Feuchtigkeitsschaden im Sockelbereich, Garagentür

  • Morgen,


    als ich heute morgen (wie fast jeden morgen im Winter) das Wasser aus der Garage geschoben habe, ist mir im Bereich der Tür (in der Garten) aufgefallen, dass es am Sockel schimmelt.

    Ich hab ja schon immer Probleme mit der Tür, die ist nicht wirklich schlagregendicht und die ist nach Süd-Westen ausgerichtet in einer Gebäudeecke.

    Wie nun aber das Wasser in die Wand kommt, war mir erstmal unklar, denn innen gibts eine Hohlkehle aus Epoxidmörtel, die ist dicht.

    Der Blick nach draußen offenbarte dann das ganze Unheil - der Putz löst sich ab. Frostschäden. ;(


    OK. Hier muss was geschehen. Ggf. auch die Tür Neu, darüber hatte ich eh immer mal wieder nachgedacht (wegen dem Schlagregenproblem).


    Aber erstmal zur Problemanalyse.


    Die Garage hat eine Bodenplatte, flügelgeglättet. Die gemauerten Wände (24er Beton-Hohlblock) stehen auf einer Mauersperrbahn. Im Bereich der Tür in einfach nur eine Aussparung aus der Wand.

    DIe Bodenschwelle der jetzigen Tür wurde einfach nur auf den Boden gebdübelt.

    Abdichtung? nicht vorhanden, bzw. wurde der Bitumenanstrich etwas in die Laibung gezogen. Das wars.


    Ich denke, das Problem ist der Teil der Bodenplatte, der vor der Tür, also draußen ist. Darauf regnet es, der Schlagregen von der Tür trifft da auch auf - und zieht dann in den Putz, ins Mauerwerk.

    Stimmt ihr mir da zu?


    Wie löst man sowas üblicherweise? setzt man die Tür auf die Außenkante? Schaut halt Bescheiden aus.

    Oder spart man die Bodenplatte aus?

    Oder kann man hier mit einer Abdichtung arbeiten, die an den Seiten hochgezogen ist? In Fensterlaibungen hat man Fensterbretter mit Seitenteilen...



  • 1. Ich seh da keine Schimmel, "nur" abplatzenden Putz

    2. Die Tür geht mMn falschrum auf. Evtl Wäre nach aussen öffenend besser gewesen.

    3. Hier zeigt sich, warum wir immer so nervig nach den 5/15 cm "jammern" An der Tür anfallendes/herunterlaufendes Regenwasser steht auf der BoPla.


    Ich denke, um das zu ändern, wird eine grössere Aktion fällig

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Der abplatzende Putz scheint die Durchfeuchtung nicht zu vertragen. Die Türschwelle selbst scheint ja dicht zu sein.

    Ist der Garagenboden an der Tür auch feucht?

    Ist das fachgerechter Sockelputz, oder der Leichtputz bis auf OK Gelände/Bodenplatte heruntergezogen?

    __________________
    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • 1. Ich seh da keine Schimmel, "nur" abplatzenden Putz

    Foto kommt. Ist auf der Innenseite der Wand und nicht zu sehen auf dem Foto.


    2. Die Tür geht mMn falschrum auf. Evtl Wäre nach aussen öffenend besser gewesen.

    Außentüren gehen doch üblicherweise immer nach innen auf?



    3. Hier zeigt sich, warum wir immer so nervig nach den 5/15 cm "jammern" An der Tür anfallendes/herunterlaufendes Regenwasser steht auf der BoPla.

    sind es hier wirklich die 5/15cm? Wäre das Geläden 15cm tiefer, würde das Wasser ja immer noch auf der Bodenplatte stehen. Wie bei einer Fensterbank auch.

    Natürlich sind hier Fehler gemacht worden, auch durch mich, keine Frage.


    Ich denke, um das zu ändern, wird eine grössere Aktion fällig

    Das glaube ich leider auch.


    Der abplatzende Putz scheint die Durchfeuchtung nicht zu vertragen. Die Türschwelle selbst scheint ja dicht zu sein.

    Ist der Garagenboden an der Tür auch feucht?

    Der Boden nimmt keine Feuchtigkeit auf. Ja, es läuft Wasser nach innen, wenn es regnet, vor allem bei Süd/Westwind. Ich bin mir relativ sicher, dass dieses Wasser vom Türblatt auf die Schwelle und von dort nach innen läuft.

    Hier wurde schon gut abgedichtet, aber an der Verbindung zur Zarge könnte natürlich schon eine kleine Undichtigkeit sein.



    Ist das fachgerechter Sockelputz, oder der Leichtputz bis auf OK Gelände/Bodenplatte heruntergezogen?

    Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, welches Material dort verarbeitet wurde.

    Laut Baubeschreibung:

    Zitat

    6. Aussenputz

    Aussenputz 3 lagig

    Grundputz, Gewebearmierung, Oberputz mit 2mm Körnung und Anstrich weiß

    Sockel, Sockelabdichtung (Dichtschlämme und Schwarzanstrich)

    Elastische Fugenausbildung Acrylfuge (Wandanschluss Haus-Garage)


    Der Oberputz wurde auf jeden Fall NICHT bis runter gezogen. Sondern hört ca. 40cm über OK Gelände auf.


