Zusätzliche Isolierung von Luftüngskanälen auf Bodenplatte

  • Hallo zusammen,


    bin gerade sehr verunsichert was diese DIN NORM 1946-6 für mich für Auswirkungen haben kann. Wir bauen gerade ein EFH auf Bodenplatte

    in Holzständerbauweise. KFW55 mit Lüftungsanlage. Irgendwann kam dieses Schreiben:

    Sehr geehrter Bauherr,mit diesem Schreiben möchten wir Sie über eine eingeführte Neuerung im Baubereich informieren, die eventuell für Ihr Bauvorhabenvon Bedeutung sein könnte.Vor kurzem wurde die neue DIN-Norm 1946-6 veröffentlicht, die eine zusätzliche Isolierung derLüftungskanäle vorschreibt, die in kalten, unbeheizten Bereichen des Hauses verlegt werden,z.B. im Spitzboden oder auf der Bodenplatte.Die Lüftungskanäle werden in unseren Häusern, bedingt durch die Bauweise und aus ästhetischen Gründen, überwiegend unter dem Estrich verlegt. Die Lüftungskanäle alternativ in beheizten Räumen oder an den Wänden bzw. Decken zu verlegen,würde eine grundsätzliche architektonische und konstruktive Neuplanung und GestaltungIhres Hauses bedeuten, wäre zudem ästhetisch bedenklichundwesentlich kostenintensiver. Abgesehen davon,wäre die Umsetzung u.U. manchmal gar nicht ausführbar.Wir haben alle infrage kommenden Alternativen, diesen Anforderungen gerecht zu werden, geprüft. Als kostengünstigste und am wenigsten aufwändigeVarianteempfehlen wir, die Bodenplatte mit einer darunterliegendenlastabtragendenPerimeterdämmung mit einer Stärke von D=100 mm zu planen und auszuführen.Die zusätzliche Dämmung der Fundamentplattebedeutet zwar auch eine zusätzliche Leistung, die von Ihnen zu beauftragen und zu zahlen wäre. Es ist aber die eindeutig kostengünstigste Variante,umdie Vorgaben der o.g. DIN-Norm umzusetzenund für Sie in einem angemessenen Preisrahmen zu bauen. Wenn Sie noch keine zusätzliche Perimeterdämmung unter der Bodenplatte im Vertrag gekauft haben und von der Änderung betroffen sind, wenden Sie sich bitte an Ihren Vertriebspartner. Er wirdIhnen alle Informationen bzgl. der technischen Umsetzung, der Vorteile der o.g. Dämmung, der möglichen Kosten usw. erläutern.


    Nach Rücksprache mit dem Vertriebspartner (ist gleichzeitig auch Gesamtbauleiter) wurde mir empfohlen, diese Massnahme nicht zu beauftragen, sondern im bisherigen Standard weiterzubauen. Den Bauvertrag habe ich Ende Januar 2020 unterschrieben, die obige Neuerung muss wohl Ende 2019 gekommen sein. Jetzt überlege ich, ob ich da schlecht beraten wurde und die zusätzliche Dämmung doch hätte nehmen sollen.


    Bitte um fachlichen Input. Gruß, Richard.