Satellitenschüssel an Dachtritt befestigen?

  • Hallo liebe Gemeinde,


    da der Sturm am Wochenende unseren alten Masten abgeknickt hat, muss die SatSchüssel nun neu aufgebaut werden.


    Es handelt sich um ein Reihenmittelhaus, Baujahr 1996, Spitzdach, mit zwei Etagen.


    Die aktuelle Idee (habe ich in der Nachbarstraße so gesehen): eine Halterung für die Schüssel auf dem Trittrost (25cm x 200cm) befestigen und daran

    die Schüssel (Durchmesser 80cm).


    Ist diese Bauweise so statthaft / problembehaftet?

    Dank und Gruß

    Robert

  • Sie ist weder statthaft noch sinnvoll. So ein Dachtritt ist eine sicherheitsrelevantes Bauteil. Der Schorni wird dir einen Husten.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

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  • Sind die Dachtritte als Verkehrsweg für den Schornsteinfeger erforderlich? oder aus einem anderen Grund auf dem Dach?

    Dann wären diese freizuhalten.


    Oder ein Überbleibsel aus alten Tagen und heute nicht mehr erforderlich?


    Dann könnte man diese zweckentfremden, ob als Befestigung für eine Antenne, da habe ich so meine Zweifel. Das Gewicht der Antennenanlage ist sicherlich nicht das Problem, aber ob die Konstruktion den Schwingungen und Biegekräften widersteht, dafür würde ich meine Hand nicht in´s Feuer legen. Selbst wenn man das Antennenrohr mit einer Grundplatte ausreichend befestigen könnte, ist noch lange nicht gesagt, dass auch der Tritt und seine Befestigung am Dach dieser Belastung standhält.


    Ich würde stattdessen einen fertigen Träger kaufen (Masthalter, Dachsparrenhalter), der für diesen Verwendungszweck bemessen und zugelassen ist. Das kostet am Ende auch nicht mehr und man ist auf der sicheren Seite.

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    1. Verkehrswege müssen (auch auf dem Dach) in Schulterhöhe eine hindernisfreie Breite von mind. 60 cm haben.
    2. Dachtritte sind darauf ausgelegt, vertikale Verkehrslasten aufzunehmen. Eine Satellitenantenne an einem Mast übt über diesen unter Winddruck Momente auf die Konstruktion auf, die dafür nicht unbedingt ausgelegt ist.

    Wenn beide Punkte positiv geprüft wurden, (keine Einschränkung der Laufbreite, ausreichende Dimensionierung für die auftretenden Kräfte) spricht diesbezüglich nichts gegen die Installation der Satellitenantenne. Es kann aber andere Hinderungsgründe wie den Blitzschutz geben.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • ÄHM. Aus rein privater Erfahrung und Sicht. NEIN.

    Rein Sparbrötchenvariante. Der nächste Wind, versaut einem dann das Bild.

    Nicht umsonst heist die Schüssel ja Schüssel. Sie soll ja was einfangen. Und das ist halt nunmal nicht nur Funk, sondern auch Wind.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • da der Sturm am Wochenende unseren alten Masten abgeknickt hat, muss die SatSchüssel nun neu aufgebaut werden.

    Während Hermine mit moderaten Spitzengeschwindigkeiten von 95 km/h gepustet hat bin ich problemlos 700 km von SH nach BW gefahren.


    Ein nach der vereinfachten Oldie-Windlastberechnung der IEC 60728-11 dimensionierter Antennenmast hält in Höhen > 20 m über Grund auch Windgeschwindigkeiten von 150 km/h stand. Antennenmasten sind stabiler als Dachsparrenhalter, aber selbst die gibt es bis zu Biegemomenten von 1000 Nm. Unabhängig davon ob der Schorni eine laienhafte Bastellösung mit Antennenmontage an Trittrosten moniert, weil sie seinen Zugang zum Schorstein erschwert oder nicht, ist das Vorhaben statischer Murks.


    Gegen Blitzschlag muss vermutlich St. Florian schützen und einen Schutz gegen den elektrischen Schlag gibt es auch nicht, richtig? :thumpsdown: