Spülmaschine läuft voll, wenn Waschmaschine abpumpt

  • Hallo Freunde,

    Ich habe in der Küche eine neue Spüle eingebaut. Am Abfluss ist neben der Spüle auch die Wasch- und Spülmaschine angeschlossen. Wenn die Waschmaschine abpumpt, läuft leider die Spülmaschine voll. Ich habe euch ein Bild angefügt. Meine Vermutung ist, dass das Wellrohr zum Hauptabfluss (wand) zwar sehr kurz ist, die Abfluss Geschwindigkeit jedoch zu gering. Ich habe das Wellrohr gekürzt - das war wohl ein Fehler. Was meint ihr? Lieben Gruß.

  • Das Kürzen war sicher kein Fehler. Allerdings ist Wasser "intelligent und faul" und wählt den einfachsten Weg. Wenn also der Weg in den eigentlichen Abfluss nicht ausreichend groß ist, fließt es da weiter wo es am einfachsten geht, hier in Deine Spülmachine. Möglicherweise kann man das mit einem Rückschlagventil lösen, das man in die Leitung des Geschirrspülers einsetzt. Das darf aber nicht so stark sein, das die Spülmaschine zuviel Druck benötigt um es zu öffnen. Im Sanitärfachhandel/Baumarkt wird man Ihnen das Richtige geben können.

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    Steve Jobs

  • Villeicht hilft es ja auch schon, den Ablauf der Spülmaschine mit einem Bogen nach oben zu verlegen. Dann wird das intelligente und faule Wasser lieber Richtung Siphon statt bergaufwärts fliessen.

  • Möglichwerweise ja. Da die Waschmaschine aber viel Wasser in kurzer Zeit abpumpt muss das nicht funktionieren.


    Villeicht hilft es ja auch schon, den Ablauf der Spülmaschine mit einem Bogen nach oben zu verlegen. Dann wird das intelligente und faule Wasser lieber Richtung Siphon statt bergaufwärts fliessen.

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    Steve Jobs

  • ch habe in der Küche eine neue Spüle eingebaut. Am Abfluss ist neben der Spüle auch die Wasch- und Spülmaschine angeschlossen. Wenn die Waschmaschine abpumpt, läuft leider die Spülmaschine voll. ... Vermutung ist, dass das Wellrohr zum Hauptabfluss (wand) zwar sehr kurz ist, die Abfluss Geschwindigkeit jedoch zu gering.

    Das Problem dürfte vor allem die Zusammenfassung der beiden Abwasserleitungen im selben Stutzen sein. Meinen rudimentären Kenntnissen nach dürfen Freispiegelzuläufe nur unter bestimmten Winkeln und Mindestabständen zueinander angeordnet werden. Ich bin mir mir ziemlich sicher, dass diese hier unterschritten sind. Der Rest ist dann nur noch der Effekt kommunizierender Röhren.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Es wäre nicht schlecht wenn man sehen könnte, wie WaMa und Spülmaschine am Siphon angeschlossen wurden.

    Der Flexschlauch ist zwar eine Bastelei, dürfte hier aber nicht ursächlich sein.

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  • Es wäre nicht schlecht wenn man sehen könnte, wie WaMa und Spülmaschine am Siphon angeschlossen wurden.

    ich denke das kann man erahnen: das Ablaufrohr hat nur einen Anschlussstutzen, und da ist ein Y-Adapterstück für die 2 Ablaufschläuche dran.

  • Richtig, das vermute ich auch.

    Serienmäßig sind in die beiden Anschlüsse leichtgängige Rücklaufkläppchen aus Gummi verbaut.

    Fehlen die eventuell?




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • und da ist ein Y-Adapterstück für die 2 Ablaufschläuche dran.

    Oder ein gebasteltes T-Stück. Aber wenn man sich die Schlauchführung genauer anschaut, dann eher ein Y, da hast Du Recht. Dann würde ich noch zu einem anderen Siphon raten mit höherer Ablaufleistung.