  • Der Oberputz wurde auf jeden Fall NICHT bis runter gezogen. Sondern hört ca. 40cm über OK Gelände auf.

    Was ist das weiße dann? Geweißte Dichtschlämme?

    An Hand des Fotos, vor allem dem ablösenden Sockel, würde ich weniger auf die Tür und eher auf die Abdichtung / deren Fehlen als Ursache tippen!

    Ich auch.


    Die Wandabdichtung liegt doch hinter dem Sockel? Da sollte auch von innen nach außen nichts diffundieren. Meine Vermutung: Die Querschnittsabdichtung unter der Wand funktioniert nicht. Der Streifen nackte Bodenplatte ist durchfeuchtet, die Wandabdichtung ist zu kurz in waagerechter Richtung, und dort zieht das Wasser in die Wand. Das würde die schimmlige Wand an der Laibung erklären.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Außentüren gehen doch üblicherweise immer nach innen auf?

    Nur bei Wohnungen. Die technischen Regeln für Arbeitsstätten verlangen ausdrücklich eine Öffnung in Fluchtrichtung, also typischerweise nach außen.

    An Hand des Fotos, vor allem dem ablösenden Sockel, würde ich weniger auf die Tür und eher auf die Abdichtung / deren Fehlen als Ursache tippen!

    :thumbsup: ich auch. Und Schimmel kann ich keinen sehen, nur abblätternden Putz.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Was ist das weiße dann? Geweißte Dichtschlämme?

    Grundputz und ggf. Gewebespachtelung - ja, geweißt.



    Hab noch dieses Foto aus der Beuzeit gefunden. Da zeigte sich schon das Problem mit der Tür (ich glaube aber das ist nicht ursächlich für den Frostschaden).


  • den Fleck. Der ist auch ziemlich neu, und ziemlich sicher Schimmel.

    Schimmelpilze leben von der Zersetzung organischen Materials. Welches organische Material wird dort verstoffwechselt? Schimmelpilzsporen ähneln sehr feinen kurzen Härchen. Treffen beide Merkmale zu?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • na ok, dann nenne ich es Stockflecken. Irgendwas wächst da, was auch immer.

    Sieht aus wie das Zeug, das in gammeligen Bädern aus den Fugen in der Dusche wächst!

    Myzel sehe ich keines.

    Es wächst auch aus der Fuge der (abgestellten) Hohlkehle heraus.

    Es lässt sich (zum Teil) abwischen.

    Organsiches Material? Blütenpollen, Sägespäne / Schleifstaub.. Latexfarbe?!


    Makroaufnahme mit der DSLR:




    Ich mag nicht so recht an einen Zufall glauben! Wenn die Wand auf der Außenseite Wasser abbekommt, dann zieht das doch in den ganzen Stein, auch auf die Innenseite, oder? In der ganzen Garage gibt es nicht nochmal so einen Fleck.

  • Aus dem letzten Foto sieht es so aus, also ob die ganze Laibung nass wäre.

    in echt schauts nicht nass aus. Zumindest nicht nasser wie es halt momentan in einer Garage ist. Die graue Sockelfarbe ist leicht glänzend, evtl. liegts daran?


    Ich überlege nun, was zu tun ist. Dass die Tür nicht dicht ist, nervt mich sowieso. Für die Tür hab ich eh nichts bezahlt, weil der Verkäufer eingesehen hat, dass er mir Mist verkauft hat und entgegen der Zeichnungen der Schwelle und der Werbebilder was ganz anderes verkauft wurde.


    Also Tür raus, Laibungsputz raus, Sockelputz runter.

    Und dann einmal Neu.

    Tür nach außen öffnend? EIgentlich eine gute Idee! Dann wirds auch drinnen nicht zu eng zum Öffnen, wenn Frau ihren Karren zu weit nach vorne fährt.


    Die ganze Abdichtung sollte dann natürlich ordentlich geplant sein. Nur wer... ich hab die letzten Jahre soviel Scheiße erlebt, dass ich echt niemanden mehr irgendwas zutraue (außer euch :thumbsup: ihr seid die besten).


    Naja, hat ja noch etwas Zeit. Vielleicht finde ich noch ein Türschnäppchen auf aliexpress (Spaß !)

  • Oder spart man die Bodenplatte aus?

    Ja in meinem Fall wäre es dann höchstwahrscheinlich zu keinem Problem gekommen.




    Bei mir läuft das Wasser an der Tür runter und in die Bodenschwelle. Dort sind vorne Auslässe vorhanden, an denen das Wasser austreten kann. Das hatte ich jedoch erst später bemerkt, nachdem die Abdichtung außen nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat ;-)


    Leider funktioniert der Wasserablauf bei mir nicht, da die Bodenplatte nach außen hin leicht höher wird. Daher läuft das Wasser bei mir von der Bodenschwelle in die Wand, da zwischen Bodenschwelle und Wand hier keine Abdichtung vorhanden ist.


    Ein Versuch meinerseits wäre jetzt die Bodenplatte vorne so abzuschleifen, dass sich dort kein Wasser mehr sammelt und direkt ablaufen kann.