Asbest unter Tapete

  • Hallo,

    Ich habe ein Stück Raufasertapete heruntergerissen, unter dem sich asbesthaltige Wandspachtel befand. Ich wusste erst im Nachhinein, dass dies der Fall war.

    Ich habe den Schadstoffkataster des Gebäudes gelesen, in dem angegeben ist, dass der gesamte Wandspachtel Asbest enthält, wenn auch weniger als 1%. Darin wird erwähnt, dass, viellleicht, dieser Gehalt ein Ergebnis des Produktionsprozesses sein könnte.

    Bei der Beschreibung der Benutzungshinweise scheint des Katasters recht lässig mit dem Bohren des Wandspachtels umzugehen, und erwähnt nur, dass er abgesaugt werden sollte. (Mit einem normalen Staubsauger?).


    Meine Fragen sind:

    -war es sehr gefährlich, ihn abzureißen und dann den (gut belüfteten) Raum für ein paar Tage zu benutzen?

    -Kann ich die Bruchteile jetzt selbst sehr sorgfältig reinigen, oder sollte ich einen Experten beauftragen?


    Ich habe Bilder der betreffenden Absätze in Kataster und der betreffenden Wand beigefügt.


    Ich wäre sehr dankbar für alle Vorschläge und Informationen, die mir helfen könnten, den Kataster in den richtigen Kontext zu setzen.


    Grüsse.


  • Also zu Frage 1: sehr gefährlich war es ganz sicher nicht. Die Beschreibung im Kataster deckt sich mit den meisten Befunden bei Putz oder Spachtel: die Fasern sind meist sehr dispers verteilt und der Anteil äußerst gering. Vmtl werden da einige Fasern freigesetzt worden sein aber das ergibt noch keine hohe Gefährdung.

    Feucht reinigen hilft. Danach hätte ich auch keine Bedenken zu saugen.

    Wirklich zur Selbstreinigung raten kann (darf) man nicht. Aber wenn, dann alles möglichst nass, insbesondere Tapeten ablösen. Die nächste dann am besten mit Untertapete (Makulatur).