GRZ Terrassenüberdachung

  • Guten Morgen zusammen,

    ich habe bezüglich der GRZ (I) eine Frage zur Berechnung, ich habe schon viel gegoogelt habe aber nichts gefunden.
    würden gerne unsere Terrasse von ca. 20qm komplett überdachen ohne Seiten etc..


    Berechnet sich die jetzt die GRZ :

    Hausfläche, Terrasse und Terrassenüberdachung
    oder
    Hausfläche und Terrassenüberdachung (Da das Dach die komplette Terrasse überdacht)
    Dazu habe ich leider nichts richtig gefunden...

    Das Grundstück liegt in SH und laut Bebauungsplan gilt die "Baunutzenverordung 2013".


    Ich freue mich auf eure Antworten und schonmal vielen Dank:)
    Gruß Mike

  • Terrasse von ca. 20qm komplett überdachen

    So lange das Dach "nur" die Terrassenfläche überdacht, wird diese nicht noch einmal hinzu gezählt. Vorsicht bei einem großen Dachüberstand. Mir wurde auf Anfrage mitgeteilt, dass der Dachüberstand < 50cm sein sollte, in unserem "Baugebiet" maximal 1m, da fast alle Häuser einen Dachüberstand zwischen 50cm und 100cm hätten. Um ein einheitliches Bild zu ermöglichen wäre auch ein Dachüberstand bis maximal 1m zulässig.


    Gibt es bei Euch keine abweichenden Regelungen, dann würde ich mich an den max. 50cm orientieren. Ich habe unterstellt, dass die Terrassenfläche bereits bei der GRZ mit eingerechnet wurde. Sollte es sich um ein älteres Gebäude/Terrasse handeln, dann wäre auch denkbar, dass diese damals nicht mit eingerechnet wurde. Ich meine mich daran zu erinnern, dass man das erst vor xx Jahren geändert hat, aber da bin ich mir nicht sicher. Das könnte man aber durch einen Anruf beim Bauamt klären.

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    .

  • Vielen Dank für Antwort.


    Das Haus wurde 2017/2018 erst gebaut.


    Den Zusammenhang zwischen den Dachüberstand und der Terrassenüberdachung verstehe ich leider nicht ganz.

  • Das Haus wurde 2017/2018 erst gebaut.

    Was nicht bedeutet, dass die Terasse in der GRZ eingerechnet wurde! Da wurde und wird gern geschummelt.

    Den Zusammenhang zwischen den Dachüberstand und der Terrassenüberdachung verstehe ich leider nicht ganz.

    Die Terrasse/Terrassenüberdachung ist mit ihrer Projektionsfläche anzurechnen. Falls die Terrasse schon einberechtnet wurde (damals) und das Dach jetzt nur um max. 50 cm je Seite größer werden soll, könnte der Dachüberstand als untergeordnetes Bauteil aussen vor bleiben.

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  • Zitat
    Zitat von Mike83 Das Haus wurde 2017/2018 erst gebaut.

    Was nicht bedeutet, dass die Terasse in der GRZ eingerechnet wurde! Da wurde und wird gern geschummelt.


    Aber unabhängig (ob schon eingerechnet oder nicht) davon wird nur das Dach oder die Terrasse in die Berechnung mit eingezogen?

  • Die Terrasse hätte schon in der "alten" GRZ Berechnung mit drin sein müssen. Ob das Dach jetzt zu einer neuen Berechnung (und einem neuen Bauantrag) führt, hängt davon ab, ob es grösser als die Terrasse (die eingerechnete) werden soll. Wenn 0,0 damals eingerechnet, war das nicht nur falsch und illegal, sondern dann ginge das Dach auch komplett ein.

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  • Die Terrasse hätte schon in der "alten" GRZ Berechnung mit drin sein müssen. Ob das Dach jetzt zu einer neuen Berechnung (und einem neuen Bauantrag) führt, hängt davon ab, ob es grösser als die Terrasse (die eingerechnete) werden soll. Wenn 0,0 damals eingerechnet, war das nicht nur falsch und illegal, sondern dann ginge das Dach auch komplett ein.

    Eine Terasse hat doch im Grunde mit dem Bauantrag nichts zu tun, oder ? Klar, diese erhöht die GRZ selbst, aber als Beispiel


    GRZ zulässig 120m2, mein Haus , Podest und was zur GRZ 1 zählt liegt bei 90m2.

    Somit kann ich nachträglich mich doch entscheiden eine Terasse zu bauen vopn 25m2.

    Ich darf nicht über die 120m2 kommen, aber die Terrase muss ich nicht schon im Bauantrag in der Berechnung drin haben.

    Oder liege ich da falsch ?


