Hilfe bezüglich Zwischensparendämmung RMH Bj 1980

  • Hallo,


    ich bin gerade dabei ein Reihenmittelhaus Bj1980 zu renovieren. Hierfür möchte ich im DG das Bad vergrößern, Trockenbauwände ziehen und neue Dachfenster einbauen.


    Durch diese anfallenden arbeiten bin ich zum Entschluss gekommen die vorhandene Dachdämmung (Styropor) zu entfernen. Das Dach war innen mit Bretter verkleidet die ich abgerissen habe.

    Darunter befanden sich Styroporplatten die mit Luft zu den Bretten auf denen die "Ziegelpappe" liegt zwischen Latten die an die Streben festgetackert sind geklemmt waren. Ich möchte nun die Styropordämmung gegen eine Rockwool Klemmrock austauschen. Dadurch stellt sich mir die Frage ob ich die Dämmwolle direkt an die Bretter wo die Dachpappe befestigt ist anbringen darf oder weiterhin ein Luftspalt bestehen bleiben muss. X/Desweiteren die Frage wie ich die passenede Dicke der Rockwool komme 120,140,160? Gerne mache ich Bilder von den Sparen mit Meterstab falls erforderlich. Ich hoffe ihr könnt mir damit weiterhelfen.:thumbsup:


    Gruß Marcus

  • Fotowäre hilfreich

    Ausgebaute Dächer unter einer bituminösen "Abdichtung" geht schief! Die muss also vermutlich mit raus!


    Die passende Dicke ergibt sich aus der Planung und dem vorhandenen Aufbau!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Genauso ist es:) was sollen wir tun:(

    weiss ned ..


    um es kurz zu sagen: du hast die büchse der pandora geöffnet.


    ich hab bei meinem dach (und ein paar anderen) scharf gerechnet, wie und wann und wieviel kondensat in der gefachdämmung ausfällt - und dann die aufdachdämmung entsprechend ausgelegt. ja, das ist erheblicher aufwand ..

    andererseits hatte ich bei anderen "lösungen" die befürchtung, dass die entweder nicht zulässig (wegen aktuellen "dämmanforderungen") oder technisch unbrauchbar (wegen gefahr der auffeuchtung) sind - und mit abgesoffenen dächern kenn ich mich aus.

  • :rb: Also Schalung mit Bitu-Pappe. Ausbau (Dämmung) SO gar nicht. Markus 12 cm erfordern eine Hinterlüftung zwischen Schalung und Dämmung. Dafüt fehlt aber (wahrscheinlich) die Zu- und Abluftmöglichkeit.

    So mal eben wird das nur ein selbstkompostierendes Dach - mehr nicht.

    du hast die büchse der pandora geöffnet.

    :thumbsup::yeah:

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Oje das hört sich ziemlich besch... an:/ Zuluft wäre über die Gitter siehe 4tes Bild da. Vorher war auch ein Abstand zwischen Schalung und Styropordämmung vorhanden.


    Wäre mir aber überhaupt eine andere Möglichkeit geblieben wenn ich ein Fenster versetzt haben möchte? Zusätzlich muss ich noch Sparen anbringen für die Trockenbauwand. ( Ein großer Raum mit kleinen Bad (großer Raum soll geteilt werden).

  • 12 cm erfordern eine Hinterlüftung zwischen Schalung und Dämmung. Dafüt fehlt aber (wahrscheinlich) die Zu- und Abluftmöglichkeit

    Off-Topic:

    ich weiss, was du meinst. immerhin, muss nix bedeuten, ich kenne keinen schaden aus den 70er-jahre-konstruktionen mit hinterlüftungshoffnung. auf guad boarisch: a bissi luft geht oiwei :)

  • Mein Opa (hat diese Reihenhäuser damals gezeichnet) hat ein Reiheneckhaus im gleichen Wohngebiet allerdings ein wenig älter (glaube 74 Bj). Er hat vor 6-7 Jahren selbst die ganze Dämmung neu gemacht (allerdings mit Rockwool Keilplatten). Er hat bis jetzt keine Probleme. Müsste Ihn allerdings fragen ob er auch diesen Bitumfilz drauf hat :wall:.

  • Off-Topic:

    ich weiss, was du meinst. immerhin, muss nix bedeuten, ich kenne keinen schaden aus den 70er-jahre-konstruktionen mit hinterlüftungshoffnung. auf guad boarisch: a bissi luft geht oiwei :)

    Heist auch nicht mehr als 12 cm empfohlen?

