Stromerzeugung mit Wind

  • Hi,

    Neben meiner PV-Anlage denke ich nach, eine kleine Windkraftanlage zu installieren. Wir sind am Rand und es weht eigentlich immer Wind.

    Ich würde gern günstig über längeren Zeitraum den wind messen - habt ihr mir da einen Vorschlag

    Danke

  • Meine Ventus-Wetterstation misst seit Jahren zuverlässig nicht nur den Wind sondern auch Temperatur, Luftdruck, UV-Strahlung, Regenmenge und zeichnet alles auf. Das wäre der leichte Teil der Übung.


    Wie weit vom geplanten Aufstellort sind denn die nächsten Nachbarn entfernt?

    Windstrom ist immer mit Geräusch verbunden und das erfreut regelmäßig nur den Betreiber.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Kann du dann auch sehen wie lange der Wind z.B im vergangenen Monat mit welcher Durchschnittsgeschwindigkeit geweht hat? Oder sind das nur Momentaufnahmen?

    Auch die Windböen und die Windrichtung. Nicht nur für den vergangen Monat sondern wahlweise Tag, Woche, Monat und das seit ca. 7 Jahren.

    Die Daten sind weltweit abrufbar und liegen in einer Cloud. Ich lade sie mir aber jährlich runter, fall die Cloud mal explodiert.


    nur so am rande.

    Na das passt doch. Genau da wohnt der TE. :)




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Vergiss das. Diese Kleinstanlagen sind teuer, hässlich, laut, hektisch..

    Hinzu kommt: durch die geringe Höhe sind die Windgeschwindigkeiten und Richtungen nicht ausreichend konstant (zu viel Verwirbelung durch Hindernisse am Boden), d.h. sie sind auch nicht sonderlich effizient.

    Der gesunde Verstand ist die bestverteilte Sache der Welt, denn jedermann meint, damit so gut versehen zu sein, dass selbst diejenigen, die in allen übrigen Dingen sehr schwer zu befriedigen sind, doch gewöhnlich nicht mehr Verstand haben wollen, als sie wirklich haben. ~ René Descartes

  • Vertikale WIndkraftanlagen sind etwas einfach und unproblematischer im Einsatz bei solchen Einsatzorten.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Am besten, wenn ich es an meinen bestehenden Wechselrichter von der PV betreiben könnte...

    ich denke nicht. Selbst wenn du noch einen String frei hast, nachdem was ich gelesen habe liefert die 12-48V..

    gebräuchliche string-WR haben Startspannungen von >100V


    wobei, ich sehe gerade dass unter der ATLASX die DOkumente der ATLAS 2.0 verlinkt sind. zur atlasx finde ich nichts.

  • Ja, ist Spielerei.

    Zu diesem Ergebnis bin ich auch gekommen, wobei ich das für einen anderen Generator gerechnet hatte.


    Damit der in Deinem Link genannte Generator und Laderegler "Strom" liefert braucht es 14,4km/h Windgeschwindigkeit (ab 2m/s dreht er frei, ab 4m/ beginnt er mit den "Laden").

    Wir liegen hier auf 550m ü NN, in fast alle Richtungen freie Sicht, nur in Richtung NO steigt das Gelände leicht um ca. 30m. Wir liegen also sehr windgünstig, und trotzdem werden die 15km/h bei uns nicht ständig erreicht. Die typischen Angaben für Anlagen mit 100m oder 140 oder noch mehr Nabenhöhe, kann man für so eine Kleinanlage nicht heranziehen. An Ende lag ich dann, umgerechnet auf Deinen Generator, unter günstigen Verhältnissen bei einem möglichen Jahresertrag von 100-150 kWh wenn ich den Generator in ca. 15m Höhe über Gelände, also etwa 5m über First, montiere.


    Das ist deutlich weniger als man nach Windatlas annehmen würde, aber dieser berücksichtigt ja auch nicht die vielen Details meines Standorts. Ich kann nun mal den Generator nicht in 100m oder 140m Höhe montieren, da läuft das Bauamt Amok, und ich kann auch nicht die Bebauung im Umkreis ändern, was gerade in geringer Höhe zu Verwirbelungen führt. Dadurch wird der theoretisch ohnehin schon geringe Ertrag noch einmal drastisch reduziert.