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  • Ich würde ja einfach 2 HT-Abzweige hintereinander in das Abwasserrohr in der Wand stecken und WaMa und Spülmaschine jeweils von oben in den Abzweig laufen lassen. Danach (also Richtung Spüle) den Siphon. Ich vermute, dass die abgegebene Wassermenge den Siphon überfordert und es dadurch zum Rückstau kommt.

    Macht in meinen Augen auch gar keinen Sinn, die Abwässer von Wama und Spülmaschine durch den Siphon laufen zu lassen.

  • da es sich um ein IKEA-Faktum Küchenkasterl handelt, nehme ich an dass der Siphon auch IKEA ist.

    Die IKEA Platzsparsiphons (original mit dem Wellrohr, übrigens) haben bisweilen 2 SpüMa/WaMa Anschlüsse.

    Ich würde mal davon ausgehen, das ist Original so, aber leider trotzdem untauglich.

    Ist das Neu, oder ist evtl. der Sphon relativ "zu" ? Das könnte es auch erklären?


    Da hier gar nicht die Raumnot für so ein Gebastel herrscht, würde ich Umbauen auf einen Normalen Siphon und die Anschlüsse mit entsprechendem Abstand anbinden.

  • Ich würde ja einfach 2 HT-Abzweige hintereinander in das Abwasserrohr in der Wand stecken und WaMa und Spülmaschine jeweils von oben in den Abzweig laufen lassen. Danach (also Richtung Spüle) den Siphon. Ich vermute, dass die abgegebene Wassermenge den Siphon überfordert und es dadurch zum Rückstau kommt.

    Macht in meinen Augen auch gar keinen Sinn, die Abwässer von Wama und Spülmaschine durch den Siphon laufen zu lassen.

    Das ist kein guter Ratschlag. Auch Geräteanschlüsse wie Wasch- und Spülmaschine sind über einen Geruchsverschluss ans Abwassersystem anzuschließen.

    Sowohl handelsübliche Y-Stutzen als auch gegenüber- oder übereinanderliegende Anschlüsse funktionieren, wenn die beigefügten Gummiklappen verwendet werden.

    https://www.amazon.de/dp/B0043…V1KS?_encoding=UTF8&psc=1




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Das Problem dürfte vor allem die Zusammenfassung der beiden Abwasserleitungen im selben Stutzen sein.

    eigentlich nicht .

    bei jeder wasch/spülmaschine wird ein schlaufenhalter für den flexschlauch mitgeliefert .

    in der bedienungs/instalationsanleitung ist dessen funktion erklärt ........

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Moderne größere WaMas mögen gerne auch mal DN75 für den Abfluss. Könnte sein dass der Raumsparsiphon da rein querschnittstechnisch überfordert ist wenn die 8kg WaMa ihre Flusensuppe da durchdrückt?

  • Was will man sagen, wieder ein Reichsbürger aus Sachsen,

    blöderweise gibt es diesen Mist von IKEA sogar auserhalb der BRD und sogar auserhalb von Sachsen.


    Ergo ist das Thema Made by IKEA.

    Leiste dir nen vernüftigen Sifon mit zwei Maschinenanschlüssen und du bist 2 deiner 4 bzw vielen Probleme los.

    :lach: Leute, kennt Ihr Quarantäne-Kaffee? Der ist wie normaler Kaffee aber mit Vodka drin und ohne Kaffee. :D

  • Du spielst auf Sachsen Nicht BRD an? Ich dachte das sei eine Ansammlung der Wirkstätten... Polen ist ja auch gleich nebenan...


    Dann bin ich ja auch eine Reichsbürgerin. Naja aber bitte dann für das ECHTE Reich, dass Original und nicht das Barbarenreich. Also das Römische Reich. Es führen ja eh alle Straßen nach Rom... :P :D

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Was will man sagen, wieder ein Reichsbürger aus Sachsen,

    blöderweise gibt es diesen Mist von IKEA sogar auserhalb der BRD und sogar auserhalb von Sachsen.


