Film: Dielsägen auf dem Schneideplatz

  • Ein etwas älterer Film von 1978 aus Kürten.

    Was hat man vor der Erfindung der Gattersäge gemacht? Die Eichenstämme mit Pferd zum Sägeplatz geschleift und dort per Hand und Dielsäge zu Balken gesägt.

  • jetzt weiss ich endlich, wie man eine "wiagnsog" schärft - ich dachte, vor 100 jahren hätt´s schon akkuflexn gegeben ;)


    Off-Topic:

    ich könnt ja stundenlang bei der arbeit zuschaun, aber was sag ich meinen bauherren?

  • So eine Maschine, wie am Anfang gezeigt, hat noch der Erbauer unseres Carports. Zeichnung war allerdings in 3D-CAD. Aber die alten Maschinen funktionieren wie eh und je.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Zitat

    Ist ja Information über Kulturgut.....

    Da gab es mal eine Doku, "Der letzte seines Standes" oder so ähnlich, lief vor 30 oder 40 Jahren im TV, jetzt findet man Teile noch bei youtube (leider manchmal in sehr schlechter Qualität).


    Korbflechter, Weißbinder, Holzrücker, Steinhauer, Kupferstecher, Notenstecher, Feilenhauer, Brokatweber, usw. usw. alles Berufe die damals schon zum Aussterben verdammt waren, die aber eine sehr lange Tradition hatten. Da waren Maschinen im Einsatz die teilweise weit über 100 Jahre alt waren, und dank einfacher Technik, so lange am Leben erhalten wurden. Da brauchte es keine Regelungen oder Apps, sondern Wasser- und Muskelkraft, und eine pfiffige Mechanik die den Menschen das Leben ein wenig leichter machte.


    Mit dem Aussterben dieser Berufe ist auch Wissen verloren gegangen. Einiges davon würde ich unter Wegwerf-Wissen verbuchen, aber es gab sicherlich auch Tricks und Kniffe die man heute noch einsetzen könnte.

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  • Naja, das ist ja der Erfindergeist. Lösungen für Probleme zu entwickeln. Gabs schon seit es Menschen gibt.


    Hach ja, ich könnte auch ewig lange anderen beim arbeiten zuschauen... Ohje, jetzt muss ich aber selber shaffe...

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Voila Behaubeil


    Hab fast 20jahre auf einem Anwesen mit Gattersäge gewohnt (jetzt spekulationruine)

    Dort wurde meist aus Schleifhplt Fischkistenbrettchen (Makrellenkisten) geschnitten, bis der grüne Punkt kam.

    Holz gilt als nicht recylingfähig im gegensatz zu styropor.

    Auf dem gatter hab immer mein ganzes Holz geschnitten. Günstig ist wenn man eine bimmel dran macht die schellt wenn der Stamm durch ist und der nächste dran ist.

    Heutzutage werden eher handsägen neu gekauft als das sie gefeilt werden. Feilen köne ist von Vorteil scharfe Sägen beschleunigen ungemein.

    Als Schreinerkind hab ich immer noch Gestellsägen. Damit bin ich schneller als der nachbar der erst das Fichtenmoüed holt und anmachen muss.

    Bis er soweit ist ist das Brett schon durch und der Gehörgang geschont.


    Gehaune Schindel halten länger sal gesägte, weil keine Faser durchtrennt werden.


    Bei Balken ist das auch von Vorteil. Heute wird jedes Klump zusammenheschnitten und wieder zusammengepappt. der Fortschritt.


    Meine Festellung früher war vermeintlich Arbeitszeit billig, aber zweimal wollten sie es sicher nicht machen, heute ist das öfters anders.