Zwischensparendämmung erneuern?! Alukaschierte Dämmung ist verbaut

  • Guten Tag,


    meine Frau und ich haben uns vor ein paar Jahren ein Haus gekauft und haben es großteils Saniert. Nun sind wir soweit im Wohnbereich durch und würden uns an den Dachboden machen. Bislang ist der Dachboden nur grob ausgebaut. Also Dämmung zwischen den Sparen und Verkleidung.


    Da die Verkleidung nicht dem ganz enspricht, was wir haben wollen habe ich mal eine Ecke entfernt. Aktuell ist eine Alukaschierte Dämmung verbaut, auf dieser sind Rauspundprofile gesetzt ohne Unterlattung und ähnliches. Da wir die Holzverkleidung entfernen wollen, ergibt sich die Frage, sollte man die Dämmung ebenfalls erneuern und mit Dammsperrfolie versehen oder einfach Holz runter, Unterlattung drauf und im Anschluß Gipskarton aufbringen?


    Zur Zeit befindet sich kein Heizkörper und auch nur eine Minimale Elektroinstallation auf dem Dachboden. Dies wollen wir nun ändern, wenn wir diesen Ausbauen und als Wohnraum nutzbar machen wollen. Gedacht ist ein Büro, was aber zur Lösung des Problems nicht wirklich relevant ist?


    Wie die Alukaschierung im ganzen aussieht weiß ich nicht, da ich bislang nur eine Ecke aufgemacht habe um mal dahinter zu gucken. Den unteren Bereich wollten wir beim Ausbau auch etwas abtrennen (Hab gehört Kniestock wird das genannt) um Weihnachtsdeco und ähnliches zu lagern.


    Vielleicht kann mir da jemand helfen? Also wegen der Dämmung?




    Gruß


    Michael

  • Diese Art der Dämmung wurde im letzten Jahrtausend verbaut... Stellt natürlich keine Dampfbremse oder Sperre da ... meist sind zuviele Löcher und Öffnungen drin ...

    Wie man das bei euch verbessern könnte ist so mit ein paar Worte scher zu erläutern ....

    Am besten einen Fachmann kommen lassen der sich das anschaut und Tipps geben kann

  • Wie weit groß Löcher und so drin sind, weiß ich noch nicht. Wie gesagt ist noch mit Rauspund verkleidet.


    Es ging erstmal um die Frage, vorausgesetzt Löcher und so sind nicht vorhanden, ob man trotzdem Dämmung erneuern sollte? Ich weiß, aktuell ist was anderes. Nur anderseits muss man überlegen was Kosten / Nutzenmäßig passt.




    Michael

  • ob man trotzdem Dämmung erneuern sollte?

    Wer soll das hier im Forum wissen? Vielleicht sind relativ großzügige 24cm Dämmung drin, aber noch keine Wärmeschutzverglasung und die Wärme wird in Zukunft durch's Fenster geheizt. Oder die Fenster wurden schon mal erneuert, aber die Dämmung hat nur 12cm oder so, also geht der Großteil der Wärme durch's Dach.

    Oder es ist nochmal ganz anders. Manches geht halt nicht in einem Forum, schon gar nicht wenn genau null Informationen geliefert werden.


    Wenn Du Automechaniker wärst würde ich jetzt ne Gegenfage stellen: Ich hab' mir vor ein paar Jahren ein gebrauchtes Auto gekauft. Sollte ich jetzt den Zahnriemen wechseln?

  • Okay, dann werde ich erstmal den ganzen Rauspund runter holen müssen um zu gucken wie der Zustand dadrunter aussieht. Zum Thema Fenster, die haben wir als erstes ersetzen lassen. Es handelt sich um 3fach Verglaste Fenster.


    Sobald alles Frei liegt und man sieht wie der Untergrund aussieht kann ich ja nochmal melden. Aber soweit ich im Aubau Dachboden gesehen habe war die Dämmung des Daches entsprechend der Sparen Stärke. Nur dort muss ich die Dämmung erneuern, da dort die Dämmung defekt ist.


    Also zum besseren Räumlichenverständnis, im Haus selbst ist der Dachboden mit Rauspund verkleidet, also sehe ich nicht wie die Dämmung aussieht, aber erster Eindruck macht ein vernünfigen Eindruck. Im Anbau, wo sich Küche und Bad befindet, ist der Dachboden ansich "Blank" die Dämmung ist defekt, da wo man die Stärke sehen kann ist die Stärke der Dichtung um 120mm, aber dort wollte ich sie erneuern. Da das eher eine Flickwerk ist und keine Geschlossene Dämmung.




