Gab es asbesthaltige Tapete?

  • Hallo Leute,

    Ich bin neu in diesem Forum und seit ca 3 Wochen Besitzer einer kleinen schnuckeligen Wohnung Baujahr 1966. Im Wohnzimmer sind noch die alten Tapeten von damals. Diese sollen raus. Baujahr bedingt mache ich mir natürlich auch Gedanken um das Thema Asbest. Nun meine Frage: Hat jemand schon etwas von Asbesthaltigen Tapeten gehört? Oder kann ich sie bedenkenlos abkratzen?


    Die Tapete sieht aus wie eine Papiertapete mit leinenfäden als Dekor. Zwischen den Fäden gläntzt die Tapete. Wenn man sie abzieht bleibt ein Teil der Tapete an der Wand haften.Um eine Steckdose herum habe ich das schon gemacht. Ein Bild dazu habe ich gepostet.

    und wie sieht es mit Putz darunter aus? Ist es wahrscheinlich, dass dieser Asbest enthalten könnte? Wenn ich die Tapete abspachtel bestünde da Gefahr? Ziel ist es dann direkt auf den Putz zu streichen um eine weiße Wand zu bekommen!

    Sorry für die laienhafte Fragen. Aber jeder fängt mal klein an!

    Grüßee!! Klausi!

  • Sicherheit gibt immer nur eine Analyse.


    Die Tapete halte ich für eine in den 1980er Jahren beliebte "Pflanzenfaser auf Zellstoff"-Tapete und damit für kaum asbestfaser-verdächtig.


    Zum Putz mag sich KatMat äußern.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Das ist eine klassische, textile Kettfadentapete.

    Die wurde in den 70ern und 80ern zigtausend Mal verarbeitet.


    Kein Asbest und auch sonst nix besonders Erwähnenswertes!


    Don't worry ;)

    Gruß Werner :)

  • alles klar Sarkas! Dann bin ich echt beruhigt! Die Kettfadentapete wird jetzt das Zeitliche segnen und einem strahlenden Weiß weichen! Was hältst du von der Putz Sache? Wahrscheinlich eher lieber nicht wie ein Wahnsinniger dran rumkratzen?

  • Bitte an ggf. darunter liegende Spachtelmassen denken! Diese sind bei dem Baujahr manchmal durchaus asbesthaltig, gerade Glättspachtel und M***fill usw... Vor dem Abnehmen der Tapeten ORDENTLICH vornässen und PSA anlegen - im Zweifelsfall noch ne Probe machen wenn man eine "verdächtige" Fläche erkennt...

  • macmike771 danke für die Infos. ich habe nun die oberste Schicht der Tapete trocken abgemacht. Dann die Untere Schicht mit Spülmittel/Essig Wasser eingeweicht und dann mit dem Spachtel entfernt. Ich hatte immer einer FFP2 Maske an. Größtenteils war unter der Tapete noch die Weiße Farbe. An einigen Stellen kam die Farbe mit der Feuchten Tapete mit und der Putz kam zum Vorschein und da wo später eine Steckdose eingezogen wurde eine glatter Spachtel. ich habe immer wieder gelüftet. Aber großartig gestaubt hat nichts. Anschließend habe ich 2 Schichten Darüber gestrichen. Was wäre denn eine verdächtige Fläche?

  • Also, gerade aus der empfangsfreien Pampa zurück:

    Ja, es gab asbesthaltigen Putz und vor allem Spachtelmassen. Eigtl fast immer sehr geringe Asbestgehalte, so ca. 20% der Untersuchungsfälle. Wenn nur die Tapeten nass abgelöst werden würde ich mir keine Gedanken machen.

    Wenn man im Putz wühlt sollte man je nach Ängstlichkeit und Größe der Baustelle eine Mischprobe untersuchen lassen.

    Aber auch vorher überlegen: was tue ich wenn....

  • Hallo KatMat!


    Empfangsfreie Pampa hört sich u.U. ja gar nicht so übel an! :)

    Sorry fürs späte Antworten.. Ich hatte bis gerade eben noch kein Internet in der Wohnung und keine mobilen Daten mehr!

    Vielen Dank erstmal für die beruhigende Info! Was meinst du mit "vorher überlegen: was tue ich wenn...."? Die vier Pünktchen nach dem Wort "wenn" beunruhigen mich.... ;)


    Aber das heißt ja, dass die Wahrscheinlichkeit Asbest in den Wänden zu haben prinzipiell schonmal gering ist. Bisher war es nur die Tapete, die wir entfernt haben und im Anschluss haben wir zwei mal mit normaler Wandfarbe darüber gestrichen. Allerdings habe ich auch unzählige Dübel vom Vorbesitzer aus den Wänden gezogen.. Ich habe mal einen neuen Thread angefangen:


    Kleine 60er Traumwohnung, große Fragezeichen


    Würde mich sehr freuen dich und die anderen da wiederzusehen!


    Viele Grüße!!


    Klausi