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  • Damit der in Deinem Link genannte Generator und Laderegler "Strom" liefert braucht es 14,4km/h Windgeschwindigkeit (ab 2m/s dreht er frei, ab 4m/ beginnt er mit den "Laden").

    hast du die Infos aus den verlinkten Datenblättern? Die beziehen sich nämlich auf eine andere, 2kW, Anlage, die auch teurer ist (ATLAS2.0).


    Ich müsste mal die Winddaten aus meinen Windmessern am Dach und am Garagendach auswerten...

    Sind zwar nur Schätzeisen - aber besser als nix.

  • hast du die Infos aus den verlinkten Datenblättern?

    Ja. In der Beschreibung zur Atlasx ist von 3m/s die Rede bis sie frei dreht.


    Letztendlich ist aber auch die Frage, wieviel "Energie" steckt im Wind, und wie hoch ist der Wirkungsgrad bei der Umwandlung von Wind in el. Energie.


    Die Daten aus dem Datenblatt sind für mich sowieso nicht schlüssig, denn wie kann ein Generator bei einem Windangebot von ca. 1.000W/m² bei nur 0,48m² Fläche eine el. Leistung von 1.200W liefern? Atlas 2.0 ist 80cm hoch und 60cm "breit", angegeben werden 1.200W bei 11,5m/s und 2.020W bei 15m/s.

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  • ich würde mir eher produktbezogene Aussagen wünschen. Nicht, dass das Teil erst ab 10m/s anfängt, zu laufen...

    In diesem Artikel findet sich mehr

    Kleinwindanlage Savonius-Vertikalläufer erreicht eine um 25 Prozent höhere Leistungsausbeute | Windkraft-Journal

    allerdings keine genauen Daten.

    Aber die Verenkungen die bei einem Savoniusrotor zur Stromerzeugung notwendig sind.

    Neben Airodynamik Leichtbau und ein spezieller Generator.

    Das Prinzip liefert bei geringen Wirkunggrad relativ großes Drehmöment.

    Im Prinzip braucht am nur ein paar Fässer und ein Gestell.

    Ich hab so was mal Anfang der Achziger zum Antrieb des Rührwerks eienr Biogasanlage und zum Betreib einer getreidemühle im rahmen eines Camps, mit anderen bei Gorleben gebaut. Läuft bei lauen Winden auch gegen last an ist aber ziemlich langsam laufend.

    Eher nachteilig bei der Stromerzeugung und im Kosten Nutzen verhältnis.

    Savoniusrotoren sind aber immer noch thema im bereich Schiffsantrieb, So ne Schraube läuft aber auch nicht mit hohen Drehzahlen.

  • Helft mir bitte runter

    das ist das feine an der energiewende :

    solar funktioniert im sommer . meistens . öfter auch nicht wirklich gut . und auch nur tagsüber .

    windenergie am besten um herbst . manchmal auch im sommer . mehr oder weniger . oft weniger . im winter auch schonmal ganz gut . aber halt nur schonmal .

    und in frostigen nächten beides nicht . und genau da brummen die wärmepumpen volle lotte ....:eek:

    und da ist dann gut , wenn irgendwo ein haufen braunkohle/steinkohle rumliegt , welche man dann in einer geeigneten einrichtung zu CO2 umwandeln kann .

    dabei wird dann elektrische energie gemacht und verkauft .

    gas und öl gehen auch , wird auch öfter genommen (gerne und oft bei kleinen BHKW) . die haben den vorteil schneller von 0 auf 100% der leistung hochgefahren werden zu können , sind also theoretisch besser als lückenfüller geeignet .

    atomkraftwerke liefern auch elektrische energie , sind aber durch die betriebszwänge sehr unflexibel , also laufen diese durch , oder garnicht .

    wenn sie durchlaufen während es bei sonnenschein windig ist , wird der stromüberschuss mit hilfe von pumpen im Pumpspeicherkraftwerk – Wikipedia verbraten und dann als grüner strom (bevorzugt von Ö nach D verkauft )..............;)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • manmanman jetzt hat der meine vorgefertigten Vorurteile über häuslche Windkraft über den Haufen geworfen und ich überlege ob das eine sinnvolle Ergänzung ist..

    So hab ich mich auch dem Thema genähert...


    ich schreib die Firma mal an, vielleicht gibt es ja noch mehr Daten!