Asbest im Boden? Mipolam und Dunloplan Bodenbeläge

  • Guten Abend,


    wir haben heute unsere Treppe restauriert und auf dem vertikalen Flächen war eine grauer Bodenbelag verklebt. Diesen Bodenbelag haben wir auch in einem Kellerraum vor ca. 5 Jahren entfernt.

    Erst im Nachhinein ist uns heute der Gedanke gekommen, dass da Asbest verbaut sein könnte, denn das Haus ist von 1968.

    Jetzt ist die Angst groß, denn wir haben inzwischen eine kleine Tochter, und der Gedanke, dass sie jetzt Asbest eingeatmet haben könnte, macht uns irre, weshalb wir uns an euch wenden.


    Der Boden ist hellgrau gemasert und auf der Rückseite ist eine dunkelgraue harte Masse, die an dichten Schaumstoff erinnert. Geklebt war der Boden mit gelbem Klebstoff, ähnlich wie Pattex.


    Meine Frau hat alle Hausdokumente durchsucht und in der Baubeschreibung die Namen Mipolam und Dunloplan entdeckt. Im Internet kann man dazu leider nichts finden.

    Kennt sich jemand mit diesen Marken aus?


    Anbei Fotos des Bodens und der Baubeschreibung.


    Vielen Dank für eure Hilfe!

  • Meine Frau hat alle Hausdokumente durchsucht und in der Baubeschreibung die Namen Mipolam und Dunloplan entdeckt. Im Internet kann man dazu leider nichts finden. Kennt sich jemand mit diesen Marken aus? Anbei Fotos des Bodens und der Baubeschreibung.

    Das fotografierte Leistungsverzeichnis enthält sowohl Positionen, die vermutlich asbestfrei waren (Mipolam), wie auch Positionen, die sicher Asbestfasern in erheblicher Menge enthielten (Polyflex-Platten der Dunloplan GmbH). Nach diesem Wikipedia-Eintrag enthalten diese "(Pastell-) Polyflex-Platten" von Dunloplan mit ca. 20 % Chrysotil so gar eine ganz erhebliche Menge Weißasbest. Dieses ist darin aber gebunden und stellt damit nur beim Ausbau eine erhebliche Gesundheitsgefahr dar, wenn es - wie meistens - ohne Einhaltung von Sicherheitsmaßnahmen zerstörend ausgebaut wird. Welches Material aber tatsächlich eingebaut war, kann heute nur eine Materialanalyse sicher ermitteln. Aber ...

    Diesen Bodenbelag haben wir auch in einem Kellerraum vor ca. 5 Jahren entfernt.

    Das wird also vermutlich nicht mehr feststellbar sein.

    Jetzt ist die Angst groß, denn wir haben inzwischen eine kleine Tochter, und der Gedanke, dass sie jetzt Asbest eingeatmet haben könnte, macht uns irre, weshalb wir uns an euch wenden.

    Wenn sie solchen Staub eingeatmet haben sollte, so man daran leider eh nichts mehr ändern. Aber gab es nach dem Ausbau überhaupt noch Staub, den sie einatmen konnte und wenn ja, von welchem Material?


    Für mich liest sich das, als ob ihr mit der Ungewissheit leben müsst - zumal sich auch mit Wissen am Ist-Zustand heute eh nichts mehr ändern ließe. Ich würde mir um die Lungen der Personen, die damals das Material ungeschützt ausgebaut und entsorgt haben, erheblich mehr Sorgen machen - wenn es denn Asbest-haltig war.

    mit Gruß aus Berlin, der Skeptiker


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  • Hallo Skeptiker,


    der Kellerraum hat eine Größe von ca 22 qm, weshalb ich davon ausgehe, dass dort der Mipolam Boden verlegt wurde.

    Jetzt im Moment wäre für uns wichtig zu wissen, ob der Boden, der an der Treppe geklebt hat Asbest enthalten könnte ( siehe Bilder) . Da hätte unsere Kleine nämlich was von ab bekommen...
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das eine Platte war, da es ja flexibel war, also vielleicht eher Meterware, die zugeschnitten wurde?

    Was ist eigentlich mit dem letzten Punkt in dem Unterlagen? Planatex PVC Filzbelag. Wurden solche Böden auch mit Asbest produziert?


    Und was ist mit dem Kleber? Könnte er auch Asbest enthalten? Den habe ich nämlich versucht weg zu schleifen.


    Vielen Dank für eure Zeit!