Fenster Vorwandmontage Altbau

  • Hallo zusammen,


    wir haben einen Altbau gekauft, der gedämmt werden muss. Da zur Erreichung der KFW Förderung die Dämmstoffdicke recht hoch werden wird (je nach Material 15-20cm), würde ich gerne die Fenster (werden auch erneuert) in Vorwandmontage anbringen, mindestens aber flächenbündig mit der Außenwand.


    In einem Nachbarforum habe ich gelesen dass dies im Altbau nicht ohne weiteres Möglich ist, falls das Fenster bisher im Innenanschlag befestigt. Dann müsste für einen Flächenbündigen oder Vorwand-Einbau der Sturz angeschnitten werden. Leider habe ich dazu keine weiteren Beispiele gefunden.


    Im Anhang ein paar Bilder der Fenstersituation. Rolladenkästen sind nicht vorhanden.


    Konkret meine Fragen:

    Könnt ihr mir sagen, ob es sich um einen Innenanschlag handelt?

    Falls ja, kann der Anschlag oben und an den Seiten abgeschnitten werden?

    Wie verfahre ich mit der Steinfensterbank?


    Danke für eure Einschätzung!


  • Ich sehe gerade dass ich ins völlig falsche Unterforum geraten bin, bitte an die Admins das zu Fenstern zu verschieben.

    Danke!

  • Du bist schon im richtigen Unterforum. Das hier heisst "Planung" und genau die ist es, die Dir fehlt.


    So zu erkennen, ob das Mauerwerk einen Anschlag hat und ob man da ewas wegnehmen kann, geht nicht.

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  • ob das Mauerwerk einen Anschlag hat und ob man da ewas wegnehmen kann

    Das kann doch der TE ganz einfach feststellen, wenn er die Breite der Fensterlaibung einmal innen und einmal außen misst. Ist es innen größer als außen, hat er einen Anschlag. Ob der abgeschnitten werden muss, liegt im Ermessen und Schönheitsempfinden des TE. Die meisten machens aber müssen muss man nicht.




    Wenn Dich ein Laie nicht versteht, so heißt das noch lange nicht, dass du ein Fachmann bist.



    M.G.Wetrow

  • Mit messen kann er bestenfalls festellen, ob es einen maßlichen Unterschied gibt. Wie der aber zustande kommt, nicht.


    Und wenn es ein Aussenanschlag sein sollte, könnte der auch tragend und über dem Fenster ein Sturz in Tiefe des Anschlags liegen. Dann ists Essig mit wegstemmen. Dann klaust Du ihm nämlich evtl. das Auflager bzw. Teile davon. Oups

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  • Das kann doch der TE ganz einfach feststellen, wenn er die Breite der Fensterlaibung einmal innen und einmal außen misst. Ist es innen größer als außen, hat er einen Anschlag.

    leider: nein und nein!


    zumindest müsste er auch noch Öffnungsbreite und -höhe innen und außen messen und vergleichen. Dann weiß er, ob es einen Anschlag gibt, aber immer noch nicht, wie er konstruiert ist.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Wenn die Fenster groß genug sind, kann man ja bis zum Anschlag auffüllen, also mauern. Muss man nur so entsprechend beauftragen, nicht dass die Fensterbauer wie nen Ochs vorm Berg da stehen und dann was hanebüchenes hin basteln. Man kann ja auch die Anschläge rundherum weg klopfen und den Sturz lassen, wenn der statisch was zu sagen hat.


    Wenn die Fenster eh raus kommen, kannst ja Hammer und Meißel nehmen und mal was auf klopfen und gucken wie es aussieht.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • Natürlich immer unter der Prämisse, dass man es darf. Logo, oder? Früher lagen die Dinger länger auf als heute. Der Anschlag hatte kaum statische Bedeutung, soweit es mir in ältere Häuser schon untergekommen ist. Mag aber im Norden anders aussehen...

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  • Könnt ihr mir sagen, ob es sich um einen Innenanschlag handelt?

    Messen, messen, und noch einmal messen. Ich unterstelle einmal, Du weißt was Du wie messen musst, ansonsten denjenigen holen der die Fenster austauschen soll (wäre sowieso zu empfehlen).

    Anhand der Bilder kann man das nicht beurteilen, bestenfalls vermuten. Es könnte sich aber auch um unterschiedliche Putzstärken handeln.


    Wenn der Unterschied so gering ist, dass man ihn auf den Bildern nicht erkennen kann, lohnt es sich dann überhaupt darüber nachzudenken ob man einen Anschlag entfernen kann? Warum nicht die Fenster das bisschen kleiner machen?


    Wie verfahre ich mit der Steinfensterbank?

    Wieviel Aufwand möchtest Du betreiben?

    Man kann die neuen Fenster auf die Fensterbank setzen und die nach außen überstehenden 3-4cm in die Dämmung einpacken. Alternativ abtrennen.

    Denkbar wäre auch, die alte Fensterbank raus, und das Fenster auf eine Rahmenverbreiterung setzen (Brüstungshöhe innen beachten). Dann außen eine neue Fensterbank setzen. Möglich ist fast alles, bis hin zu einem kompletten Neubau, aber wie gesagt, Du solltest entscheiden, wieviel Aufwand Dir das wert ist.


    Zum Sturz, da gibt es nicht viele Möglichkeiten ohne die Stelle zu öffnen. Die mir bekannten Statiker verfügen noch nicht über Röntgenaugen. mit denen sie anhand von Bildern bereits erkennen könnten, ob und was da verbaut ist.


    Würde man den Sturz nicht anfassen, dann wäre bei einem neuen "typischen" Kunststofffenster die Oberkante der Glasfläche außen ca. 11-12cm unterhalb der jetzt sichtbaren Sturzkkante (Fuge + Rahmenprofil + sichtbarer Teil Flügelprofil). Einfach mal mit dem vorhandenen Fenster vergleichen. ob die Differenz den Aufwand rechtfertigt. Selbst wenn das alte Fenster am Sturz gegen einen Anschlag gesetzt sein sollte, dann reden wir über vielleicht 2-3cm die man beim neuen Fenster an Höhe gewinnen könnte.


    In diesem Zusammenhang würde ich mir auch Gedanken darüber machen, ob das neue Fenster einen Rollladen bekommen soll. Bei der vorhandenen Fensterhöhe kommt wohl nur eine Vorbauvariante in Frage.


    Wird das neue Fenster nach außen gesetzt, dann muss innen natürlich komplett nachgearbeitet werden (Fensterbank, Leibungen etc.), das sollte man auch nicht vergessen. Selbst wenn man das neue Fenster an die alte Position setzen würde, wäre das notwendig, da die neuen Profile mit 70-80mm sicherlich stärker sind als die alten (vermutlich 60mm). Ansonsten müsste man das neue Fenster auf Höhe der Innenfensterbank setzen und mit einem Fensterbankprofil arbeiten finde ich persönlich nicht so prickelnd.


    Wie Du siehst, gibt es hier viele Punkte über die man nachdenken muss, und da greift das was mein Vornamensvetter oben geschrieben hat


    Das hier heisst "Planung" und genau die ist es, die Dir fehlt.


    Du brauchst also jemanden der sich mit der Materie auskennt, und zwar nicht nur mit Fenstern, sondern auch mit WDVS. Einfach Fenster austauschen und den Verputzer nachher vor vollendete Tatsachen stellen, das führt bestenfalls zu einem Kompromiss, meist zu 08/15, Hauptsache es funktioniert irgendwie, und manchmal auch zu Schäden (und keiner will´s gewesen sein).

    Wichtig wäre, dass genau geklärt wird, wer für was verantwortlich ist.

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    .

  • Danke für eure Antworten!

    Da die Fenster nicht übermäßig groß sind würde ich natürlich gerne soviel lichte Öffnung wie möglich behalten.

    Rolladen sind nicht geplant.


    Ich werde also als nächstes die Innen- und Außenlaibung horizontal und vertikal messen.

    Dann testweise den Putz entfernen, dort wo Außenlaibung und Sturz aufeinandertreffen?


    Was wird mich dort erwarten?

    Wenn ich dort keinen Beton und/oder Armierung antreffe, kann ich dann davon ausgehen dass es sich nicht um einen Sturz sondern einen statisch unbedeutenden Anschlag handelt?

    Wie wurden Fensteranschläge und Fensterstürze damals (1959) umgesetzt?

    Warum wurden damals überhaupt die Fenster gegen Anschläge gesetzt? Abdichtung?


    Ich fasse mal zusammen:

    Falls ein unterer Anschlag vorhanden sein sollte, könnte ich diesen entfernen oder aufmauern.

    Da es sich im konkreten Fall um ein Küchenfenster handelt muss ich hier sowieso aufmauern um die Innenfensterbank über die Küchenarbeitsplatte zu bekommen.


    Falls oben ein Anschlag vorhanden sein sollte ist zu prüfen ob dieser gleichzeitig als Fenstersturz dient.

    Falls seitlich Anschläge vorhanden sein sollten ist zu prüfen ob diese als Auflager für den Sturz dienen.

    Beides kann mir ein Statiker untersuchen (?)

  • Über der Öffnung liegt auf jeden Fall ein Sturz und das in der gesamten Wanddicke.

    Der kann aus Stahlbeton oder gemauert oder als Flachsturz oder wie auch immer ausgebildet sein.


    Bei Dir tippe ich auf gemauert ;)

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Sorry, aber DAS habe bei Aussenanschlägen schon öfter anders erlebt. Da wurde der Anschlag im Sturzbereich durch einen EIGENEN tieferliegenden Sturz gebildet.

    ... ja und, trotzdem in der gesamten Wanddicke ein Sturz vorhanden.

    Im übrigen ist das, gerade bei Fertigteilstürzen, die übliche Variante.

    Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege!

    5.Mose 27:18

  • Früher(tm) wurden Stürze durchaus auch mit Anschlag gefertigt. Evtl. sogar vor Ort geschalt und betoniert. Alles schon gesehen. Wir werden es erst wissen, wenn der TO da genauer nachgesehen hat.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...