Sanierung eines Ferien (Holz) Hauses aus den 80ern

  • Hallo Gemeinde,

    wir haben im Sommer ein kleines (50m²) Schwedenhaus welches auf Punktfundamenten steht gekauft und planen dieses komplett zu sanieren. Ziel ist es ein allwettertaugliches und ganzjährig nutzbares Schmuckstück zu erschaffen. Ab einer Außentemperatur von -3 Grad müssen die Wandheizungen schon häufig laufen um das Haus frostfrei (6-9Grad) zu halten, das soll sich natürlich grundlegend ändern.

    Im Großen und Ganzen weiß ich eigentlich wohin die Reise gehen soll (Holzfaserdämmung in der INstallationsebene, in den Ständerrahmen und außen mit hinterlüfteter Holzfasade, neue Fenster und Türen, Fußbodenheizung über Gasbrennwert Therme, Holzfaserdämmung auf und zwischen dem Dach usw.), jedoch bin ich bzgl. Unterbau und mancher Details noch nicht ganz sicher was der beste und was der zweitbeste Weg ist und hoffe auf ein bisschen Unterstützung "aus der Ferne".


    Das Häuschen steht auf Punktfundamenten und die Tragbalken sind (weil sich die Vorbesitzer in den letzten Jahren nicht wirklich um die Instandhaltung gekümmert haben) teilweise vergammelt. Hier werde ich wohl den Zimmermann kommen lassen um das zu richten. Vermutlich nicht nur einmal gab es Hochwasser, sodass die Hütte ordentlich abgesoffen ist, weil ein Bachlauf der überflüssiges Regen- und Tauwasser ableiten soll verstopft war und das ganze Hanggrundstück geflutet hat. Das ist auch der Hintergrund meiner Überlegungen, denn die Dämmung von unten ist für mich noch nicht ganz klar.


    Nun zu meiner ersten Frage in die Runde.

    Warum sollte ein wie beschrieben gegründetes Haus unten belüftet und ringsum offen sein, wenn das gleiche Haus (auf einer Bodenplatte stehend) nicht belüftet ist?

    Einerseits leuchtet es mit ein, dass Feuchtigkeit "abdampfen" muss, wenn sie ans Holz kommt.

    Andererseits könnte ich aber auch den Hohlraum zuerst mit Folien und dann mit Schaumglas verfüllen, darauf dann mit EPS/XPS-Dämmplatten die Bodendämmung optimieren) und den Sockel des Hauses ringsum mit Beton verschließen oder vom Flaschner verblechen lassen und somit den Feuchtigkeitseintrag verhindern.


    Auf Denkanstöße, konstruktive Kritik aber auch mögliche Erfahrungsberichte oder Tipps bin ich gespannt.

  • Warum sollte ein wie beschrieben gegründetes Haus unten belüftet und ringsum offen sein, wenn das gleiche Haus (auf einer Bodenplatte stehend) nicht belüftet ist?

    sollte es das? nein.

    du kannst machen was du willst, so lange holz 30cm vom dreck weg ist und nicht aus anderen gründen auffeuchten kann.

  • Nun zu meiner ersten Frage in die Runde.

    Warum sollte ein wie beschrieben gegründetes Haus unten belüftet und ringsum offen sein, wenn das gleiche Haus (auf einer Bodenplatte stehend) nicht belüftet ist?

    weil die Bodenplatte keine Bodenplatte ist, sondern eine aus Holz bestehende Balkenlage.

    Aus Gründen des konstruktiven Holzschutzes (siehe mls ) muss Abstand vom Untergrund sein und zudem belüftet werden.


    Nicht vergessen: Feuchtigkeit kommt zu einem großen Teil auch aus dem Untergrund. Wenn Du ringsum zu machst, schaffst Du ein warmfeuchtes Milieu dort unter der Balkenlage.