Fußbodenheizung nachrüsten - Geht das?

  • Hallo Experten,

    ich bin neu hier und brauche zu meinem Vorhaben euren Rat.


    Reihenmittelhaus BJ 1994 mit WDVS

    Vollunterkellert

    Wohnzimmer mit 29m2

    Südausrichtung

    große Bodentiefe Fenster

    Gasbrennwerttherme BJ 2014, steht im DG


    Ich möchte gerne in unserem Wohnzimmer eine Fußbodenheizung nachrüsten.

    Derzeit habe ich zwei Heizkörper in diesem Raum, welche dann entfallen sollen. Diese sind über 14mm Rohre angeschlossen, wobei diese beiden Anschlüsse wahrscheinlich von einem größeren Strang abzweigen. An die großen Verteilerrohre komme ich aber nicht ran.

    Die FBH wollte ich mittels 16*2mm Pe-xc Rohr über 3 Kreise zu ca. 80/90m und einem VA von 15cm(10cm im Fensterbereich) verlegen und je Kreis ein RTL-Ventil anschließen.

    Da ich im WZ aber nur zwei Vorläufe(vermutlich ein Strang) von den derzeitigen Heizkörpern habe, müsste ich zwei Kreise wohl mittels T-Stücke anschließen.

    Theoretisch könnte ich den dritten Kreis auch über den Vorlauf von der Kellerheizung anschließen (wird eh nicht benutzt).


    Meint ihr das Vorhaben kann so gelingen, oder wo muss noch nachgebessert werden oder sollte besser ganz anders gelöst werden? Weitere Infos kann ich, sofern mir bekannt, gerne geben.

    Ich bin mir unsicher, ob der Volumenstrom? für die knapp 300m ausreicht. Insbesondere wenn ich zwei Kreise per T-Stück anschließen würde.


    Schon mal ein großes Dankeschön vorab! :)

  • Hallo,

    also bei MIssachtung so gut wie aller Regeln der Heizungstechnik und Hydraulik, ist das abzusegnen möglich. Ansonsten ist das so wie geschildert ein Geldgrab.


    Es liest sich nach einem Thema, das man selber angehen will, ohen jegliche Kentniss und mit halbwissen aus dem WWW.

    Daher empfehle ich eindringlich, lass das machen. ist der Estrich dann mal fest, lässt sich das kaum noch vernüftig instandsetzten ohne wieder aus aufzuklopfen.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Noch ein Nachtrag, da ich meinen Beitrag leider nicht bearbeiten kann.

    Rohrdurchmesser Heizung vor Fensterfront 15mm, andere Heizung 12mm. Heizung im Keller hat 18mm Rohr.

  • Guten Morgen,

    ich habe doch noch eine Möglichkeit gefunden, die FBH direkt an das 22mm Rohr, welches direkt von der Therme kommt, anzuschließen.

    Ist eine FBH in Verbindung mit einem 3er Heizkreisverteiler und einer Kompaktregelstation weniger ein Geldgrab?

  • Weniger als

    Off-Topic:

    also bei MIssachtung so gut wie aller Regeln der Heizungstechnik und Hydraulik, ist das abzusegnen möglich. Ansonsten ist das so wie geschildert ein Geldgrab.

  • Ich möchte gerne in unserem Wohnzimmer eine Fußbodenheizung nachrüsten.

    Wozu?

    Möchtest Du den Boden ein wenig temperieren oder tatsächlich eine vollwertige Heizfläche?


    Energieeinsparung kann nicht der Grund sein, denn die wirst Du bei gemischten Kreisen (HK und FBH) nicht erzielen, schon gar nicht an einer Gastherme. Also kann es an sich nur um Komfort o.ä. gehen.


    Wenn ich richtig liege, dann würde ich das RTL Ventil schnell vergessen. Genau so wie die unterschiedlichen Verlegeabstände, das ergibt hier keinen Sinn.

    Regelstation mit nachfolgendem Verteiler, aber vorher erst einmal schauen, welche Heizlast vorliegt. Dann FBH Flächen dimensionieren. Dabei ist auch der Bodenaufbau von entscheidender Bedeutung, neben Hydraulik, Temperaturen usw..


    Für den späteren Betrieb daran denken, dass sich die FBH Fläche anders verhalten wird als die Heizkörper (Stichwort Absenkung, Aufheizzeit etc.).


    Was der Spaß kosten wird, das lässt sich rechnen wenn die Planung steht. Dir sollte klar sein, dass Du das Geld unter Komfort, Hobby, oder sonst irgendwie verbuchen darfst, wirklich (wirtschaftlich) rechnen wird sich das nicht.

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  • Ziel ist schon die vollwertige Heizfläche.


    Ich werde jetzt mit einer Regelstation und einem 3er Heizkreisverteiler die FBH aufbauen. Das Ganze mit einem VA 10cm.

    Überschlägig passt das auch für die von mir ermittelten Heizlast.

    Wir planen erstmal mit der 18er Leitung.

    Zur Not gehen wir an das 22er Rohr.


    Der Plan ist mittelfristig auch das gesamte Haus auf Niedrigtemperatur zum beheizen. Das EG wäre damit schonmal abgehakt. Küche und Flur beheizen wir nicht. Gästebad habe ich letztes Jahr schon mit einer Wandheizung und nem RTL umgebaut. Funktioniert wunderbar und ist ein großer komfortgewinn.

    Obs das alles wirtschaftlich ist: Zweitrangig.

  • Erfahrungsgemäß ist es schon im Neubau mitunter schwierig, die Heizlast von Gebäuden komplett über eine Fußbodenheizung zu realisieren. Beim völligen Verzicht auf Heizflächen in einigen Räumen wird es dann aber sehr schwierig, bei Baujahr vor ca. 2010 und lediglich Einhaltung des damals gesetzlich geforderten Dämmniveaus fast immer.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Der Plan ist mittelfristig auch das gesamte Haus auf Niedrigtemperatur zum beheizen.

    Das funktioniert nur wenn das Haus gut bis sehr gut gedämmt wird. Ob Dein Haus mit Dämmstandard 1994 ausreicht? Das steht in den Sternen.



    Ich werde jetzt mit einer Regelstation und einem 3er Heizkreisverteiler die FBH aufbauen. Das Ganze mit einem VA 10cm.

    Überschlägig passt das auch für die von mir ermittelten Heizlast.

    Du entschuldigst wenn ich daran nicht glaube, denn der VA ist nur 1 Parameter von vielen. Zu einer korrekten Heizlastermittlung, und FBH Dimensionierung, gehört mehr als nur der Glaube daran, dass es 10cm VA schon richten werden.


    Ich kann Dir nur raten, auch das Thema Hydraulik nicht zu unterschätzen, sonst kriegst Du die vielen Kreise gar nicht in den Griff, entweder die Räume werden nicht richtig beheizt, oder es pfeift an allen Ecken, oder Du kannst Dich von "Niedrigtemperatur" verabschieden.


    Ob eine Anlage richtig funktioniert zeigt sich nicht nur am Wohlfühlfaktor.

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