Fassadenausbruch zur Erweiterung des Wohnraumes

  • Guten Tag

    Ich müsste eure Hilfe haben.

    Wir haben ein Haus gesehen, dass im Jahre 1976 gebaut wurde. Es ist ein Doppelmauerwerk, mit 60mm Isolation.

    Das Haus ist im Prinzip auf 3 Stöcken, jedoch ist das Erdgeschoss alles Garage und das Obergeschoss mit extremen Dachschrägen nur als Unterdach zu gebrauchen.

    Jedoch hätten wir gerne 1 Zimmer mehr. Somit haben wir die Vorstellung, da das Haus eine L-Form hat, diese schmälere Seite auf die gleiche Breite wie der Rest des Hauses auszubauen. Nur der mittlere Stock. Somit ist unsere Vorstellung, die Fassadenwand, die ist ca. 6 Meter lang, auszubrechen, den Boden verlängern und die Fassade bündig am anderen wieder zu verschliessen. Unter dem Boden, mit dem wir dann weiter ausfahren haben wir gedacht, schöne Betonpfähle zu stellen für die stabilisation, da es ja dann dort keinen Unterbau hat. Ich hoffe es ist verständlich:lach:X/


    Kann mir da evtl. jemand helfen ob das möglich ist??


    Mit freundlichen Grüssen

  • Da bei Einfamilienhäusern der 70er Jahre die Außenwände üblicherweise tragend ausgeführt wurden, dürfte eine solche Wandöffnung eine "Abfangung" der Wand (bzw. der aufliegenden Konstruktion) darüber erforderlich machen. Auch die Verlängerung der Decke und ihre Auflagerung auf neuen Stützen mit neuen Fundamenten ist technisch grundsätzlich möglich. Alles sind aber gravierende Eingriffe in die bestehenden Tragsysteme. Wie das genau funktionieren kann, muss zusammen mit einem Tragwerksplaner ("Statiker") am konkreten Objekt geklärt werden. Alles dürfte zusammen mit den erforderlichen bauzeitlichen Abstützungen aber einen ganz erheblichen Kostenumfang haben, so dass gleichzeitig auch geklärt werden sollte, ob das erforderliche Budget wirklich gegeben ist. Ich würde erwarten, dass die neu gewonnene Wohnfläche mindestens doppelt so teuer ist, wie die selbe Fläche im reinen Neubau, möglicherweise auch noch teurer.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Neben den genannten technischen Punkten (die man sicher lösen kann) und den finanziellen Aspekten (die man vielleicht loesen kann), gibt es evtl. auch noch eine Reihe rechtlicher Punkte (Zulaessigkeit, Bebauungsplan, Einfuegegebot, GRZ, Abstandsregeln...) zu beachten. Diese sollte man zuerst mal klären.

  • Guten Tag

    Da es etwas unverständlich geschrieben ist meinerseits, möchte ich hier nochmal die Frage stellen, welche Möglichkeiten ihr sehen würdet um den Wohnraum zu vergrössern. Im Anhang sind Bilder des Hauses und des Unterdachs. Wäre froh um eure Hilfe. Es geht darum, dass uns 1 Zimmer fehlt und ein Büro (das ist aber nicht so schlimm).


    Vielen Dank

  • Auch in der Schwyz gibt es genug fähige Architekten, Architektinnen sowie Ingenieure/innen. Die helfen (gegen Honorar) gerne.

    Klar, mein Onkel wäre so jemand, und der hilft mir auch. ;) Es geht mir lediglich um die Ideensammlung. Vielleicht hat jemand eine gute Idee, die dem anderen nicht gleich einfällt oder logisch erscheint. Aber ja, in solchen Foren ist das meist schwierig, da mehr Moralapostel als hilfsbereite unterwegs sind.


    Vielen Dank für deine investierte Zeit für die Antwort.

    Ich wünsche dir noch einen angenehmen Tag.

