nach den a.R.d.T. bzw. der Systemzulassung hergestellte Fassaden und so früher unansehnlich und schadhaft wird und dann eben auch früher erneuert werden muss.


    Ob es noch mehr Mängel gibt und ob sich eine Auseinandersetzung um die Beseitigung der bisher erkennbar gewordenen Mängel lohnt ist auf dem momentanen Wissensstand schwer abzuschätzen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ob der Handwerker die Anforderungen der Zulassung, der DIN und die Herstellerrichtlinien usw. beachtet hat?

    Meiner hat sich bis heute geweigert, mir die Konformitätserklärung (letzte Seite der Zulassung) ausgefüllt zu übergeben. Die Mängel kennt er natürlich selbst am besten, deshalb sein zulassungswidriges Verhalten.