    Michael

  • Aktuell ist eine Alukaschierte Dämmung verbaut, auf dieser sind Rauspundprofile gesetzt ohne Unterlattung und ähnliches. Da wir die Holzverkleidung entfernen wollen, ergibt sich die Frage, sollte man die Dämmung ebenfalls erneuern

    Ohne den gesamten Dachaufbau zu kennen kann man nur spekulieren. Ich würde die Dämmung ersetzen, denn wenn man sowieso schon die Beplankung demontiert, dann hat man auch schnell die Dämmung ersetzt. Kostenmäßig ist die Zwischensparrendämmung eher mit geringen Investitionen verbunden, zumal wenn der Austausch in Eigenregie erfolgt.


    Ich würde mir in diesem Zusammenhang auch Gedanken darüber machen, was eigentlich erreicht werden soll. Meist denkt man ja nur an Wärmedämmung, aber was ist mit Hitzeschutz? Schalldämmung? Vielleicht lohnt es sich ja ein paar Euro mehr in die Hand zu nehmen um den Wohnkomfort zu steigern.

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  • Hitzeschutz wäre echt eine Überlegung wert. Im Sommer wird es ordentlich Warm dort oben. Schalldämmung lohnt nicht, wir wohnen relativ abgelegen somit ist äußerer Schall relativ unwichtig. Das Einzige was wir machen wollten, wie im restlichen Haus ist eine Vorsatzschalung zum Nachbarhaus (es ist eine Doppelhaushälte) da zwischen den Häusern lediglich eine Wand ist und somit die Akkustik von drüben doch zu hören ist.




    Michael


    PS: Haus ist Baujahr 1925, als Randinfo.

  • 12cm und auf Sparrenhöhe ausgedämmt, also Sparrenhöhe 12cm, da musst Du aufpassen, was Du noch an die Sparren hängen kannst. Bei Bj. 1925 vermute ich eher geringe Spannweiten, aber bevor ich da zig Lagen an die Sparren schraube, würde ich das überprüfen lassen, sonst hängt nachher das komplette Dach durch.


    Für Hitzeschutz braucht es auch Masse, und wenn man die raumseits am Dach anbringen möchte, dann hängen da schon einige Kilo/m² an den Sparren. Es würde mich nicht wundern. wenn bei dem Baujahr der Dachstuhl ziemlich ausgereizt ist. Das DG war sicherlich nie für einen Ausbau konzipiert, und an solche zusätzliche Lasten hat damals wohl auch niemand gedacht. An sich wären das Punkte, die der Planer bei der Nutzungsänderung unter die Lupe nehmen sollte.


    Zwecks Hitzeschutz könnte ich mir vorstellen. dass man den Zwischenraum zwischen den Sparren mit Holzfaser dämmt, raumseits mit GKP doppelt beplankt. Evtl. auch noch eine Dämmlage unter die Sparren. Da sollte man sich einmal hinsetzen und ein bisschen mit den Zahlen spielen.

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  • Die Sparrenhöhe im Haus kenne ich noch nicht genau. Im Anbau weiß ich, weil nichts verkleidet ist.


    Aber der Dachboden war zumindest beim Kauf als Wohnfläche berechnet. Aber ich werde, sobald ich dazu komme mal den ganzen Rauspund runter holen. Und dann gucken wie es aussieht. Sobald Dämmung runter ist, kann ich Sparren und Abstand zwischen den Sparren mal messen und mal nen Fachmann dazu holen.


    Nur soweit ich weiß, wurde der Dachstuhl mal erneuert, muss aber mit dem Nachbar mal reden. Der baut im Moment seinen Dachboden aus, bzw. hat es vor kurzem. Der Dachstuhl ist auch nur ein Rechtwickeliges Dreieck im Schnitt. Also eine Hälfte der Dachfläche ist unsere die zweite ist vom Nachbarhaus.




    Michael

  • Aber der Dachboden war zumindest beim Kauf als Wohnfläche berechnet.

    Darauf solltest Du dich nicht verlassen, das nur so als Tipp nebenbei.


    kann ich Sparren und Abstand zwischen den Sparren mal messen und mal nen Fachmann dazu holen.

    Gute Idee. Besser vorher agieren, als später reagieren wenn der Schaden schon entstanden ist.

    Es gibt viele Möglichkeiten, wie man so einen Dachaufbau gestalten kann. Die einfachste ist natürlich, wenn man nur auf die Wärmedämmung schaut. und dann MiWo selbst verarbeitet. Die gibt es für schmales Geld an jeder Straßenecke. Weitere Ideen hatte ich oben schon genannt.


    Vielleicht sollte man sich auch Gedanken über das Thema Lüftung machen. Wenn man den ganzen Tag in so einem Büro sitzt, vielleicht auch noch im Winter, dann sind offene Fenster nicht die beste Lösung.

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  • Ich guck mal wie man es am besten machen kann und kläre verschiedene Möglichkeiten ab. Genau so kann ich ja gucken was der Nachbar gemacht hat. Er hatte zuletzt sein Schlafzimmer nach oben verlegt als das Zweite Kind da war.


    Und zum Thema Büro ist vielleicht etwas hoch gegriffen, also es ist nicht für irgendwie Homeoffice oder so gedacht. Eher um Bisschen Hobbykram zu machen und so. Also es soll lediglich vernünftig beheizbar sein, dass es im Winter nicht recht kühl ist.


    Als Ausbau für die Dachfläche war eigentlich angedacht, Dämmung zwischen Sparren einbringen, Dampfsperrfolie aufbringen, Unterlattung und dann mit Gipskartonplatten beplanken, Spachteln und Tapezieren. Aber klar Gewicht kommt da schon zusammen. Geplant war auch noch eine Zwischenwand einzuziehen, aber eher als Trockenbauwand. Aber das hab ich an sich schon gemacht, also das bekomme ich so hin.




    Michael

  • Ich kann dir nur empfehlen einen Fachmann zur Planung einzubeziehen. Der kostet etwas an €, aber dann baust du keine Sondermüll oder ein selbstkopmostierbares Dach.


    Ich hab 1999 auch einen Ausbau und DG-Erweiterung gemacht. Für die Planung hab ich über 1 Jahr gebraucht. Aber das hat sich bezahlt gemacht.

    Gruß Manni

  • Was würdet Ihr den als Fachmann empfehlen? Also vor allem für die Planung. Ausführung möchte ich soweit es geht selber machen, um Geld zu sparen. Vor allem wenn man handwerklich nicht ungeschickt ist.


    Also es geht nicht speziell um bestimmte Firmen, eher auf welchen Firmenschwerpunkt ich achten sollte? Also zählt es noch unter Trockenbau oder ist es schon was spezielleres? Oder gibt es ggf. auch andere Kontaktmöglichkeiten wie Firmenverbände um Informationen zu Möglichkeiten und Ausführungstipps zu bekommen?




    Michael

  • Vor allem wenn man handwerklich nicht ungeschickt ist.

    Handwerkliches Geschick ist nur die halbe Miete. Man muss erst einmal wissen, was, wie zu machen ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man einen Handwerker findet, der Dir einen DIY Kurs verpasst. Wenn es also an Fachkenntnissen fehlt dann wird es schwierig.


    Wegen dem Dachstuhl, da könnte man einen Statiker oder Zimmermann befragen. Vorher klären. was Du möchtest bzw. wo der Schuh drückt Klare Kommunikation ist hier wichtig, sonst redet man schnell aneinander vorbei. Insbesondere das Thema Kosten klären. und nicht auf so Sprüche einlassen wie "da werden wir uns schon einig".

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  • Ne ne auf so Sprüche steh ich total nicht und nehm in der Regel eher Abstand. Weil meist greift man dann eher in die Sch...e. Aber guck ich mal, wie ich da am besten voran komme. Nur wenn ich Dämmung und Co entfernen möchte / muss warte ich aufs Frühjahr, denke das wäre klüger, den auch wenn aktuelle Situation nur wenig dämmt, ist wenig besser als nichts.

  • das kommt darauf an, wie man den Ablauf koordinieren kann. Dann wird es halt 1 oder 2 Tage etwas kälter im DG, zur Not kann man einen mobilen Heizer einsetzen. Wenn man nur stundenweise arbeiten kann, dann würde ich warten bis die Wetterbedingungen entsprechend sind. jetzt beginnt langsam die kalte Jahreszeit, aber in 5 Monaten sieht es wieder anders aus.

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