Trapezblech Dacheindeckung Lärmschutz

  • Hallo Liebe Gemeinde,


    aus Kostengründen überlegen wir bei der Sanierung unseres Hauses, das Dach mit traufsetigen Dachgauben mit Trapezblech einzudecken. Dafür suchen wir nach einer kostengünstigen Variante um die Lärmproblematik des Materials "Blech" in Griff zu bekommen.


    Folgende Überlegung bzgl. Dachaufbau könnten wir uns vorstellen, aber ob das reicht?


    Innen nach Außen

    Holzfaserplatte 25

    Dampfbremse

    Zwischensparrendämmung 160mm Mineralwolle

    Aufsparrendämmung 100mm

    Unterdeckbahn

    Konter-/Kreuzlattung

    Hinterlüftung 40mm

    Trapezblech


    Frage, wird das ausreichen?oder kann man den Schallschutz besser gestalten, indem man unter/Ober der Aufsparrendämmung eine Holzschalung mit schallschutzelemente verlegt?


    Danke im Voraus!

  • Viele Experten haben uns davor gewarnt, das dies Lärm verursacht bei starken Regen. Wir wollen auch keine Prefa od. Stehfalzdach bauen, sondern ganz klassische Trapezprofile.


    Wie ist der Dachaufbau bei eurem Prefa Dach?

  • Viele Experten

    Experten für was? Fehlinformationen? Latrinenparolen?


    Ich habe jahrelang in einem Büro unter einem (komplett mit Blech eingedeckten) Steildach gearbeitet. Egal, ob Sonnenschein, Nebel, Regen oder Schnee - es war nicht lauter als unter Dächern mit Ziegel- oder Betonsteindeckung!

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Einfach so Trapezblech auf das Dach schrauben, das würde ich mir sehr gut überlegen. Das mag für eine Scheune oder Industriehalle OK sein, nicht aber bei einem Wohnhaus. Das Prasseln bei Regen wird sich in die Räume darunter übertragen.


    Am besten setzt man mit der Schalldämmung dort an wo der Schall entsteht, das wäre hier das Blech selbst. Bleche mit einer Dämmlage (Sandwich) reduzieren bereits den Schallpegel bei der Entstehung. Man muss hier beachten,, dass es nicht nur um die Dämmung von Luftschall geht, sondern die Regentropfen versetzen die Bleche in Schwingungen, und die breiten sich über Schrauben, Unterkonstruktion usw. aus bis in die Räume darunter. Selbst Befestigungsabstände haben hier einen Einfluss.


    d.h. im zweiten Schritt schaut man sich den Ausbreitungsweg an, und prüft, was man dort noch unternehmen kann, um die Schalldämmung zu verbessern.


    In Deiner Aufstellung steht "Aufsparrendämmung", diese wird einen starken Einfluss haben. Wenn aber bereits die Bleche "gedämmt" sind, dann ist die Schallentwicklung geringer, somit werden die nachfolgenden Schichten quasi entlastet. Was für ein Material? Befestigung?


    So muss man sich durch die einzelnen Schichten durcharbeiten. Dann kann man auch noch etwas rechnen, und wenn der Aufbau gem. Planung ausgeführt wird, sollten Schallprobleme vermieden werden. Dann klappt das auch mit einem Blechdach, und alle sind zufrieden.

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  • Experten für was? Fehlinformationen? Latrinenparolen?


    Ich habe jahrelang in einem Büro unter einem (komplett mit Blech eingedeckten) Steildach gearbeitet. Egal, ob Sonnenschein, Nebel, Regen oder Schnee - es war nicht lauter als unter Dächern mit Ziegel- oder Betonsteindeckung!

    Einer davon verkauft Trapezbleche. Daher wende ich mich an die Profis, wie die Gemeinde hier 😄

    Ja deine Erläuterungen machen Sinn. Noch haben wir kein Material oder Derartiges. Wir haben für uns nur eine Überlegung. Für Vorschläge stehen wir offen.
    Verstehe ich das richtig, das mit der

    Variante 1:

    - Holzfaserplatte

    - zwischensparrendämmung (Mineralwolle)

    - Aufsparrendämmung (Holz ) aber nicht Kunststoff,

    - Trapezblech

    Die Schallübertagung bremst?


    oder Variante 2:

    - gipskarton

    - osb

    - zwischensparrendämmung

    - Sandwichplatten mit Trapezprofil



    Bei Bauder habe ich gesehen gibt es auch Aufsparrendämmung mit Schalldämmplatte aus Holzfaserplatte in der Untersicht. Das ist sicherlich entsprechend hoch in der Anschaffung. Aber könnte dies auch das Problem entkräften?

    Freue mich auf Anregungen.