    Gruss

  • Danke für die Fotos. Die machen vieles klarer. Hättest Du evtl auch einen Grundriss?

    Spontan, ohne groß nachzudenken hätte ich eher die Garagen zu einem Wohnraum umgebaut und dafür ein Carport rangesetzt. Eure Idee finde ich einerseits als sehr teuer, andererseits energetisch auch nicht so prickelnd, da man dann überall nach Aussenluft abschließt.


    EDIT: Einen Teil des Daches mit Dachgaube ausbauen? Erlaubt?

    Nothing is forever, except death, taxes and bad design


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  • da mehr Moralapostel als hilfsbereite unterwegs sind.

    Danke für die Blumen und das höfliche "Stör meine Kreise nicht".

    Aber wenn Dein Onkel ein Profi ist, solltest Du wissen, dass eine Planung auf Basis von Fotos nit funzt


    Sorry, dass ich mich nochmal geäussert habe :)

    Meine Beiträge sind Meinungsäusserungen

  • Sehe es wie Anda.

    Das EG ist doch riesig, das sind bisher alles Garagen / Nebenräume? Da kann man bestimmt was aufwerten, ohne extreme Kosten zu verursachen.

    Deine Idee dagegen scheint mit Abstand teuerste, energetisch schlechteste und damit Unsinnigste zu sein.


    , dass eine Planung auf Basis von Fotos nit funzt

    Natürlich nicht, aber er möchte ja auch keine Planung, sondern Denkanstöße. Dass man die liefern kann, hat deine Berufs- und Forenkollegin gerade bewiesen.

  • Dass man die liefern kann, hat deine Berufs- und Forenkollegin gerade bewiesen.

    Ich würde schon aus energetischen Gründen nicht auf die Idee kommen, Garagen in (beheizte) Wohnräme umzuwandeln, schon gar nicht, ohne einen Grundriss und einen Schnitt gesehen zu haben.

    Von Sachen wie Belastung durch Mineralölprodukte mal ganz ab. Oder vom Baurecht. (ich kenne das Schweizer Baurecht nicht)

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  • Sehe es wie Anda.

    Das EG ist doch riesig, das sind bisher alles Garagen / Nebenräume? Da kann man bestimmt was aufwerten, ohne extreme Kosten zu verursachen.

    Deine Idee dagegen scheint mit Abstand teuerste, energetisch schlechteste und damit Unsinnigste zu sein.


    Natürlich nicht, aber er möchte ja auch keine Planung, sondern Denkanstöße. Dass man die liefern kann, hat deine Berufs- und Forenkollegin gerade bewiesen.

    Vielen Dank dir und Anda.

    Zu Ralf Dühlmeyer möchte ich mich nicht mehr äussern, da er nicht verstanden hat um was es geht.

    Ja das Untergeschoss ist riesig und alles Garage oder Hobbyräume, die ich gerne behalten möchte.;):bier:

    ja die Idee mit dem Anbau ist mittlerweile auch bei uns als nicht optimal abgehackt. ;) Im Dachgeschoss etwas zu machen wäre denke ich die beste Idee. Jedoch gibt es keine Treppe, also nur die, die man so runterzieht um ins Dachgeschoss zu kommen. Da müsste man auch eine Lösung finden und das Dach halt auch, da es extreme Dachschrägen hat.

  • Ja, das Dach sieht sehr flach aus, da wird es nur mit Dachgauben gehen, je nachdem wie man es nutzen könnte (beispielsweise bei einer Modellbahn kann man Schrägen sehr gut für Vitrinen nutzen ggg)


    Nochmal die Bitte um einen (anonymisierten) Grundriss.

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  • Ah das hab ich vergessen, Entschuldigung. Baupläne werden zur Zeit von meinem Onkel organisiert, die habe ich leider noch nicht...

    Werde die, sobald ich sie habe, hier hinzufügen.

