Befestigung Hang und Hecke auf Grenze

  • Schönen Samstag Nachmittag euch allen,


    bei mir steht ja erst in ein paar Jahren der Hausbau an.

    Trotzdem haben meine Eltern bereits vor 6 Jahren ein Grundstück hierfür erworben.


    Nun war ich heute mal mit meinem Vater auf dem Grundstück und dabei haben wir festgestellt, dass ein Nachbar bereits vor vielen Jahren eine Hecke direkt auf die Grundstücksgrenze gepflanzt hat.

    Weil der Nachbar das Grundstück begradigt hat, ist auch ein circa 30-40 cm großer Hang entstanden.


    Nun stellt sich mir die Frage, ob das mit der Hecke überhaupt so rechtens ist.

    Ich will natürlich keinesfalls irgendeinen Streit anfangen, aber auch bei dem Thema Befestigung kommen hierzu fragen auf.

    Ist nicht derjenige in der Pflicht bei der Befestigung, der das Höhenniveau gehoben/angepasst hat?


    Wie gesagt interessiert uns das jetzt einfach aus Interesse.

    Lt. Recherche gibt es bei Grenzbepflanzungen eine Verjährungsfrist, aber gilt diese auch, wenn die Hecke eindeutig über die Grenze ragt?

    Und wer ist nun für die Befestigung zuständig?


    Ich habe mal Bilder eingefügt. Unser Grundstück ist das niedrigere. Für die Grenzsteine muss man evtl. etwas ranzoomen.


    Vielen Dank vorab für den Austausch!

  • Da Einfriedungen durch vieles reguliert sein können, erst mal ein paar Fragen:

    Welches Bundesland?

    Gibt es einen Bebauungsplan?

    bereits vor vielen Jahren

    Mehr als sechs?

    Den Hang kann ich nicht erkennen. Gibt's Beweisfotos, wie es mal ausgesehen hat, oder besser, ein Höhenaufmaß?

  • die sache hat zwei seiten :

    einfach ohne absprache hecke grenzstädig setzen geht eigentlich nicht . du könntest auf umsetzen bestehen.


    andererseits sparst du dir eine hecke/zaun.

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wie manche Leute auf fremden Grund machen, finde ich so unmöglich und so dreist, da kommt mir immer die Galle hoch wenn ich sowas lese!


    Einen Beseitigungsanspruch für alle Teile, die auf deinen Grund wachsen, hast du meines Wissens immer - außer es ist eine gemeinsame Grenzeinrichtung, die kann aber eigentlich nur im Einvernehmen angelegt werden.


    Und Ja, derjenige der das Gelände verändert, muss auch abstützen. Auf seinem Grund.

  • Da Einfriedungen durch vieles reguliert sein können, erst mal ein paar Fragen:

    Welches Bundesland?

    Gibt es einen Bebauungsplan?

    Mehr als sechs?

    Den Hang kann ich nicht erkennen. Gibt's Beweisfotos, wie es mal ausgesehen hat, oder besser, ein Höhenaufmaß?

    Bayern

    Ja, Bebauungsplan gibt es

    Mehr als sechs Jahre

    Nein, da gibt es keine Fotos

    Hang ist tatsächlich nicht so gut zu erkennen.

    Es sind ja auch "nur" 30 Zentimeter, aber die wollen natürlich trotzdem befestigt werden.

  • die sache hat zwei seiten :

    einfach ohne absprache hecke grenzstädig setzen geht eigentlich nicht . du könntest auf umsetzen bestehen.


    andererseits sparst du dir eine hecke/zaun.

    Klar, ich will hier auch weiß Gott keinen Streit vom Zaun brechen. (Passendes Wortspiel :-)

    Aber natürlich wirds interessant, wenns um die Befestigung geht. Und natürlich waren wir überrascht, dass da einfach ne Hecke auf unserem Grundstück steht.

  • Bayern

    ... hat ja kein eigenständiges Nachbarrecht und das AGBGB ist da sehr allgemein gehalten. Der Nachbar könnte mit §921 BGB argumentieren, zumal die Anpflanzung ja schon bestand, als Ihr das Grundstück gekauft habt.

    Ja, Bebauungsplan gibt es

    Macht der irgendwelche Aussagen zu Einfriedungen?


    Nein, da gibt es keine Fotos

    Dann wird es auch schwierig zu beweisen, dass er aufgeschüttet hat. In wie fern siehst Du Dein Grundstück beeinträchtigt?