  • Die erste Variante erhöht zwar durch die Aufsparrendämmung die Schalldämmung, aber die Bleche schwingen trotzdem munter vor sich hin.


    Ich halte nichts davon zuerst ein Problem zu schaffen, damit man es später mühsam beseitigen muss, sondern meine Strategie ist die Ursache zu beseitigen. Jede Dacheindeckung ist bei Regen hörbar, aber wenn Du einmal vergleichst, dann sind Bleche aufgrund ihrer geringen Masse relativ laut. Also Schwingfähigkeit reduzieren, Masse erhöhen. Probleme beseitigt man am besten indem man die Ursache in Angriff nimmt, nicht indem man mühsam an den Folgen herum operiert.

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  • Die erste Variante erhöht zwar durch die Aufsparrendämmung die Schalldämmung, aber die Bleche schwingen trotzdem munter vor sich hin.


    Ich halte nichts davon zuerst ein Problem zu schaffen, damit man es später mühsam beseitigen muss, sondern meine Strategie ist die Ursache zu beseitigen. Jede Dacheindeckung ist bei Regen hörbar, aber wenn Du einmal vergleichst, dann sind Bleche aufgrund ihrer geringen Masse relativ laut. Also Schwingfähigkeit reduzieren, Masse erhöhen. Probleme beseitigt man am besten indem man die Ursache in Angriff nimmt, nicht indem man mühsam an den Folgen herum operiert.

    Ja das ist was dran. Daraus resultiert, dicken Trapezblech mit, wenn möglich Sandwichplatten mit aufsparrendämmung plus Zwischensparrendämmung?


    In einem weiteren Schritt soll eine PV Anlage auf das Dach. Dadurch mindert man ja auch einen gewissen Anteil , oder?

  • Ja das ist was dran. Daraus resultiert, dicken Trapezblech mit, wenn möglich Sandwichplatten mit aufsparrendämmung plus Zwischensparrendämmung?

    Sandwichplatten können vieles schlecht. Welche Art von Sandwichplatten meinst Du genau? Selbsttragende Sandwichplatten? Wenn ja, dann Verlegerichtung beachten!

    In einem weiteren Schritt soll eine PV Anlage auf das Dach.

    Wie wird diese auf dem Trapezblech befestigt? Trapezbleche können keine nennenswerten Punktlasten aufnehmen. In welcher Richtung soll verlegt werden? Passt das alles zusammen?

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Sandwichplatten können vieles schlecht. Welche Art von Sandwichplatten meinst Du genau? Selbsttragende Sandwichplatten? Wenn ja, dann Verlegerichtung beachten!

    Wie wird diese auf dem Trapezblech befestigt? Trapezbleche können keine nennenswerten Punktlasten aufnehmen. In welcher Richtung soll verlegt werden? Passt das alles zusamm

    en?

    hier ist die Rede von leichten Sandwichplatten.

  • PV Module lassen sich auch auf Trapezblechen montieren, man braucht dafür aber das richtige Montagesystem. Einfach ein paar Dachhaken verschrauben, das funktioniert nicht.

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  • Welche genau?

    das weiß ich auch nicht. Bin Laie.

    Hat da jemand Empfehlungen?


    insgesamt möchte ich die Möglichkeit der Belcheindeckung bauphysikalisch theoretisch anregen. Wenn hier Möglichkeiten bestehen, dann muss ich im nächsten Schritt die Wirtschaftlichkeit betrachten. Aber ein fertige Lösung habe ich nicht, daher frage ich hier in die Profi Gemeinde nach Ideen, Anregungen etc.

  • dann muss ich im nächsten Schritt die Wirtschaftlichkeit betrachten.

    Da wirst Du Dich wundern, denn so eine Trapezblecheindeckung ist nicht unbedingt günstig. Eine Lösung die auf einer Industriehalle das beste Preis-/Leistungsverhältnis bietet, muss nicht automatisch auch für ein EFH passen, denn da sind die Anforderungen doch etwas anders.

    Man darf nicht den Fehler machen und sich durch Preise wie x,- €/m² für das Blech blenden lassen, und man sollte auch mit der Optik klar kommen, nicht jedem gefällt so ein Blechdach.

    Wenn man dann das komplette Dach rechnet wird man feststellen, dass das Blech selbst nur einen (kleinen) Teil der Gesamtkosten verursacht.

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  • Ich hatte mal zur Miete einen ans Haus angrenzenden Carport mit Trapzblechdach. Ohne Alles, Metallrahmen, Blech drauf.

    Das hat ganz schön geprasselt wenns geregnet hat.


    Mein Gartenhaus hab ich auch mit Trapezblech gedeckt, das hört man auch ganz deutlich wenn stärker regnet.


    Im Alpinraum fällt mir immer wieder Trapezblech auf. Warum ist das so?