    Das Dachgeschoss ausbauen ist Grundsätzlich denke ich nicht das Problem, eher die Treppe.=o:)

  • Ah das hab ich vergessen, Entschuldigung. Baupläne werden zur Zeit von meinem Onkel organisiert, die habe ich leider noch nicht...

    Werde die, sobald ich sie habe, hier hinzufügen.

    Das Dachgeschoss ausbauen ist Grundsätzlich denke ich nicht das Problem, eher die Treppe.=o:)

    Deswegen muss man sich da mal den Grundriss anschauen. Vielleicht kommt da noch die eine oder andere Idee dazu?

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  • Bei einem "Bungalow" mit einem so flach geneigten Walmdach wie hier, käme ich erstmal nicht auf die Idee, das DG auszubauen*, aber weshalb nicht?


    * Stichworte: Kopfhöhe, Mindesthöhe für Aufenthaltsräume, Maximalgrößen und sinnvolle Höhenlagen von Dachflächenfenstern, Gauben dürften ausscheiden ...

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Bei einem "Bungalow" mit einem so flach geneigten Walmdach wie hier, käme ich erstmal nicht auf die Idee, das DG auszubauen*, aber weshalb nicht?


    * Stichworte: Kopfhöhe, Mindesthöhe für Aufenthaltsräume, Maximalgrößen und sinnvolle Höhenlagen von Dachflächenfenstern, Gauben dürften ausscheiden ...

    Danke für deine Antwort. Kannst du deine Antwort etwas genauer ausführen? Wiso scheiden Gauben aus? was wäre deine Idee?

    Ja Bungalow ist es nicht ganz, das ist ein grosses Haus, jedoch schade dass die Wohnfläche nur auf dem Mittleren Stock ist....

  • Ich finde es schwer einschätzbar ( die eine Seite sieht steiler aus als die andere) Ich kenne das Schweizer Baurecht nicht. Aber dafür der Onkel.

    Wenn die Höhe passen würde: warum gingen dann keine Gauben?

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  • Wenn die Höhe passen würde: warum gingen dann keine Gauben?

    Gauben sehen in derartig flachen Walmdächern wahlweise "lustig" oder "verboten" aus. Einfach 'mal zeichnen!

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Ja ich weiß. Design ist unter Laien verpönt gilt als elitär böse. :P

    ...Aber eine Gaube würde das Bild des Gebäudes eher verschandeln. Da bin ich ganz bei Skeptiker.

    In den Zwickel was zu erweitern passt mit dem Dach nicht zusammen. Evtl. kann man in dem Zwickel, ein halbes Stockwerk runter, etwas anbauen. Dann muss man eben paar Stufen runter gehen. Ansonsten ist EG wegen der von Dühlmeyer schon geäußerten Bedenken problematisch und das Dach ist auch problematisch. Ich sehe den versetzten Anbau als die einzig bezahlbare Lösung.

    Du musst immer einen Plan haben. Denn wenn Du keinen hast, dann wirst Du Teil eines anderen Planes...

  • so meine ich:



    oder findet das jemand überzeugend?

    ...das sieht in echt vermutlich noch viel schlimmer aus.

    Bei uns gab es früher mal die Faustregel, dass man unter 30 Grad Dachneigung keine Gauben machen soll.

    Gefährlich ist's, wenn Dumme fleißig werden!

  • Vielen Dank für eure Hilfe.

    Sobald ich die Pläne habe, stelle ich die hier rein. Dann wird es einfacher denke ich.

    Und noch schnell etwas zu den "Umgebenheiten", da hier diese Frage auch gestellt wurde. Abstand einhalten ist kein Problem, da wie auf den Bilder zusehen ist, auf einer Seite ca. 5 Meter platz sind und auf der anderen Seite ist noch ein ganzer Bauplatz der dazu gehört. ;)

    Die Höhe ist auch kein Problem, man könnte in dieser Lage Häuser bauen mit einem Stock höher.

    Den Rest muss man logischerweise ja immer bewilligen lassen:rulez:


    Wir werden sehen was daraus wird. :pfusch: