Winkelhaus - Teilunterkellerung - Anschluss von Bodenplatte

  • Hallo,


    ich plane aktuell den Neubau eines Wohnhauses. Es wird ein Winkelbungalow mit leichter Hanglage von dem 2/3 unterkellert sind und 1/3 nur eine Bodenplatte hat. Der vordere Teil des Kellers ist mit einer Einliegerwohnung bzw. vorerst durch Büroräume als bewohnbar zu fertigen angedacht. Ich habe inzwischen in Betonbauten gewohnt als auch in Ziegelkellern, daher würde ich sehr gerne einen Ziegelkeller haben wollen. Meinen subjektiven Eindrücken nach ists für mich dort einfach angenehmer zu wohnen.


    Ich war dafür jetzt schon bei einigen Bauunternehmen. Leider wird man dort in meiner Ecke immer abgewiesen, aufgrund von Gründen der Dichtigkeit bzw. Garantie etc. Oder weil einfach nur Fertigbetonkeller bzw. Schalungskeller aus Beton verkauft werden. Aber darum solls jetzt garnicht gehen. Die Nachteile von Ziegel bzw. die Vorteile eines Betonkellers sind mir bekannt.


    Worum es mir geht ist folgendes. Wenn der eine Teil durch einen Ziegelkeller unterkellert und der andere Teil des Winkels nur eine Bodenplatte hat, wie wird dort die Verbindung gestaltet? Also wo liegt die Bodenplatte auf bzw wie wird diese mit dem Keller verbunden?


    Kann mir das jemand erläutern?


    Vielen Dank vorab


    Grüße

  • Du meinst, die Decke des KG ist daneben die Bodenplatte des nicht unterkellerten Teils?
    Wieso sollte man die verbinden? Bewehrung und Beton gehen DURCH und alles ist schick.


    So what?

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  • Bewehrung und Beton gehen DURCH und alles ist schick.

    Da macht die Außenabdichtung dann richtig Spaß, und erst mal die Verfüllung unter der "Bodenplatte", die ja eigentlich auch eine Decke ist...


    Mein Alternativvorschlag: Zuerst den Teilkeller mit Decke herstellen, Deckenauflager halbe Wanddicke, Abdichten, Perimeterdämmung, verfüllen, dann die Bodenplatte.


    Für die Wände kommt sehr wahrscheinlich bewehrtes Mauerwerk raus, weil die Auflast aus den Geschossen beim Verfüllen fehlt.


    Machbar, kostet aber sicherlich nicht viel weniger als ein ganzer Keller, wenn der Baugrund kein Fels ist.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • erst mal die Verfüllung unter der "Bodenplatte",

    Wieso? Das ist quasi ne "verlorene Schalung" für die Bopla, die statisch wie eine Decke gerechnet wird. Also Auflage 1 auf der Aussenwand des Kellers und Auflager 2 auf dem ungestörten Erdreich neben des Baugrube. Oder als Kragarm.

    Alles machbar. Kost halt "a bisserl" Hirnschmalz von Planer und Tragwerkplaner

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  • Das ist quasi ne "verlorene Schalung" für die Bopla...

    Da ist erst mal eine Baugrube, die nach Fertigstellung des Kellers verfüllt werden muss.


    Man könnte jetzt statische Klimmzüge machen mit Hin- und Rückbiegen der Bewehrung, um eine Durchlaufwirkung zu erhalten, aber ob das bei einem Bungalow zielführend ist?

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Du spielst auf die aussteifende Wirkung der Decke an?

    Nein. Die Decke braucht als Stahlbetonplatte keinen Ringanker, die wirkt als Scheibe.


    Du hast geschrieben "Bewehrung und Beton gehen durch". Das ist nur bei einer Durchlaufwirkung über der Kelleraußenwand so. Und dafür braucht es die Arie mit Hin- und Rückbiegen der Bewehrung, die ich bei einem so kleinen Bauwerk für entbehrlich halte.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • Ringanker als "Zwischenbauzustan", bevor die Decke am Stück kommt. Oder Anschraubbewehrung. Oder oder oder.

    Mein Gott, es geht. Wie, müssen Planer und TWP entwickeln.

    Eine Bodenplatte/Decke ist keine Raketenwissenschaft. Sondern Baupraxis!

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  • Du hast geschrieben "Bewehrung und Beton gehen durch". Das ist nur bei einer Durchlaufwirkung über der Kelleraußenwand so.

    Nein. Das können auch statisch einzeln Felder sein. Die nebeneinander liegen und am Stück beweehrt und betoniert werden. Ohne physische Trennung

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  • Das können auch statisch einzeln Felder sein. Die nebeneinander liegen und am Stück beweehrt und betoniert werden. Ohne physische Trennung

    Jetzt wird es mir zu verworren. Nebeneinanderliegende Felder, die am Stück betoniert und bewehrt werden ohne physische Trennung, nennen sich Mehrfeldplatten. Und die haben IMMER eine Durchlaufwirkung.


    Es geht ja gerade darum, dass die Decke nicht sinnvoll in 1 Stück betoniert werden kann, wenn keine Klimmzüge erwünscht sind.

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    Gruß aus Oranienburg
    Thomas

  • nennen sich Mehrfeldplatten

    Mehrfeldplatten, Durchlaufwirkung, alles im Sinne wirtschaftlicher Bewehrung sinnvoll und wünschenswert, aber nicht zwingend. Es kann auch andere Zustände oder Zwischenzustände geben. Aber so theoretisch wollte ich das gar nicht machen.

    Wie gesagt, dafür hat der TE einen Planer und einen TWP.

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  • Du meinst, die Decke des KG ist daneben die Bodenplatte des nicht unterkellerten Teils?
    Wieso sollte man die verbinden? Bewehrung und Beton gehen DURCH und alles ist schick.

    den ersten satz verstehe ich ja grad noch ..

    satz zwei? nö. entweder nicht verbinden oder alles geht durch - was denn nu?

    (hat nix mit meiner erfahrung mit solchen konstruktionen zu tun)


    nebenbei, zuerst brauchts a gscheits baugrundgutachten für so an schmarrn.

    danach werden solche ideen sowieso meistens atomisiert.

    entweder wegen abdichtungsproblemen oder wegen setzungsunterschieden.

    natürlich gibt´s auch noch die lösung "augen zu und durch" ;)

  • Also ich freue mich auf die rege Anteilnahme in diesem Thread. :)


    Aber kann das jemand in Laiensprache kurz zusammenfassen. Ich steh beim durchlesen eurer Posts wie der Ochs vorm Berg :D

  • in Laiensprache


    ok, weil du´s bist:

    zuerst brauchts a gscheits baugrundgutachten für so an schmarrn.

    danach werden solche ideen sowieso meistens atomisiert.

    entweder wegen abdichtungsproblemen oder wegen setzungsunterschieden.

    natürlich gibt´s auch noch die lösung "augen zu und durch"

    warum glaubst du, beisst keiner der angefragten bauunternehmer an?