Schattenfuge richtig gemacht?

  • Hallo erst einmal.
    ich bin neu hier im Forum und ein absoluter Laie. Ich kenne mich eigentlich nicht wirklich aus. Aber ich habe das Gefühl bei uns stimmt etwas nicht. Zu unserer Geschichte.
    wir sind vor etwas über einem Jahr sind wir in eine Wohnung gezogen. Wir haben hier Beton- und Torckenbauwände. Im Schlafzimmer treffen sich in der Ecke Betonwand und Trockenbauwand. In dieser Ecke haben wir einen irssinnig großen Spalt. Und ich habe das Gefühl, er wird auch immer größer. Der Bauträger der Wohnung speist uns immer mit der Aussage ab, das wäre doch eine Schattenfuge und das wir da keine Gewährleistung bekommen. Ich hab mir das mal wieder genauer angeschaut und mal gegoogelt, wie so schattenfugen gemacht werden. Ich bin der Meinung, dass das bei uns irgendwie falsch gemacht wurde. Ich werde auch ein Foto unserer Ecke einfügen.

    Zur Erklärung des Fotos...

    Die weiße Wand ist die Betonwand und die blaue Wand die Trockenbauwand. Das kann doch nicht stimmen, dass die Trockenbauwand hinter der Betonwand weiter geht. Wird nicht normalerweise der Rigips auf einem Profil aufgehängt und dadurch entsteht eine Schattenfuge, also demnach müsste es bei uns doch umgekehrt sein, oder? Zusätzlich ist mir auch aufgefallen, das wenn man leicht an die blaue Wand drückt diese nachgibt. Gehört das wirklich so, kann mir das gar nicht vorstellen.
    ps: leider krieg ich die Fotos nicht richtig rein, die blaue wand ist rechts und die weiße Wand links, nicht oben und unten! Die Fotos liegen quer!




    Liebe Grüße und schönen Abend noch!

  • Sieht alls völlig normal aus. "Groß" scheint der Spalt ja auch nicht zu sein, vermutlich <1mm?. Sind halt 2 verschiedene Wandbaustoffe, und übergangslos kann man die nicht (oder nur sehr kurzfristig bis zum nächsten Riss) aneinander bauen. Mit den 2 verschiedenen Farben ist das bei euch sogar optimal gelöst, finde ich.

  • Mangels maßstabgebender Elemente auf den Fotos (siehe hier) lässt sich die Frage zur Breite der hergestellten Fuge(n) nicht beantworten.


    Allgemein:

    • nein, oberflächenbündige Materialwechsel lassen sich fast nicht dauerhaft rissfrei ausbilden.
    • Ja, offene Fugen können so aussehen.
    • Für mich sieht es eher nach einem "Kellenschnitt" als nach einer "Schattenfuge" aus, aber der Sprachgebrauch differiert da etwas.
    • sehr schön nachlesen lassen sich viele wesentliche Informationen herstellerunabhängig in diesem Merkblatt oder in den Veröffentlichungen der großen Systemanbieter.

    Für mich sieht die Ausführung erstmal nicht auf den ersten Blick unsachgemäß aus

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Grundsätzlich richtig so einen Materialwechsel mit einer "Sollbruchstelle" zu versehen! Ansonsten würde das, was brechen kann irgendwie anders brechen und eine lustige gezackte Rissbildung ergeben.


    Ich persönlich würde eine Schattenfuge wohl etwas stärker betonen.



    Beispiel wie hier: oben GK, dann verzinktes U-Profil, dann Kalkputz.


    Aber ist natürlich Geschmacksache, ob man die Fuge betonen will oder nicht