  • Tatsächlich Trapezblech, ich kenne den Unterschied. Seit ich mich mit PV befasse sehe ich Dächer mit anderen Augen und im Netz auch viele aus Österreich.
    Bei uns kommt ja Trapezblech auf Wohngebäuden praktisch nicht vor. Dort ist das anders...

  • Im Alpinraum fällt mir immer wieder Trapezblech auf. Warum ist das so?

    Ich denke zum Teil liegt’s an der Statik. Flacheren Neigungen usw.

    Dachdecker [ˈdaχˌdɛkɐ] - Jemand der basierend auf ungenauen Daten, die von Leuten mit fragwürdigem Wissen zur Verfügung gestellt werden, präzise Rätselraten kann. Siehe auch; Zauberer, Magier

    * Administrative oder moderative Beiträge in rot

  • insgesamt möchte ich die Möglichkeit der Belcheindeckung bauphysikalisch theoretisch anregen.

    Das mit dem Anregen versteh ich nicht. Was möchtest Du anregen, eine Diskussion über den Sinn von Trapezblechdeckungen auf Wohnraumdächern mit einer Neigung von X° ?

    Wenn hier Möglichkeiten bestehen, dann muss ich im nächsten Schritt die Wirtschaftlichkeit betrachten. Aber ein fertige Lösung habe ich nicht, daher frage ich hier in die Profi Gemeinde nach Ideen, Anregungen etc.

    Meine Anregung: Eine konkrete planerische Betrachtung oder eine fachliche Prüfung durch einen Dachdecker könnten weiterhelfen.

    ... bei der Sanierung unseres Hauses, das Dach mit traufsetigen Dachgauben mit Trapezblech einzudecken. Dafür suchen wir nach einer kostengünstigen Variante um die Lärmproblematik des Materials "Blech" in Griff zu bekommen. ...

    Ein zu sanierendes (Sparren-) Dach mit mehreren Gauben klingt für mich erstmal nichts nach Trapezblech. Neben der Bauphysik kommt da auch die Statik ins Spiel. Echte Trapezblechdächer im Bereich von Hallenbauten liegen auf Pfetten, nicht auf Sparren. Es gibt also eine komplette andere Dachkonstruktion als bei Dir. Auch die Dämmung funktioniert dann meist völlig anders. Deshalb die Frage, was Du damit genau meinst. Das muss im Zusammenhang betrachtet werden und hier gibt es bisher zu wenige Detail-Informationen. (Dieses Forum kann Dir bei Überlegungen hierzu helfen, aber keine intensive objektspezifische Planung ersetzen.)


    Um erstmal begrifflich Klarheit in diesen Faden zu bekommen: Mit Trapezblech meine ich so etwas, wie das hier unter "Statik" dargestellte "111/275"er!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Welche Dachneigung ist denn vorhanden? Eine Eindeckung mit Trapezblech oder Sandwichpaneele würde ich bei einem Wohnhaus erst mal ganz hinten anstellen, wie R.B. in #14 schon geschrieben hat, kann es sein, das eine Eindeckung mit Trapezblechen bzgl. Anschlüssen, Dachgeometrie, Schall und allen anderen Klimmzügen auf einmal doch nicht mehr so die erste Wahl ist und ein anderes Bedachungsmaterial evtl. doch sinnvoller ist. :)

  • Ich sehe hier folgendes Hindernis/Problem, nennt es wie Ihr wollt: Der TE spart sich jedwede Planung und versucht nun, das Rad neu zu erfinden, hat aber gemerkt, das ein Vieleck noch immer nicht rund läuft und hofft nun, hier (von uns) eine Gedankenfeile zu bekommen, die aus dem Vieleck etwas macht, dass sauber läuft, ohne es Rad zu nennen.

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Eine Alternative, auch wenn ich gleich gesteinigt werde. :thumbsup:


    Eternitplatten, mindern sowohl die Prasselgeräusche und bieten auch noch geringen Wärmeschutz im Sommer.


    Die Stallbedachung gibt es evtl. auch in "schön". :D

  • Hää??? Warum???

    Denke einfach durch das höhere Flächengewicht der Zementfaserplatten i. Vgl. zu Blechen.


    Bitte den Tipp aber nicht ernstnehmen, Eternit kann man auf den Schweinestall mit Ammoniakausdünstungen bauen, aber nicht auf ein Wohnhaus, wo es auch mal länger als 20-30 Jahre durchhalten muss.


    Gutes Blech hält praktisch unbegrenzt, wenn man alle Jahrzehnte mal die Schrauben tauscht und auf Rost kontrolliert.


    Mit all den von dir genannten Problemen bei den Anschlüssen und sooooviel teurer ist ein gutes Dach aus Dachsteinen oder Ziegeln auch wieder nicht. :D