Stockflecken, Schimmel, ganz was anderes?

  • Hallo zusammen,


    ich bin seit 10 Jahren Mieter in einem Mitte der 90er Jahre gebauten Mehrfamilienhaus, das qualitativ aber ziemlich schlecht sein soll: Wasser im Keller bei viel Regen, vor meinem Einzug Probleme mit Schimmel im Keller, teilweise Treppenhaus, aktuell haben manche Mieter wg. Problemen mit dem Ablauf der Regenrinnen und dem Dach immer mal wieder mit Schimmel an bestimmten Stellen zu kämpfen etc. In meiner Wohnung bin ich bisher verschont geblieben, allerdings kriege ich jetzt auch in meiner Wohnung Probleme mit "komischen Flecken" an der Wand. Bei manchen bin ich nicht sicher, ob das einfach nur Dreck ist durch Staub etc. oder Feuchtigkeit. Tatsache ist, dass manche von diesen Flecken wachsen/mehr werden.


    Eine Stelle ist in der Küche direkt über dem Kühlschrank in einer Ecke, die gleichzeitig auch Außenecke ist. Den Kühlschrank habe ich regelmäßig mit Reiniger abgewischt und mich irgendwann mal zu blöde angestellt und etwas Reiniger ist oben in die Ecke gespritzt. Kein Problem dachte ich, trocknet wieder und gut. Allerdings habe ich den Eindruck, dass diese Stellen nie wirklich ganz verschwunden sind und jetzt eben wachsen. Das waren aber auch keine Liter an Wasser, sondern einfach ein Sprühstoß aus normalen Falschen mit Haushaltsreiniger. Die Flecken auf den Fotos sind auch viel weiträumiger als mein Missgeschick damals. Nachfolgend mal zwei Fotos, die auch den Fortschritt innerhalb eines Jahres aufzeigen dürften.




    Sehr ähnliche Flecken habe ich an einer ganz anderen Ecke der Wohnung, direkt über meinem Bett. Ebenfalls ne Ecke, ebenfalls außen, da kann ich mich aber nicht erinnern, mich mit einer Sprühflasche zu dämlich angestellt zu haben. ;-) Diese Ecke ist aber auch in der Nähe eines Regenrohres mit dem mein Nachbar und dessen Mieterin darunter immer wieder Probleme haben. Das verstopft regelmäßig und dann soll irgendwie Nässe bei ihm in der Küche und bei der Mieterin darunter landen. Das könnte also vielleicht auch jetzt einfach bei mir durchschlagen. Die nachfolgenden Bilder zeigen wieder so ungefähr ein Jahr Unterschied, teilweise sind die Aufnahmen aber auch einfach mit unterschiedlichen Telefonen gemacht und sehen die Fortschritte vielleicht dramatischer aus als sie sind.




    Dann gibt es seit 2 Jahren noch eine dritte Stelle direkt über einer großen Fensterfront. Die Fenster haben bei kälteren Temperaturen auch regelmäßig Kondenswasser, im ersten Jahr waren sie einmal bei Regen sogar irgendwie undicht, dann allerdings nicht mehr. Auch hier habe ich einmal ordentlich mit Glasreiniger Fenster geputzt und erst zu spät gemerkt, dass die Flasche auch immer leicht nach oben sprüht und immer wieder Tropfen an der Tapete gelandet sind. Allerdings sind Flecken teilweise auch an der Tapete, wo sie mit der Sprühflasche nun wirklich nicht landen konnten, viel zu weit oben, und eigentlich hätte ich auch erwartet, dass das einfach weg trocknet und gut. Aber es scheinen auch mehr Tropfen zu werden und man kann das auch nicht irgendwie wegwischen oder so. Dadurch macht man es eher schlimmer, weil man einfach Staub und so auf der Tapete zerreibt und dann insgesamt alles dunkler wird. Insbesondere das letzte Fotos sieht wahrscheinlich auch schlimmer aus als es ist, immerhin habe ich da schon versucht Dinge "sauber" zu wischen und alles.







    Was meint ihr, muss ich mir da also ernsthaft Sorgen machen oder muss man das einfach nur mal wieder vernünftig streichen oder ...? Danke!

  • Zuerst einmal: Von einem Sprühstoß aus der Reinigerflasche wird eine Wand nicht dauerhaft feucht.


    Die von Dir gezeigten Stellen sind genau die Klassiker in Bezug auf Probleme bei Feuchtigkeit: Laibungen und Aussenecken. Inwiefern da Handlungsbedarf besteht, lässt sich für mich aber von der Ferne her schwer erkennen.


    Als Tip auf jeden Fall erst mal: Check nach, wie gut Deine Wohnung geheizt und gelüftet ist. Das kann man mit einem Hygrometer machen. Je wärmer und trockener Deine Wohnung ist, desto schwerer haben es Schimmelpilze.

    Das Fenster scheint auch ein gutes Messinstrument bei Dir zu sein. Wenn es innen feucht ist, dann wäre gutes Lüften und dann wieder Heizen angesagt.


    Ansonsten kann evtl Alfons Fischer oder andere Experten, die viel Erfahrung haben noch was schreiben.

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • Bauteilfeuchte zerstörungsfrei elektronisch messen (lassen)!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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    Einmal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Klammerinhalt ergänzt

  • Der Tip von Skeptiker kann Dir weiterhelfen. Was Ralf Dühlmeyer meint ist: Mal jemanden mit einem vernünftigen Gerät kommen lassen, der auch die Daten interpretieren kann. Vielleicht haben die Mitmieter im Haus ja schon Erfahrungen/Kontakte?


    Ansonsten kannst Du mit Heizen und Lüften schon mal ein stückweit Problemen vorbeugen.

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  • Sind ja auch nicht "zerstörungsfrei" ;)

    :lach:


    (echter Insider-Joke)


    Wobei es ja auch zwischen den Hydrometten unterschiedlicher Bauart und Alterungszustände signifikante Messdifferenzen gibt.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Von ein paar Wasserspritzern entsteht kein Schimmel an der Wand, da bin ich mir ziemlich sicher. Und ja, wenn etwas gemessen wird, dann würde ich mich nicht auf billige Geräte und die eigene „Expertise“ verlassen, sondern einen Fachmann hinzuziehen.


    Und den findet man auch ohne Link zur vermutlichen Firmenhomepage des Antwortenden

    2 Mal editiert, zuletzt von Skeptiker () aus folgendem Grund: Link zur Firmenhomepage wurde entfernt, da Werbung hier nach den NUB unerwünscht ist.