Wann Oberboden für Rasen aufbringen

  • Hi,

    Kaum 2 Jahre im Haus sind wir so weit unseren restlichen Garten anzulegen - und da soll Rasen/Blumenwiese hin.

    Ich habe jetzt die Erde umgegraben und mit Rechen von Steinen und Wurzeln befreit.

    Plan war 5-10 cm von solcher Rasenerde

    hauke-erden-rasenerde-blasbar.pdf
    aufzubringen.

    Macht das diese Jahr noch Sinn (Erde , nicht der Rasen) oder lieber bis zum Frühjahr warten.und wenn bis nächstes Jahr warten - kann ich was gegen das Unkraut machen was durchkommt?

    Und soll ich im Frühjahr noch einmal umgraben oder bringt das keinen benefit?


    danke

    André

  • Die meisten (praktisch alle) wildblumen gedeihen auf nährstoffarmen wenig humösen Böden richtig. Daher ist es eher kontraproduktiv wenn für eine wildblumenwiese humöser Boden ausgebracht wird.

    Und einen englischen Rasen mal eben in wildblumenwiese unwandeln klappt derwegen selten bis nie....

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Wegen dem Unkraut: Da gibt es etwas von "RatioFARM" :D;). Ich habe in diesem Jahr meinen Rasen vertikutiert, da er ziemlich mit Moos durchwachsen war. Leider war es dann soviel Moss, dass nach dessen Entfernung nur eine Wüste übrigblieb. Ich habe dann erfolgreich neuen Rasen angesäht. Mit dem Rasen wuchsen dann auch etliche Unkräuter. Für diese gibt es ein Spritzmittel, welches den Rasen nicht angreift aber das Unkraut eleminiert. Bei mir hat es funktioniert. Einfach mal im gut sortierten Landhandel oder bei einem Gätrtner nachfragen.


    Ich möchte darauf hinweisen, das ich KEIN Gartenfachmann bin und nur über meine persönliche Erfahrung berichte!

    It doesn´t make sense to hire smart people and tell them what to do; we hire smart people so they can tell us what to do.

    Steve Jobs

  • MPI,

    In des Schule hätte es dafür eine sechs gegeben, Thema verfehlt. 😜


    Es geht hier nicht um chemische Keule zum reanimieren ausgelaugter rasenflächen, die auch umweltverträglicher funktioniert... 😉

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • kann ich was gegen das Unkraut machen was durchkommt?

    Darauf bezog sich meine Antwort. Wobei, wenn er später Wildblumen haben will, kann das natürlich nach hinten losgehen.

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    Steve Jobs

  • kann das natürlich nach hinten losgehen.

    kann nicht nur , wird .


    und wenn der rasen vermoost ist , hift kalk und regelmässige kleine düngergabe. ich empfehle thomasmehl, wegen dessen eher verzögerer wirkungsweise

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • Thomasmehl hab ich, Eisensulfatirgendwas hab ich. Letzteres macht auch das Moos platt, aber halt nicht das Zeug was außerdem so wächst. "Zweikeimig, Zweiblättrig" oder so und Rasen ist Einkeimig oder sowas??? Und das Sprühzeug macht das "Zweiwasauch immer" platt.

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    Steve Jobs

  • Danke für die Hinweise. Dann heißt es wohl genauer planen, wo ich welche Erde ausbringe.


    was genau muss ich bestellen für die Wildblumen (gibt es dafür überhaupt passende Erde)

    Wann sollte ich sie am besten bestellen?


    und das Unkraut bändige ich halt weiterhin mit physischen Ausstechen (Distel, Löwenzahn und komisches grünes Grossblatt)

  • und das zweikeimblättrige zeug macht auch der rasenmäher nieder , da braucht es nichts zum sprühen .....(meine einstellung zur englischerrasenchemie)

    Das stimmt nicht. Löwenzahn, Weißklee, Gundermann, Ehrenpreis. Die sind gänzlich unbeeindruckt von häufigem Mähen.

    Disteln bekommt man in den Griff.


    Das Großblatt könnte Wegerich sein?


    kann nicht nur , wird .

    Halte ich für eine steile These. Die Wirkstoffe (MCPA, Dicamba, 2,4-D) wirken praktisch nicht über die Wurzeln sondern über Aufnahme über Blattgrün. Weiterhin liegt die biologische Halbwertszeit bei wenigen Tagen. Damit dürfte sich praktisch keine Auswirkung auf eine später angesäte Wildblumenwiese ergeben...


    Trotzdem sollte man PSM nur sparsam und wenns unbedingt nötig ist, einsetzen.

    Aber eine mechanische Entfernung von Löwenzahn aus einer Rasenfläche.. ich habs probiert. So tief kannst du nicht stechen, das kommt immer wieder.


    Am wichtigsten ist den Rasen gesund und dicht zu halten.

  • Meerschweinchen! Dann ist Löwenzahn Dein Freund! :thumbsup: (PS auch Ackerwinden werden komplett weggefuttert und Giersch hat keine Chance. Bin froh, wenn ich noch ein paar Blättchen Giersch finde.)

    Gundermann kann man selbst essen, mögen Meeris leider nicht.


    Bzgl Boden auftragen kann ich Dir nicht weiterhelfen. Das weiß der wasweissich

    Wir haben einfach die vorhandene Erde wieder aufgetragen und mit Senf angesät. Bzgl Unkraut könnte ich mir es besser vorstellen, wenn man erst im Frühjahr alles macht, bevor sich groß was ansiedeln kann.


    Das großblättrige Zeug: Kann ich mir 2 Sachen vorstellen:

    Große Klette (wirklich große Blätter)

    oder so eine sauerampferähnliche Pflanze mit orangen Wurzeln. Da weiß ich aber nicht, wie die heißt. Die ist aber echt nervig hartnäckig.


    Hast Du Kinder? Dann kannst Du ja am Rand Blumenwiese und in der Mitte Rasen machen. Die Frage ist auch, was Du Dir als Rasen vorstellst. Vielleicht meinst Du auch eine Wiese?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Weiterhin liegt die biologische Halbwertszeit bei wenigen Tagen.

    Was sind wenige Tage

    Dicamba

    >Dicamba ist im Boden moderat persistent. Die Halbwertszeit beträgt 1 bis 4 Wochen. Unter optimalen Bedingungen (Bodenfeuchte < 50 %, pH leicht sauer) erfolgt die Metabolisierung durch Mikroorganismen innerhalb von 2 Wochen,<

    das Mittel in der nächsten resistenzen Runde

    Dicamba – Wikipedia

    man sollte sich überlegen was man einsetzt.

    2,4-Dichlorphenoxyessigsäure – Wikipedia


    auch bei der chemie bleibt der Platz und Licht für den nächsten anfliegenden Samen.

    Die chemische Keule ist nicht alternativlos und der aufdruck versprichen immer viel mit der nachhaltigkeit haperst oft auch.


    Löwenzahn aus Rasenpfläche easy - richtig werkzeug (Schrottkiste max 15min) oder wie @wwi beschrieben selektiv mit dosis macht das gift und sonnekraft


    TE hat eine Neuanlage und umgegraben, also die Wurzelunkräuter lassen sich dabei ablesen, es handelt sich ja nur um 150qm.

    Im Frühjahr vor der Ansaat oder dem Rollrasen muss doch eh durchgefräst werden. Warum das nicht am keimenden Unkraut (KeimblatTstadium orientieren)

    Wobei dan das meiste weg ist.

    (wen ich breitwegerich im rasen hätte würde ich mir erstmal gedanken machen ob nicht zu kurz gemäht wird. etwas längerer rasen klaut den keimlingen das licht und sorgt auch für ein feuchtes eigenklima was in trockenzeiten von vorteil ist. man sollte was man haben möchte immer begünstigen)

    Ob und wie der Boden aufgebessert werden muss müsste man erstmal die grundsätzlichen Verhältnisse kennen. garre und Nährstoff gehalt.

    Blumenwiesen brauchen eher weniger, lassen sich aber gegebenenfalls mit sand abmagern.


    Mich würde mal @wwi Meinung zum in #1 genannten recyclinggemisch ala Rasenerde ist?



    Aber ich benutze ja nur Gräser (welsches Weidelgras) zur Unkrautunterdückung auf meinem nächstjahrigen Kartoffelacker und habe keinen englischen rasen.

    Unerwüschte Beikräuter sind für mich zeiger auf daß was nicht optimal ist für die Erwünschten, aber erst nach einer Toleranzschwelle.

    Dauerhafte Lösungen gibts meist nicht auf sofort.

  • genannten recyclinggemisch ala Rasenerde ist?

    du meist die analogerde (abgeleitet von analogkäse , in welchem nicht eine spur von milch ist ?)


    meistens ist das zeug ziemlich elendig. wobei es da riesige unterschiede geben kann , von einem aufbereiter zum anderen .


    für eine wertvolle blumenwiese reicht in der regel das , was kleingärtner meist zum weinen bringt , nämlich eifacher unterboden , oder ein gemisch aus oberboden und aushub aus tieferen schichten ausreichend . durchlässig sollte er aber sein , heisst lehmig ist ziemlich schlecht .da sollte dann sand/brechsand beigemischt werden .