  • Dann wird es auch schwierig zu beweisen, dass er aufgeschüttet hat. In wie fern siehst Du Dein Grundstück beeinträchtigt?

    Die Hecke stört mich nicht, das wäre kein Thema.

    Aber es geht um das Wasser. Dadurch, dass er es nicht befestigt hat, läuft seine Suppe ja direkt zur mir "runter" in mein Grundstück.

  • Aber es geht um das Wasser. Dadurch, dass er es nicht befestigt hat, läuft seine Suppe ja direkt zur mir "runter" in mein Grundstück.

    Bevor das Wasser zu Dir läuft, ist es längst versickert!

    Der Nachbar hat dort ja keine Versiegelung, dass Wasser sich seinen Weg zu Dir bahnen könnte. Ob Hang oder nicht. Also, auch wenn er es jetzt befestigen würde, würde es für Wasser fast die gleiche Situation sein, nämlich eine natürliche Versickerung, dort, wo der Regen fällt. Oder hat er da gleich nebenan ein Regenfallrohr in Eure Richtung zeigend?


    Ich sehe den Hang. Wenn man dort Später eine Auffahrt nach hinten, eine Garage oder was auch immer planen will, dann geht es nicht. Auch die Hecke würde stören. Wenn der Grenzstreifen auf Eurer Seite eh nur mit Pflanzen angelegt werden soll, dann würde ich das so lassen. Es ist angenehmer, auf eine sanfte Angleichung zu schauen als auf eine Betonwand, auch wenn sie nur 30 cm hoch ist.

  • Weil der hang auf unserem Grundstück ist.

    das macht für mich keinen Sinn.

    Du sagst, der Nachbar hat aufgeschüttet und auf deinem Grund abgeböscht. Vor, oder nach dem Kauf?

    Und wenn er das gemacht hat, warum schauen dann die Grenzsteine raus?

    Die würden bei so einer Aktion ja eigentlich "überschüttet".


    Das würde heißen


    a) er hat die Steine höher gesetzt

    b) die Steine haben vorher 35cm aus der erde geschaut

    c) die Steine wurden erst nach der Aufschüttung gesetzt


    Ach wegen dem Wasser. Ich hab auch so ein Nachbarn der sich wegen ein paar Tröpfchen ins Hemd macht, der wollte am liebsten ne Staumaer auf der Grenze, dabei ist halt das natürliche Gelände einfach abschüssig..

    Aber da kann ich dich beruhigen. Da kommt doch kein Wasser, das ist ja kein Steilhang. Das nimmt die Grasnarbe schon auf und dann versickert das brav.

  • Dann wird es wohl a oder c sein :-)

    Es ist vor dem Kauf passiert.


    Ich weiß nicht wie das läuft. Man kann doch auch nachträglich das Vermesseungsamt beauftragen, so dass die Steine höher gesetzt werden, oder?

  • Es ist vor dem Kauf passiert.

    das ist erst mal ein schlechtes Blatt...


    evtl hat der Voreigentümer zugestimmt?! Man weiß es nicht.


    Man kann doch auch nachträglich das Vermesseungsamt beauftragen, so dass die Steine höher gesetzt werden, oder?

    sicher. Darüber sollte es Aufzeichnungen geben!

    Ggf. werden auch die Höhen der Grenzpunkt im Zuge von sowas ermittelt?!

  • Ach, wenn ich das alles lese, wird mir wieder einmal klar, weshalb in B in den amtlichen Lageplan vom Vermesser jetzt u.a. auch die Höhenlage aller Grenzpunkte gehört und darin auch alle Dienstbarkeiten dargestellt sein müssen. Ich mag nicht mehr ohne.


    Das Thema der Erschließung wird gerne und oft beim Erwerb vernachlässigt - aber nicht von allen Erwerbern. Manche kommen durchaus von allein 'drauf.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Beide Grundstücke wurden von der Stadt erworben.

    Seines vor 20 Jahren und das unsere vor 6.


    Ich denke ich erkundige mich mal bei der Stadt. So wild ist es ja dann nicht.

    Im Endeffekt stimmt es schon, hat ja auch was gutes, wenn die Hecke bereits steht.