  • Hab da zufällig ein Video eines Holzfaserdämmstoffherstellers auf Y..tu.b entdeckt, indem eine Dachdämmung von innen vorgestellt wird. Angeblich soll die Dachpappe aussen nicht stören.

    Hab ich selber noch nie so gehört.

    Auf der Homepage des Herstellers (St..o) kann man sich das Video anschauen.


    Gruß

  • Off-Topic:

    Im Zusammenhang von aktuellen Diskussionen wie dieser, spricht nichts dagegen

    Hab da zufällig ein Video eines Holzfaserdämmstoffherstellers auf Y..tu.b entdeckt, ... Auf der Homepage des Herstellers (St..o) kann man sich das Video anschauen.

    Firmennamen zu nennen und externe Links zu setzen.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Dachdämmung von innen vorgestellt

    ohne das video zu kennen: das würde 2 getrennte dämmebenen und ein paar überlegungen zu luftdichter ebene und zu diffusionsbremsender ebene erfordern. kann man machen - wenn platz ist.


    @3rdnussflipp: die alten 16-12-4 konstruktionen scheinen funktioniert zu haben - dämmen aber für heutige ansprüche zu schlecht. das kann ich subjektiv, besonders im sommer, bestätigen, andersrum: mit ergänzung durch gscheite aufdachdämmung passt der kittel ;)

  • 3rdnussflipp: die alten 16-12-4 konstruktionen scheinen funktioniert zu haben - dämmen aber für heutige ansprüche zu schlecht. das kann ich subjektiv, besonders im sommer, bestätigen, andersrum: mit ergänzung durch gscheite aufdachdämmung passt der kittel

    Soviel Aufwand ?


    Planung + Baukosten = "Büchse der Pandorra"

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • vielen Dank für eure Antworten.:) Werde es vermutlich so probieren das ich 12er Dämmung mit Hinterlüftung anbringe. Diese klemme ich zwischen die alten Latten an dene die Styroporplatten geklemmt waren. Da die Dämmwolle leicht durchhängt würde ich diese mit Draht und Nägel im Zickzack nach oben binden.


    Die Folie würde ich an den Latten (siehe Bild 3,5) anbringen an dene die ehemalige Holzverkleidung (Bretter) angebracht war. Die alten Metallklammern der Bretter habe ich schon alle entfernt. Kann ich über die gleichen Latten die Gipsplatten schrauben? Dann würde die Folie direkt an der Gipsplatte anliegen.


    Wie wird die Folie abgedichtet wenn Stromkabel von Lampen durchgeführt werden müssen?


    Gruß Marcus

  • Viel Erfolg damit.

    Ich persönlich hätte da kein gutes Gefühl mit der Dachpappe oben drüber.


    Gruß

  • Warum rät keiner dazu die Sparren mit Kanthölzern einfach aufzudoppeln, um auf zumindest 16 oder besser 20cm zu kommen - Klar man hat geringe Verluste bzgl. der Räume, aber sonst?

  • Warum rät keiner dazu die Sparren mit Kanthölzern einfach aufzudoppeln, um auf zumindest 16 oder besser 20cm zu kommen - Klar man hat geringe Verluste bzgl. der Räume, aber sonst?

    Damit ist aber das Problem mit der Dachpappe immer noch nicht gelöst.


    Gruß

  • Er kann doch die Belüftungsebene von 4cm weiterhin belassen, muss eben nur entsprechend die Sparren aufdoppeln.


    Anschließend keine PE Folie, sondern eine ALU Dampfsperre mit SD1000 verwenden und gut ist.

  • Für die es keine vernünftige BE- und ENTlüftung gibt - ja ne, is klar.

    Hat doch bisher auch funktioniert und wenn man unterseitig eine SD1000 Dampfsperre anbringt, was soll da noch diffundieren, wenn es vernünftig verklebt ist?


    Das einzige Problem was besteht, das Laien das fachlich häufig nicht vernünftig umsetzen und die Anschlüsse mangelhaft werden.

  • Musst Du selber wissen. Wenn sich dazwischen Feuchtigkeit bildet, ist diese im Prinzip eingesperrt und sorgt schlimmstenfalls - wie hier schon

    geschrieben wurde - für eine Selbstkomostierung des Dachstuhls.

    Ich hab schon mit Experten geredet, die die Auffassung vertreten, dass - wenn die Pappe unbedingt bleiben soll - mit Zellulose oder Holzfaserdämmstoffen in Verbindung mit einer feuchtevariablen DB gedämmt werden soll, damit eine Rück-Dampfdiffussion stattfinden kann.

    Ich selber bin weder ein Freund der Dachpappe noch der feuchtevariablen DB.


    Gruß