    VG

  • aber die Terrase muss ich nicht schon im Bauantrag in der Berechnung drin haben.

    Oder liege ich da falsch ?

    Da liegst Du grundfalsch. Die Terrasse gehört zur GRZ (landläufig GRZ I genannt). Ich hatte mal eine Planung, da WOLLTE der Bauherr partout keine Terrasse. Direkt aus dem Haus auf den Rasen. Genug "freie"GRZ wär gewesen. Da hat das Bauamt protestiert: Wenigstens eine fiktive Terrasse musste ich ansetzen.

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  • ok, aber wenn ich eine 'fiktive' Terrasse ansetze (glaube war bei uns auch) und ich später trotzdem größer oder kleiner baue (mich aber an die max GRZ 1 halte, ist das doch auch kein Beinbruch. Also ich muss keinen neuen Bauantrag einreichen

  • Interessant wird es, wenn das Amt mal ein Baugebiet mit Drohne abfliegt und den Istzustand mit dem Sollzustand vergleicht, wie bei uns. Dann flattern bei einigen Briefe ins Haus.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Da liegst Du grundfalsch. Die Terrasse gehört zur GRZ (landläufig GRZ I genannt). Ich hatte mal eine Planung, da WOLLTE der Bauherr partout keine Terrasse. Direkt aus dem Haus auf den Rasen. Genug "freie"GRZ wär gewesen. Da hat das Bauamt protestiert: Wenigstens eine fiktive Terrasse musste ich ansetzen.

    ...die spinnen, die Niedersachsen...

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Sehe ich nicht so. Wenn die Grenzen der Verfahrensfreiheit eingehalten sind, in SH also die 30m² und 3m Tiefe für Terrassenüberdachungen, braucht es keinen Bauantrag.

    Ich habe auch nicht gesagt, dass in jedem Fall ein Bauantrag erforderlich ist! Von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Aber die GRZ Berechnung sollte/muss aktuell sein.

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  • ...die spinnen, die Niedersachsen...

    Würd ich SO nicht sagen. Durchaus einleuchtende Begründung war, der Bauherr könnte ja verkaufen und der Verkäufer hätt gern eine Terrasse. Verkauf kam dann auch 5 Jahre später - Haus fertig - Ehe fertig

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  • Sehe ich auch so. Wenn eine nicht geplante Terasse einfach so durchgewunken würde, würde irgendwann niemand mehr eine planen bei dem es mit der GRZ knapp zugeht. Und x Jahre später trotzdem eine bauen.

  • Sehe ich auch so. Wenn eine nicht geplante Terasse einfach so durchgewunken würde, würde irgendwann niemand mehr eine planen bei dem es mit der GRZ knapp zugeht. Und x Jahre später trotzdem eine bauen.

    ...und dann würde sicher die Welt untergehen. :sarkasmus:

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Ich habe auch nicht gesagt, dass in jedem Fall ein Bauantrag erforderlich ist!

    Du hast zum Beispielfall des Katers geschrieben, er läge grundfalsch mit seiner Annahme. Du sprachst von "Grauzone" und davon, dass er für die nachträgliche Errichtung einer Terrasse einen Bauantrag einreichen müsse. Und das sehe ich nicht so.

    Von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

    Mir ist kein Bundesland bekannt, in dem eine Terrasse genehmigungspflichtig ist, außer im Außenbereich. Auch bei Terrassenüberdachungen kann ich keine Grauzone erkennen, nur schwarz oder weiß, entweder genehmigungspflichtig oder verfahrensfrei.

    Aber die GRZ Berechnung sollte/muss aktuell sein.

    Jeder Bauende muss unabhängig von genehmigungspflichtig oder verfahrensfrei darauf achten, dass er die Grenzwerte einhält, eine aktuelle Berechnung muss er aber bei Verfahrensfreiheit nicht bereit liegen haben. Wenn die Behörde vermutet, dass der Grenzwert gerissen wurde, muss sie erst einmal Beweise vorlegen.


    Durchaus einleuchtende Begründung war, der Bauherr könnte ja verkaufen und der Verkäufer hätt gern eine Terrasse.

    Finde ich gar nicht einleuchtend. Dann müsste auch jeder eine fiktive Garage planen - könnt' ja sein, dass ein Erwerber mal eine möchte. Oder ein Gartenhaus.

    Wenn eine nicht geplante Terasse einfach so durchgewunken würde, würde irgendwann niemand mehr eine planen bei dem es mit der GRZ knapp zugeht.

    Mal weitergesponnen hieße das, wenn ein nicht geplantes Dachgeschoss einfach so genehmigt würde, würde sich niemand mehr die Mühe machen, einen Vollgeschossigkeitsnachweis zu führen. Und x-Jahre später trotzdem aufstocken.