  • Ehrlich, ich würde mir keine Sorgen wegen Wasser machen. Wir haben ein gut 200 m langes Grundstück. Die Vorbesitzer haben überall Gräben angelegt für die zeitweise kommenden Wassermassen. Die gab es auch, solange der Boden offen lag. Seit wir WIESE UND AUCH Winterbegrünung haben ist nicht einmal Ein Bach geflossen - und ja bei uns gibt es sehr heftige Regenereignisse - so stark, dass sich teils die Schachtdeckel auf der Strasse angehoben haben.


    Was mir auch auffällt: die Hecke ist ja nun nicht ganz neu, oder? Nur, weil du meintest ihr ward ganz überrascht.


    Ehrlich, ich finde gute Nachbarschaft extrem wichtig. Da würde ich wie oben beschrieben die Hecke eher als Geschenk ansehen. Besser als eine große graue Wand, die auch noch Schatten wirft...... .

  • hecken werfen auch schatten ,:D

    und müssen auch noch geschnitten werden .


    haben aber auch vorteile :yeah:

    ja, stimmt. Naja, ich hatte an eine höhere Mauer gedacht. Aber wer muss denn die Hecke schneiden, wenn sie vom Nachbar gepflanzt und teils auf dem eigenen Grundstück liegt? - Das haben wir nämlich auch (in unserem Fall wurde das Grundstück nachträglich geteilt - unser liebenswürdiger Nachbar schneidet sie nach wie vor).

  • Na klar, eine gute Nachbarschaft ist extrem wichtig.

    Mir geht's auch gar nicht darum hier irgendwie Ärger zu machen. Uns hat nur interessiert wie hierzu die Lage ist.


    Ein bisschen frech ist es natürlich trotzdem, aber kein Grund einen Streit vom Zaun zu brechen :-)


    Die Hecke steht ja im Norden, von daher wirklich kein Akt

  • ja, stimmt. Naja, ich hatte an eine höhere Mauer gedacht. Aber wer muss denn die Hecke schneiden, wenn sie vom Nachbar gepflanzt und teils auf dem eigenen Grundstück liegt? - Das haben wir nämlich auch (in unserem Fall wurde das Grundstück nachträglich geteilt - unser liebenswürdiger Nachbar schneidet sie nach wie vor).

    Ja, das ist eine interessante Frage. Der Nachbar müsste ja rüber kommen zum Schneiden?!

  • Viele Nachbarrechtsgesetze in D geben einen Abstand der Stämme der Hecke von der Grundstücksgrenze von 0,5 m vor. Da gibt es keine Probleme mit dem Schnitt von der eigenen Seite aus zwischen Zaun und Hecke.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • es gibt aber auch die grenzhecke , fifty-fifty , da schneidet halt jeder eine seite.... oben muss man sich halt einigen .


    bei uns in der gartenstadt gibt es die hundertfach

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • es gibt aber auch die grenzhecke , fifty-fifty , da schneidet halt jeder eine seite.... oben muss man sich halt einigen . bei uns in der gartenstadt gibt es die hundertfach

    Das mag sein. Die Bundesländer, in denen es ein explizites Nachbarrecht gibt, haben dafür unterschiedliche Festlegungen getroffen, sicherlich auch aus der regional unterschiedlichen historischen Entwicklung heraus. Ich kenne aus mehreren Bundesländern die 0,5 m Stammabstand zur Grenze für Hecken. Wenn nicht innerhalb einer bestimmten Zeit gegen die Unterschreitung des Mindestabstandes vorgegangen wird, endet dann allerdings der Beseitigungsanspruch wiederum - in manchen Bundesländern. Man muss prüfen, was hier zutrifft.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • beide , weil der nachbar die eine hälfte übereignet(verschenkt hat .

    nein, hat er nicht. Es ist seine Hecke, und die muss er schneiden. Wäre ja noch schöner.. Ich pflanze ne Hecke auf die Grenze ohne N zu fragen, und dann muss er sie auch noch schneiden.


    Im Prinzip, wenn da eh ne Hecke stehen soll, dann ist es schon ganz gut.


    Ich würde ja kein Grundstück einfach so liegen lassen.

    Wir hatten früher so ein unbebautes Grundstückim Baugebiet, da brachten dann alle ringsrum ihren Rasenschnitt und sonstiges Grünschnitt hin, als da gebaut wurde musste das erstmal entsorgt werden.


    Ich würde dem Nachbarn mal mitteilen, dass du einen Zaun bauen willst und wie er sich das so vorstellt, mit der Hecke, ob er sie zurückschneidet oder... ?