    Ergo ist das Thema Made by IKEA.

    Leiste dir nen vernüftigen Sifon mit zwei Maschinenanschlüssen und du bist 2 deiner 4 bzw vielen Probleme los.

    Ich habe nen vernünftigen, von einer Fachfirma, verlegten Anschluss und hatte trotzdem das selbe Problem....:P

    Aber ein Rückschlagventil hats gelöst.

  • So? Welche denn?

    Hm, in den Bedienungsanleitungen (die zwei die ich selber hab...) hab ich tatsaechlich nix gefunden, dafuer aber bei diversten Herstellern von Abwasserrohren z.B.

    https://www.marley.de/alte-web…ntwaesserung/anschluesse/ (unten auf der Seite)


    oder in


    "Bemessung von Schmutzwasserleitungen im System I nach DIN EN 12056-2 und DIN 1986-100", 2008 Jörg Scheele, Witten,


    gefunden, wobei hier DN 60 für WaMas ab 6 kg gefordert wird, also dann üblicherweise DN75, sofern Kunststoffrohre zum Einsatz kommen.


    Ist dann ein WaMa Abfluss mit >= DN 60 vorzusehen? Waere ja eigentlich eine Frage an die Sanis... oder Entwaesserungsplaner...

  • ...Ist dann ein WaMa Abfluss mit >= DN 60 vorzusehen? Waere ja eigentlich eine Frage an die Sanis... oder Entwaesserungsplaner...

    Also meine Planungen haben für WM DN50 bis DN40 ausgeworfen. Meine Kunden haben allerdings auch nie Industriewaschmaschinen in die Aufgabenstellung geschrieben. 😉

    Falls Deine Theorie stimmt, müsste die WM auch einen viel größeren Ablaufschlauch als die üblichen 3/4" besitzen.

    Die mir bekannten 6 kg-Maschinen haben diesselbe Laugenpumpe wie die herkömmlichen und pumpen dann eben 10s länger.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • 6 kg sind heute ja eher die untere Grenze, viele bieten 8 oder gar 9-10 kg pro Waschladung fuer die Grossfamilie.

    Vielleicht ist da dann einfach viel Puffer einkalkuliert worden, den die Hersteller aber gar nicht ausnutzen, da sie

    pumpen dann eben 10s länger.

    eher dieses Prinzip verfolgen und auf Nummer sicher gehen, damit im Zweifelsfall nix überläuft wenn der Kunde die Maschine an das WC Waschbecken mit DN40 ranhaengt. 3/4 Zoll ist jetzt nicht unbedingt limitierend, mit genuegend Druck bring ich auch ein DN 50 Siphon damit an die Kapazitaetsgrenze der Ablaufleistung, rein theoretisch (und praktisch schon am 3/4 Zoll Auslauf des Rückspülfilters beobachtet, ja da reden wir dann schon von ein paar bar, aber ich hab auch keine Ahnung mit was so eine Laugenpumpe üblicherweise fördert, vermutlich aber viel weniger :-).)


    Wir haben übrigens auch nur DN 50 verbaut. Auf DN 75 bin ich zwar bei der Recherche gestossen, erschien mir aber zu grob...

  • ja da reden wir dann schon von ein paar bar, aber ich hab auch keine Ahnung mit was so eine Laugenpumpe üblicherweise fördert,

    Was bringst Du denn jetzt in die Diskussion? Eine Laugenpumpe fördert i.d.R. 1,5 - 2 m hoch. Wieviel bar sind das?




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    M.G.Wetrow

    Einmal editiert, zuletzt von ThomasMD ()

  • Man darf nicht vergessen, dass die heutigen Maschinen deutlich weniger Wasser benötigen, und ob die Maschine ein paar Sekunden mehr oder weniger abpumpt ist auch nicht entscheidend. Beides also Punkte die eher dafür sprechen, dass ein kleiner(er) Querschnitt der Leitung ausreicht.