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • für eine wertvolle blumenwiese reicht in der regel das , was kleingärtner meist zum weinen bringt , nämlich eifacher unterboden , oder ein gemisch aus oberboden und aushub aus tieferen schichten ausreichend . durchlässig sollte er aber sein , heisst lehmig ist ziemlich schlecht .da sollte dann sand/brechsand beigemischt werden .

    aktuell liegen da so ca 30cm tiefrote Erde, leider mit recht vielen Steinen.

    Wachsen tut darauf aktuell alles. Ich denke mal recht lehmig (auf den Laufstellen hat es etwas von Kaugummi).


    wasweissich - was wäre den eine Alternative zu dem Analogboden - aufgrund der vielen Steine war meine Annahme, dass da noch mal was drauf muss.
    oder reicht Sand und Humus?


    Wenn ja - wie kann ich das prüfen???

  • aufgrund der vielen Steine war meine Annahme

    Foto wäre gut,dann weiß man worüber man redet.

    In dem Analogzeug sind ja auch mehr Steinchen als humose Anteile

    Und vom Remseck bis Leonberg ist ja auch nicht das nächste. Humus müsste es doch näher geben.

    Mit lehmig hatte ich mir schon gedacht, hast du staunässe?

  • Wir haben bei uns die Steine immer scherzhaft als "nachwachsende Rohstoffe" bezeichnet. O.k. - das Grundstück ist eher eine Kiesgrube. Leider trotzdem zu nährstoffreich. Wenn man kein Ordnungsfanatiker ist, kann man da aber trotzdem einiges zum Blühen bringen.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • und noch einmal mit der Motorhacke drübergehen (wobei dann sicher lochmal Steine hochkommen)....

    das mit den steinen kann man verhindern , wenn man nicht einfach eine motorhacke , sondern eine umkehrfräse nimmt.


    wichtig wäre noch , einmal zu schauen wie tief die undurchlässige schicht ist . danach könnte man sehen , was noch zielführend sein könnte.

    (einfach mal an zwei stellen ein tieferes loch ausheben)

    die vernunft könnte einem schon leid tun....

    sie verliert eigentlich immer

  • hat sich jetz mit den vorpost überschnitten

    lag ich ja nicht so schlecht


    So mit der Landwirtsbrille schaut der steinanteil und größe nicht so schlimm aus.

    Nach dem Walzen liegen die fest. Schluff und Feinanteile sind vorhanden, der Steinanteil trägt zur Drainierung bei.

    Ich hab aber eher Wiesenansprüche.

    Wenn der masch nur auf dauerlaufwege bezieht, hätte ich da auch nicht so die Kopfschmerzen, weil es ist auf den Bildern keine so richtige Staunässe zu erkennen.

    Schaut aus wie die Äcker dort aus Googleperspektive.

    Profil ziehen ist nicht schlecht, aber bei dem ´Steinchenanteil rechne ich eher nicht mit einem Sperrhorizont.

    Vielleicht muss ich auch meine Glaskugel putzen.

    Nachsehen macht klug

    Wir haben bei uns die Steine immer scherzhaft als "nachwachsende Rohstoffe" bezeichnet

    Steine erwärmen den Boden eher. im Sommer blank dann zuviel.

    Ein Altbauer meinte auf dem steinreichen Opf Acker "Die Kleinen musste liegen lassen die müssen noch wachsen"

    Wenn erstmal auf dem kies was wächst steigert sich da auch die Humusansammlung es dauert halt nur.

    Imho die kleinste Zeiteinheit für nachhaltige Vegatationveränderungen, ohne menschliche Dauerreperatur, 5 jahre.

  • ...ich mag Steine und wir nutzen die zur Gartengestaltung. Die Tierwelt um unseren Garten herum gibt uns Recht - wir haben noch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, viele Vögel - aber dank Teich und angrenzendem Bach (zeitweise leider auch Güllerinne) auch Kröten und Ringelnattern. Zur Zeit bekommt außerdem der Biber täglich einen Apfel oder ein paar Zweige (der hat seinen Bau ein paar hundert Meter Bach abwärts).

    Und ganz wichtig: gerade im Herbst möglichst alles für den Winter stehen lassen. Je mehr Unordnung desto besser.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!