    Keine Ahnung welche Ablaufleistung der im Bild gezeigte Siphon zulässt und was die WaMa benötigt, man kann nur vermuten, dass das nicht so sauber passt. So mancher Raumsparsiphon staut bereits bei 0,3l/s zurück, und wenn die WaMa schnell ihre Brühe loswerden möchte, dann reicht das evtl. nicht aus. Ein normaler Röhrensiphon sollte in etwa das Doppelte schaffen.


    Was aber irgendwie im thread untergegangen ist:


    Villeicht hilft es ja auch schon, den Ablauf der Spülmaschine mit einem Bogen nach oben zu verlegen.

    So kenne ich es auch, und vermutlich dürfte das auch so in den meisten Montageanleitungen stehen. Hier wäre nur die maximale Höhe zu beachten, die aber bei einer Montage unter der Spüle wohl kaum erreicht wird.

    Wenn man schon in die Montageanleitung schaut, dann auch einmal darauf achten, ob der Schlauch auf dem Boden verlegt werden darf, oder ob er (stetig) fallend vom Siphon aus in Richtung Maschine verlegt werden sollte.

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  • 0.15 - 0.2 bar klingt wenig, aber für Abwasser auch plausibel. Schön und nice to know...wieder was gelernt. Ob ich diesen Fun Fact anderswo mal unterbringe? Ich denke wir brauchen das auch nicht weiter verfolgen.

  • Da es mir dann doch keine Ruhe lässt, hab ich noch mal nachgerechnet:


    1.) ideale Bedingungen (Hagen Poiseuille'sches Gesetz, laminare Strömung, keine Rohrreibung)


    Volumenstrom dV/dt = pi* r⁴/(8 *Viskosität) * Druckdifferenz / Rohrlänge; r: Rohrradius hier ca 1cm, Viskosität 1 mPas, Rohrlänge 1 m

    liefert bei einer maximalen Druckdifferenz von 0,2 bar (das liefert die Pumpe) einen satten Volumenstrom von 78 l/s (!)


    2.) Die Bedingungen sind sicher nicht ideal:

    Druckverlustrechner (online) angeworfen und mit den Volumenströmen bei turbulenter Strömung und geringer Rohrrauigkeit (0.1 mm) experimentiert:

    bei einem Volumenstrom von 1,5 l/s (!) erreicht der Druckverlust 0.18 bar, d.h. selbst unter realistischen Bedingungen könnte eine Laugenpumpe einen Volumenstrom von 1.5 l/s in einem DN 20 Rohr der Länge 1 m antreiben. (bei 2 m Länge immer noch 1.1 l/s)


    Daher erscheint mir das Hochhängen des Rohres durchaus sinnvoll: Es erhöht einerseits den Druckverlust, den die Pumpe kompensieren muss und sorgt vermutlich erst für den nötigen Strömungswiderstand womit die Pumpe den Volumenstrom auf ein erträgliches Maß (z.B. 0.3 l/s) einstellt. Bei einem sehr langen Schlauch (oder einer vernünftigen Regelung des Volumenstroms) wäre das nach diesen Überlegungen u.U nicht nötig.


    Im Lichte dieser Überlegungen erscheint die Forderung nach >= DN 60 fragwürdig, aber zumindest der Siphon sollte nicht zu klein dimensioniert werden.

    Wie bereits von mehreren Vorrednern angemerkt.


    So jetzt bin ich auch zufrieden und hab obendrein mein Verständnis der WaMa-Abpump-Hydraulik & -Technologie ein wenig erweitern dürfen....

    Homeoffice ist manchmal schon für allerhand nützlich.

  • Daher erscheint mir das Hochhängen des Rohres durchaus sinnvoll:

    mir ging es zwar in erster Linie nicht um den WaMa-Ablauf, sondern um den der Spülmaschine, damit der sich nicht zum Zulauf umkehrt.

    Aber dass vielleicht dass Hochhängen beider Abläufe noch eher zum Erfolg führt ist ja auch eine schöne Erkenntnis...